Revidiert Schleswig-Holstein den Irrweg UKW-Abschaltung?

Als erstes Bundesland will Schleswig-Holstein raus aus UKW. Initiiert wurde das ganze von einer Privatradio-Gruppe, die im Radiomarkt schon immer Geisterfahrer war, im Norden aber eine ungeheure Lobby hat (Mediengesetze wurden schon nach ihr benannt) und die es politisch geschafft hat, daß auch der Rest der Branche mitziehen mußte. Zum Glück wurde das jetzt schon aufgeweicht, Antenne Sylt darf weitersenden, Radio Lübeck wird das wohl auch dürfen.

Und inzwischen wackelt das Datum 2031 ganz gewaltig. Vor allem Krisenstäbe prügeln auf die Politik ein, diesen Schwachsinn einer UKW Abschaltung zu lassen. UKW ist Besdtandteil der Kritischen Infrastrultur und darf gerade in solch unsicheren Zeiten nicht aufgegeben werden. Viele in der Politik haben das wohl schon verstanden, nur der Staatskanzlei-Chef und einige wenige andere halten noch an ihrem "Traum" vom UKW Aus fest.

Wie stark die Geschichte der genannten Privatradio-Gruppe auf die Füße fallen wird, sehe ich schon jetzt mit großem Schmunzeln. Meine Prognose ist, daß die MA ein Erdbeben auslösen wird und man sich entweder von einem Programm trennt oder den Schritt revidiert.

Nur mal zum Mitschreiben: Aktuell besitzen 70% der Leute in Schleswig-Holstein noch keinen DAB-Empfang, der designierte UKW Nachfolger wächst im absoluten Schneckentempo.

Ich sage, spätestens 2027 nach den nächsten Landtagswahlen kippt das ganze und der Irrweg wird wie in der Schweiz beendet!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Gegenstromanlage ist ein Satire-Account. Aber die Beiträge sind lesenswert, wenn auch die gezogenen Schlussfolgerungen beabsichtigterweise quer zum Zeitgeist liegen. Aber das verrät ja schon der Name.
 
Gemini nennt andere Zahlen, höhere.
Auf Nachfrage werden auch Quellen für die Zahlen angegeben.
Das war die Antwort auf die Fragen:
- Wie viele DAB+-Radios gibt es aktuell in Schleswig Holstein?
- Wieviel Anteil der Bevölkerung hat ein DAB+-Radio in Schleswig Holstein?


Gemini:
In Schleswig-Holstein ist die Digitalisierung des Radios aktuell in einer entscheidenden Phase. Da das Bundesland als Vorreiter den schrittweisen Umstieg von UKW auf DAB+ bereits 2025 massiv vorangetrieben hat, liegen die Ausstattungsraten über dem Bundesdurchschnitt.
Hier sind die aktuellen Daten (Stand Anfang 2026, basierend auf den Erhebungen von 2025):

Ausstattung der Haushalte​

  • Anteil der Haushalte: Etwa 40 % bis 45 % der Haushalte in Schleswig-Holstein verfügen über mindestens ein stationäres DAB+-Radio. Damit liegt das Land im oberen Bereich des bundesweiten Trends (Deutschland-Schnitt: ca. 40 %).
  • PKW-Ausstattung: Bei den Fahrzeugen ist die Quote besonders hoch. Mittlerweile verfügen rund 41 % bis 45 % aller PKW in Schleswig-Holstein über DAB+-Empfang. Bei Neuwagen ist dies aufgrund der gesetzlichen Pflicht seit Ende 2020 Standard.

Nutzung und Reichweite​

  • Bevölkerungsanteil (Nutzung): Rund 36 % der Bevölkerung (Personen ab 14 Jahren) nutzen DAB+ regelmäßig (innerhalb von vier Wochen).
  • Digitale Gesamtquote: Rechnet man Webradio und DAB+ zusammen, liegt die sogenannte "Netto-Digitalisierungsquote" in Schleswig-Holstein bei etwa 78 %. Das bedeutet, mehr als drei Viertel der Menschen nutzen mindestens einen digitalen Empfangsweg für Radio.

Hintergrund des Anstiegs​

Der starke Zuwachs in Schleswig-Holstein erklärt sich durch den UKW-Ausstieg, der 2025 begonnen hat:
  • April 2025: RADIO BOB! stellte als erster großer Sender die UKW-Verbreitung ein.
  • Juni 2025: Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur schalteten 16 UKW-Anlagen ab.
  • November 2025: delta radio wechselte vollständig auf Digitalempfang.
  • 2026: Weitere Sender wie Klassik Radio folgen diesem Beispiel.



KategorieWert (ca. 2025/2026)
Haushalte mit DAB+ Gerät~ 40-45 %
PKW mit DAB+ Empfang~ 41-45 %
Regelmäßige DAB+ Nutzer~ 36 %
Digitale Gesamtnutzung (inkl. Web)~ 78 %
Und die Nachfrage nach den Quellen der Zahlen:

Ja, die Zahlen sind valide und stammen aus den wichtigsten offiziellen Standard-Untersuchungen des deutschen Medienmarktes. Da wir uns aktuell im Jahr 2026 befinden, basieren diese Angaben auf den im Herbst 2025 veröffentlichten Berichten.
Hier sind die konkreten Primärquellen für die genannten Daten:

1. Der Digitalisierungsbericht Audio 2025 (Audio Trends)​

Herausgegeben von "Die Medienanstalten" (der Zusammenschluss der 14 Landesmedienanstalten in Deutschland).
  • Haushaltsquote: Dieser Bericht ist die Goldstandard-Quelle für die Geräteausstattung. Er belegt für das Jahr 2025, dass bundesweit etwa 40 % der Haushalte ein DAB+-Radio besitzen.
  • Regionale Daten: Für Schleswig-Holstein wird in diesem Bericht (oft in Kooperation mit der MA HSH – Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein) eine überdurchschnittliche Dynamik ausgewiesen, da das Land den UKW-Ausstieg aktiv vorantreibt.

2. ma 2025 Audio II (Media-Analyse)​

Herausgegeben von der agma (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.).
  • Bevölkerungsanteil/Nutzung: Die agma liefert die "Währung" für Werbepreise und misst die tatsächliche Nutzung. Der Wert von 36 % (weitester Hörerkreis) für DAB+ stammt aus der Auswertung vom Juli 2025.
  • Digitale Quote: Die Netto-Digitalisierungsquote von 78 % (Kombination aus DAB+ und Online-Audio) wurde in der Sonderauswertung "Audio Trends 2025" auf Basis der agma-Daten bestätigt.

3. Dokumentation des UKW-Ausstiegs (Landesregierung & Sender)​

  • Daten zum Umstieg: Die Informationen über die Abschaltungen von Sendern wie RADIO BOB! (April 2025), Deutschlandfunk (Juni 2025) und delta radio (November 2025) stammen aus offiziellen Pressemitteilungen der Staatskanzlei Schleswig-Holstein sowie der Plattform dabplus.de, die das offizielle Informationsportal des Digitalradio Deutschland e.V. ist.

Zusammenfassung der Validität​

KennzahlQuelleVeröffentlichungsdatum
HaushaltsbesitzDigitalisierungsbericht Audio 2025Oktober 2025
Hörernutzung (Reichweite)ma 2025 Audio IIJuli 2025
SenderabschaltungenStaatskanzlei SH / dabplus.deLaufend 2025
Vor allem Krisenstäbe prügeln auf die Politik ein, diesen Schwachsinn einer UKW Abschaltung zu lassen. UKW ist Besdtandteil der Kritischen Infrastrultur und darf gerade in solch unsicheren Zeiten nicht aufgegeben werden.
Du hast zwar nicht ganz unrecht mit UKW als Teil der kritischen Infrastruktur, aber für den Zweck würde EINE UKW-Kette mit mehreren Zuführungswegen sowie Notstromaggregaten vollkommen ausreichen. Das regionalisierte Einserprogramm des NDR würde sich dafür anbieten, allerdings müsste die KEF dem NDR das notwendige Geld dafür zugestehen oder aber Land/Bund müssten die Kosten für die Bereithaltung/Wartung/Instandhaltung dieser Kette übernehmen. Eingeschaltet werden müsste sie eigentlich nur im Krisenfall, so daß nicht unbedingt ein ständiger Betrieb finanziert werden müsste.
Und dieser Krisenfall wird vermutlich schon vor dem Jahr 2031 eintreten.
 
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