RTL macht neues bundesweites Radio - AKTUELLE Entwicklungen

black2white

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Rainer Nitschke klingt stimmlich übrigens wie eh und je. Wenn man die Augen zumacht, denkt man, es ist 1985.

Da hast du völlig Recht, das ist mir auch schon aufgefallen. Viele andere Moderatoren verlieren mit dem Alter die Kraft in ihrer Stimme oder sie wird brüchig. Vielleicht trinkt Nitschke jeden Tag 2 Tassen heißes Wasser? Ich weiß es nicht, aber es ist schon ein Phänomen.

RTL Deutschland verliert in der heute erschienenden MA katastrophale 22%. Ob man jetzt den Reformeifer ausweitet?

O je, dann muss man sich ja eine neue Quelle suchen die man kopieren kann.
 

Anne1034

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Das Original - 104.6 RTL - ist auch nicht gerade beliebter geworden. Und auch andere Sender gleichen Formats haben Hörer verloren - z. B. Radio Hamburg.

Ist das eine hinnehmbare Schwankung? Oder reicht es heute wirklich nicht mehr, nur die "besten Hits" zu spielen? Wir werden es wissen, wenn die nächsten Media-Analysen herauskommen.

Irgendwann wird es nicht mehr reichen, Hits zu spielen. Dafür gibt's längst Alternativen (Spotify & Co.), die leisten, was Radio nicht leisten kann - ein auf den eigenen Geschmack ausgerichtetes Musikprogramm.

Andere Elemente wie Comedyserien oder News lassen sich auch schon recht problemlos in die eigene Playlist einbinden.

Die Frage ist nur, wann solche Hit-Dudler gezwungen sind, ihre Programme durch höheren Concent für die breite Masse attraktiver zu machen. Das kann in fünf Jahren der Fall sein, es kann aber auch noch 15 oder 20 Jahre dauern, bis sich die große Mehrheit Alternativen zu den größten Hits von wannauchimmer sucht.

Der Berliner "Jugendsender" 93,6 JAM FM scheint es schon verstanden zu haben. Man hat wieder mehr Mut zum Wort - jedenfalls abends und am Wochenende. Da gibt's inzwischen teilweise recht lange Talk-Strecken mit Stars der Deutschrap-Szene. Die Songs kann sich die Zielgruppe auch online anhören - die Interviews nicht unbedingt (es sei denn, der Sender veröffentlicht sie auch online, um auf diesem Wege neue Hörer an sich zu binden).

Außerdem gibt's zu bestimmten zeiten Live-Video-Streams auf Twitch, einer Gamerplattform. Hier sehen die Zuschauer bei Promi-Interviews, was hinter den Kulissen abgeht.

Das ist vielleicht für einen Sender wie RTL noch nicht so wichtig, aber es wird immer wichtiger.

Und das wissen die Radiomacher im neuen Berliner Audio-Center auch. Ganz blöd können sie ja nicht sein - immerhin sind die zum Audio-Center gehörenden Sender trotz Hörerverlusten keine belanglosen Hinterhofklitschen - auch wenn das die Gewinner im Schloss gerade beim x-ten "Gewinnerbier" anders sehen.....

So, genug der Worte. Prost.
 
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TS2010

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Das Original - 104.6 RTL - ist auch nicht gerade beliebter geworden. Und auch andere Sender gleichen Formats haben Hörer verloren - z. B. Radio Hamburg.

Ist das eine hinnehmbare Schwankung? Oder reicht es heute wirklich nicht mehr, nur die "besten Hits" zu spielen? Wir werden es wissen, wenn die nächsten Media-Analysen herauskommen.

RTL ist schon seit einigen Media-Analysen im Sinkflug, da kann man auch Schwankungen durch Corona nicht wirklich als Ausrede heranziehen. Aus meiner Sicht haben die Hot-AC-Sender in Berlin das grundlegende Problem, dass sie zunehmend am Geschmack der nachwachsenden Berliner Hörer vorbeisenden.

Wenn ich bedenke, welche Musik ich als Jugendlicher und mein Umfeld vor 20 Jahren gehört hat – da sendete RTL schon damals dran vorbei und tut das heute auch noch. Auch wenn ich jetzt im besten RTL-Alter wäre, würde ich nicht im Traum darauf kommen, diesen Sender einzuschalten. Wenn schon Berliner Lokalsender, dann kommt eigentlich am ehesten Kiss FM infrage, die mit ihren Moderatoren und der Musik deutlich näher am Berliner Lebensgefühl dran sind als ein Arno Müller aus dem Saarland mit seinen RTL Greatest Hits.

Und klugerweise streut man bei Kiss seit 2019 die "Classics" ins Programm, mit denen man die alten Stammhörer weiter ans Programm bindet, ohne die Durchhörbarkeit in irgendeiner Weise zu gefährden. In der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen ging's im Vergleich zur vorletzten MA jedenfalls steil aufwärts (+167 %)! Auch hier liegt man inzwischen knapp vor RTL.

Neben der Musik kommt dann bei RTL noch hinzu, dass man sich meiner Meinung nach zu sehr auf dem Erfolg der Morningshow ausgeruht hat und der Rest des Programms scheinbar nur darauf ausgelegt war, den Hörern die Morningshow schmackhaft zu machen. Ist halt aus meiner Sicht ein bisschen wenig für nen Marktführer, hat aber jahrelang gut funktioniert, weil rs2 mit seinem Schmuse-Familienradio nie wirklich versucht hat, RTL nochmal anzugreifen (und sie nun aber doch irgendwie überholt hat).
 
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Radiocat

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@black2white Absolut. Gottschalk, Egner, Reinke…allen hört man die Jahre ziemlich an. Rainers begnadete Stimme...wie geölt. Er wirkt aber auch sonst nicht „alt“ im persönlichen Gespräc, wie ich vor einigen Jährchen feststellen durfte. Der einzig „ewig junge“, der mir sonst noch einfällt, wäre Günter Jauch, aber er macht ja kein Radio mehr. Wobei es bei Rainer Nitschke eher „zeitlos“ ist. Seine Art der Moderation war ja auch früher nicht „jugendlich“. Er hat einfach seinen eigenen, sehr natürlichen Stil.. Und er ist authentisch.
 

Anne1034

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@TS2010: Zugegeben: 104.6 RTL war nie ein klassisches "Jugendradio". Man wollte schon immer neben jungen Leuten auch Erwachsene ansprechen, die schon eine Weile im (Berufs-)Leben stehen.

Aber in seinen Anfängen war 104.6 RTL eine Besonderheit. Der Sender hatte einen Drive, der sich von allen anderen in Berlin/Brandenburg empfangbaren privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern unterschied.

Hörbeispiel aus 1992: https://www.mixcloud.com/jimmydean5000/1046-rtl-vom-03091992-ua-mit-rik-de-lisle/favorites/

Und noch ein Hörbeispiel: Arno und die Morgencrews von 1993: https://www.mixcloud.com/jimmydean5000/1046-rtl-morning-show-vom-30081993/

Das konnte man gut oder schlecht finden, eine Besonderheit war der Sender auf jeden Fall.

Und was passierte seitdem? 104.6 RTL passte sich immer mehr an irgendwelche Radionormen an, andere Sender auch. Und so entstand der Einheitsbrei, den wir heute überall vorfinden. Manche nennen ihn 104.6 RTL, andere Radio Hamburg. Und im Süden nennt man den Brei eben Antenne Bayern.
Wenn schon Berliner Lokalsender, dann kommt eigentlich am ehesten Kiss FM infrage, die mit ihren Moderatoren und der Musik deutlich näher am Berliner Lebensgefühl dran sind als ein Arno Müller aus dem Saarland mit seinen RTL Greatest Hits.
Arno Müller und Saarland - da fehlt mir 'ne Verbindung. Ich möchte odch hoffen, dass er seine Show aus Berlin moderiert - auch wenn er heute große Teile davon aufzeichnet.
Und klugerweise streut man bei Kiss seit 2019 die "Classics" ins Programm, mit denen man die alten Stammhörer weiter ans Programm bindet, ohne die Durchhörbarkeit in irgendeiner Weise zu gefährden. In der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen ging's im Vergleich zur vorletzten MA jedenfalls steil aufwärts (+167 %)! Auch hier liegt man inzwischen knapp vor RTL.
Das machen die KISSer schön länger. Ist nur die Frage, ob Jugendliche den Sender hören möchten, den auch ihre Eltern hören.
Neben der Musik kommt dann bei RTL noch hinzu, dass man sich meiner Meinung nach zu sehr auf dem Erfolg der Morningshow ausgeruht hat und der Rest des Programms scheinbar nur darauf ausgelegt war, den Hörern die Morningshow schmackhaft zu machen. Ist halt aus meiner Sicht ein bisschen wenig für nen Marktführer, hat aber jahrelang gut funktioniert, weil rs2 mit seinem Schmuse-Familienradio nie wirklich versucht hat, RTL nochmal anzugreifen (und sie nun aber doch irgendwie überholt hat).
Stimmt. Dieses ca. 19-stündige Morningshow-Werbeprogramm, das da zwischen den Arno-Sendungen läuft, nervt extrem.

Der Sender wird sich bald etwas Neues einfallen lassen müssen, wenn er weiter kommerziell erfolgreich sein möchte - als 104.6 RTL in Berlin/Brandenburg und als "Deutschlands Hit-Radio" auf nationaler Ebene.

Aber ich schrub ja schon: Die Verantwortlichen werden nicht ganz dumm sein - jedenfalls nicht dümmer als so Leutchen wie ich, die kluge Kommentare in ein Forum schreiben...
 

TS2010

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Zugegeben: 104.6 RTL war nie ein klassisches "Jugendradio". Man wollte schon immer neben jungen Leuten auch Erwachsene ansprechen, die schon eine Weile im (Berufs-)Leben stehen.

Natürlich, das ist mir klar, worauf ich nur hinauswollte, ist, dass die nachwachsenden Generationen so jung geblieben sind, dass sie mit dem "erwachseneren" Hot-AC-Format nicht viel anfangen können.

Arno Müller und Saarland - da fehlt mir 'ne Verbindung.

Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass Arno Müller als Saarländer nie eine Berliner Schnodderschnauze wie die Moderatoren bei Kiss haben wird. Ich gehe doch mal stark davon aus, dass er aus Berlin sendet. ;)
 
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Anne1034

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(...) Worauf ich nur hinauswollte, ist, dass die nachwachsenden Generationen so jung geblieben sind, dass sie mit dem "erwachseneren" Hot-AC-Format nicht viel anfangen können.
Würde ich nicht allgemein so formulieren. Manche hören mit 50 104.6 RTL oder RTL - Deutschlands Hit-Radio, andere hören diese so genannten Jugendsender.

Am Ende ist es auch egal, welchen Sender man hört. In den kommenden Jahren müssen sich alle Sender neu aufstellen - 104.6 RTL/RTL - Deutschlands Hit-Radio genauso wie 98.8 KISSFM oder 93,6 JAM FM. Ansonsten müssen sie den Laden dicht machen.

Wie diese Neuaufstellung aussehen muss? Keine Ahnung. Aber dafür gibt's ja gut bezahlte Entscheidungsträger (oder -innen - ich gendere nicht).

Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass Arno Müller als Saarländer nie eine Berliner Schnodderschnauze wie die Moderatoren bei Kiss haben wird. Ich gehe doch mal stark davon aus, dass er aus Berlin sendet. ;)
Naja, als Saarländer vertritt er immerhin 50 Prozent aller Berliner. Auch mich. Bin auch "Neuberlinerin".
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
ob Jugendliche den Sender hören möchten, den auch ihre Eltern hören
Ähm, Jugendliche die Radio hören? hab ich was verpasst? Welche Jugendlichen hören heute noch Radio???
Wo sie erst 4 Minuten lang Werbung ertragen müssen bis der neue Track von Bones MC oder Casper dann doch nicht gespielt wird sondern wieder nur Ed Sheeran, Charly Puth und Shawn Mendes....

Deswegen verlieren doch diese ganzen pseudo-hippen Großstadtradios wie Radio Hamburg, Bayern 3 usw.
die sich bei den jungen Erwachsenen und den Teens/Twens anbiedern mit ihrem schleimigen Gequatsche.

Man muss sich nur mal die Altersstruktur von Sendern wie BigFM, PlanetRadio und YouFM (HR) ansehen. Oder auch Fritz, WDR 1 live usw. Der Großteil der Hörer ist jenseits der 30. Neues von unten wächst schon lange nicht mehr nach.

Die Jugend hat man seit mindestens 10 Jahren erfolgreich mit nervigen Gewinnspielen und alter, ausgelatschter Musik ins Netz vertrieben.
 
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Anne1034

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@s.matze: Nicht einfach Aussagen aus dem Zusammenhang reißen.

Es ging hier um 98.8 KISS FM und nicht um die Frage, ob Jugendliche Radio hören oder nicht.

Ganz blöd bin ich nicht.
 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
Es ging hier um 98.8 KISS FM
Okay, bleiben wir mal bei Kiss FM.
Wenn ich das richtig sehe haben die 59.000 Hörer (im Vorjahr waren es 53.000), davon 49.000 jüngere (Vorjahr: 45.000).
Das sind etwa 1,2 Prozent bei einem Markt mit potenziell 5 Mio. Hörern.
Zum Vergleich: Der Rocksender STAR FM bedient eine absolute Nische, hat aber bei gleicher Sendeleistung (1000 Watt vom FT am Alexanderplatz) unverändert 63.000 Hörer (davon 40.000 jüngere).

Ist das jetzt für ein Mainstream-Programm wie Kiss FM, was eigentlich zu 95 Prozent nur aktuelle EDM- und Urban-Titel aus den Top 30 spielt, so wahnsinnig erfolgreich? Und wenn ja, warum sind die dann nach rund 3 Jahren bundesweiter DAB-Verbreitung wieder aus dem 5C verschwunden?

Ich deute das eher so: Es gibt schon genug Chart-Dudler mit primitivem Geschwätz (ua. NRJ und die ARD-Jugendradios) und die Marke Kiss FM funktioniert nur in wenigen Berliner Stadtbezirken, aber nicht darüber hinaus.

Wieviel Hörer hatten die eigentlich um 95 herum zu ihrer Zeit als DJ-Radio "Kiss99" ?
 

TS2010

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5 Millionen Hörer Potenzial? Wohl eher technische Reichweite. Erstens bin ich mir nicht so sicher, ob die 98,8 außerhalb der Stadtgrenzen wirklich noch so gut empfangbar ist (ich würde sagen nein) und dann stellt sich die Frage, was die Brandenburger mit einem Berliner Lokalsender anfangen sollen.

Als wahnsinnig erfolgreich würde ich Kiss FM jetzt auch nicht bezeichnen – ich glaube, zu Spitzenzeiten hatten sie mal um die 70.000 Hörer. Der jetzt erklommene erste Platz auf dem Berliner Radiomarkt rührt eigentlich nur daher, dass die Konkurrenz gerade nicht so richtig performt. Auf der anderen Seite hat Kiss FM mit Fritz, Energy und JAM FM drei direkte Konkurrenten, mal ganz abgesehen von den ganzen Hot-AC-Formaten, wo es ja auch gewisse musikalische Schnittmengen gibt. Mehr als 50.000 bis 60.000 Hörer sind auf so einem umkämpften Markt mit einem CHR-Format und der spitzen Zielgruppe 14-29 Jahre nun mal nicht drin.

Und was die DAB+-Verbreitung angeht: Ich glaube, da hatte man damals einfach nicht den langen finanziellen Atem, den es gebraucht hätte. Es dauerte nach dem Bundesmux-Start doch noch Jahre, bis DAB+ überhaupt mal in die Puschen kam, ohne eine Aussicht, das jemals refinanzieren zu können.

Kiss FM wurde meines Wissens 1996 zum ersten Mal bei der Media-Analyse erfasst, aber ich bezweifle, dass man dazu im Internet noch irgendwo Zahlen findet. Auf die Schnelle konnte ich bei der taz immerhin Zahlen für die MA 98 II finden: 22.000 Hörer, dann bei der MA 99 I ein Rückgang auf 18.000 Hörer. Nachdem Frank Otto im Herbst 1998 die Formatierung des Senders durchgedrückt hatte, kam schließlich der Erfolg: Bei der MA 2000 II waren es dann 35.000 Hörer pro Stunde und bei der 2001 I schließlich 46.000 Hörer.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
dann stellt sich die Frage, was die Brandenburger mit einem Berliner Lokalsender anfangen sollen.
Das frage ich mich bei den UKW-Frequenzen von 94.3RS2, 104.6RTL und dem Berliner Rundfunk außerhalb
Berlins schon länger. Diese Programme sind inhaltlich nicht nur äußerst dünn, sondernn auch so dermaßen
Berlin-fixiert dass sich ein Mensch in der Uckermark oder in der Lausitz damit wohl kaum identifzieren kann.

Trotzdem nimmt z.B. 104.6RTL, seit der Entkernung von 88acht das Berliner Stadtradio schlechthin, munter
weiterhin neue Kleinsender im Süden Brandenburgs in Betrieb.


Wozu braucht RS2 Frequenzen in Lübben, Forst, Casekow, Finsterwalde oder Cottbus?
Warum muss man RTL in Elsterwerda oder Luckenwalde hören müssen? Wozu braucht es den BRF in Frankfurt an der Oder? Und weshalb hat Energy Berlin Frequenzen in Herzberg, Prenzlau und Wittstock an der Dosse?
Das Extrembeispiel schlechthin ist sicherlich Power Radio, wo mit "Berliner Schnauze" überall und nirgends in ganz Brandenburg gefunkt wird.
 
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RadioBrB

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Warum auch nicht? Warum sollte man als Brandenburger kein Berliner Radio hören sollen? Wohnst du in Brandenburg oder Berlin?
 

Thomas Wollert

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Zurück zu den aktuellen Entwicklungen beim bundesweiten RTL (siehe Titel!).
 

Sieber

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Schon fragwürdig, warum RTL (Fernsehen) nicht auf RTL Deutschlands Hit-Radio hinweist. Haben die Angst, dass in Berlin/Brandenburg (104.6), Sachsen (Hitradio) oder Niedersachsen/Sachsen-Anhalt (89,0) die Hörer zum Bundes-RTL davon laufen?
Arno weist ja immer wieder auf "die Kollegen von RTL Fernsehen" hin.
 

Guido Meyer

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... vielleicht weil es mit dem derzeitigen Programmschema von RTL Radio nix hinzuweisen gibt. Was sollen die denn sagen? "Wenn Sie die größten Hits hören wollen, dann schalten sie RTL ein?" Das juckt doch keinen. Sie müssten das richtig verzahnen. Aber dazu müsste es im Hörfunk von RTL eben auch Inhalte geben, für die man einschaltet.

Man könnte z.B. - analag zu "Hart aber fair" - für die neue RTL-TV-Sendung "RTL Direkt" eine Art Faktencheck einführen. Am Ende würde Jan Hofer dann sagen: "Den Faktencheck können Sie, wie jeden Tag, morgen Vormittag bei unseren Hörfunkkollegen zwischen 10 und 11 hören". Oder so. (Vorher würde es wohl keinen Sinn machen, da so etwas nicht in "Deutschlands LUSTIGSTE ;) Morgensendung" passt ... Aber so würde "Helmer bei der Arbeit" auch etwas journalistischer werden. Und das Hörfunkprogramm bekannter.
 
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radiobino

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2002 hat es noch Werbung für RTL Radio gegeben.

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Anne1034

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Das Berliner Audio-Center muss sich eine Menge einfallen lassen, wenn es in zehn Jahren noch Geld mit dem klassischen Radio verdienen möchte. Andere aber auch.

Das wissen die Verantwortlichen - im Audio-Center und woanders - aber auch. Hoffe ich jedenfalls.
 
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Sieber

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RTL macht m. E. einiges richtig gut. So mit Drive. Und recht gute News.
Aber sie machen es ziemlich schlecht, wenn sie abends und nachts keine Nachrichten bringen.
 

Sieber

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Das Programm ist m. M. nach recht flott und hitradiomäßig. Drive.
Die Nachrichten um 10 vor tagsüber sind m. E. ziemlich gut gemacht.
Und die Comedy bei Arno ist schon recht gut.
Aber meine persönliche Meinung.
 
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Dr. Fu Man Chu

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Jedes Bundesland wird von einem Hot AC Sender abgedeckt. Diese Sender sind alle auf den den größten gemeinsamen Nenner ihres Sendegebietes programmiert. Wer also mit einem weiteren Programm kommt, der muss besser sein, tendenziell gesagt viel besser.
Ein Schlagerradio oder ein Oldiesender wie Schwarzwaldradio hat es da viel einfacher, ihr Programm ist eine Ergänzung und sie haben wenig lokalen Formatwettbewerb. Mit anderen Worten: RTL müsste die aller größte Show veranstalten, die größte Show machen ja schon ATB, ffm, ffh, RSH & Consorten. Nur RTL und eine mehr oder weniger gleiche Playlist, das bewegt keinen zum Wechsel. Zumal das Hauptprodukt auch in seinem Heimatmarkt nicht gerade auf der Erfolgsspur ist.
Nur Programm machen kostet Geld, das das nationale Programm nicht erwirtschaftet. Also wird gespart und VT gesendet.

So ist man aber als Sender nicht besser, sondern austauschbar. Die Weichen für ein erfolgreiches nationales Programm hätten noch unter Zimmer gestellt werden müssen. Der wollte das nicht, weil er jegliches Risiko konsequent vermieden hat. Damit hat er lange im Konzern überlebt. Jetzt hechelt RTL dem Markt hinterher.

Wirklich nichts gegen Arno, er steht für die alte Radiowelt, die sich hemmungslos bei amerikanischen Vorbildern bedient hat. Eigene Programmideen hat Arno nie gehabt. Aber, er war immer so clever, sich einen guten Beraterstab zu halten und deren Ideen konsequent umzusetzen. Das ist sein Erfolgsgeheimnis und persönlich ist er dadurch vermögend geworden. Nur jetzt ist eine alternde fette und leicht träge Katze. Erfolgshunger wie in seinen frühen Berliner Jahren, das war einmal.

Nur, in den USA gibt es keine echte Blaupause, wie man aus einem regionalen Programm ein nationales Programm macht. Tja und deshalb wird rumgewurschelt und rumgeschraubt. Sieht nach Aktion aus, aber ist strategisch nicht richtig gedacht. Die Quittung ist Reichweitenbingo, mal rauf mal runter...

Auf dem DAB+ Band überleben nur die Programm, die ein klares Angebot machen oder die im low cost Bereich senden.
 

Berlinerradio

Gesperrter Benutzer
Ich schrieb hier schon tausendmal: Das bundesweite RTL einfach einstellen, denn es gibt genügend lokale Hitradios. Frisches Geld für große Shows wird es nicht geben. Schluss machen und sich wieder komplett auf Berlin und Brandenburg konzentrieren. Deren Programm leidet am Ende nur darunter, dass Mods nebenher noch für das bundesweite Zeugs produzieren müssen.
 
Ich denke eher man sollte beide mal zusammenlegen und nur noch ein Programm für 104.6 und National produzieren. In Berlin dann mit entsprechend regionalisiertem Verkehr und Wetter, wie auch schon auf 93.3/97.0 und mit regionalen Jingles ab und zu. So muss das nationale Programm nicht eingestellt werden und man kann sich eher auf das eine Programm konzentrieren, ohne noch ein anderes nebenbei zu voicetracken.
Als Namen schlage ich vor "RTL - Das Hit-Radio" um das ganze neutral zu halten.
 
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Morningshow

Gesperrter Benutzer
Ich schrieb hier schon tausendmal: Das bundesweite RTL einfach einstellen, denn es gibt genügend lokale Hitradios. Frisches Geld für große Shows wird es nicht geben. Schluss machen und sich wieder komplett auf Berlin und Brandenburg konzentrieren. Deren Programm leidet am Ende nur darunter, dass Mods nebenher noch für das bundesweite Zeugs produzieren müssen.
Das würde Dir so passen. RTL nur für Berlin und den Osten. RTL war immer ein nationales Programm mit Schwerpunkt Westdeutschland, insbesondere Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Für viele Hörer im Westen war RTL mehr Heimat als WDR oder SWF.

Nun erreicht RTL erstmals per DAB+ fast ganz Deutschland, deckt erstmals sein altes Stammgebiet NRW lückenlos ab (RLP ist derzeit mehr ein Fall für die beiden UKW-Brummer). Da ist nun die Zeit gekommen, einen großen Aufschlag zu wagen.

Sie müssten sich inhaltlich von all den inhaltlich entkernten Landessendern wie FFN oder Antenne Bayern deutlich unterscheiden. RTL müsste live senden. Es müsste in richtiges Radio-Entertainment investiert werden. Maßstab wäre hier aus meiner Sicht Ben Streubel.

Ein spürbarer Info-Anteil wäre angebracht. RTL in Frankreich übererfüllt diesen Anspruch sogar und ist zum Leitmedium in seinem Land geworden. RTL in Luxemburg hat tagsüber immerhin ein informatives Magazinprogramm. Auf dem Hitsender RTL 102.5 Italien (keine Verbindung zur RTL Group) läuft morgens ein wortlastiges, informatives Morgenmagazin.

Schließlich, wie hier bereits Guido Meyer schrieb, wäre eine Verzahnung mit den Inhalten von RTL Fernsehen erfolgversprechend. Und natürlich ist es unabdingbar, dass RTL Fernsehen ordentlich die Werbetrommel für RTL (Hörfunk) rührt.

Am Geld dürfte es nicht scheitern. Die RTL Group erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von mehr als 6 Mrd. €. Hauptanteilseigner Bertelsmann, der 75% an der RTL Group hält, kommt auf einen Jahresumsatz von gut 18 Mrd. €

Ich denke eher man sollte beide mal zusammenlegen und nur noch ein Programm für 104.6 und National produzieren (in Berlin dann mit entsprechend regionalisiertem Verkehr und Wetter, wie auch schon auf 93.3/97.0). So muss das nationale Programm nicht eingestellt werden und man kann sich eher auf das eine Programm konzentrieren.

Absolut! Back to the roots.

Das hier auf Radioszene beworbene Buch über Radio Luxemburg ist übrigens ganz hervorragend. Es schildert detailliert die Entwicklungsstufen bis hin zu den großen Erfolgen unter Frank Elstner und widmet auch ganz viel Platz den Versuchen der ARD und insbesondere des WDR, Hebel und Wege zu finden, auf den Riesenerfolg dieses "Fremdanbieters" im eigenen Sendegebiet zu reagieren.

 
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