Sachsen schreibt landesweiten DAB+-Mux aus


Radiokult

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freiwild

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Wenn die alle kämen, wurden in Dresden somit
- Bundesmux 1
- Bundesmux 2
- mdr-Sachsen-Mux
- mdr-Mux (geplant)
- privater Sachsen-Mux (geplant)
- regionaler Ostsachsen-Mux (geplant)
- lokaler Dresden-Mux (geplant)

senden. Sieben Bedeckungen. Nicht schlecht.
 

s.matze

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Wer soll das alles hören? Soviele Hörer dieser neuen Programme leben da doch gar nicht!

"Zwischen 1990 bis 2015 sind mehr als 440.000 Menschen mehr in die westlichen Bundesländer und Berlin ausgewandert als zugezogen, rund 56 Prozent davon waren Frauen."

"Vor allem unter den 18- bis 29-Jährigen plant fast jeder Zweite (45 Prozent), der Heimat innerhalb der beiden nächsten Jahre den Rücken zu kehren"

Der Markt ist doch schon jetzt übersättigt mit 5 Privatketten (PSR, Stadtradios, RTL, Energy, RSA). Dazu die zwei Bundesmuxe, die sich mit ähnlichen Musikformaten alle gegenseitig kanibalisieren. Und ein öffentlich-rechtlicher Anbieter, der als solches nur anhand des Namens erkennbar ist. Zumal viele Sachsen nicht dafür bekannt sind, dass sie den Medien vertrauen. Die meisten dieser neuen Programme werden ihren zehnjährigen Geburtstag nicht mehr miterleben, weil die Kuchenstücke so dünn werden, dass sie am Katzentisch verhungern!
 
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Nicoco

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Die Regionalmuxe werden vorallem für die großen wie PSR, RTL, R.SA und ENERGY interessant sein, da sie so relativ einfach ihre Regionalisierung von UKW übernehmen können, als in einem landesweit einheitlichen Mux.
 

Radiokult

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Die Regionalmuxe werden vorallem für die großen wie PSR, RTL, R.SA und ENERGY interessant sein, da sie so relativ einfach ihre Regionalisierung von UKW übernehmen können, als in einem landesweit einheitlichen Mux.
R.SA ist schon seit einer gefühlten Ewigkeit Gast im landesweiten Mux des mdr. Und ich wüßte jetzt nicht, dass die (auf UKW) irgendeine Regionalisierung fahren. Apropo Regionalisierung: Die Sinnhaftigkeit dieser in Sachsen kann man immer sehr hübsch im Autoradio beobachten, wenn selbiges heiter zwischen den beiden leistungsstarken RTL-Sachsen-Frequenzen 105,2 (Dresden) und 105,4 (Chemnitz) hin und her switcht, welche beide in weiten Teilen Sachsens problemlos empfangbar sind. Da dürfte vor allem das Hören der Werbeblöcke schon manchen Autofahrer zum Wahnsinn getrieben haben.

Wenn die alle kämen, wurden in Dresden somit
- Bundesmux 1
- Bundesmux 2
- mdr-Sachsen-Mux
- mdr-Mux (geplant)
- privater Sachsen-Mux (geplant)
- regionaler Ostsachsen-Mux (geplant)
- lokaler Dresden-Mux (geplant)

senden. Sieben Bedeckungen. Nicht schlecht.
Zum einen hast du einen vergessen. Der aus Tschechien einfallende und in weiten Teilen Dresdens völlig problemlos empfangbare Mux, bietet inhaltlich mehr Vielfalt als die aktuell drei empfangbaren deutschen Muxe zusammen. Und zum anderen soll der Standort des Lokal-Muxes ja wohl nicht auf dem Fernsehturm sein, wo er eigentlich hingehört, sondern entweder aufs "World Trade Center" unweit des Ammonhofs oder am Wiener Platz auf eines der Hochhäuser, wo auch Sachsen Fernsehen seinen DVB-T-Sender stehen hat. Zumindest ist das mein Wissensstand, der allerdings nicht mehr zwingend aktuell sein muss. Beide Standorte wären im Grunde genommen Murks, da aufgrund der besonderen Topografie Dresdens der Sender dann nur mit Ach und Krach bis zum Stadtrand reichen würde. Weder Hörer noch Veranstalter hätten damit irgendwas gewonnen. Nur mal als Vergleich: Der mit nicht mal einem kW sendende, aber aufgrund des exponierten Standortes bis weit nach Brandenburg rein problemlos empfangbare Regional-Mux in Freiberg ist mit seinen aktuell 6 Programmen nicht mal zur Hälfte gefüllt.
 
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lg74

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Schade, dass es in den MDR-Ländern nicht zu einer Zusammenarbeit zwischen dem MDR und den Privaten gekommen ist. Mit je einem landesweiten Mux und einer Lokalmux-Bedeckung hätte man den Irrsinn der Vier- oder Fünffachbelegung des landesweiten Muxes mit MDR 1 beenden können, dazu hätte man die regionalisierenden Privaten ebenfalls in die Lokalmuxe stecken können. Im landesweiten Mux hätte man dann die MDR-Wellen außer den "Einsern", ggf. nicht lokalisierende Private aus dem jeweiligen Land (in Thüringen z.B. Top 40) und Neuzugänge, die die LMA lizensieren könnte. In den Regionalmuxen könnten sich auch kleinere Neuzugänge austoben.
 

Rübezahl

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der Bundesmux 2 wurde jetzt 1 Jahr alt. Es wurde bis jetzt noch nicht geschafft ihn auf dem Löbauer Berg aufzuschalten um für Ost-sachsen zu senden. Nur gut, das der Sender Calau hier sehr gut rein strahlt.
 

Nicoco

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Das wäre ein MDR-weiter Mux, für alle drei MDR-Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen.
Dafür hat man sich bei der BNetzA den Kanal 11A reservieren lassen.
Mehr als das ist bisher allerdings auch nicht passiert und ob bzw. wann man die Kapazitäten nutzen will, bleibt offen.
 

s.matze

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Der wird mit ziemlicher Sicherheit nicht kommen, sonst würde der MDR nicht weiter den 6B in der Altmark ausbauen und auch weitere Standorte dafür weiter südlich planen. Der MDR hat alle seine Programme in den Ländermuxxen untergebracht, in einigermaßen passabler Audioqualität - hat also nicht das selbe Luxusproblem wie der WDR. Am Standort Falkenstein/Vogtland hat man gerade erst zwei Muxxe aufgeschaltet (8B und 9A) anstatt einen gemeinsamen Kanal dort zu nutzen (11A böte sich an).

Für den Hörer ist es dank AF, pardon: neudeutsch Servicefollowing bei den landesübergreifenden Prorgammen mit identischem PI-Code, pardon: neudeutsch ServiceID, völlig egal ob Jump, Sputnik und Aktuell überall in Mitteldeutschland im selben Muxx ausgestrahlt werden oder in drei verschiedenene. Die Umschaltung funktioniert unbemerkt, automatisch und vollkommen problemlos.

Für den MDR, der ja nicht gerade dafür bekannt ist in Geld zu baden und weite Teile der Massenprogramme Jump und Sputnik bereits jetzt völlig unmoderiert laufen lässt, teilweise abends schon das Licht ausschaltet, wäre ein zweiter Muxx mit erheblichen Kosten für die Anschaffung neuer Demuxxer verbunden.

Daher ist das absolut unrealistisch, dass der kommt. Wozu auch - alle MDR-Prorgamme sind bereits ausreichend über DAB versorgt!

" Der Versorgungsgrad in Gebäuden erhöht sich damit in Sachsen auf 92 Prozent, in Thüringen auf 89 Prozent. In Sachsen-Anhalt liegt er bei 89 Prozent. Die Versorgung für den mobilen Empfang liegt im gesamten MDR-Sendegebiet bereits bei circa 99 Prozent."

(https://www.mdr.de/digitalradio/mdr-ausbau-digitaler-hoerfunk-100.html)

Und was sollte da im 11A zusätzlich angeboten werden? Es glaubt doch wohl keiner, dass der MDR eigens dafür DT64 und FIGARINO wieder aufleben lässt. Oder soll der klamme MDR den klammen RBB nachmachen, der einen überflüssigen Muxx betreibt, der zur Hälfte eine Kopie des anderen Muxxes ist und zur anderen Hälfte mit kostenlosen Fremdprogrammen bespielt wird?

Einzig denkbar wäre folgende Lösung:

11A als gemischter Multiplex
6B/8B/9A für die Landesprogramme, dann aber nicht mit CU-Teilung sondern 24/7 als eigener Stream

Und selbst dann ist es fraglich, wer da rein gehen soll von den Privaten, außer 890RTL sehe ich da nichts.

Welche (angebliche) Regionalisierung findet eigentlich bei "MDR Meine SchlagerWelt" statt? Das Wetter?
 
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Nicoco

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Ich sehe einen MDR-weiten Mux auf 11A auch nur, wenn man Private in die Muxe aufnehmen darf.
Ansonsten würde sich das für den MDR wohl kaum rechnen.
 

s.matze

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Welche Privaten schweben dir da vor? 890RTL und inthemix möglicherweise, aber dann wäre die Zukunft des 11C Sachsen-Anhalt bzw. dessen weiterer Ausbau ungewiss.

Man muss bedenken: Mitteldeutschland ist das Armenhaus Deutschlands, und es gibt angesichts der (bereits genannten dramatischen Wegzugszahlen) weder Geld in Form von Kaufkraft noch Hörer in Form von jungen Menschen für die Werbewirtschft im Überfluss. Beides ist da ein erschöpfliches Gut.

Und jeder länderübergreifende Ausbau wäre ein weiterer Nagel in den Sarg der dahinsiechenden Privatmuxe in den drei Ländern!

11C Sachsen-Anhalt: aufgeteilt in die zwei Landesweiten, die mit sämtlichen Regionalversionen wertvolle CU für mögliche Interessenten(=Konkurrenten) blockieren - vorerst kein weiterer Ausbau geplant, da "zu teuer"

Privat Leipzig/Freiberg: nach anfänglicher Aufbruchstimmung sind viele Programmbetreiber in der Realität aufgekommen, mit der Reichweitenbeschneidung durch den massiven NDR-Ausbau auf Gleichkanal 6C entsteht ein Vermarktungsproblem bzw. Empfangsproblem - Zukunft (Kanalwechsel L, Abschaltung Freiberg) ungewiss - Parallelen zu Kiel/LÜbeck vs NRW 9D erkennbar.
Privat Chemnitz: Eine Provinzposse. Schon die Kanalsuche gestaltet sich als Raketenwissenschaft. Ein Trauerspiel. Ob der jemals kommt: Fraglich.

12B Thüringen: Offiziell landesweit, tatsächlich nicht mehr als ein zwei-Städte-Mux. Sollte im September starten, keine Infos dazu, nach akutellem Stand kommen nur vier Programme rein, Zukunft mehr als wacklig.

Ich sehe kein Potenzial für den 11A, auch nicht wenn (da stimme ich zu) ein gemischter Muxx die einzige Option wäre. Es mangelt schlichtweg an potenten Privatsendern, die ein Interesse an dem kaufschwachen und unattraktiven (politisch) Markt Mitteldeutschland haben und die auch den Atem haben durchzuhalten.

Das muss sich ja auch alles wirtschaftlich irgendwo tragen. Und solche Traumtänzer, wie anfangs mit an Bord waren, bindet sich keiner mehr ans bein.
 
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Radiokult

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Man muss bedenken: Mitteldeutschland ist das Armenhaus Deutschlands
Wo hast du denn den Unsinn her? Zuvielen AfDlern Glauben geschenkt? Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Meck-Pom das Armenhaus der Republik. Es wird nur noch vom Saarland und von Bremen unterboten. Sachsen liegt mit seinem Platz 8 im guten Mittelfeld in Sachen Wirtschaftskraft, in Sachsen-Anhalt und Thüringen sieht es etwas trüber aus. Natürlich kann das nicht über verschiedene Strukturschwächen hinwegtäuschen. Die gibt es allerdings anderswo genauso, siehe zum Beispiel Ruhrpott etc. .

Für den MDR, der ja nicht gerade dafür bekannt ist in Geld zu baden
Ach so? Der mdr gehört inzwischen zu den reichsten Anstalten der ÖR.
 
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Ukulele

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Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Meck-Pom das Armenhaus der Republik. Es wird nur noch vom Saarland und von Bremen unterboten. Sachsen liegt mit seinem Platz 8 im guten Mittelfeld in Sachen Wirtschaftskraft
Milchmädchen ick hör dir trapsen… Saarland und Bremen befinden sich nur aufgrund ihrer geringen Einwohnerzahlen auf den letzten Plätzen. Beim BIP pro Kopf belegt man bundesweit den 10. bzw. 3. Platz. Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt befinden sich auf den Rängen 12, 14 und 15.

Zustimmung allerdings zum Rest deines Beitrags!
 
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