Stimme der DDR


Morningshow

Gesperrter Benutzer
Blöde Frage: Ich habe die "Stimme der DDR" im Westen (Grenze zu Roermond), soweit ich mich erinnere, auf Langwelle 177 Khz gehört. Mit wieviel Kw strahlte dieser Sender von wo aus? Ich finde im Netz "nur" 750 Kw von Zehlendorf aus. :oops:
 
Zuletzt bearbeitet:

TORZ.

Benutzer
Das denke ich kaum, denn der Inselsberg sendete nie auf Langwelle. Die Stimme der DDR übertrug er zwar, aber auf UKW 97,2 MHZ. Das dürfte im Rheinischen nur bei guten Tropo-Bedingungen gegangen sein.
Zehlendorf sendete wohl tatsächlich zu seinen besten Zeiten mit 750 KW, wie diesem sehr interessanten Artikel zu entnehmen ist:
 
  • Like
Reaktionen: JP

Radiokult

Benutzer
Der Standort der Langwellen-Frequenz war in Oranienburg, nördlich von Berlin. Der Standort der Mittelwelle auf 783 kHz war in Burg bei Magdeburg. Mit seinen 1000 KW galt der Sender dort als der leistungsstärkste der DDR.
 

Matty

Benutzer
Hab ich hier von Schwerin auf UKW 95.25 empfangen können im Raum Hamburg.
War nur in Mono zu empfangen.
Haben nicht in Stereo gesendet.
Hab ich aber eher selten gehört
 
Der Empfang vom Brocken auf 97,40 MHz war hier problemlos möglich. Abends gabs ab 19:12 Uhr die "Beatkiste", war gar nicht mal so schlecht, hatten auch eine Hitparade. Freitagnacht wurde es zwischen 23:00 und 3:00 Uhr richtig rockig. Das war schon richtiges Westsender Niveau.
 

lg74

Benutzer
Langwelle 177 kHz dürfte wirklich ausschließlich Zehlendorf (das ist NICHT Berlin-Zehlendorf) gewesen sein. Was anderes auf gleicher Frequenz wäre ja gar nicht möglich gewesen wegen entsprechender Störungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Neuling64

Benutzer
Freitagnacht wurde es zwischen 23:00 und 3:00 Uhr richtig rockig
Der Titel dieser Sendung war: " Wünsch Dir doch mal Tanzmusik ". Die Gruß-und Wunschsendung war insbesondere bevorzugt bei verheirateten, verliebten bzw. miteinander befreundeten Nachtschwärmern
( welche teilweise zeitweilig in örtlicher Trennung voneinander lebten ) und vor allem den niedrigeren Diensträngen bei den militärischen Organen ( Stichwort: Jens - EK 39 in Bad Düben grüßt Dieter- EK 40 in Eggesin ;) ). Eine 60 : 40 Vorgabe war wohl, insbesondere für die Sendezeit nach Mitternacht, auch nicht existent.
 

kwegener

Benutzer
Blöde Frage: Ich habe die "Stimme der DDR" im Westen (Grenze zu Roermond), soweit ich mich erinnere, auf Langwelle 177 Khz gehört. Mit wieviel Kw strahlte dieser Sender von wo aus? Ich finde im Netz "nur" 750 Kw von Zehlendorf aus. :oops:

Ich habe damals auch in der Region Düsseldorf gewohnt, stark kam die 177 kHz dort aber nicht mehr an… ich erinnere mich eher an leise Modulation / Signal, kein Vergleich zu RTL und Europe 1, die volles Rohr reinkamen, letzterer aber immer verzerrt im Klang) und natürlich DLF, der sehr satt und voll klang.

Oder war meine Ferritantenne nicht gut ausgerichtet? Empfänger war ein Röhrenradio, das ich nie bewegen konnte, da es fest im Schrank stand.
 
Zuletzt bearbeitet:

Neuling64

Benutzer
Und hier die mir bekannten Sendebereiche von Stimme der DDR:


auf MW: Burg ( 783 kHz ) - Berlin ( 1359 kHz - jedoch keine tagesdurchgängige Sendezeit -)

auf LW: Berlin ( 182 kHz )

auf UKW: Sonneberg ( 94,2 MHz ) - Schwerin ( 95,25 MHz ) - Leipzig ( 96,6 MHz ) - Marlow ( 96,65 MHz ) Karl- Marx - Stadt ( heute: Chemnitz 97,05 MHz ) - Inselsberg ( 97,15 MHz ) - Dresden ( 97,25 ) -
Brocken ( MHz 97,4 ) - Berlin ( MHz 97,65 )

Weitere möglich - aber wie bereits beschrieben hier unbekannt.
 

Radiokult

Benutzer
Schwer zu sagen. Da damals aber das UKW-Band nicht halb so voll gepackt war mit Programmen wie heute, wäre es durchaus im Bereich des Möglichen.
 

Radiokult

Benutzer
Frequenzen 1975 und beim Wechsel zum Deutschlandsender heute vor 32 Jahren
 

Anhänge

  • Stimme de DDR. Frequenzen, 01.09.75.mp3
    306 KB · Aufrufe: 6
  • Wechsel-Stimme-der-DDR-Deutschlandsender 12.02.90.mp3
    5,9 MB · Aufrufe: 13
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe damals auch in der Region Düsseldorf gewohnt, stark kam die 177 kHz dort aber nicht mehr an… ich erinnere mich eher an leise Modulation / Signal, kein Vergleich zu RTL und Europe 1, die volles Rohr reinkamen, letzterer aber immer verzerrt im Klang) und natürlich DLF, der sehr satt und voll klang.
Das war in Frankfurt genauso. Die DDR-Sender auf LW/MW waren eigentlich nur im Winter abends zu hören. Mit RBI auf KW war es umgekehrt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Sieber

Benutzer
Relativ dünne UKW-Ausstattung damals 1975. 1990 auch nicht viel besser. St. d. DDR war doch eigentlich der DDR-Vorzeigesender. Zumindest von oben her.
Also so was wie das ND auf dem Zeitungsmarkt.

Unklar, warum die DDR nicht ganz im Süden zusätzlich einen LW- oder MW-Sender betrieben hat. Im Gegensatz zum DLF im Osten (und RIAS) war Stimme der DDR ja im Westen als dem ursprünglichen Zielgebiet eher nicht so gut empfangbar.
 

Radiokult

Benutzer
Das lag aber wohl vor allem an der Größe des zu bestrahlenden Landes. Ausserdem hatte die DDR ja auch noch den "Stachel" West-Berlin, der rein geografisch optimaler kaum hätte sein können, um die kleine DDR mit "Feindsendern" zu beschallen. Andersrum war es erheblich schwieriger von der kleinen DDR aus die um einiges größere Bundesrepublik zu bestrahlen, zumal da das Interesse an den Ost-Programmen nicht mal halb so groß gewesen sein dürfte wie das Interesse der Ostler an den Westsendern.
 

TORZ.

Benutzer
Stimmt, dass an den Ostsendern im Westen kein Interesse vorhanden war, merke ich immer wieder. Auf meinen Suchen nach alten Mitschnitten habe ich schon einige Leute mit größeren Archiven gezielt nach Aufnahmen der DDR-Sender und der „Provisorien“ bis 1992 gefragt, aber da hat so gut wie niemand was.
 
Zuletzt bearbeitet:

TORZ.

Benutzer
Ja gut, ein bisschen was konnte ich auch schon zusammensammeln, darunter jeweils 90 Minuten Berliner Rundfunk, Radio Sachsen-Anhalt, Radio Aktuell und (damit wir wieder ein bisschen zum Thema kommen) vom Nachfolgesender der Stimme der DDR, also DS Kultur, jeweils von 1991, außerdem noch je 45 Minuten von Sachsen 1 und Thüringen 1. Dazu etwas DT 64 (mehrheitlich nach der Wende) und ein paar sehr kurze Ausschnitte der Programme vor 1989. Es war aber sehr mühsam, das zusammenzutragen.
Generell interessieren mich vor allen Dingen Aufnahmen der Übergangssender. Da lief ja gerade bei den Landessendern einiges sehr provisorisch und musste aus dem Boden gestampft werden, aber das, was ich bisher hören konnte, klingt für mich so, als sei da damals auch ein beträchtliches Maß an Idealismus vorhanden gewesen.
Auch deshalb freue ich mich darauf, wenn @DigiAndi irgendwann die bereits digitalisierten saved Tapes in eine Cloud hochläd. Als Spender werde ich dann wohl auch Zugriff auf die Aufnahmen haben, darunter auch vieles aus dem Osten.
Wo wir aber schon dabei sind: Wenn man nach Radioaufnahmen zum Mauerfall sucht, findet man ja relativ schnell Sendungen aus dem Westen (erst neulich wieder was vom DLF), dagegen nichts von der anderen Seite. Es wäre also wirklich mal interessant für mich zu hören, wie der Rundfunk der DDR seinerzeit berichtete.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sieber

Benutzer
Das lag aber wohl vor allem an der Größe des zu bestrahlenden Landes.
Schon klar, dass die DDR den Südwesten nie richtig versorgen hätte können. Die Frage war eher, warum sie nicht durch ein "östliches Hof" oder dgl. versucht haben die Reichweite zumindest technisch im Kampf der Systeme zu verbessern.
Ausserdem hatte die DDR ja auch noch den "Stachel" West-Berlin, der rein geografisch optimaler kaum hätte sein können
Ja. Und eines der größten Probleme der DDR.
das Interesse an den Ost-Programmen nicht mal halb so groß gewesen sein dürfte wie das Interesse der Ostler an den Westsendern.
Das Interesse war schon deshalb so gering bis kaum vorhanden, da ein Großteil das DDR-Fernsehen gar nicht empfangen konnten und das einzige von drüben St. d. DDR war das ohne KW-Verrenkungen wenn überhaupt empfangbar war. So das Radio die LW hatte.
 
Oben