Stressfaktor "Moderation"


Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Radiozambadu

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Hallo Makeitso,

vielen Dank mal wieder für deinen Post und deinen Versuch diesen Threat ins Destruktive zu manövrieren.

Es ist nicht lächerlich eine Sendung mit einem erhöhten Stressfaktor gleich zu setzen. Ich habe nicht gesagt, dass wir die gleiche Verantwortung eines Fluglotsens haben, sondern nur einen ähnlichen Stressfaktor, sofern man wirklich mit "Pride and Passion" dabei sein will.

Ich war schon in einigen Radiosendern und glaube mir: Egal, wo du bist, die meisten Moderatoren sind während der Sendung stets konzentriert (was ein gewisses "natürliches" Stresslevel begründet). Wenn man die meisten dann noch versucht anzusprechen, dann kriegt man meistens nur ein oberflächliches Gestammel zu hören. Und weisst du was? Sie tun dies völlig zu recht.
Ich bin stolz auf meinem Beruf als Mod und ich weiß auch was harte Arbeit ist. Trotz alledem kann mir hier keiner erzählen, dass er nach 5 Stunden aus dem Studio raus läuft und dann sofort noch zu etwas Komplizierterem im Stande ist. Klar gibt es Leute, die alles locker sehen und mal "eben" locker eine Sendung machen. Diese Leute sind entweder "Naturtalente" oder diese Leute nehmen ihren Job nicht ernst. Wenn letzteres zutrifft, dann sollten die sich überlegen als Nachtportier im Hotel zu arbeiten und nicht im Radio.
 

Die Stimme

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

naja ich finde man kann es nicht pauschlisieren. Es gibt Tage da kann selbst eine Stunde Mod anstrengend und stressig sein. Ist doch auch immer tagesformabhängig.

Wie auch immer mache jetzt seit etwa 1,5 Jahren Sendung und gestresst bin ich nicht mal dann wenn die Technik streikt, der PD schreiend in der Tür steht, meine Linsen verrutscht sind - ich deswegen meine Mod nicht mehr lesen kannund ich sehe wie unserem Prakti Wasser ins Mischpult läuft... sehe keinen Grund warum man sich auf Sendung streßen lassen sollte. Auch nach 4 - 6 Stunden gut da bin ich fertig aber nicht restlos am Ende... :)
 

Pallek

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

einen ähnlichen Stressfaktor, sofern man wirklich mit "Pride and Passion" dabei sein will
:rolleyes:

Also ist nur ein gestresster Moderator ein guter Moderator? Irgendwie passt das nicht so ganz zusammen, was Du uns da verkaufen willst. Wie ich oben schon geschrieben habe, denke ich eher, dass Du Dich selbst total verrückt machst und dadurch den Stress aufbaust. Und glaube mir eins bitte, wenn Du während der Sendung wirklich gestresst bist, dann merkt das der Hörer. Soviel zum Thema "Pride and Passion".
Und bitte lies Dir nochmal das Posting von Lee durch, wie früher Radio gemacht wurde und was der Moderator da alles zu tun hatte. Wenn es heutzutage stressig für Dich ist, was wäre es damals für Dich gewesen? Wärst Du nach einer Stunde Sendung vor Erschöpfung vom Stuhl gefallen?
 

Lt.Cmdr.Lee

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Radiozambadu schrieb:
Ich war schon in einigen Radiosendern und glaube mir: Egal, wo du bist, die meisten Moderatoren sind während der Sendung stets konzentriert (was ein gewisses "natürliches" Stresslevel begründet). Wenn man die meisten dann noch versucht anzusprechen, dann kriegt man meistens nur ein oberflächliches Gestammel zu hören. Und weisst du was? Sie tun dies völlig zu recht.

aber von deinem senden hängen keine menschenleben ab.
stress bzw lampenfieber im studio hat durchaus etwas befruchtendes....aber man sollte es im griff haben....indem man die technik blind beherrscht und die showprep konzentriert durchzieht.

Radiozambadu schrieb:
Klar gibt es Leute, die alles locker sehen und mal "eben" locker eine Sendung machen. Diese Leute sind entweder "Naturtalente" oder diese Leute nehmen ihren Job nicht ernst.

diese leute geben sich meistens nur locker, sind im inneren aber schwer konzentriert oder bringen ihr konzentrationsvermögen genau auf den punkt.


Pallek schrieb:
Ich! Aber nicht etwa den ganzen Werbeblock auf einer Cart, sondern für jeden einzelnen Spot eine Cart, die man dann genau in der Reihenfolge einlegen und "abfeuern" musste, die im Werbeplan vorgegeben war. Dann noch ein Jingle nach der Werbung, natürlich auch von Cart, und danach dann die vorgecuete CD.

das hätte ich vielleicht explizit ausdrücken müssen....aber genau so meinte ich es auch.
grosse freude bei den moderatoren, wenn sie anstatt vier bis sechs cartmaschinen nur drei hatten.
 

Die Stimme

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

ich denke dass ich mit
"Pride and Passion
"dabei binaber deswegen schlaucht mich das nicht so... weiß nicht Stress ist relativ.

Finde andere jobs beispielsweise stressiger. Hast du schon mal in einer Bar gearbeitet??? Bzw. dahinter? Das ist Stress und da gehst nein kriechst du raus nach 5 Stunden...
 

star

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Die Stimme schrieb:
Hast du schon mal in einer Bar gearbeitet??? Bzw. dahinter? Das ist Stress und da gehst nein kriechst du raus nach 5 Stunden...

Ich habe sogar schon davor gearbeitet und bin auch rausgekrochen; nach nur 3 Stunden! Vielleicht hätte ich zwei Kurze weniger bestellen sollen...
 

Makeitso

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Radiozambadu schrieb:
vielen Dank mal wieder für deinen Post und deinen Versuch diesen Threat ins Destruktive zu manövrieren
Erstens heißt es "Thread", das andere ist nämlich eine Drohung, und zweitens habe ich weder bei diesem noch bei irgendeinem anderen Faden versucht, destruktiv zu sein. Würde ich es versuchen, gelänge es mir auch, sei sicher!
Ich habe nicht gesagt, dass wir die gleiche Verantwortung eines Fluglotsens haben
Das habe ich auch nicht behauptet...
sondern nur einen ähnlichen Stressfaktor
... und das halte ich für absoluten Quatsch.
Ich war schon in einigen Radiosendern
Toll, ich auch. Und ich habe sogar moderiert und tue es noch heute.
die meisten Moderatoren sind während der Sendung stets konzentriert
Das ist ja wohl das Mindeste.
(was ein gewisses "natürliches" Stresslevel begründet)
Und das ist nun wieder Quark. Konzentration führt nicht zwangsläufig zu Streß, eher zu Entspannung. Schon mal was von Autogenem Training gehört?
Trotz alledem kann mir hier keiner erzählen, dass er nach 5 Stunden aus dem Studio raus läuft und dann sofort noch zu etwas Komplizierterem im Stande ist.
Kann ich wohl. Ob Du es glaubst, ist eine andere Frage. Ist mir aber auch egal.

Was mich aufregt, ist die Hybris, mit der sich Radiomoderatoren hier als Opfer nahezu unmenschlichen Stresses inszenieren und ihre Tätigkeit in dieser Hinsicht mal eben mit einem der anerkannt stressigsten Berufe überhaupt auf eine Stufe stellen.

Wer mehrere Jahre als Moderator gearbeitet hat und nach vier Stunden Sendung (und wir sprechen doch vermutlich von einer Sendung mit hohem Musikanteil) auf allen Vieren aus dem Studio kommt sowie während der Sendung nicht imstande ist, auf Fragen von Kollegen vernünftige Antworten zu geben, der sollte ernsthaft einen Berufswechsel in Erwägung ziehen. Der Radiolandschaft insgesamt käme es vermutlich zu Gute, wenn mehr entspannte Menschen an den Mikrofonen säßen.
 

Pallek

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Und das ist nun wieder Quark. Konzentration führt nicht zwangsläufig zu Streß, eher zu Entspannung. Schon mal was von Autogenem Training gehört?
Ich fürchte fast, er meinte mit Konzentration eher Anspannung. Ich kenne auch Kollegen, die dazu neigen! ;)
Leicht zu erkennen am verkrampften Gesichtsausdruck, hektischen Augenbewegungen in alle Richtungen und krampfhaften Festhalten an den Mischpultreglern.

Wer mehrere Jahre als Moderator gearbeitet hat und nach vier Stunden Sendung (und wir sprechen doch vermutlich von einer Sendung mit hohem Musikanteil) auf allen Vieren aus dem Studio kommt sowie während der Sendung nicht imstande ist, auf Fragen von Kollegen vernünftige Antworten zu geben, der sollte ernsthaft einen Berufswechsel in Erwägung ziehen. Der Radiolandschaft insgesamt käme es vermutlich zu Gute, wenn mehr entspannte Menschen an den Mikrofonen säßen.

Genau so ist es! Danke!
 

chefkoch

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Funkgeist schrieb:
Und richtig gut ist es, wenn man kein bißchen von dem Streß draußen hören kann :cool:
Das ist ja mal echt gequirlter Dünnsch allererster Kajüte. Es ist im Gegenteil besonders wichtig, möglichst entspannt und locker zu klingen. Menschen unter Stress klingen nur sehr selten gut. Ein Positiv-Beispiel ist in dem Fall mein Kollege aus der Freitags-Nachtschicht: Der ist während der Sendung ein echtes Nervenbündel und kaum ansprechbar, klingt aber, als läge er gerade völlig tiefenentspannt in der Badewanne.
Generell sind 5-Stunden-Schienen im Tagesprogramm, gerade bei Lokalsendern, auch schon keine Seltenheit mehr. Ein ehemaliger Kollege moderiert täglich sechs Stunden und das sogar landesweit.
Ich kann für mich sagen, dass ich um so entspannter durch die Sendung komme, je gründlicher ich vorbereitet bin. Wenn ich den Kopf frei habe für Backtiming und Hörer-Telefonate sind auch fünf Stunden kein Problem.

radiozambadu schrieb:
Wie reagiert ihr denn auf Personen im Studio (PDs, On-Air-Coaches usw.).
Die haben im Studio nur bedingt was zu suchen. Wenn jemand reinkommt um mir zu sagen, dass der Sender brennt, bin ich im Allgemeinen ziemlich dankbar. Aber nur für ein bisschen Small-Talk oder um eine Urlaubsvertretung zu besprechen muss man nicht ins Studio rennen. Zum Meckern übrigens auch nicht.
 

Rösselmann

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Streß, Spaß, Verantwortung, Nerven, Entspannung, Anspannung, Konzentration...

Wie üblich schmeißen hier einige wieder einmal die Begriffe wild durcheinander und verrühren alles zu einem ungenießbaren Quark!
Und die amputierten Vergleiche mit ALDI-Kassiererinnen, Ärzten, Busfahrern, Lehrern und Fluglotsen bringen diesen Thread nicht die Bohne nach vorne.
Nur soviel: Spaß und (positiver) Streß schließen sich nicht aus, sie bedingen sogar einander. Das heißt nicht gleich, daß man auf allen Vieren aus dem Studio gekrochen kommt. Und ob die Sendung 3 oder 6 Stunden dauert, ist dabei lediglich eine Frage der Kondition; das hat mit Streß recht wenig zu tun.
Dan O´Day (schon mal von ihm gehört?) hat jedenfalls gesagt, daß z.B. ein Morgenteam, das nicht erschöpft aus der Sendung schleicht, offenbar nur 60% Einsatz gebracht hat.
Was unserer Radiolandschaft gut tun würde ist eine Frage, die hier jeder bekanntlich sehr individuell beurteilt..
Sicher weiß ich, was mir gut tun würde: Wenn es mehr Präsentatoren gäbe, die während ihrer Show elektrisiert sind von dem, was sie machen und diese Funken der Elektrizität auf mich überspringen zu lassen in der Lage sind und weniger dieser "entspannten" Schnarchsäcke, die ihre Routine abspulen und vor lauter Coolness so klingen, als pflegten sie in einem Kühlschrank zu übernachten. Dann würde ich vielleicht auch mal wieder deutsches Radio hören, wer weiß?
 

AC

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Rösselmann schrieb:
Wenn es mehr Präsentatoren gäbe, die während ihrer Show elektrisiert sind von dem, was sie machen und diese Funken der Elektrizität auf mich überspringen zu lassen in der Lage sind, dann würde ich vielleicht auch mal wieder deutsches Radio hören, wer weiß?

Frag doch mal Radiozambadu, bei welcher Station er moderieren darf. Seinen eigenen Ausführungen zufolge ist er nämlich so einer, wie du ihn suchst...
 

Makeitso

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

@ Rösselmann:

Selbstverständlich schließen sich Spaß und positiver Streß nicht aus. Von letzterem ist aber kaum die Rede, wenn man während der Sendung kein Wort mit Kollegen wechseln kann und nach der Sendung völlig erschöpft ist.

Ebenso selbstverständlich bedeutet "entspannt" übrigens nicht "zwanghaft cool" oder "schnarchig", aber ich vermute, daß Du das weißt und nur gehofft hast, Dein kleiner rabulistischer Trick würde nicht auffallen. :p

Ein gestreßter Moderator wird in den allermeisten Fällen keine Begeisterung über seine Tätigkeit "rüberkommen lassen" und also nicht in dem von Dir gewünschten Sinne elektrisieren können. Alles, was der vermittelt, ist eben Streß. Woher rührt es wohl, daß man als Hörer nahezu überall angebrüllt wird? Wohl kaum davon, daß die Menschen am Mikro entspannt sind.
 

Rösselmann

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Makeitso schrieb:
Woher rührt es wohl, daß man als Hörer nahezu überall angebrüllt wird? Wohl kaum davon, daß die Menschen am Mikro entspannt sind.

Nach meinen Erfahrungen liegen die Ursachen dafür an mangelnder Erfahrung, mangelndem Talent und schlechter Ausbildung. Und: "Nahezu überall..." ist in der bundesdeutschen Radiowirklichkeit objektiv nicht haltbar und beruht wohl auf deiner selektiven Wahrnehmung.

Übrigens ist die Bandbreite zwischen (meist öfftl. rechtlicher) Drei-Sterne-Coolness und (oft privater) jung-überdrehtem Kasernenhofgeschrei recht groß.
Wohl dem, der sie beherrscht und damit umzugehen weiß.

In den 80er-Jahren waren z.B. die DJs amerikanischer Top-40-Stationen echte Shouter! Das muß man nicht mögen, es ist mir aber denn doch allemal lieber gewesen, als der damalige deutsche Schlafmützenfunk.

Da können wir noch tagelang diskutieren, ich aber stehe zu meiner Meinung: Entspannen kannst du dich in der Sauna!
 

ttcasl

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Stress macht man sich doch nur selber !!!

Und es gibt tausende Menschen die sich um unseren Job reißen würden !!!! Und wir wollten es doch so, niemand hat uns gezwungen Moderator im Radio zuwerden.
Allerdings muss ich zugeben, dass meine ersten Sendungen dann och janz schön stressig waren, aber man wird ja mit der Zeit routinierter und kann dementsprechend lockerer an die Sache rangehen.

Wenn Stress, dann ist es meistens doch selbstgemachter Stress.

Also immer schön ruhig durch den Schlüpfer atmen.....
 

Funkgeist

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Lt.Cmdr.Lee schrieb:
diese leute geben sich meistens nur locker, sind im inneren aber schwer konzentriert oder bringen ihr konzentrationsvermögen genau auf den punkt.
.

@chefkoch : DAS meinte ich..... aber zugegeben ist die - richtige... - Verwendung des Begriffs "Stress" wohl nicht immer so einfach....
;)

hätte wohl besser gleich von "Anspannung" sprechen sollen..... die kann ja auch positiv sein - und ganz ohne ? hmmm.....
 

Radiocat

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

4 Stunden im Studio und nicht rausgehen?
Dann darf der gute Ment
a) im Studio speisen und trinken
und hat
b) nen Katheter oder ne Windel.
 

musicology

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Wenn du es nicht vier Stunden ohne Essen aushältst, dann solltest du mal deinen Blutzuckerspiegel untersuchen lassen. Eine Flasche Wasser ist in jedem Studio erlaubt, dafür gibt es geeignete Ablageflächen. Auch sollte man mal vier Stunden ohne Pinkelpause aushalten. Wenn man bedenkt, daß Männer drei-, Frauen viermal am Tag aufs Klo gehen, ist das doch kein Problem. Und selbst wenn: eine Pinkelpause dauert maximal 5 Minuten, das ist immer drin und hat nichts mit dem zu recht kritisierten dauernden Rausgerenne für Kaffee oder Zigaretten zu tun.

Man muß doch nicht jede Diskussion ins Lächerliche ziehen, oder? :rolleyes:
 

StReutlinger

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

wenn du aus der sendung kommst und nicht geschwitzt hast wars keine sendung...

zitat von?

die leitungen sind jetzt offen!
 

K 6

Benutzer
AW: Stressfaktor "Moderation"

Und jetzt könnte man erörtern, ob überall darauf geachtet wurde, daß sich die sanitären Einrichtungen in strategisch günstiger Lage zu den Sendestudios befinden ...
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben