SWR 2


Wer von euch hört eigentlich Konrad Beikircher oder auch Lars Reichow bei SWR2?
Ich finde die beiden sehr gut.

Geht mir genau wie Dir. Etwas schade ist dabei allenfalls, dass deren Sendungen ("Pasticcio musicale" bzw. "Satirische Monatsrevue") samstags neben der "Musikstunde" um 09:05 auch noch mal in der "Spätvorstellung" um 23:03 Uhr gesendet werden, wodurch sonst für Kabarett und Kleinkunst im SWR2-Programm monatlich nur 2 bis 3 Stunden übrig bleiben.

Aber was reg ich mich darüber überhaupt noch auf, bald ist die geschätzte Spätvorstellung ja eh komplett Geschichte. Dann beschränkt sich die Humorwelt im SWR auf die eifrig und aus meiner Sicht auch durchaus hörbar produzierende Comedy-Abteilung von SWR3, die mit SWR2 ja auch so manche Synergie genutzt hat.
Lange Mitschnitte wird man nach der Umstellung bei SWR2 aber mit der Lupe ausfindig machen müssen. SWR4 BW bringt in "Mundart und Musik" ab und an - vielleicht einmal im Monat - noch eine einstündige Kleinkunstproduktion ... aber das wär's dann auch.
 

Morningshow

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Also ich fände es sogar besser, wenn nicht die ARD, sondern der DLF ein bundesweites Jazz-Radio per DAB+ sowie Satellit und als Internetstream anbieten würde. Dann wäre wenigstens die Qualität gesichert.

Das Wort zum Tag wäre so eine Sendung, finde ich nicht mehr Zeitgemäß. Aber ich weiß das Deutschland kein laizistischer Staat ist, ich hätte aber nichts dagegen.
Bravo! Dieses Geseiber ist Indoktrination pur und sollte wie alle anderen religiösen Sendungen und Gottesdienste der Kirchen ein und für allemal abgeschafft werden.
 

_Stefano

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Immer wenn du hier auftrittst, lieber @Yannick91 , bist du hier derart defensiv und am Rumheulen. Darüber hinaus gehst du die User* hier persönlich an und unterstellst andauernd irgendetwas. Kannst du endlich bitte aufhören, hier Paranoia zu schieben!? Es ist wirklich nicht auszuhalten. Halt aus, dass jemand Smileys macht und damit etwas zum Ausdruck bringt, oder schreib einfach nichts mehr.
Nun ist mir glatt die Hutschnur geplatzt!
 
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Aufschnitt

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Den künftigen Wiederholungssendeplatz des "Forums" um 22 Uhr im eigenen Programm hatte diese Sendung übrigens lange bei SWR Contra/Info/Aktuell. (Aktuell läuft die Wiederholung dort um 20:15 Uhr.) Falls man sich die Wiederholung des Forum bei SWR Aktuell künftig spart und das Abendprogramm entsprechend umstrukturiert, könnte man hier vielleicht künftig die Infonacht schon um 22 Uhr übernehmen.
Apropos Infonacht: womöglich ließe sich die von 22 bis 24 Uhr dann sogar auf die UKW-Kette von SWR2 geben, die Frequenzen 2 Stunden lang für SWR AKTUELL „zweckentfremden“. Über die restlichen Verbreitungswege, über die AKTUELL ohnehin ausgestrahlt wird, könnte weiterhin das angedachte Wiederholungsschema ausgespielt werden.
 

schneeschmelze

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Man orientiert sich an den angelsächsischen Vorbildern. Zum Ganzen empfehle ich dieses Gespräch, das Philip Banse vor einem halben Jahr mit Sandro Schroeder geführt hatte:


Und nun ist also SWR2 dran. Den Wegfall der Geistlichen Musik am Samstagabend finde ich in der Tat schmerzlich. Das war immer ein Fixpunkt zur Sammlung zu dieser Zeit, man wird nach Alternativen suchen.

Ob ein weiterer seelenloser, weil rein maschinell gefahrener, Webchannel für Jazz hörenswert wäre, wage ich übrigens zu bezweifeln. Als Vertriebener von hr2-kultur habe ich im vergangenen Jahr vieles gehört. Bei solchen Spartenkanälen (es gibt sie mindestens aus Dänemark, aus Norwegen, aus Schweden, aus Australien und aus der Schweiz) bin ich nicht geblieben.

Mittlerweile glaube ich, dass die Vorstellung, es könne so etwas wie ein Hörfunkprogram geben, mit dem man irgendwie „glücklich“ werden könne, fehlgeht. Das ist aber eher ein Ausdruck der allgemeinen gesellschaftlichen Krise, die sich in solchen Formfragen spiegelt. Die Vorstellungen gehen einfach zu weit auseinander, man sieht es in dieser Diskussion schon in der Fehleinschätzung vieler bezüglich der Geistlichen Musik, in einer Zeit, als Kirchen auf behördliche Anordnung hin geschlossen wurden, Andachten nicht stattfinden konnten wie gewohnt usw. Das ist ein Angebot, das gerade in einer Phase gebraucht wird, in der die großen Belastungen von allen Seiten massiv zugenommen haben, und ein Ende ist noch gar nicht in Sicht.
 
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Morningshow

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Den Wegfall der Geistlichen Musik am Samstagabend finde ich in der Tat schmerzlich. Das war immer ein Fixpunkt zur Sammlung zu dieser Zeit, man wird nach Alternativen suchen.

Die Vorstellungen gehen einfach zu weit auseinander, man sieht es in dieser Diskussion schon in der Fehleinschätzung vieler bezüglich der Geistlichen Musik, in einer Zeit, als Kirchen auf behördliche Anordnung hin geschlossen wurden, Andachten nicht stattfinden konnten wie gewohnt usw.
Dein Bedürfnis nach "Sammlung" verstehe ich. Wären da (im Radio) aber nicht mehr philosophische und wissenschaftliche Ansätze angebrachter?

"Geistliche Musik" verbinde ich mit den christlichen Kirchen. Die haben sicherlich auch positive Leistungen vollbracht, wie die Etablierung von psychiatrischen Kliniken zu einer Zeit, als psychisch Kranke ansonsten sehr schlecht behandelt worden sind.

Auf der anderen Seite türmen sich die jahrhundertelange inhaltliche Verfälschung der Bibel und die anhaltenden moralischen Verfehlungen, beispielsweise der Katholischen Kirche. Hier seien nur beispielhaft ein stummer Papst während der Nazi-Barbarei unter Hitler sowie die weltweiten sexuellen Verfehlungen Geistlicher genannt.

Warum soll man ausgerechnet diesen Kirchen Zugang zum Radio garantieren?

Morgen melden sich dann muslimische Geistliche und verlangen ebenfalls im Rahmen der Gleichberechtigung Zugang zum Radio. Was machen wir dann?
 
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s.matze

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eine Kooperation aus 3 ÖR Anstalten und ist auch nur in deren Sendegebiet empfangbar
Nein, das stimmt nicht. Es ist eine Kooperation aus vier Anstalten!

Das junge, europäische Kulturradio von WDR, Radio Bremen, rbb und NDR sendet seit 2017 unter dem Namen COSMO.


Cosmo ist terrestrisch zumindest mehrere Stunden am Tag empfangbar in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Und damit in weiten Teilen Deutschlands, in 8 von 16 Bundesländern und in der Hälfte der Fläche. Dabei werden ca. drei Fünftel der Einwohner erreicht, darunter die dicht bevölkerten Regionen Ruhrgebiet, Metropolregion Hamburg und Berlin.


Wäre es bundesweit hätten wir es im 5C
Seltsame Logik. Der Kanal 5C wird in Verantwortung des Digitalradio Deutschland e.V. betrieben, federführend ist dabei das Deutschlandradio und nicht die ARD.

(Vielleicht wäre es sinnvoll, die Beiträge 84 und 86 in das Thema "Cosmo - das junge europäische Kulturradio" zu verschieben? Mit SWR 2 hat das nichts mehr zu tun.)
 
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thorr

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WDR 5 war für meinen Geschmack (auch wegen der fehlenden klassischen Musik) noch anspruchsvoller und musikalisch leichter verdaulich, leider hat man das Programm zunehmend entkernt. Das Abnudeln der Infonacht und das Ende wertvoller, lieb gewonnener Sendungen zum aktuellen Tagesgeschehen war da nur der Wassertropfen im Weinfass.

Damit halten Bayern 2 und SWR 2 jetzt die Fahnen der Qualität aufrecht.
Dass das Programm von WDR 5 "entkernt" wäre, kann man so nicht stehen lassen. Mit der letzten Reform ist viel aktuelle Berichterstattung tagsüber weggefallen und leider auch ein paar weitere Sendungen, aber nachwievor gibt es viele interessante Produktionen und Sendungen im Programm.

Und für mich großer Pluspunkt gegenüber Anstalten, die Kultur und Info in einem Programm vereinen müssen: Die Musik spielt bei WDR 5 eine kleinere Rolle als bei Bayern 2, SWR 2 oder Dlf Kultur und es ist mehr Platz für gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Themen, da das kulturelle Wort bereits bei WDR 3 seinen Platz hat.

Insgesamt ist WDR 5 ein sehr gutes Programm, das man auch mal den ganzen Tag über hören kann, ohne alle 15 Minuten dasselbe zu hören. Leider merkt man natürlich auch diesem Programm zum Einen an, dass insgesamt weniger Geld da ist, zum Anderen, dass mehr Geld in Online-Ausspielwege fließt (was ich auch berechtigt finde). Das hält sich aber in Grenzen.
 
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Morningshow

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Sorry, den ganzen Tag Wort anbieten, dann aber aus der Echo-Sendung am Mittag eine pseudoaktuelle Sendung zu zimmern, die sich ganze zehn Minuten (vorher 55!) mit tagesaktuellen Themen beschäftigt, ist ein absolutes, unverschämtes "no go".

Ich habe die Echo-Sendung am Abend mir gar nicht mehr angehört, meine mich aber zu erinnern, daß andere Foristen bereits dort ebenfalls eine krasse Kürzung der beschriebenen Weise festgestellt haben.

Tut mir leid, der WDR für sich alleine genommen ist eine oder sogar die reichste öffentlich-rechtliche Anstalt weltweit. Da lasse ich den hohlen Sermon von einem vermeintlichen Finanzierungsproblem nicht durchgehen.

Hätte die ARD etwas mehr Sachverstand in der Führungsetage, hätte man eine Beteiligung weiterer ARD-Anstalten an den Echo-Sendungen beschließen können. Dabei hätte man Geld gespart und gleichzeitig noch was für die Hörer in anderen Bundesländern getan.

Oder den Tatort um eine Minute kürzen hätte vermutlich auch schon gereicht.

An eine Kürzung der Tagesthemen wagen sich die feigen Gesellen natürlich nicht ran. Aber mit dem Radio kann man es ja machen. Das grenzt Schändung.

Ich bin immer noch sehr wütend über die Richtung, die der WDR unter Buhrow und Weber eingeschlagen hat. :wall:
 
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Radiocat

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Programmreformen gab es immer wieder mal. Mittlerweile fällt mir aber auf, dass beinahe überall ab 22 Uhr kaum mehr Livesendungen oder Erstausstrahlungen laufen, sondern nur noch Wiederholungen (Automation verbietet sich ja bei Wort- und Kulturwellen). Das stößt mir als alter (mittlerweile verhinderter) Nachteule sauer auf. Radio entwickelt sich immer mehr zum reinen Tagesmedium. Abends, nachts und oft auch an Wochenenden passiert nix mehr. Schade. Genau da haben viele Zeit zum ZUhören.
 

schneeschmelze

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@Landwehrkanal So argumentieren sie. Dafür gibt es aber auch Podcasts.
Das lineare Radio ist für Hörer da, die keine Podcasts hören wollen. Also für uns. Und die wiederholte Musikstunde (vor Mitternacht, läuft live ab neun am Morgen, deshalb konnte ich sie nie linear hören) gefiel mir gestern ganz gut an der Stelle. Dass dafür die 22-Uhr-Wortleiste und die 23-Uhr-Musik-und-Kabarett-usw.-Leiste weggefallen sind, ist aber doch sehr, sehr schade.

Denken wir an den Erfolg der Sendung 22542254 auf – damals noch: – Deutschlandradio Berlin zurück. Eine Livesendung mitten in der Nacht. Denken wir an Domian. Denken wir an Das war der Tag im Deutschlandfunk in der Stunde vor Mitternacht. Solche Zeiten werden durchaus angenommen.

Es stimmt: Um 22 Uhr beginnt die Zeit, zu der viele Leute zuhören können.
 

Landwehrkanal

Gesperrter Benutzer
Das lineare Radio ist für Hörer da, die keine Podcasts hören wollen

Exakt. Es gibt übrigens auch Hörer, die nicht überall WLAN oder schnelles mobiles Internet haben, um Podcasts oder Sendungen aus der Audiothek zu hören.
Denken wir an Das war der Tag im Deutschlandfunk in der Stunde vor Mitternacht. Solche Zeiten werden durchaus angenommen.

Ich höre ziemlich oft ab 23 Uhr auf DLF "Das war der Tag" und danach noch die Wiederholung von "Fazit", was ursprünglich auf Deutschlandfunk Kultur parallel zu 'Das war der Tag" lief.
Solche Sendungen sind für meinen erlesenen Geschmack einfach gut und ich bin froh, dass ich sie linear hören kann.
 

Radiofreak01

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Das stößt mir als alter (mittlerweile verhinderter) Nachteule sauer auf. Radio entwickelt sich immer mehr zum reinen Tagesmedium. Abends, nachts und oft auch an Wochenenden passiert nix mehr. Schade. Genau da haben viele Zeit zum ZUhören.
Mir auch!

Das lineare Radio ist für Hörer da, die keine Podcasts hören wollen. Also für uns. Und die wiederholte Musikstunde (vor Mitternacht, läuft live ab neun am Morgen, deshalb konnte ich sie nie linear hören) gefiel mir gestern ganz gut an der Stelle. Dass dafür die 22-Uhr-Wortleiste und die 23-Uhr-Musik-und-Kabarett-usw.-Leiste weggefallen sind, ist aber doch sehr, sehr schade.
Naja, ich bin der Mischtyp. Ich höre sehr wohl von einigen Sendungen Podcasts. Aber ich auch noch einer derjeniger Hörer die linear Radio hören. Und mir werden gerde die Kabarettsendungen am Samstagabend fehlen.

Aber heutzutage muss ja wohl alles auf jung getrimmt sein. Es wohl nur um die Gunst der "jugen" Hörer gwworben werden. Und bleiben in unserem Land die Radiohörer im mitleren und höheren Alter???

Die existerien wohl nicht mehr für die Radiomacher!!! :mad::mad:
 
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