• Diese Kategorie ist für die Diskussion über die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

SWR4-Reform

Heute auf dem Heimweg zwischen ca. 18.25 Uhr und 18.50 Uhr wieder SWR4 gehört; der einzige deutschsprachige Titel in diesem Zeitfenster stammte von Heinz Rudolf Kunze. Eher Deutsch-Pop als Schlager. Wie auch sonst mittlerweile Grönemeyer und Westernhagen rotieren, also Titel, die auch SWR1 im Programm hat(te).

Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell der SWR den Schlageranteil in seinem vierten Programm zurückfährt. Während nebenan in Hessen bei hr4 der Anteil an internationalen Titeln behutsam erhöht wurde, geht man das beim SWR mit der Brechstange an. :thumbsdown:
 
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Das stimmt, da ich selbst auch Musik mache, habe ich mit unterschiedlichen Genres keine Berührungsängste.Aber es ist echt erschreckend wieviele Musikstücke plötzlich bei SWR 4 rausgeschmissen wurden.Müssen wir uns jetzt auch noch für Deutsches Liedgut entschuldigen?😈Hinzukommt auch noch, dass es immer wieder die gleichen Titel eines Interpreten sind die gespielt werden.Bei Pur scheint man auch nur Ein graues Haar oder Abenteuerland zu kennen.
Bei Kunze Dein ist mein ganzes Herze oder Mable.
Krass und unverständlich ist auch in der ARD Hitnacht, dass angeblich nur zwei Deutsche Titel pro Sunde gespielt werden dürfen.In der Regel Klaus Lage,HR Kunze, Pur,Lindenberg oder Max Giesinger

Oh wie trauere ich den Sendungen mit Michael Welter
oder dem Rhythmus der Nacht mit Michael Begasse und Bernd Brüggemann nach.
 
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Mag sein, dass SWR4BW seit Jahren Hörerverluste hat hinnehmen müssen*. Dass die jetztige, mit dem Brecheisen durchgeführte Programmreform die verlorenen Hörer zurückholen wird, ist feste Überzeugung der Programmleitung. Meine ist es nicht.

*)
2014: 619T Netto-Stunde
2024: 351T Netto-Stunde
 
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Dass die jetztige, mit dem Brecheisen durchgeführte Programmreform die verlorenen Hörer zurückholen wird, ist feste Überzeugung der Programmleitung.
Ist sie das? Ich wäre mir da nicht so sicher. Ich glaube eher, des Sparen willens nimmt man Hörerverluste durchaus in Kauf.

Zumal sich ja irgendwie die Zukunft des Radios herauszukristallisieren scheint. Und die scheint wohl so zu sein, dass der Hörer journalistische Beiträge wann immer er will als Podcasts abrufen kann. Der Rest, einfallsloses Musikgedudel, unterbrochen von insgesamt nicht mal 5 Minuten belanglosem Moderatorengeplauder pro Stunde, sowie - daran wird man festhalten - regelmässigen Nachrichten und ein wenig Werbung repräsentieren dann das lineare Radio der Zukunft.

Kultur- und Infowellen mal noch ausgenommen, wo es vermehrt zu Übernahmen kommen wird.

Der Rest ist im Grunde - ganz wenige Ausnahmen bestätigen die Regel - schon heute überflüssig.
 
Bin heute in Sarkasmus-Laune, daher: Dass es noch Programmleitungen mit Überzeugungen (gar festen) gibt, wäre eine Überraschung für mich.
 
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Hörer Verluste?
Na wenn sie sehr viele Interpreten einfach aus dem Programm werfen, werden die Anhänger solcher Songs wohl auch dem Sender den Rücken kehren.Ausser es handelt sich um Menschen, die nicht in der Lage mehr sind, den Sender zu wechseln.Nach dem Motto: "Was will man machen?"

Hätten sie wenigstens die Musikfarbe unverändert gelassen. Das was jetzt läuft ist stellenweise nur noch schwer zu ertragen und geht zumindest mir ziemlich auf die Nerven.

Nun gegen Internationale Hits spricht nichts dagegen.Allerdings leben wir in Deutschland.Und da sollte man deutschsprachige Musik auch in den Vordergrund stellen.Es gibt ja genug Sender, die Englisch spielen.Und ein Großteil kann dir nicht einmal sagen was der Inhalt eines englischen Lied ist
Aber ist halt immer hipper, da man Deutsche Musik stets mit Trallala assoziiert.Dem ist aber nicht so.
 
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Nein, vom einem Bekannter eines Bekannten, der dort jemand kennt, wurde mir mitgeteilt, dass man in Gegenteil zwar sparen, aber auf gar keinen Fall weitere Hörerverluste in Kauf nehmen will.
Ganz doof sind die Hörer auch nicht. Bis auf wenige Ausnahmen ist Schlager verschwunden & wurde mit Oldies ersetzt, die man schon bei SWR1 totgenudelt hat.
Irgendwie hört sich SWR4 an, als hätte es einen Einbruch gegeben & man sichert grad die Spuren. Beliebte Sendungen nebst ebenso beliebten Moderatoren, die jahrzehntelang Gast im Wohnzimmer der Hörer waren, mußten teilweise ohne Verabschiedung gehen. Schade, dass es im Studio grad keine Webcam gibt. Man könnte das SWR4-Radio-Skelett, dass nach der Kastrierung zu hören ist, nicht nur hören, sondern auch sehen. Dass der Hörer dafür noch als Beitragszahler aufkommen muss, ist schwer vermittelbar. Die krude Musikmischung macht den Abschied von diesem einst stolzen Programm leicht: Kein Grund, zu bleiben. Gut, dass das der unvergessene Heinz Siebeneicher (Fröhlicher Alltag) nicht mehr miterleben muss. Er, der immer mit einer Prise Ironie sagte, was er dachte, hat ein wunderbares Buch hinterlassen: Leben ist kein Wunschkonzert. Als Berliner würde er sagen: "Det ham se ja beim SWR ooch abjeschafft". Der Mann mit dem großen Radio-Herz ::cool:
 
Irgendwie hört sich SWR4 an, als hätte es einen Einbruch gegeben & man sichert grad die Spuren.

Ich switche immer zwischen SWR 1 und 4.Mittlerweile schalte ich im Auto auch mal HR 4 ein.Die Hessen spielen immerhin noch Wunschtitel und etwas mehr Deutschmucke.
Vermisse auch viele Moderatoren.Heinz Siebeneicher(verstorben) hatten wir auch schon persönlich erlebt.Auch Michael Welter aus Tübingen.Naturlich auch Rainer Nitschke(inzwischen noch aktiv bei Schwarzwald Radio)und Michael Branik.(Schlaganfall)
Bei SWR 1 waren meine Favoriten Matthias Holtmann(leider an Parkinson),Arnim Töpel, Barbara Scherrer und Günter Schneidewind.

Und was ist mit Karl Hemgesberg.Der ist so schnell verschwunden, wie er auch aufgetaucht ist 🤔
 
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Und was ist mit Karl Hemgesberg.Der ist so schnell verschwunden, wie er auch aufgetaucht ist 🤔
Ist immer noch im Hintergrund für die Rubriken der "Oldieshow" zuständig. Und sonst arbeitet er wohl in der Wortredaktion. Gesichert hat er noch an Karfreitag als Redakteur etwas zu einem Karfreitagsbrauch im Studio erzählt. Ob er danach noch einmal "on air" aufgetaucht ist, weiß ich nicht.
Aber "schnell aufgetaucht"? Immerhin war er ab 1991 als Musikredakteur beim Sender und hat wohl in den letzten 7 Jahren intensiv am Abend moderiert. Vorher hat er wohl immer mal wieder anscheinend sporadisch am Abend moderiert, wie bei einem Mitschnitt aus 1999 hier im Forum zu hören ist, aber da klang er noch total anders.
 
Die besten Moderatoren sind alle nicht mehr da.

Herr Siebeneicher prägte lange Zeit den Hörfunk. Ursprünglich glaube ich sogar bei Radio Luxemburg und dem SWF.Dann bei Radio Merkur und anschliessend beim SWR in Freiburg.Pendelte jeden Tag mit dem Zug aus einem Baden Badener Stadtteil nach Freiburg.

Ist immer noch im Hintergrund für die Rubriken der "Oldieshow" zuständig.

Mir ist er erst die letzten Jahre abends aufgefallen.Da hatte er mir auch mal im Dezember 23 einen Wunsch von Nena gespielt.
 
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Aber ist halt immer hipper, da man Deutsche Musik stets mit Trallala assoziiert.Dem ist aber nicht so.

Solange das seit Jahrzehnten tonangebende Radiowerbe-Biotop nicht ausgetrocknet ist, und die öffentlich-rechtlichen Servicewellen auf altbekannten Wegen versuchen die zahllosen Finanzlöcher zu stopfen und dafür die einschlägigen Rationalisierungsexperten zu Generalbevollmächtigten erklären, wird der Niedergang ungebremst weitergehen.

Aber der Klimawandel trocknet bekanntlich so manches Biotop aus, ganz beonders die superseichten.... viel zu verteilen haben besagte Kreise schon jetzt nicht mehr.
 
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SWR 4 hatte doch immer die Superwume.Das war doch ein guter Maßstab, um zu sehen was die Leute hören möchten.Aber nun versucht man mit aller Gewalt dem Hörer etwas aufzuzwingen und ihn vom bisherigen Hör geschmack langsam aber gezielt zu entwöhnen.
Und die "Alten" interessiert keinen mehr in den Öffentlich Rechtlichen.
 
Wenn man spart und Hörer verliert, macht man dann die Einsparungen rückgängig, bzw. stoppt man sie wenigstens?
Das ist ja schlichtweg unumkehrbar und deshab nicht möglich.

Den Genre-Mix rückzuändern, wäre theorethisch möglich, da er aber der vorgeschobene Grund für die Hörerverluste ist, ist auch das nicht möglich. Da wird man bei anhaltenden Verlusten sagen: "Das ist beim Hörer noch nicht angekommen, wir sind aber auf einem guten Weg"

War leider immer und überall so.
 
Das ist ja schlichtweg unumkehrbar und deshab nicht möglich.

Den Genre-Mix rückzuändern, wäre theorethisch möglich, da er aber der vorgeschobene Grund für die Hörerverluste ist, ist auch das nicht möglich.

War leider immer und überall so.
Na ich befürchte, durch diese Umstrukturierungen werden sie erst Recht Verluste in Kauf nehmen müssen.Zum Glück fährt HR 4 noch eine andere Route.Allerdings wie lange?
 
Noch eine neue Stimme am SWR4-Mikrofon: Klaus Schräder-Grau macht heute die Schlagerparty. Bei SWR1 ist er weiterhin - ähnlich wie Jens Vogt - "nachtaktiv", zum nächsten Mal von morgen auf Montag.

Immerhin war er [Karl Hemgesberg] ab 1991 als Musikredakteur beim Sender und hat wohl in den letzten 7 Jahren intensiv am Abend moderiert. Vorher hat er wohl immer mal wieder anscheinend sporadisch am Abend moderiert, wie bei einem Mitschnitt aus 1999 hier im Forum zu hören ist, aber da klang er noch total anders.
2012 wurde der Beginn des gemeinsamen Abendprogramms ja von 19:30 auf 18:00 Uhr vorgezogen, wobei neben den früheren Sendungsnamen "Abendmelodie" und "Spätlese" auch einige Wortformate begraben werden mussten: in BW das "Thema des Tages", in RP der "Blickpunkt"(?)
Auch damals war KH immer mal ab und an in dieser Musikstrecke zu vernehmen. Richtig los ging es für ihn, als Helmut Jaeger den Sender verließ. Aus dem Bauch geschätzt 2014 oder 15.
Und da sich der Moderatorenstamm in Mainz zusehends verkleinerte, bekam KH über die Jahre immer mehr zu tun. Ich behaupte, manche Wochen mit 5-mal 6 Stunden "Am Abend" haben ihm, seiner Stimme, seiner Aufmerksamkeit zumindest nicht immer gut getan.

Oh wie trauere ich den Sendungen mit Michael Welter
oder dem Rhythmus der Nacht mit Michael Begasse und Bernd Brüggemann nach.
Michel Welter morgens "vom Neckar bis zum Bodensee" ... unvergessen. Jörg Assenheimer ist zu Tübinger Zeiten bei ihm in die Lehre gegangen, das tut dem Frühmagazin von SWR4 BW bis heute gut.
 
Noch eine neue Stimme am SWR4-Mikrofon: Klaus Schräder-Grau macht heute die Schlagerparty. Bei SWR1 ist er weiterhin - ähnlich wie Jens Vogt - "nachtaktiv", zum nächsten Mal von morgen auf Montag.
Klaus Schräder-Grau war ja auch bisher immer wieder mal in der "Hitnacht" zu hören und da sind mir sein lockerer, hörerzugewandter Moderationsstil und seine Instrumentals oft am Ende einer "Hitnacht" aufgefallen.
Beim WDR war er auch schon Wortredakteur bzw. hat Beiträge für WDR 4 geliefert.
Wundert mich daher, dass SWR 4 dann "so einen" einstellt...
 
Den Genre-Mix rückzuändern, wäre theorethisch möglich, da er aber der vorgeschobene Grund für die Hörerverluste ist, ist auch das nicht möglich. Da wird man bei anhaltenden Verlusten sagen: "Das ist beim Hörer noch nicht angekommen, wir sind aber auf einem guten Weg"
Typisch ARD bzw. DB-Sprech. Verschlechterungen werden schön geredet. Hier wird öffentlich-rechtlich gelogen. Alles, was SWR4 ausmachte, wurde kastriert. Kein Grund zu bleiben. Schon Stan Laurel wusste: "Ehrlich währt am Längsten"! 🧐 Macht einfach wieder gutes Radio, wie es jahrzehntelang üblich war.
Ohne Pseudo-Regio, aber mit Radio-Personality &
Qualitäts-Journalismus. Dann weis der Hörer auch, wofür er zahlt & schaltet gerne wieder ein. Wer dem linearen Radio die Beine bricht, auf denen es steht, darf sich nicht über Verluste beklagen! 🤷‍♂️
 
Den Genre-Mix rückzuändern, wäre theorethisch möglich, da er aber der vorgeschobene Grund für die Hörerverluste ist, ist auch das nicht möglich. Da wird man bei anhaltenden Verlusten sagen: "Das ist beim Hörer noch nicht angekommen, wir sind aber auf einem guten Weg"

Durch diese kurzsichtigen Panikreaktionen und unergiebigen Geldbeschaffungs-Schnellschüsse treibt man die Leute erst recht ins Internet oder zur DAB-Konkurrenz, denn wer erbost durch die weitere Dezimierung deutschen Liedguts händeringend nach neuen Ufern sucht landet in Zeiten wie diesen automatisch im Netz und kehrt angesichts der hier vorgefundenen Fülle den UKW-Dudlern für immer den Rücken.

Gniffke hat dem SWR gerade den totalen Kahlschlag verordnet und dreht jeden Cent zweimal um, andere Sender versuchen so viel Breitenwirksames wie möglich auf DAB zu verlagern, weil die Werbe-Consulting-Connection überall ihre eigenen Minimalisten-Formate ausbreiten will, die - egal ob jung oder alt - fast jeden nur noch nerven.

Die Konsequenz: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert weiter an Rückhalt und objektiven Werbewert, die Ultrakurzwelle wird zum ultimativen Notnagel und das Smartphone übernimmt unterwegs die Rolle des Radios. Warum denken diese Leute nicht fünf Jahre weiter und kalkulieren die offensichtlichen Auswirkungen ihrer katastrophalen Entscheidungen in einem zunehmend hochkompetitiven Marktumfeld in ihren Plänen nicht ein?

Weil es ihnen wurscht ist. Weil sie nicht persönlich für den Laden haften, den sie formell verantworten, finanziell gut gepolstert sind und sich in ihrer Wagenburg verbarrikadiert haben, in der jeder Kontakt mit dem Publikum oder einfachen Mitarbeitern abgewehrt wird und nur noch Manager vorgelassen werden. Am Ende bleibt vom ÖR nur noch ein Gerippe, bestehend aus aktuellem Dienst, Sportberichterstattung und gesellschaftskritischem wie fachspezifischem Journalismus (Dokus, Medizin, Kultur, Wissenschaft, Gartenbau, Ernährung, Regionalreports etc.) übrig. Selbst Infotainment können engagierte Youtuber oft schon besser.

Wenn kein Wunder geschieht machen die Sender Jenseits ihrer absoluten Kernkompetenzen bald keinen Stich mehr. In zehn Jahren dürften auch Krimis, Krankenhaus-Soaps, Trödelshows etc. stark an Reichweite eingebüßt haben, weil die souverän gewordenen Nutzer per Stream Zugriff auf riesige Programmkataloge haben und für Billigproduktionen klammer Anstalten, die es beizeiten verabsäumt haben ihre Strukturen zu verschlanken, nicht mehr viel übrig haben werden.
 
Ich weiß gar nicht, ob es
von SWR4 sind. Die weitgehende Zusammenlegung von SWR4BW und RP zu einem "Gemeinschaftsprogramm" war spätestens Anfang 2023 zum folgenden Oktober geplant. Die Genre-Mix-Änderung erfolgte nach einer kleinen Atempause ab 2024 in diesen wenigen Monaten.

Nur bedingt glaube ich, dass der oktroierte Sparzwang bwei SWR4 zwangsläufig zur Verschiebung des Musikformats zu mehr internationalen Oldies und Verringerung des deutschsprachigen Anteils führen muss. Ich glaube eher, dass die Programmstrukturänderungen in Sachen Musikfarbe lediglich mangels anderer Ideen durchgedrückt werden - machen die anderen ja auch so.

Am Ende wird das Hörfunk-Einsparpotential nur ein Geringes im Vergleich zum TV- und Verwaltungsbereich sein, zumal oftmals freiwerdende Planstellen 1:1 ins Online wandern, gespart wird dabei nach Adam Riese nichts.
 
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