• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

SWR4-Reform

Das war im Grunde Kraut und Rüben.
Das ist übertrieben. Der SWF, mit dem ich übrigens aufgewachsen bin, hatte ein ziemlich durchhörbares Programm, mit Ausnahmen in den Abendstunden oder am Wochenende. Es dominierte "leichte Musik", eher für die ältere Generation. Allerdings waren die Wortbeiträge noch von ganz anderer Qualität: Im Mittagsmagazin "Heute Mittag" z.B. spielte Musik eine Nebenrolle, sie wurde, bei aktuellem Anlass auch schon mal fast ganz aus dem Programm geschmissen. In "Ton-Ab" gab es Satire usw usw.
Es gab auch damals schon Umfragen: SWF1 war danach ein außerordentlich beliebtes Programm.

Kraut und Rüben, wahrscheinlich auf die Musik bezogen, war dadurch bedingt, dass es zunächst ausser dem Ersten, dem Zweiten (Klassik) und dem Dritten, in dem anfangs nur Programme für "Gastarbeiter" liefen, keine weiteren Programme gab. Das änderte sich mit dem Pop-Shop und dem Ausbau des Dritten zur Ganztags-Popwelle.

Und schon war es vorbei mit der Herrlichkeit von Radio Luxemburg.

Auch in diesem Forum wird immer darauf hingewiesen, man könne nicht zurück - aber das will ja auch niemand. Aber Radio muss beileibe nicht so sein, wie es in DE leider überwiegend geworden ist - eine Dudelveranstaltung unterbrochen von meist albernem Geplauder über schönes Wetter, Pop-Geschichtchen oder sonstigen Nebensächlichkeiten.
Es gibt wenige Ausnahmen und die zeigen, dass es auch besser geht. Will man SWR4 als reine Musikveranstaltung fortführen, sollte man sich auf ein älteres Publikum konzentrieren, vielleicht Programme zusammen mit anderen Sendern gestalten: Mit Schlager, Musical usw.

SWR1 sollte endlich zu einem Landesprogramm werden, mit allem was dazugehört: Aktuelles, Politik, Kultur, Sport und Regionalem - aus dem Land und für das Land. Und durchaus auch mal mit einer Talk-Runde, ganz ohne Musik, oder ähnlichem.

Alles andere ist, ehrlich gesagt, ziemlich unnötig.
 
Die sprachen ja mal davon, auch Evergreens zu spielen.
Ich stell mir gerade so ein bisschen die Frage, es gibt ja auch deutsche Evergreens. Werden die denn auch bedient?
Ich hab die Antwort: nein. Sag einem Redakteur oder Moderator ich hätte gerne ich liebe das Leben von Vicky Leandros, der zeigt dir einen Vogel und sagt, das ist Schlager können wir leider nicht spielen.
Ich hab langsam das Gefühl, dass SWR4 was gegen die Schlager hat. Denn das bisschen Deutschpop, was da noch läuft, das kann man nun wirklich nicht als Schlager bezeichnen.
Bei SWR1 kannst du dir in den zahlreichen Musikclubs wenigstens auch Schlager wünschen.
Und was den Beitrag von Gasthörer angeht, stimme ich dem voll umfänglich zu.
 
Ab Mai gibts freitgas um 9:45 Uhr neuerdings "Unterwegs im Südwesten - SWR4 Ausflugstipps" mit dem mir nicht besonders sympatischen Stefan Nink. Der moderiert auch nur noch relativ oberflächlich im Gegensatz zu früher.
Jedenfalls ist er sich für nichts zu schade und präsentiert unterschiedlichste Sendestrecken, bei Bedarf z.B. auch mal den Sonntagabend, für die "Stars" der Frühschiene nicht unbedingt selbstverständlich.

Danke für die Info zu Ninks wöchentlicher Ausflugsrubrik. Auf dem Sendeplatz freitags um 09:45 bringt SWR4 BW bislang regionalisierte Freizeittipps fürs Wochenende. Wenn auch der Morgen dereinst zentral aus Stuttgart kommt, entweder erhält RP dann Ninks "Unterwegs"-Beiträge als Äquivalent in identischer Länge. Oder aber diese Regionalisierung verschwindet gleich mit und die 8 Veranstaltungskalender aus den BW-Studios müssen dran glauben...
 
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Und genau diesen Vollsortimenter vermisse ich. Ich höre Pop, Jazz, Rock, Oper, Schlager etc.
Ich interessiere mich für Sport, Politik, Medien, Kochen etc.
Und ich glaube nicht, dass die meisten Hörer
so stumpf nur eine Musikrichtung hören oder schreiend umschalten, wenn mehr als 3 Minuten geredet wird. In meinem Bekanntenkreis vermissen viele diesen Vollsortimenter
 
Diese Antwort #4.881 suggeriert, dass Streamingnutzung die Nutzung von linearem Radio 1:1 ersetzt. Das ist der große Fehlschluss. Das Streamen erfordert eine proaktive und bereits vorentschiedene Aktivität: Ich rufe etwas ab, was ich mir vorgenommen habe, es abzurufen.

Beim linearen Radio ist das Programm im Idealfall eine Überraschung. Ich bekomme etwas geboten, mit dem ich nicht gerechnet habe, woran ich gar nie selbst gedacht hätte, was mir sonst entgangen wäre, weil ich nie auf die Idee gekommen wäre, danach zu suchen. Das erfordert eine Bereitschaft zur Offenheit auf Seiten des Nutzers und eine Fähigkeit zum qualifizierten Angebot auf Seiten des Senders.

Ich fürchte, beide Voraussetzungen sind zunehmend in Gefahr zu verkümmern.
 
Wo soll es diese Streams denn auch geben?
Privatanbieter können sowas schon mal nicht auf die Beine stellen.
Leisten, im finanziellen wie im journalistischen Aufwand, können sich das nur Öffentlich-Rechtliche. Und die wollen einfach nicht mehr, weil das Radio zur üppigen Ausstattung des Fernsehens kaputt gespart werden musste.

Dass das Konzept des Vollsortimenters aber gut funktionieren kann, wenn man auch dazu gezwungen ist, weil die Verantwortlichen nicht einfach die Möglichkeit haben, alles auf zig Ausspielwege und dann noch das Netz zu verlagern, zeigen dann solche Beispiele wie Radio Liechtenstein.
 
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Hin oder her kann man das jetzt drehen, wie man will, die Angabe des Musikformat stimmt halt auch nicht so ganz. Unter internationalen Oldies verstehe ich auch deutsche Oldies die Charakter hatten. Es ist ja nicht so, dass wir in den Siebzigern und achtziger Jahren mit deutscher Musik nicht auch erfolgreich gewesen wären. Nur aus den Siebzigern wird nie was gespielt, und aus den Achtzigern nur die Standard Interpreten der neuen deutschen Welle.
Dann sollte man sich wenigstens englischsprachige Oldies auf die Fahne schreiben, und nicht sowas halbes.
Wobei ihr natürlich auch wieder die Frage zu stellen wäre, wo zieht man die Grenze.
 
Verallgemeinerungen sind wie immer Mist.
Auch mit dem Blick auf die heutige Playlist von SWR4.
Da waren bisher immerhin 2x Italien und sogar 3x Deutschand dabei.

Aber wenn damals™ in Deutschland produzierte Musik international erfolgreich war, kam die entweder aus dem Bereich Rock (Scorpions) oder Disco (Silver Convention) und war gleich für den internationalen Markt auf Englisch produziert. Kein einziger deutscher Schlager-Interpret hat international wirklich Erfolg gehabt. Das kam dann nur einzelnen Leuten aus der Neuen Deutschen Welle gelungen. Nenas "99 Red Balloons" wird auch heute noch gerne auf ausländischen 80er-Samplern verkoppelt. Und am Ende wird man sich am einzigen letzten Fall streiten müssen, ob man die Münchener Freiheit nun zur NDW oder doch zum Schlager zählen will.
 
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Jedenfalls ist er sich für nichts zu schade und präsentiert unterschiedlichste Sendestrecken, bei Bedarf z.B. auch mal den Sonntagabend, für die "Stars" der Frühschiene nicht unbedingt selbstverständlich.
Da stimme ich Dir zu, wobei er ja, da er nur die RP-Frühsendung moderiert, ja eh kein richtiger Star in Augen des SWR sein mag und ich persönlich würde die beiden anderen der RP-Frühsendung noch weniger als Stars sehen.
Ich denke er probiert einfach seinen Job am Mikrofon zu sichern, damit er nicht so endet wie die alten RP Stimmen oder die, die vor zwei Jahren noch nach Stuttgart durften, aber nach und nach auch aussortiert wurden.
 
@count down : Da war der Erfolg aber nur dem Grand Prix-Erfolg geschuldet (diese seltenen Ausnahmen blende ich bei solchen Betrachtungen aus). Damit ist sie ja sogar auf Platz 1 in UK gelandet. Die darauf folgende Single dann aber schon wieder nur ein Platz 75 (letzter) für eine ganze Woche.
Und heutzutage dürfte sie auch als "Novelty Song" längst aussortiert sein, wie auch hierzulande z.B. Joe Dolce, der Ketchup-Song und Lambada.
 
Ich bezog mich auf Deine (richtige) Aussage, dass es davon es unzählige gab, bei denen es mit dem internationalen Erfolg nicht geklappt hat. Bei Hunderten noch weniger als bei Nicole. ;-)

In #4.885 habe ich lediglich versucht, irreführende Formulierungen gerade zu rücken.
 
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Da stimme ich Dir zu, wobei er ja, da er nur die RP-Frühsendung moderiert, ja eh kein richtiger Star in Augen des SWR sein mag und ich persönlich würde die beiden anderen der RP-Frühsendung noch weniger als Stars sehen.
Ich denke er probiert einfach seinen Job am Mikrofon zu sichern, damit er nicht so endet wie die alten RP Stimmen oder die, die vor zwei Jahren noch nach Stuttgart durften, aber nach und nach auch aussortiert wurden.
Wer wurde denn deiner Meinung nach aussortiert?
Bezüglich Michael Münkner Können die eigentlich froh sein, dass die den haben, der bringt so ne Leichtigkeit mit die es finde ich morgens manchmal einfach auch braucht.
 
Alle Mainzer, die nicht nach Stuttgart durften nach der Reform und außerdem Wolfgang Bender, Iris Kruse (nur noch im aufgezeichneten Sonntagskonzert zu hören), Michael Heuvel (war in den letzten Monaten vor seinem Ruhestand fast nicht mehr zu hören), Isabel Karpenkiel (Steht noch auf der Teamseite, ist aber seit Anfang Januar nicht mehr zu hören)
 
Alle Mainzer, die nicht nach Stuttgart durften nach der Reform und außerdem Wolfgang Bender, Iris Kruse (nur noch im aufgezeichneten Sonntagskonzert zu hören), Michael Heuvel (war in den letzten Monaten vor seinem Ruhestand fast nicht mehr zu hören), Isabel Karpenkiel (Steht noch auf der Teamseite, ist aber seit Anfang Januar nicht mehr zu hören)

Mir war gar nicht bewusst, dass Letztere in Mainz tätig war.
Aber wenn man so sieht, haben die sich auch Von einigen Urgestein aus Stuttgart getrennt.
Aber wer waren denn laut deiner Auffassung? Diejenigen, die nicht nach Stuttgart mit durften aus Mainz?
 
Ich meine Karl Hemgesberg war ne kurze Zeit mit in Stuttgart ist aber dann wohl in Ruhestand gegangen. Jürgen Rademacher hatte mal auf Facebook ein Video gemacht wo er seine letzte Oldie Show in Mainz hatte. Dort hat msn dann auch endlich ein paar mehr Fakten bekommen was im Hintergrund bei SWR 4 gerade abgeht. Er macht jetzt die Regionslnachrichten für Kaiserslautern
 
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