• Diese Kategorie ist für die Diskussion über die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

SWR4-Reform

Ich bin nicht sicher, ob SWR4BW überhaupt Programmberater engagiert hat. Deshalb schrieb ich ja in #2413, ob es nicht gar hauseigene Entscheidungen sind. Ich jedenfalls halte sie für wenig - wie sagt man? - zielführend.
 
Nächste Sparmaßnahme - nachdem am Feiertag nur noch 3 Schichten von 6 - 11 - 17 - 23 Uhr waren, wurde das auch am Sonntag eingeführt. Da fällt es aufgrund der vorproduzierten Sendungen allerdings kaum auf. Erste Hölfte Promitalk war Daniel Pesch noch im Studio, dann heute ab 11 Sabine Gronau.
Am 9. Juni tritt als Moderator der 12- bzw. 11-Uhr-Schicht erstmals ein gewisser Carl Robert Wolf in Erscheinung. Was leider nicht in Erscheinung tritt, ist eine explizite Wahlsendung am Abend:

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz führen neben der Europawahl ja zusätzlich Kommunalwahlen durch. Hier könnten Landes- und Regionalstudios ihre Kompetenzen eigentlich voll ausspielen, allein schon wegen der diversen gebietskörperschaftlichen Verschiedenheiten. Evtl. dürfen wir uns zumindest auf Auseinanderschaltungen um halb einstellen?
 
Woran machst du das fest. HR4 wird demnach auch als Schlagerwelle schrittweise abgewickelt, ist man dort doch auch den Schritt gegangen, mehr Oldies zu spielen.
 
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Naja, bei hr4 hat man es hinbekommen, dass das Programm trotz allem noch irgendwie unterhaltsam ist und auch ab und zu mal wirklich musikalische Perlen dabei sind. Klar fände ich ein 100%-Schlager-Programm besser, aber so ist es nunmal. SWR4 macht hingegen gar keinen Spaß mehr beim zuhören und wird meiner Ansicht nach bald auch von vielen nur noch aufgrund mangelnder Alternativen auf UKW gehört.
 
Nachdem wir es ja schon bei den anderen Rundfunkanstalten gesehen haben, kann es vielleicht stimmen, dass bald auch bei SWR4 und HR4 nur noch wenige bis gar keine Schlager gespielt werden und Oldies (60er, 70er) dann Priorität haben. SWR1 und HR1 werden dann die 80er, 90er, 2000er und z.T. auch die 2010er gut abdecken, während sich die jüngeren Wellen (SWR3, HR3, Dasding, YouFM) auf aktuelle Musik (mit Recurrents) konzentrieren.
 
Davon ist auszugehen. Als ich zuletzt dort im Sendegebiet war, fiel mir der starke Oldieanteil schon sehr deutlich auf. Positiver Nebeneffekt: Die Musikproblematik mit der ARD Hitnacht hat sich damit ganz nebenbei aufgelöst, der Formatbruch ist quasi nicht mehr existent.
 
schon bei den anderen Rundfunkanstalten gesehen haben, kann es vielleicht stimmen, dass bald auch bei SWR4 und HR4 nur noch wenige bis gar keine Schlager gespielt werden und Oldies (60er, 70er) dann Priorität haben.
Diesé anderen Rundfunkanstalten haben aber allein kein weitereres Programm, wo momentan bereits hauptsächlich 80er gespielt werden. Irgendwie müssen sich SWR4 und hr4 davon abgrenzen, nur alllein mit 60ern und 70ern ist man auch nicht zukunftsfähiger. Die das hören wollen werden auch immer weniger. Wenn, dann man spielt man 70er und 80er, 60er spielt man schon seltener.

Das der jetzige Zustand für immer und ewig so bleibt, davon braucht man nicht ausgehen. Man muß aber gleich jetzt den Untergang herbeibeschwören, nur weil man jetzt etwa 50/50 Schlager/Oldies spielt.
 
Diese anderen Rundfunkanstalten haben aber nicht so viele Kapazitäten auf UKW wie der SWR oder HR. Diese vielen Kapazitäten kann man ja gut aufteilen, damit es auch genügend Auswahl auf UKW gibt.
 
Diese anderen Rundfunkanstalten haben aber nicht so viele Kapazitäten auf UKW wie der SWR oder HR.
hr lasse ich mir mit Abstrichen noch gefallen, aber der SWR hat definitiv neben drei fetten Ketten für 1-3 und einer gerade so ausreichenden flächendeckenden Versorgung für 4. Programm nur ein paar Funzeln, die mit Dasding bespielt werden und eine fürs Infoprogramm, während WDR, NDR, BR und mit weitgehend auch der rbb fünf flächendeckende Ketten je Bundesland haben.
 
Wenn man mit "drei fetten Ketten" oder auch mit vier das Publikum nicht halten und begeistern kann, dann wird man es auch mit fünf oder sechs Progarmmen nicht schaffen. Das folgt dem Irrglauben, man könne für jede "Zielgruppe" (ein ziemlich zynischer Begriff) das passende Angebot stricken, und es ignoriert, dass die Menschen deutlich komplexer gestrickt sind als dass man sie auf eine Musikrichtung oder gar ein Musikjahrzehnt reduzieren könnte.
 
Der SWR wurde was UKW anbelangt schon ziemlich ausgebremst.

Ich erinnere mich noch, wie schwierig es angfangs war, S4 überhaupt einigermaßen flächendeckend auszustrahlen. Der SWF nutzte mangels UKW-Frequenzen deshalb auch erstmal die Mittelwelle.
Noch heute gibt es Senderstandorte in BW und RP, von denen nur 3 SWR-Programme ausgestrahlt werden.

Da hat es der BR, trotz der landesweiten Antenne Bayern und vielen Lokalsendern, komischerweise viel besser geschafft, sich sogar meistens 5 Frequenzen pro Sendestandort zu sichern.

Allerdings hat @Mannis Fan völlig recht. Angesichts der programmlichen „Abbrucharbeiten“ beim SWR würden auch zusätzliche Frequenzen nichts mehr bringen.
 
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rbb fünf flächendeckende Ketten
Schön wärs. Der rbb gehört zu den Anstalten, die am schlechtesten ihr jeweiliges Bundesland über UKW versorgen. So ist das halt, wenn man ausschließlich auf Grundnetzsender setzt und keine Füllsender dazu betreibt (ausgenommen Antenne Brandenburg).
 
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Die DASDING Funzeln (ich mag den Begriff) sind vor allem schlecht verteilt. Ich empfange die Stuttgarter, die Reutlinger und die Tübinger Frequenz rauschfrei.
Zurück zu SWR4. Meinem Kollege (Stammhörer) gefällt die neue Musikmischung und auch sonst das Programm jetzt besser als vorher. Ich kann das nicht beurteilen, aber ich denke bei SWR4 S fallen die Einsparungen auch nicht auf.
Und musikalisch läuft zwar inzwischen deutlich mehr internationales, aber ein Schlagersender war SWR4 auch nie. Meine Oma hat das vor vielen Jahren schon gestört, dass so viel "englisches Zeug" läuft.
 
Die DASDING Funzeln (ich mag den Begriff) sind vor allem schlecht verteilt.
Passt zwar nicht in diesen Thread:
DASDING auf einzelnen UKW-Frequenzen auszustrahlen halte ich persönlich für falsch.

Für neue Angebote gibt es DAB+. Diese UKW-Funzeln (mit Ausnahme vom Weinbiet) sind doch völlig sinnlos, weil sie das Programm in der Fläche trotzdem nicht empfangbar machen.

Die verwendeten UKW-Frequenzen sollten entweder für die vier Hauptprogramme genutzt oder aber, wenn überflüssig, ersatzlos abgeschaltet werden. Der BR macht es mit seinen „Funzelabschaltungen“ richtig vor.
 
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Noch heute gibt es Senderstandorte in BW und RP, von denen nur 3 SWR-Programme ausgestrahlt werden.
Der Sender Enztal ist z.B. so einer. Zwar werden die Programme des SWR von dort mit nur 10, bzw. 100 W ausgestrahlt, aber SWR4 fehlt eben eine Frequenz. Im Gegensatz zum Grundnetzsender Linz hat der SWF dem zweiten Programm nämlich hier seine Frequenz gelassen.
Und obwohl seit der Fusion von SWF und SDR über den Sender Langenbrand auf 92.9 kein "Fremdprogramm" mehr ausgestrahlt wird hat das erste Programm seine Frequenz im Enztal behalten.
 
DASDING auf einzelnen UKW-Frequenzen auszustrahlen halte ich persönlich für falsch.
Für neue Angebote gibt es DAB+.
DASDING gibt es seit 1997, DAB+ kam erst 2011. Zudem ist dieses Programm laut SWR-Staatsvertrag den anderen SWR-Programmen gleichgestellt, d.h. die haben Anspruch auf UKW-Frequenzen.
Die verwendeten UKW-Frequenzen sollten entweder für die vier Hauptprogramme genutzt oder aber, wenn überflüssig, ersatzlos abgeschaltet werden. Der BR macht es mit seinen „Funzelabschaltungen“ richtig vor.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die abgeschalteten Funzeln des BR erreichten nur wenige 10.000 Hörer.
DASDING vom Fernsehturm Stuttgart hat eine technische Reichweite von über 2 Millionen Hörern, der Sender in Mannheim erreicht 1,2 Millionen. Von Mainz über Mannheim und Karlsruhe bis nach Stuttgart gibts durchgehenden UKW-Empfang.
Noch heute gibt es Senderstandorte in BW und RP, von denen nur 3 SWR-Programme ausgestrahlt werden.
Eberbach am Neckar ist so ein Beispiel. Dort gibts Frequenzen für SWR 1-3, SWR4 MA fehlt und folglich wählt das RDS dort das falsche Regionalprogramm SWR4 HN vom Sender Waldenburg.
 
DASDING auf einzelnen UKW-Frequenzen auszustrahlen halte ich persönlich für falsch.

Für neue Angebote gibt es DAB+. Diese UKW-Funzeln (mit Ausnahme vom Weinbiet) sind doch völlig sinnlos, weil sie das Programm in der Fläche trotzdem nicht empfangbar machen.
Und äh Stuttgart..? Das ist die sechstgrößte Stadt der Republik. Als sinnlose Funzel würde ich das jetzt garantiert nicht bezeichnen.
Der BR macht es mit seinen „Funzelabschaltungen“ richtig vor.
Wüsste jetzt nicht, dass der BR in den letzten Jahren auf UKW einen Großstadtsender abgeschaltet hat (gut, so viele hat er davon nicht, eigentlich nur A, R und WÜ).
 
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@Funker:
DASDING wurde 1997 im Rahmen des damaligen DAB-Projekts sowie als Multimediaprojekt von SWF und SDR gegründet (lt. Wikipedia).

Du hast natürlich recht, dass bspw. UKW von Stuttgart ein relativ großes Einzugsgebiet hat. Trotzdem ist man über UKW meilenweit von einer flächendeckenden Versorgung entfernt. Und einige Inseln zu versorgen ist schlichtweg ungerecht gegenüber den nicht versorgten Beitragszahlern.
Und da man sich bei DAB+ einer Vollversorgung immer mehr nähert, sollte man aus meiner Sicht diese UKW-Sender auch aus Kostengründen abschalten. Zumal man ja gerade SWR4 (um wieder beim Thema zu sein ;) ) regelrecht kaputt spart.
 
@wolfgangF
Was du da schreibst ist etwas seltsam und hanebüchen. So schlecht ist die Verbreitung von DasDing nicht.
Eine einzelne UKW Insel ist SWR Aktuell.
Andersherum:
Frequenzen von SWR 4 BW an DasDing, denn
Und da man sich bei DAB+ einer Vollversorgung immer mehr nähert, sollte man aus meiner Sicht diese UKW-Sender auch aus Kostengründen abschalten.
dann würde zwangsläufig wegen der Mehrfachversorgung die richtige Regionalversion unter zahlreichen weiteren Regionalversionen empfangbar sein...
 
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