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Trennung von Künstler und Werk


atlan68

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Schwarzwaldradio spielt den verurteilten Kinderschänder Gary Glitter. Eigentlich ein NOGO. Der wird sich über die Tantiemen freuen...... Mir unverständlich wieso so einer noch gespielt wird.
 

indigo7

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Mir unverständlich wieso so einer noch gespielt wird.
Mir nicht. Wenn ich bei jedem Titel, den ich spiele, erst das FBI befragen müsste, hätte ich lange zu tun. Glam-Rock ist wesentlicher Bestandteil einer 70er Party. Und bei den 80er auf Michael Jackson zu verzichten, kommt auch nicht gut. Für seine Tat hat ein Richter ihn verurteilt. Ich beurteile seine Musik. Nicht den Menschen. Seine Musik nicht zu spielen, macht Missbrauch nicht ungeschehen & hilft niemanden.
 
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atlan68

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Themeneröffner
Mir nicht. Wenn ich bei jedem Titel, den ich spiele, erst das FBI befragen müsste, hätte ich lange zu tun. Glam-Rock ist wesentlicher ...
Da verwechselst Du aber jetzt Äpfel mit Birnen. Bezüglich Glitter muss man zum einen nicht das FBI befragen. Das ist allgemein bekannt und bevor ich das Publikum auf einer 70er Party mit einem mulmigen Gefühl tanzen lasse, weil da fast jeder weiß dass Glitter ein Verbrecher ist (als Kinderschänder der schlimmsten Sorte, wir reden hier nicht von Steuerhinterziehung), lass ich ihn weg. Und Michael Jackson wurde freigesprochen. Im Gegensatz zu Glitter, der schmort immer noch im Knast.

Dass Musik unabhängig vom Künstler beurteilt werden kann ist dir hoffentlich geläufig, oder?
Bei solchen Verbrechen geht das schlicht nicht, dass ist Dir scheinbar nicht geläufig. Wie soll man sowas trennen ? Es geht hier nicht um Steuerhinterziehung sondern um Kindesmissbrauch. Man kann ja privat gerne noch Gary Glitter Platten hören, wenn einem dabei nicht schlecht wird, aber im Radio hat der nix mehr zu suchen. Oder maximal mit Einordnung.
 
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Tweety

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Finde ich auch nicht unbedingt gut, wenn solche Künstler gespielt werden. Es gibt doch soviel gute Musik, da muss es doch nicht unbedingt sein. Der Wendler wird übrigens "nur" für seine Verschwörungstheorien boykottiert. Da kann man das sicherlich auch bei Glitter zumindest in Betracht ziehen.
 
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mr. pianoman

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Bisher habe ich im SWRadio immer nur die Glitter Band gehört. Den verurteilten und völlig uneinsichtigen Päderasten "Gary Glitter" zu spielen ist ein übler Fauxpas, der nicht mehr passieren sollte. Hier kann man auch nicht sein "Werk" als Begründung vorschieben.

Bei Michael Jackson ist es zumindest "offiziell" eine andere Situation: Er wurde freigesprochen, aber es sind horrende (Stillhalte-)Summen an die Opfer bzw. deren Eltern geflossen. Sein Umgang mit Kindern ist nicht nur fragwürdig, sondern pathologisch. MJ ist für mich seit vielen Jahren ein definitiver Umschaltimpuls, ich packe den Kerl einfach nicht, sorry (incl. Gesang).

Wie man es generell mit Künstlern hält, die unverständliche Haltungen einnehmen (etwa Naidoo, der weltweite Wurzeln hat und dennoch rassistische Organisationen unterstützt oder unterstützt hat), ist eine schwierige Frage. Ich persönlich mag ihn nicht mehr hören, auch wenn er nun meint, sich davon wieder distanzieren zu können. Dieser Weg heraus wird kein leichter sein ...
 

Sprollywood.

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Schwierig. "I'll be missing you" von Sean Combs (https://www.fr.de/panorama/mann-schwere-faelle-11391020.html) läuft auch immer noch quer durch sämtliche Wellen. Nena wird auch noch fleißig gespielt.

Und welche der ARD-Kultur-Wellen hat eigentlich Richard Wagner (https://www.geo.de/geolino/mensch/21536-rtkl-komponist-richard-wagner-der-umstrittenene-musiker) verbannt? Bisher doch wohl keine.

Michael Jackson (https://www.deutschlandfunk.de/tobias-ruether-vs-fabian-wolff-darf-die-musik-von-michael-100.html) ist auch höchst umstritten, trotz Freispruchs (übrigens der selbe Verteidiger wie bei Combs).

Ich bin da aber bei euch, dass man Glitter nun wirklich nicht mehr spielen sollte. Insbesondere nicht das angesichts der Vorgeschichte zynisch und verhämend anmutende "(Do you wanna) touch me".
 

mr. pianoman

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Ja, Wagner und Luther sind Antisemiten, wie sie im Buche stehen. Wagner schalte ich auf BR-Klassik ebenfalls aus. Bei Luther wird's für mich schwierig. Ich bin Mitglied seiner Kirche ...
 
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