Und nun, Bayern 3? Jetzt wie ABY?


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billyray

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AW: Und nun, Bayern 3?

Nicht, dass ich Bayern 3 in letzter Zeit überwältigend toll finden würde... aber wenn man euch so zuhört, könnte man glauben, es stehe irgendwo geschrieben, dass ein öffentlich-rechtliches Programm mega-massenkompatibel sein muss. Sollten sich da nicht aber eher Qualität/Auftrag und Massentauglichkeit auch irgendwo die Waage halten?
 

Ansagerin

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AW: Und nun, Bayern 3?

Noch mal ein Statement zum Thema Musik!

Ein herzliches Pfüatti in die Runde - vor allem an die Bayern 3 Macher!

Wenn man Bayern 3 über einen längeren Zeitraum verfolgt, kann man die Berechenbarkeit des Musikprogramms feststellen. Die Kategorierotation ist nach wenigen Tagen "geknackt" und dadurch wird das Musikprogramm berechenbar.

der Hörer nimmt diese Planungsart anders wahr: Er langweilt sich und hat immer das Gefühl, den nächsten Titel schon zu kennen.

Vielleicht testet Ihr Euch mal selbst!

Gruß Ansagerin
 

Off-Air

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AW: Und nun, Bayern 3?

Die Kopie ist immer schlechter, als das Original.
Bayern 3 braucht wieder ein ganz eigenes Profil.

Mein Vorschlag:

INFO-tainment.
Mehr Journalismus, mehr Ernsthaftigkeit.
(So, wie zu Zeiten des "B3-Morgentelegramms")

Haupt-Zielgruppe: 30-49

Nationale, internationale und regionale Informationen unter verstärkter Nutzung des ARD-Korrespondenten-Netzes und eigener Recherchen.

News/Info-Radio mit pointierten Entertainment-Elementen. nicht umgekehrt.

Mehr journalistische Musik-Infos.
Musik-Sondersendungen auch am Vormittag.
Mut zu längeren Interviews auch in der Prime-Time.
Themen-Tage
Themen-Stunden
etc

Bayern 3 muss sich als klare Alternative zu ABY aufstellen.
Der Kampf um eine identische Zielgruppe ist gegen ABY nicht zu gewinnen.

Die Chance für Bayern 3 besteht darin,
journalistisch anspruchsvolles, erwachsenes Radio zu machen.

Soweit nur ein paar grob-umrissene, inhaltliche Gedanken dazu.
Ausführliches gerne auf Anfrage ;)

Ist dieses Konzept diskutabel?

fg
 

AirwaveMHz

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AW: Und nun, Bayern 3?

Du bist ein Romantiker. Aber ich bin auch einer, darum finde ich das Konzept super. Es ist nur leider sehr weit weg von der Realität. Wäre schön, wenn sich B3 das trauen würde, aber die Argumentation des BR kann ich dir sagen: Lange Interviews? Internationale Themen? Hören'S doch B5 aktuell. Im Ernst: Genau so ein Programm würde ich lieben. Vielleicht noch einen Tick jünger von der Musik her, sonst genau so. Leider sind wir hier aber nicht bei "Wünsch dir was".
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
AW: Und nun, Bayern 3?

Off-Air schrieb:
Die Kopie ist immer schlechter, als das Original.
Bayern 3 braucht wieder ein ganz eigenes Profil.

Mein Vorschlag:

INFO-tainment.
Mehr Journalismus, mehr Ernsthaftigkeit.
(So, wie zu Zeiten des "B3-Morgentelegramms")

Haupt-Zielgruppe: 30-49

Nationale, internationale und regionale Informationen unter verstärkter Nutzung des ARD-Korrespondenten-Netzes und eigener Recherchen.

News/Info-Radio mit pointierten Entertainment-Elementen. nicht umgekehrt.

Mehr journalistische Musik-Infos.
Musik-Sondersendungen auch am Vormittag.
Mut zu längeren Interviews auch in der Prime-Time.
Themen-Tage
Themen-Stunden
etc

Bayern 3 muss sich als klare Alternative zu ABY aufstellen.
Der Kampf um eine identische Zielgruppe ist gegen ABY nicht zu gewinnen.

Die Chance für Bayern 3 besteht darin,
journalistisch anspruchsvolles, erwachsenes Radio zu machen.

Soweit nur ein paar grob-umrissene, inhaltliche Gedanken dazu.
Ausführliches gerne auf Anfrage ;)

Ist dieses Konzept diskutabel?

fg


Volle Zustimmung! Darin spiegelt sich auch der ör Auftrag. Das jetzige Bayern 3- Programm tritt diesen Auftrag mit Füssen.

Dass man mit diesem Konzept Erfolg haben kann, zeigt BBC Radio 2. Die machen ein journalistisches Musikprogramm, allerdings ohne aktuelle Berichte zum Tagesgeschehen.
 

AirwaveMHz

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AW: Und nun, Bayern 3?

Der Vergleich mit der BBC hinkt leider auch wieder. Erstens haben die Briten einfach eine andere Mentalität, was sich auch an den Radioprogrammen zeigt, und zweitens hat die Radiolandschaft eine völlig andere Struktur. Ein Programm wie BBC 2 hätte in Deutschland keine Zukunft. Genau so wie die wortstarken Generalisten in Frankreich niemals ein Vorbild für Deutschland sein werden, obwohl sie in Frankreich breite Massen anlocken und sich die reinen Musiknetze nicht dagegen durchsetzen können.
 

DerBesteMix

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AW: Und nun, Bayern 3?

Lasst Bayern3 so wie es ist und schickt es in Hessen landesweit auf UKW. Für uns wäre es definitiv eine Bereicherung...
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
AW: Und nun, Bayern 3?

AirwaveMHz schrieb:
Der Vergleich mit der BBC hinkt leider auch wieder. Erstens haben die Briten einfach eine andere Mentalität, was sich auch an den Radioprogrammen zeigt, und zweitens hat die Radiolandschaft eine völlig andere Struktur. Ein Programm wie BBC 2 hätte in Deutschland keine Zukunft. Genau so wie die wortstarken Generalisten in Frankreich niemals ein Vorbild für Deutschland sein werden, obwohl sie in Frankreich breite Massen anlocken und sich die reinen Musiknetze nicht dagegen durchsetzen können.

Ist schon irgendwie Käse, diese "deutsche Mentalität".
In Holland geht es, ebenso in England, Amerika und Frankreich. Nur hier nicht.

Wo gab es denn in neuerer Zeit mal einen Versuch in die Richtung BBC R2 oder RTL France.
Radio Luxemburg war ja mal dieser deutsche Generalist, aber wenn ich Dich richtig verstehe, hätte das alte RTL selbst dann keine Chance, wenn es bundesweit auf UKW senden würde, weil sich mittlerweile die Mentalität geändert hat?
 

Mermel

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AW: Und nun, Bayern 3?

ontrium schrieb:
Was passiert nun mit Walter Schmich?


nichts, denke mal er würde gerne, scheitert aber dann immer an irgendwelchen schlipstragenden Rundfunkräten oder sonstigen von Rundfunkgebühren bezahlten Wichtigtuern...
 

AirwaveMHz

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AW: Und nun, Bayern 3?

Na Tom, dass du Radio Luxemburg, die Erfinder des Dudelfunks, gerne wieder hättest, gibt mir aber zu denken. Die hatten bis auf den Namen und die fröhlichen Gewinnspiele nicht viel gemein mit dem heutigen Generalisten RTL, und erst recht nicht mit BBC2. Die Briten haben ne andere Mentalität, da klingt Radio ganz anders. Mit einer solchen Ansprechhaltung würdest du in Deutschland große Teile verschrecken, während dem gediegenen deutschen 0815 Moderator wahrscheinlich auf der Insel Unverständnis entgegenblaffen würde. Es gibt da z.B. am Wochenende ne Grußsendung, in der der Moderator herrlich kitschige Grüße mit einem Schuss Ironie vorliest und so die Massen vortrefflich unterhält. In Deutschland ginge so ein Format nicht, zumindest nicht für Erwachsene. Die würden sich veralbert vorkommen und die Art von unterschwelligem Humor nicht verstehen. Nur ein kleines Beispiel. Vielleicht versteht jetzt auch niemand, was ich mit Mentalität meine. Dann tut's mir leid, ich kann's grad nicht besser erklären.
 

star

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AW: Und nun, Bayern 3?

Doch es gibt sie, die die deutsche Mentalität. Ich warte nur sehnlichst darauf, wann sie wieder erwacht. Wir wollen die allerbombastischsten Hits der 30er, 40er und die besten Vordrittweltkriegshits von heute! Fähnchen hängen ja bereits schon überall zur Genüge. Und dann wird den Untermenschen in England, Holland und Frankreich mal gezeigt, wie richtiger Hörfunk gemacht wird!
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
AW: Und nun, Bayern 3?

AirwaveMHz schrieb:
Na Tom, dass du Radio Luxemburg, die Erfinder des Dudelfunks, gerne wieder hättest, gibt mir aber zu denken. Die hatten bis auf den Namen und die fröhlichen Gewinnspiele nicht viel gemein mit dem heutigen Generalisten RTL, und erst recht nicht mit BBC2. Die Briten haben ne andere Mentalität, da klingt Radio ganz anders. Mit einer solchen Ansprechhaltung würdest du in Deutschland große Teile verschrecken, während dem gediegenen deutschen 0815 Moderator wahrscheinlich auf der Insel Unverständnis entgegenblaffen würde. Es gibt da z.B. am Wochenende ne Grußsendung, in der der Moderator herrlich kitschige Grüße mit einem Schuss Ironie vorliest und so die Massen vortrefflich unterhält. In Deutschland ginge so ein Format nicht, zumindest nicht für Erwachsene. Die würden sich veralbert vorkommen und die Art von unterschwelligem Humor nicht verstehen. Nur ein kleines Beispiel. Vielleicht versteht jetzt auch niemand, was ich mit Mentalität meine. Dann tut's mir leid, ich kann's grad nicht besser erklären.

Doch, ich glaube zu wissen, was Du meinst.
Dieser unterschwellige Humor schwingt auch mit, wenn morgens auf BBC R2 aus Zeitungen zitiert und das Vorgetragene dann kommentiert wird.
Kann schon sein, dass dies hier nicht funktioniert.

Andererseits: Auch Harald Schmidt wurde anfangs stark angefeindet, mittlerweile hat er fast Narrenfreiheit.
Er erreicht zwar nicht die Massen, aber vielleicht würden auch diese mit der Zeit was toleranter.

Wenn ich an Rolf Röpke in der "Blauen Stunde" auf RTL denke, hatten wir schon Ansätze dieses kleinen, gemeinen Humors. Diese Kommentare von ihm zu Kandidaten und um die (ansich harmlosen) Rätselfragen herum waren ganz schön bissig.
 

Tweety

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AW: Und nun, Bayern 3?

Der Vergleich mit der BBC hinkt leider auch wieder. Erstens haben die Briten einfach eine andere Mentalität, was sich auch an den Radioprogrammen zeigt, und zweitens hat die Radiolandschaft eine völlig andere Struktur. Ein Programm wie BBC 2 hätte in Deutschland keine Zukunft.

Außer Dudelfunk scheint in Deutschland wohl nichts eine Zukunft zu haben. Immer wird dieses Generalargument "funktioniert (vielleicht) in Deutschland nicht, also probieren wir es erst gar nicht" vorgeschoben. Stattdessen lieber alles so lassen wie es ist und weiterwursteln.:wall:
 

Tom2000

Gesperrter Benutzer
AW: Und nun, Bayern 3?

Tweety schrieb:
Außer Dudelfunk scheint in Deutschland wohl nichts eine Zukunft zu haben. Immer wird dieses Generalargument "funktioniert (vielleicht) in Deutschland nicht, also probieren wir es erst gar nicht" vorgeschoben. Stattdessen lieber alles so lassen wie es ist und weiterwursteln.:wall:

Zumal unsere Dudelfunker ja kräftig daran arbeiten, das was nicht geht auszubauen.
Die Musik, die im Dudelfunk nicht gespielt wird, kann vom Dudelfunkhörer im Research von morgen nicht wiedererkannt werden; hat also keine Chance mehr.

Ebenso wird der Dudelfunkhörer zumindest irritiert sein, wenn er plötzlich Moderatoren mit Untertönen hören würde. Schliesslich wurden die Programme in den letzten Jahren zunehmend mit Moderatorenschubsen bestückt.

Vielleicht geht es auch nur bedingt darum, was der Hörer will. Mir kommt es so vor, als wenn es auch sehr stark darum geht, das Programm mit möglichst geringem finanziellen Aufwand herzustellen. Sprechpüppchen sind halt billiger und pflegeleichter.
 

AirwaveMHz

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AW: Und nun, Bayern 3?

Tja, Tom und Tweety, ich find es ja auch zum An-die-Decke-Springen, aber ändern werden wir daran wohl nichts. Die meisten Privatradios müssen eben wirtschaftlich arbeiten, wie hier schon 1000mal diskutiert. Und das heißt: Geringe Personalkosten, Programm auf die MA zuschneiden, preiswerte Comedy-Serien statt anspruchsvollerem Humor, enge Rotationen. Es wird nur irgendwann mal einen Knall geben, weil die Dudelfunkhörer nicht nachwachsen. Viele Jugendliche setzen anscheinend Radio generell mit Dudelfunk gleich und schalten gar nicht erst ein. AWA 2006: Gar kein Radio oder weniger als eine Stunde am Tag hören: 46% der 14-15jährigen, 40% der 16-17jährigen, 39% der 18-19jährigen. Kräftiger Anstieg in allen drei Altersgruppen. Das wird mal böse enden, weil Radio auch als Werbeträger auf dem absteigenden Ast ist. Warum sonst wird in die Fernsehreichweitenforschung ein Vielfaches mehr an Geld gesteckt als in die Hörfunkreichweitenforschung? Aber wie gesagt - das haben wir alles schon 1000fach rauf- und runterdiskutiert. Radio gräbt sich selbst das Wasser ab auf lange Sicht, aber das will keiner wahrhaben.
 

Tweety

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AW: Und nun, Bayern 3?

@ Airwave

100,5 % Zustimmung. ;)

Aber wie gesagt - das haben wir alles schon 1000fach rauf- und runterdiskutiert.

Ja, aber bei bestimmten Fragestellungen wie hier im Thread landet man halt zwangsläufig immer wieder da.
 

AirwaveMHz

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AW: Und nun, Bayern 3?

Ich weiß doch, Tweety. Möchte mich nur absichern, dass nicht wieder irgendein Schlaumeier mit dem Verweis auf die Suchfunktion kommt ;)
 

Off-Air

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AW: Und nun, Bayern 3?

AirwaveMHz schrieb:
Du bist ein Romantiker. Aber ich bin auch einer, darum finde ich das Konzept super. Es ist nur leider sehr weit weg von der Realität. Wäre schön, wenn sich B3 das trauen würde, aber die Argumentation des BR kann ich dir sagen: Lange Interviews? Internationale Themen? Hören'S doch B5 aktuell. Im Ernst: Genau so ein Programm würde ich lieben. Vielleicht noch einen Tick jünger von der Musik her, sonst genau so. Leider sind wir hier aber nicht bei "Wünsch dir was".

Unter uns Romantikern:

Danke für die Zustimmung, die, wie es mir scheint, aus vollem Herzen erfolgt ist.
Im BR hat es intern in den 90er Jahren immer wieder Diskussionen gegeben über die "Angleichung und Annäherung der Wellen" . dabei ist die Trennschärfe über die Jahre so ziemlich verloren gegangen.
Es hieß damals, Bayern 3 dürfe sich nicht zu sehr von Bayern 1 unterscheiden.
Auch auf die Musikauswahl bezogen, ist diese Annäherung dann auch praktisch umgesetzt worden.
Die Begründung lautete: Keine Konkurrenz im eigenen Haus.
(Nicht nachvollziehbar, wenn man mit 5 verschiedenen Wellen wuchern kann, und am Ende sowieso alles "in der Familie" bleibt.)

Aus diesen Überlegungen/dieser Strategie heraus, sollten die Widerstände gegen das von mir beschriebene Konzept für Bayern 3, doch nicht
all zu groß sein.
Du hast es richtig gesagt, AirWave - das erfordert auch Mut .
Doch nicht nur das. Es erfordert Menschen, die ihre Visionen mit Begeisterung
im Haus verkaufen, sich bei den richtigen Stellen Gehör verschaffen und eine professionelle Konzeption auf den Tisch der Intendanz legen können.
Ich bin mir sicher, dass sich für das von uns beiden favorisierte Konzept, auch intern beim BR richtige und wichtige Unterstützer finden würden.
Entscheidend ist es dann allerdings, das Konzept zu 100 % stringent umzusetzen. Ein funktionierendes, motiviertes Team - bestehend aus internen und externen Profis, ließe sich m.E. ohne Probleme zusammenstellen.
Und viele der aktuellen Mitarbeiter, die nicht mehr in das neue Bayern 3-Konzept passen würden, könnten intern - auch im Hinblick auf eine mögliche Jugendwelle - im Haus weiterbeschäftigt werden.

Mit dem aktuellen Motto "Was ABY macht, können wir schon lange und besser"
wird sich B 3 höchstselbst in der Belanglosigkeit versenken.
Daher ist es Zeit für einen grundlegenden Schnitt.
Jeder Neuanfang ist bekanntlich eine Chance.
Eine Chance zur Neuorientierung , zur Neupositionierung, zur Markt-Offensive!
Das sehe ich mit dem nötigen Realismus. Das alles ist umsetzbar.
Wenn es romantisch klingt, dann bin ich gerne Romantiker ;)
 

Matrix

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AW: Und nun, Bayern 3?

Ich glaube, dass die Lösung noch einen Tick einfacher ist. Natürlich muss man auch am Inhalt feilen - Infotainment, Themen aus Bayern, ein guter Musikmix. Aber ein wichtiger Schritt wäre es, mehr Wert auf echte Personalities zu legen. Der Weg wurde ja bereits mit Kauli eingeschlagen. Aber ein Kauli und ein Othmer allein bringt halt nichts, wenn man in der kommenden Woche wieder Roell und Rohrer hört und am Wochenende Christine Rose.

Erst wenn Bayern 3 es schafft, so sympathisch klingende Moderatoren wie ABY zu haben, dann haben sie auch wieder die Chance, im bayerischen Radiomarkt einen großen Schritt nach vorne zu machen. Das liegt im Übrigen sicher auch an den Vorgaben für die Moderatoren: Ich denke zum Beispiel daran, dass eine Dominique Knoll oder gerade ein Stefan Meixner bei ABY wesentlich natürlicher rüberkamen als beim BR...
Die Schuld liegt also nicht nur an den Mods.
 

Off-Air

Benutzer
AW: Und nun, Bayern 3?

Matrix schrieb:
Ich glaube, dass die Lösung noch einen Tick einfacher ist. Natürlich muss man auch am Inhalt feilen - Infotainment, Themen aus Bayern, ein guter Musikmix. Aber ein wichtiger Schritt wäre es, mehr Wert auf echte Personalities zu legen. Der Weg wurde ja bereits mit Kauli eingeschlagen. Aber ein Kauli und ein Othmer allein bringt halt nichts, wenn man in der kommenden Woche wieder Roell und Rohrer hört und am Wochenende Christine Rose.

Erst wenn Bayern 3 es schafft, so sympathisch klingende Moderatoren wie ABY zu haben, dann haben sie auch wieder die Chance, im bayerischen Radiomarkt einen großen Schritt nach vorne zu machen. Das liegt im Übrigen sicher auch an den Vorgaben für die Moderatoren: Ich denke zum Beispiel daran, dass eine Dominique Knoll oder gerade ein Stefan Meixner bei ABY wesentlich natürlicher rüberkamen als beim BR...
Die Schuld liegt also nicht nur an den Mods.

Nicht böse sein - ich denke, dass genau dieser Ansatz falsch ist.
Ob ein Kaul, oder ein Othmer, oder ein Roell, oder eine Rohrer - die Moderatoren sollen nicht sympatisch klingen, sondern authentisch!
Sie sollen nicht Moderatoren spielen, sondern Moderatoren sein.
Wie viele sind es Deiner Meinung nach?

ABY ist auch deshalb erfolgreich, weil der Sender eine gleichbleibende Tonality
hat, egal, welche Sendung, (von wenigen Ausnahmen abgesehen) egal, wer am Mikrofon sitzt.ABY verkauft sich professionell. Es wird penetriert, aber nicht angebiedert. Und das Sounding ist in allen Elementen wiedererkennbar.
Dieser USP ist ein Grund für den Erfolg.
Welchen USP hat Bayern 3? Kannst Du einen erkennen?
Kann der Hörer sich jederzeit zu Hause fühlen, wenn er den Sender einschaltet?
Und wenn es einen USP gibt, dann wird er anscheinend auch von den Hörern nicht erkannt.
Es ist m.E. nach auch die Austauschbarkeit der Präsentatoren,verbunden mit der aufgesetzten Bayern 3-typischen Fröhlichkeit, die zur Ablehnung durch einen großen Teil der Hörer führt.Vor allem der Hörer, die Wert auf Präsentation, Sachlichkeit, Seriosität, Prägnanz und Überraschungen legen.
Diese Zielgruppe hat Bayern 3 verloren.- das sind wahrlich keine Antenne-Stammhörer, aber es scheint so, als würde ein Teil derer, die sich von Bayern 3 nicht gut versorgt fühlen, immerhin gelegentlich ABY einschaltet.

Zum Thema Moderatoren: nach meiner Beobachtung, nimmt sich die Masse
der Moderatoren und Moderatorinnen viel zu wichtig! Weil den meissten der gesunde Abstand zu ihrem Beruf fehlt.
In Wahrheit sind gerade Moderatoren bei "Unterhaltungs"-Programmen austauschbar.
Oder glaubst Du, dass ABY vor allem wegen der Moderatoren gehört wird?
Glaubst Du, dass Bayern 3 bei Othmer und Kaul Top-Einschaltquoten hat, dann aber - wie Du beschrieben hast - bei Roell und Rohrer die Zahlen ins bodenlose sinken?
Erst dann, wenn Sendungen nach spezifischen Fähigkeiten besetzt werden(und möglicherweise sogar Sendungen um Moderatoren herum gebaut werden), hört diese Krankheit der "Austauschbarkeit" auf.
Wie erfolgreich ein Sender dann abschneidet, hängt vom Grundkonzept ab und davon, wie präzise das Programm auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet ist.Und auch da hat ABY deutlich die Nase vorn.
Wer glaubt, mit "dem schnellsten Verkehrsservice" den Mitbewerber mit dem
"Besten Verkehrsservice"(nur ein Beispiel für viele, dieser Unarten) in die Schranken zu verweisen, ist definitiv auf dem Holzweg!
Ich bleibe dabei: Bayern 3 ist die schlechte, belanglose Kopie von ABY(auch wenn das die Verantwortlichen am Rundfunkplatz wahrscheinlich nicht zugeben würden).

Da mich das Grund-Konzept beider Sender nicht anspricht, habe ich
einen Konzeptvorschlag zur Diskussion gestellt, der Bayern 3 über die Jahre vielleicht wieder in die Erfolgsspur zurückbringen könnte.Mit Erfolgsspu meine ich nicht, sofortiger, massiver Quotenanstieg, sondern Imagewandel und Imagegewinn!Danach können sich die Quoten auch nach oben entwickeln.
Das von mir beschriebene Bayern 3(25.07.2006 17:55) wäre meine Heimat.
Und die von AirWave wohl auch ;)
 
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