"V32": Neuer Zahlensender in persisch aufgetaucht


Klingt ziemlich spannend, nachdem ja in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten die Anzahl der Zahlensender merklich zurückging. Es darf fraglich sein, inwieweit der echt ist, bzw. warum es heute noch Sinn macht, auf diese "Geheim"-Kommunikation zu setzen.

Mir sind die Vorteile grundsätzlich schon geläufig, was mir aber auffällt ist, dass heutzutage die Atmosphäre ja viel verschmutzter ist, mit jeglichen Störsignalen, vor allem auf lokaler Ebene. Da fallen also in den KW-Empfänger viel mehr Störgeräusche ein.

Ich muss offen zugeben, ich hab meinen relativ guten Sony Empfänger die letzten Tage mal angeschmissen und habe auf der besagten Frequenz zur besagten Uhrzeit gelauscht. Nichts habe ich gehört und das, obwohl die Aussendungen ja hier aus dem Westen kommen sollen. Der gemeine Agent oder Empfänger, für welchen diese Aussendungen bestimmt sind, dürfte -um nicht aufzufallen- ja eine noch unscheinbarere und kleinere "Gurke" als ich benutzen. Wie soll dann der etwas Brauchbare empfangen, noch dazu viel weiter vom Sender weg im Iran. Das ist immer die große Frage die ich mir bei diesen noch verbliebenen Zahlensendern stelle: "Wer soll die Botschaften wie empfangen?". Vorallem wenn er jetzt nicht unbedingt eine riesen Antenne- und Empfangsanlage besitzt oder besitzen kann.

Vorallem die Russen und Polen sollen wohl mit ihren Sendern noch ziemlich aktiv sein. Und dann gibt es ja noch den "Buzzer", den ich in klaren Winternächten mit meinem Sony Weltempfänger oft reinbekomme.
 
Der Sender scheint ja nicht für Agenten im Westen gedacht zu sein, sondern für westliche Agenten im Iran, daher auch das Jamming seitens offenbar typischer iranischer Störsender.
Wie die dortige Störsignal-Verschmutzung ist? Unbekannt.
Aber es gibt ja mehrere Ausstrahlungen der Botschaften, dann wird es ja irgendwann auch mal funktionieren können. Und normalerweise ist dafür auch kein Super-Radiogerät notwendig, es reicht das kleine unscheinbare KW-Radio mit Teleskopantenne.
 
Ja, aber dennoch, wenn die Aussendung -ich nenne es mal- hier aus unserer Richtung kommt, sollte ich mit meinem Gerät doch etwas empfangen können, da ich ja viel näher an der Quelle bin, als jemand z.B. im Iran, zumal mein Empfänger ja um einiges größer ist, als so ein kleiner Taschenempfänger. Außer natürlich er wurde entsprechend modifiziert, aber dann sind wir wieder bei Thema "Auffälligkeit".

Daher blicke ich so ein bisschen fragend auf diese Thematik.
 
Es kann sein, diesbezüglich müsste ich mich mal schlau machen. Dagegen spräche allerdings, dass meine Örtlichkeit schon einige Male "hier und da" war. Also nicht immer der selbe Ort bzw. die örtlich selbe "tote Zone". Nur Zufall?
 
Es kann sein, diesbezüglich müsste ich mich mal schlau machen.
Bitte sehr, zwar von der KI, aber korrekt so.

Die Tote Zone im Kurzwellenfunk (KW), der Bereich, in dem weder Boden- noch Raumwelle empfangen werden können, ist variabel und hängt stark von Frequenz, Tageszeit und Sonnenaktivität ab.
Hier sind die wichtigsten Fakten zur Größe der Toten Zone:
  • Ausdehnung: Sie beginnt meist dort, wo die Bodenwelle endet (etwa 50–100 km vom Sender) und reicht bis zu dem Punkt, an dem die reflektierte Raumwelle wieder auf die Erde trifft (Sprungdistanz).
  • Größe: Die Entfernung beträgt oft mehrere 100 bis zu 1.000 Kilometer oder mehr.
  • Tageszeit: Tagsüber sind die Frequenzen höher und die Tote Zone ist tendenziell kleiner, während sie nachts durch die notwendige Nutzung niedrigerer Frequenzen größer wird.
  • NVIS (Near Vertical Incidence Skywave): Um die Tote Zone zu überbrücken (z.B. für Notfunk), werden niedrige Frequenzen (3–7 MHz) steil in die Ionosphäre gestrahlt, wodurch die Tote Zone nahezu verschwindet.

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Station in 1500 km Entfernung kann oft besser zu hören sein als eine Station in 200 km Entfernung, die sich genau in der Toten Zone befindet.
Die Tote Zone kann sehr groß sein, also mal 100 bis 500km weitergezogen, befindest Du Dich immer noch innerhalb des Bereichs, wo kein Empfang möglich ist.

Deine Beobachtungen sind also ganz normal und entsprechen genau dem, was zu erwarten wäre.
Wenn Du mal etwas ausprobieren möchtest, versuchst Du mal einen ferngesteuerten Empfänger in der Region zu nutzen und diesen auf die gleiche Frequenz einzustellen, wie Deinen Heimempfänger. Es kommt natürlich auch auf die Tagesbedingungen des KW-Empfangs an, aber Du wirst feststellen, daß Du ein deutlich besseres Signal empfängst als zu Hause. Genau das ist ja die Besonderheit der Kurzwelle: es kommt nicht auf die Entfernung an, sondern auf die richtige Frequenz zur richtigen Uhrzeit bei passenden tages- und jahreszeitanhängigen Empfangsbedingungen.
 
Vielen Dank für die Erläuterungen. Ich habe am Wochenende tatsächlich dann doch den V32 um 19 Uhr unserer Zeit empfangen können, wenn auch ziemlich unverständlich - von der Sprache mal abgesehen -.

PS: Es half auch, nur die interne Antenne zu verwenden. Die Externe hat viel zu viel Schmutz hörbar gemacht.
 
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PS: Es half auch, nur die interne Antenne zu verwenden. Die Externe hat viel zu viel Schmutz hörbar gemacht.
Einfach ein langes Stück Drahht aufzuspannen und das direkt mit dem Antenneingang des Radios zu verbinden, nimmt in der Tat dann auch alles an Störungen auf seinem Weg mit auf. Um die Situation zu verbessern, sollte man eine Außenantenne an ein Koaxialkabel anschließen und am einspeisenden Ende einen Übertrager verwenden. Der sorgt dann für die richtige "Impedanz". Eine "Langdrahtantenne" hat meistens 600 Ohm oder mehr. Ein entsprechender HF-Übertrager (Amidon Ferritringkern) mit ein paar Windungen transformiert dann auf die vom Empfängereingang akzeptierten 50 Ohm herunter. Sofern der "Sony" eine BNC-Buchse als 50-Ohm Koaxkabel-Anschluss besitzt. Im Netz gibt es zahlreiche Empfehlungen. Hier nur per Zufall ausgewählt.
Eine Kurzwellen-Außenantenne mit einem Ferritkern-Übertrager ist eine effektive Lösung, um hochohmige Drahtantennen an das standardmäßige 50-Ohm-Koaxialkabel anzupassen oder Störungen aus dem Hausnetz zu minimieren.
Was sagt KI dazu:
Funktionsweise und Zweck
Der Ferritkern-Übertrager (oft als Balun oder Unun bezeichnet) dient primär der Impedanzanpassung und der Symmetrierung.
  • Impedanzwandlung: Viele Drahtantennen (z. B. endgespeiste Langdrähte) haben am Speisepunkt eine sehr hohe Impedanz (ca. 450–2500 Ohm). Der Übertrager transformiert diesen Wert auf die 50 Ohm des Empfängers.
  • Störunterdrückung: Ein Ferritkern wirkt als "magnetischer Schwamm" und verhindert, dass Mantelwellen (Störsignale von Schaltnetzteilen oder LEDs) über die Abschirmung des Kabels zur Antenne gelangen und den Empfang verschlechtern.

Gängige Typen von Übertragern
Je nach Antennenbauform kommen unterschiedliche Wicklungsverhältnisse zum Einsatz:
  • 1:9 Unun (Magnetic Balun): Ideal für einfache, nicht resonante Langdrahtantennen (ca. 13,5 m oder länger). Er setzt 450 Ohm auf 50 Ohm um.
  • 1:49 Unun: Speziell für EFHW (End-Fed Half-Wave) Antennen, die sehr hochohmig (ca. 2450 Ohm) sind.
 
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