Valerie Weber schmeißt als WDR-Direktorin hin


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Radiofreak11

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Danach gab es den WDR-Check im WDR-Fernsehen...

Nett. Hätte ich nicht gedacht, dass so etwas so (ohne Filter) über den eigenen Sender geht. Finde das Statement von Herrn Alsmann, der sich dort sehr für deutsche Komponisten einsetzt, ganz große Klasse. Vor allem sein Kommentar zum "verdudelten" WDR4 - dem "neuen WDR 2 mit Kochrezepten"! :) Aber was ist nach dieser Sendung, in der es ja viele sinnvolle, kritische Stellungnahmen - auch aus dem Publikum zum Thema Radio gab - in den Programmen passiert? NIX bzw. es wurde nur noch mehr Vielfalt kaputt gemacht. Ob Funkhaus Europa, was Valerie in Cosmo unbenannt und verdudelt hat, oder KIRAK (eigentlich sehr sinnvolle Bezeichnung) was jetzt "Sendung mit der Maus heisst und statt deutscher Kinderlieder hauptsächlich englische Dudelmusikanten bevorzugt. Nur bei WDR 3 und WDR 5 ist die Verflachung noch nicht richtig umgesetzt - bisher. Gab oder gibt es eigentlich noch weitere Ausgaben vom Check, oder ist es bei der verlinkten geblieben?
 

Tatanael

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Neue crossmediale WDR-Programmdirektorin für die Bereiche Nordrhein-Westfalen, Wissen und Kultur soll Andrea Schafarczyk werden. WDR-Intendant Tom Buhrow schlug dem Rundfunkrat heute die 46-jährige Journalistin für diesen Posten ake Nachvolgerin von Valerie Weber vor:

 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Oh! Mein! Gott! 🥶

Die spannendere Frage ist doch: Geht es nun mit dem seiner öffentlich-rechtlichen Seele beraubten WDR endlich wieder bergauf?
 
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Das ist kein Blabla.

Sie zeichnet ein Selbstbild als Nervensäge („Und ich kann auch sehr unbequem sein, das ist wohl die Wahrheit“), die geliefert hat („Zu Beginn dieses Jahres waren dann 500 Planstellen abgebaut…“), und sie stellt ihren Weggang als eigenen Entschluss dar, der zum für sie passenden Zeitpunkt gekommen sei („Aber fünf bis zehn Jahre sind ein guter Zyklus für eine Managerin auf einer Position“). Sie habe den Sender ziemlich unter Stress gesetzt, jetzt habe sie aber etwas anderes vor. Was das sei, lässt sie offen („Ich sage dazu nichts“). Dazu passt dann aber wiederum gar nicht, welche umfangreichen Vorschläge am Ende kommen, beinahe sind es Aufträge, die sie ihrer Nachfolgerin erteilt („Die nächste Generation an Führungskräften sollte…“). Das liest sich sehr nach eigenen Plänen, die nicht mehr umgesetzt werden konnten.

Das ist also ein widersprüchliches Bild. Als ich das Interview las, hatte ich den Eindruck einer Führungskraft, die mitten in der Arbeit den Schreibtisch verlassen hatte, der Füllfederhalter lag noch offen auf der aufgeschlagenen Unterschriftenmappe, zurückgelassen beim überhasteten Rausgehen.

Wohlgemerkt: Ich möchte Frau Weber damit nicht zu nahetreten. Es sind einfach Eindrücke, die sich aus dem Subtext des Interviews für mich ergeben. Your mileage may vary.
 
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Maschi

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Sie sieht sich selbst als Managerin, kann gut sein, sie denkt da wirklich sehr wirtschaftlich und rational.
Aber irgendwie tue ich persönlich mich schwer jemanden auf solch einem Posten so zu nennen.

Das mit den Marken am Ende, hm, dass einzelne Wellen sich zunehmend überflüssig gemacht haben ist ja hier Konsens, aber was sie da denkt war vielleicht auch (sollte sie es je ausgesprochen haben) etwas heftig.
 
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Yannick91

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Das mit den Marken am Ende, hm, dass einzelne Wellen sich zunehmend überflüssig gemacht haben ist ja hier Konsens, aber was sie da denkt war vielleicht auch (sollte sie es je ausgesprochen haben) etwas heftig.

Nein. Das ist hier kein Konsens. Ich stimme dir wie immer zu. Aber mehrere User, allen voran Dauernörgler Matze, bringen in mehreren Threads (NDR, BR24, etc.) immer wieder aufs Tableau dass sie sich noch mehr Nummerierungen der Radioprogramme wünschen und wenn man erklärt dass es um crossmediale Marken geht, bekommt man Dislikes.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
crossmediale Marken
Das ist NICHT Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Radio und TV der Bundesrepublik! Dazu gibt es mehrere Gerichturteile, zuletzt wieder zum RBB!

"Das Landgericht Potsdam hatte zuletzt die Auffassung vertreten, das Angebot auf rbb24.de vom 23. Januar 2017 sei presseähnlich und deswegen nicht zulässig gewesen."

Nachdem diese bockige und uneinsichtige Anstalt jahrelang (!) Anwälte und Juristische Abteilung auf Kosten der Beitragszahler (also uns allen!) mit diesem Kindergarten beschäftigt hat, gibt man nun endlich klein bei.


Der Hörer und Zuschauer braucht und will keine Dachmarken, sondern einfach nur ein ansprechendes, vielseitiges Programm! Was meinst du warum die Ablehnungb gegenüber der ARD immer mehr wächst?

Die sollen Radio und TV machen, und kein Ticktack-Handyfilm-Youtube-Internet wo in jedem Beitrag die Tonangel im Bild hängt. Das ist nicht Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Grundversorgung. Und Programme wie WDR 2, WDR 4, WDR 1 Live, WDR 1 Live Diggi und Cosmo tagsüber sind es auch nicht!

Das sind de facto Privatsender, die de jure von allen Bürgern zwangsfinanziert werden. Ich vermag zwischen WDR 1 Live und Hitradio100,5 keinen Unterschied zu erkennen.

Zurück zu den Wurzeln! Und bitte mehr Qualität! Wozu braucht der WDR gleich drei Jugendradios?

Sendungen wie das Mittagsecho, das Zeitzeichen oder die Berichte von heute kosten wohl kaum mehr als sich zusätzlich zur Charthit- Dudelwelle WDR 2 noch die drei weiteren, voll moderierten Charthit-Stationen WDR 1 Live, WDR 1 Live Diggi und Cosmo leisten zu können. Primitiver Luxus. Zumal die musikalischen und inhaltlichen Überlappungen zwischen diesen drei Jugendwellen extrem sind.
 
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Yannick91

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@s.matze Ich werde darauf nicht antworten! Wir haben das alles schon im BR24-Thread diskutiert. Du WILLST es nicht verstehen. Das Gericht hat überhaupt nicht entschieden dass es crossmediale Angebote wie NDR Info, NDR Kultur oder BR24 nicht geben darf. Du bist nicht nur engstirnig und verbohrt, sondern postest mit purer Absicht Falschaussagen!

Nach deiner Aussage sollen ÖR Programme Radio und Fernsehen machen am liebsten wie früher. Na herzlichen Glückwunsch. Dann sinkt die Nutzerzahl in den nächsten zehn Jahren auf null.

Und hör doch mal auf im zehnten Thread zu behaupten, die Sender seien „de facto Privatsender“. Es ist eine Lüge, stimmt weder juristisch, noch inhaltlich, noch sonst irgendwie. Es nervt.
 
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Maschi

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Nein. Das ist hier kein Konsens. Ich stimme dir wie immer zu. Aber mehrere User, allen voran Dauernörgler Matze, bringen in mehreren Threads (NDR, BR24, etc.) immer wieder aufs Tableau dass sie sich noch mehr Nummerierungen der Radioprogramme wünschen und wenn man erklärt dass es um crossmediale Marken geht, bekommt man Dislikes.
Wahrscheinlich habe ich mich etwas unklar ausgedrückt, mit dem Konsens meinte ich, dass sich, auch und gerade beim WDR viele Programme (weitgehend) überflüssig gemacht haben, ich aber deswegen nicht allen Programmen die Zukunft absprechen wollen würde und das auch sowieso völlig unabhängig davon ob und wie sie nun nummeriert sind oder nicht.
 
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ricochet

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Nach deiner Aussage sollen ÖR Programme Radio und Fernsehen machen am liebsten wie früher. Na herzlichen Glückwunsch. Dann sinkt die Nutzerzahl in den nächsten zehn Jahren auf null. och inhaltlich, noch sonst irgendwie. Es nervt.

Ja, starke plattformübergreifende Marken soll es geben. Aber es sollten sich alle größeren Bevölkerungsgruppen im Programm wiederfinden.

...die drei weiteren, voll moderierten Charthit-Stationen WDR 1 Live, WDR 1 Live Diggi und Cosmo leisten zu können. Primitiver Luxus. Zumal die musikalischen und inhaltlichen Überlappungen zwischen diesen drei Jugendwellen extrem sind.

Wird nicht eben dieser Umstand von 90% der User beklagt?
 
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hassa0

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1. Nach deiner (s.matze ist gemeint) Aussage sollen ÖR Programme Radio und Fernsehen machen am liebsten wie früher. Na herzlichen Glückwunsch. Dann sinkt die Nutzerzahl in den nächsten zehn Jahren auf null.

2. Und hör doch mal auf im zehnten Thread zu behaupten, die Sender seien „de facto Privatsender“. Es ist eine Lüge, stimmt weder juristisch, noch inhaltlich, noch sonst irgendwie. Es nervt.
zu 1: Nein, (nicht nur) ich würde dann Sender wie z.B. WDR4 und hr4 nämlich wieder einschalten.
zu 2: Inhaltlich hören sie sich die ARD-Popwellen allerdings vielfach an wie Privatsender. Sie haben sich ohne Not beginnend vor Jahrzehnten dem Quotendiktat unterworfen und somit dem privatem Flachfunk-Niveau angeglichen. Damit sind sie kaum noch von den Privaten unterscheidbar.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Deswegen ja auch de-facto Privatsender. Sie haben Werbung, viel Gedudel und wenig Inhalt.
De-jure sind sie (per Zwang) gebührenfinanziert. Von daher ist auch der Vorwurf, die Aussage "de-facto Privatsender" sei juristisch unzutreffend, völliger Quatsch.
 
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