Vereinheitlichung der ARD-Nachtprogramme


Ein bisschen erstaunt war ich dann doch, als eben das Umweltmagazin des SWR in der Infonacht begann.
Ist ja auch kein Problem, in der Nacht Magazine zu senden. Vom MDR war ich aber anderes gewohnt. Und beim DLF steht vorher in der Programmvorschau wann welches Magazin läuft. Gibt's so eine Übersicht auch beim NDR?
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ist das eine Fernsehsendung? Gefühlt besteht die Infonacht
zu 30 Prozent aus aktuellen Meldungen
zu 20 Prozent aus Übernahmen anderer Sender (Töne, Wirtschaft)
zu 20 Prozent aus Übernahmen aus dem Fernsehen
zu 20 Prozent aus Podcasts und zeitneutralen Berichten
zu 10 Prozent aus Füllmaterial (Pausenmusik, Ansagen, Wetter, Verkehr)
 

ndrgast

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Die NDR-Radio-Infonacht hat ein Problem, das NDR-Image: "NDR kann kein Radio!"
Das war ein gewagter Versuch der ARD, die Infonacht dem NDR zuzuschustern. Schon im Bereich Fernsehen schwächelt NDR mit seiner Leistung für ARD-aktuell. Ich erkenne nicht, dass die NDR Infonacht 'liefert'.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ich sehne mich zurück nach der Zeit, als die Infonacht noch von MDR Aktuell, vormals MDR INFO kam. Auch da gab es Wiederholungen und zuweilen einen starken Dialekt. Das Programm war aber erfrischend und nah am Zeitgeschehen. Und auch die Füllmusik zwischen den Beiträgen war nie länger als 50 Sekunden. Schade auch, dass man das Konzept mit den lokalen Einstiegen der einzelnen Infowellen nicht weiter verfolgt / ausgebaut hat, sondern die, die dies nutzen (HR, RBB) nur in jeder Stunde die selben Berichte vom Vorabend senden.

Es ist mir völlig unverständlich, dass es der MDR in Halle geschafft hat, eine interessante und gut gefüllte Nachtversorgung hinzubekommen, aber der große NDR in diesen Zeiten (Corona, Ukraine) soviel Luft hat. Schade, dass man nie etwas von der Hörerbefragung erfahren hat, was dabei herausgekommen ist. Da hätte ich doch gerne mal Mäuschen gespielt...
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Es werden aber am Tag (bis zum Vorabend bzw. bis Beginn der Infonacht um 22 Uhr) soviele Beiträge für RBB-Inforadio, MDR aktuell, BR24 usw. produziert, dass man nachts nicht jede Stunde den selben wiederholen müsste. Da könnte durchaus mehr Abwechslung rein, für die Menschen, die längere Zeit zuhören (z.B. Wachdienstpersonal, Schichtarbeiter, Streifenbeamte, Nachtportier, Taxifahrer).
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Und die anderen 1395 Hörer finden die Nacht super.

Beispiel BR24. Wenn man nachts zwischen 22 und 6 Uhr jede Stunde ein regionales Fenster hat, könnte man darin das "Thema des Tages" unterbringen und auch auf die Beiträge aus dem B5-Wochenendprogramm zurückgreifen, konkret: das Campusmagazin, die Reportage, das Computermagazin, das Gesundheitsmagazin, das Fitnessmagazin, das Medienmagazin, das Verbrauchermagazin, Kultur, Landespolitik, Landwirtschaft und Umwelt, Buchmarkt...

Beispiel NDR: Da sehe ich heute einen Beitrag zu Elton John (75) und das jüdische Magazin Shabat Shalom. Was spricht dagegen, das in der Infonacht zu senden?

Beispiel Inforadio: 100 Sekunden leben, Schicksalsjahre einer Stadt, Geschichte, rbb Praxis, Starke Sätze, Unterwegs, ...

Außerdem könnte jede ARD-Anstalt ihren lokalen Sport aus dem Sendegebiet dort unterbringen, jeweils in der Zeit, wo die Hörer der anderen Wellen wiederum ihren Regionalsport serviert bekommen.
 

Lauscher

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Es handelt sich um die Nachtstrecken! Hallo? Das Fernsehprogramm beachtet nach Mitternacht kaum jemand, was glaubt Ihr eigentlich wieviel Kohle und Content dann ins Radio gepumpt wird? Sparen ist angesagt! Der mdr spart Geld indem die Infonacht an den NDR abgegeben wird. Der spart sich die hitnacht, indem der mdr seine Musiknacht fortan als hitnacht ausstrahlt. So einfach ist das!
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Sparen, sparen sparen...wie passt denn das mit der rückwirkend erfolgten Gebührenerhöhung zusammen? Immer mehr Geld für immer weniger Programm(inhalte). Die sollen mal vernünftig wirtschaften und mit ihrem Milliardenbudget ordentlich haushalten. Eine Hausfrau muss das auch.

Viele dieser Sparmaßnahmen wurden mit der nicht erfolgten Gebührenerhöhung begründet. Diese wurde nun durchgewunken - sogar rückwirkend. Man beobachtet aber, dass die mit dieser Begründung eingeführten Einsparungen nie wieder rückgängig gemacht werden. Ein interessantes Phänomen, das sich auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen lässt. Was erst einmal weg ist, kommt nie wieder. Und was sich etabliert hat, das wird bis auf alle Ewigkeit fortgeschrieben.

Wir sind (k)eins? ARD.
 
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Lauscher

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Ja Matze, vielen Dank auch für diese Meinung. Daraus liest man aber auch glasklar, dass Sie kein Freund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind. Man wird es Ihnen kaum recht machen können, egal was am Tage oder eben auch in der Nacht gesendet wird. - Ich wäre dafür, die ÖRs ähnlich wie sky zu behandeln. Wer es hören und / oder sehen will zahlt weiter, alle anderen können sich ja verabschieden. Sie gehören sicherlich zu den Letzteren! Hätte für die Sendeanstalten allerdings auch den großen Vorteil, dass sie sich nicht ständig mit Querulanten rumärgern müssten.
 

CosmicKaizer

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Es handelt sich um die Nachtstrecken! Hallo? Das Fernsehprogramm beachtet nach Mitternacht kaum jemand, was glaubt Ihr eigentlich wieviel Kohle und Content dann ins Radio gepumpt wird? Sparen ist angesagt! Der mdr spart Geld indem die Infonacht an den NDR abgegeben wird. Der spart sich die hitnacht, indem der mdr seine Musiknacht fortan als hitnacht ausstrahlt. So einfach ist das!

Die von @s.matze vorgeschlagenen Beiträge liegen vor. Die müssen nur in die Automation. Das kostet nichts extra.
 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
kein Freund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Ich schätze den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in zahlreichen Nachbarländern sehr und auch durchaus einige deutsche Wellen, aber das System "ARD"und "Zwangsgebühr" lehne ich ab, da es nicht zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung passt. Es gibt auch keine Tabaksteuer für alle. Aber das ist eine andere Frage.

Generell bin ich aber schon der Meinung, wie viele andere hier auch, dass die Infonacht vom MDR mehr Schwung, mehr Esprit und mehr "Awareness" für aktulle Ereignisse hatte, auch mehr Hintergründe geliefert hat. Die NDR-Nacht ist stellenweise doch sehr zeitneutral, kommt ingsgesamt etwas behäbig daher und wie gesagt. viel zu lange Füllmusiken. Wenn man schon sowenig Content hat, warum spielt man dann nicht ein anspruchsvolles Pop-Stück (U-Musik) pro Stunde?

Gerne auch mehr Meinung (Pressestimmen international), Kommentare usw.

Wenn soviele Hörer hier offenbar mit der Podcast-lastigen Infonacht vom NDR so unzufrieden sind und sich die MDR-Infonacht zurückwünschen, muss da wohl was dran sein. Also offensichtlich liege ich mit meiner Einschätzung, dass das alles etwas bräsig und zu wenig "auf den Punkt" ist, nicht ganz falsch.

Wir wissen aber auch aus der Vergangenheit, dass der NDR unter chronischer Betriebsblindheit leidet und Selbstreflexion bzw. Kritikfähigkeit oder Einsicht, dass man eben nicht "Das beste am Norden" ist, nicht zu den Stärken der Hamburger zählt und man dazu neigt, dass derartige "Im Dialog"-Sendungen nur allzugerne in die Selbstbeweihräucherungs- und Lobhudelei-Orgien abdriften, weil man selber in seiner eigenen Verblendung dermaßen von sich überzeugt ist, alles richtig zu machen. Auch bei NDR 1 Niedersachsen und NDR 2 , wo es bereits ähnliche Formate gab, kann man das beobachten.
 
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Sparen, sparen sparen...wie passt denn das mit der rückwirkend erfolgten Gebührenerhöhung zusammen?
Die Beitragserhöhung, die zunächst widerrechtlich von der CDU-geführten Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt blockiert worden war, hat doch nur dafür gesorgt, dass die Einsparungen nicht noch größer ausgefallen sind.

Es ist doch nachvollziehbar, dass nach 10 Jahren ohne Gebührenanpassung das Angebot nicht im gleichen Umfang bleiben kann. ARD und ZDF haben ja keine Gelddruckmaschinen im Keller.

Und bei der derzeitig hohen Inflation wird es bald wieder eine Erhöhung brauchen oder es muss noch mehr weggespart werden.

Für diesen Fall bin ich ja immer noch dafür, als erstes Einrichtungen und Sendungen in Sachsen-Anhalt einzustellen (Sachsen-Anhalt heute, MDR Sachsen-Anhalt Radio, MDR Kultur, JUMP etc) - vielleicht kommt der Haselhoff dann zur Vernunft.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
hat doch nur dafür gesorgt, dass die Einsparungen nicht noch größer ausgefallen sind
Na das ist ja mal eine Binsenweisheit. Wann und wo hat die ARD das bitte so kommuniziert? Die Begründung für jegliche Einsparung am Programm war die nicht erfolgte Gebührenerhöhung.
Die Einsparungen wurden vorab von der KEF aber für die aktuelle Gebührenperiode empfohlen, ua. die ersatzlose SDTV-Abschaltung über Astra. Wollte man bei der ARD nicht - so mussten also die Radioprogramme in MPEG dran glauben.

Die Konsequenz aus der zunächst eingefrorenen Erhöhung war übrigens der auf Eis gelegte DAB-Ausbau von MDR, DLR, RBB u.a. - da die dafür bereits intern verplanten Gelder nun plötzlich nciht zur Verfügung standen, wurde eben einfach nicht weiter ausgebaut für 5 bis 6 Monate. Mit welcher Begründung soll dann zusätzlich am Programm gespart werden, was ja nachweislich dennoch der Fall ist?

Im Übrigen wurde keine einzige der mit der nicht erfolgten Erhöhung begründeten Einsparmaßnahmen wieder zurückgenommen - auch nicht der (nur negative Auswirkungen für den Hörer habende) Tausch Infonacht - Hitnacht.

oder es muss noch mehr weggespart werden.

Gerne. Ich fange mal an: HR3, You FM, N-JOY, MDR Jump, Sputnik, Radio Bremen, SR....
 
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Yannick91

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Im Übrigen wurde keine einzige der mit der nicht erfolgten Erhöhung begründeten Einsparmaßnahmen wieder zurückgenommen - auch nicht der Tausch Infonacht - Hitnacht.

Man weiß ja gar nicht wo man anfangen soll zu korrigieren bei so vielen Fakenews, die du wieder verbreitest. Mit einer Gebührenerhöhung oder so hatte der Tausch absolut nichts zu tun. Der mdr wollte die Infonacht loswerden. Da ARD-aktuell 24h besetzt ist, hat man aus Synergiegründen die Infonacht dem NDR angetragen. Damit der nicht zwei Nachtversorgungen trägt, hat der mdr die Hitnacht übernommen, die billiger ist. Wo hast du das her dass das etwas mit Rundfunkgebühren zu tun hat?
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Der mdr wollte die Infonacht loswerden.
War es nicht genau der MDR, der schon vor der Entscheidung über eine mögliche Gebührenerhöhung geschrien hat, dass ihm die in jedem Fall nicht reichen wird?

"Der öffentlich-rechtliche Sender für Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen erwartet in den kommenden Jahren jeweils ein zweistelliges Millionen-Minus. Das gilt selbst dann, wenn die derzeit heftig diskutierte Beitragserhöhung beschlossen wird."

Am Ende sprudelten dann doch die Einnahmen in Mitteldeutschland:

"Die vom Bundesverfassungsgericht durchgesetzte Erhöhung des Rundfunkbeitrags spült dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Rekordsummen in die Kassen. 2021 erzielte allein der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) von privaten Beitragszahlern Einnahmen in Höhe von 816 Millionen Euro, wie die Anstalt auf MZ-Anfrage mitteilte. Das ist die höchste Summe seit 2013, als die Rundfunkgebühr in eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe umgewandelt wurde. Im Vergleich zu 2020 macht der MDR ein Plus von 35 Millionen Euro oder 4,5 Prozent."

Da stimmen ja nun Anspruch und Wirklich mal überhaupt nicht miteinander überein und zwischen dem Gejammer im Vorfeld der Abstimmmung über die Erhöhung des Beitrags und den Rekordeinnahmen klafft eine riesige Glaubwürdigkeitslücke, so groß wie die Schlucht unterhalb der Göltzschtalbrücke!

Hat der MDR so schlechte Prokuristen oder gehen in Halle/Saale die Taschenrechner alle vor?

Warum wird der Tausch nicht rückgängig gemacht? Was ist mit den Mehreinnahmen i.H.v. 35.000.000 Euro passiert? Wohin fließen die 816 Millionen Euro Gesamtertrag aus dem Rundfunkbeitrag im Jahr 2021? In die Gestaltung von Jump und Sputnik sicherlich nicht und in die Hitnacht, die auf Sparflamme vor sich hindümpelt, auch nicht...

Wie kann man bei einer Erwartung von einem "zweistelligen Millionen-Minus" am Ende auf ein Plus von 35 Mio. Euro kommen? So schlecht rechnet nicht einmal der dümmste Schüler!
 
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Yannick91

Benutzer
War es nicht genau der MDR, der schon vor der Entscheidung über eine mögliche Gebührenerhöhung geschrien hat, dass ihm die in jedem Fall nicht reichen wird?

Das weiß ich nicht. Es interessiert mich auch nicht. Ich habe lediglich deine Falschaussage korrigiert, wie der Tausch zustande kam.

Warum wird der Tausch nicht rückgängig gemacht?

Wie gesagt: man will die Synergieeffekte von ARD-Aktuell nutzen. Hab ich doch gerade beantwortet, warum stellst du dann die gleiche Frage nochmal?
 

Avox

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Ich kann hier ja auch gebetsmühlenartig erwähnen, dass ich die ARD-Infonacht vom NDR interessant gemacht und hörenswert finde... ;) Endlich gelingt es dem ansonsten tagsüber gehetzt wirkenden Format, etwas längere, auch monothematische Beiträge, Podcasts zusammen mit aktuellen Berichten in einer Sendung zu verbinden. Auch dass Beiträge beispielsweise aus politischen TV-Sendungen zeitversetzt gebracht werden, gefällt mir; mein analoger TV-Konsum hat doch ziemlich nachgelassen. Außerdem finde ich es nicht so tragisch, einen Beitrag noch einmal zu verfolgen. Gut, dass die Nachrichtenblöcke um voll und um halb sind, so bleibt mehr Zeit für Themen zwischen diesen beiden festen Punkten. Ich würde mir so ein Programm auch tagsüber wünschen.
 
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Na das ist ja mal eine Binsenweisheit. Wann und wo hat die ARD das bitte so kommuniziert? Die Begründung für jegliche Einsparung am Programm war die nicht erfolgte Gebührenerhöhung.
Die Einsparungen wurden vorab von der KEF aber für die aktuelle Gebührenperiode empfohlen, ua. die ersatzlose SDTV-Abschaltung über Astra. Wollte man bei der ARD nicht - so mussten also die Radioprogramme in MPEG dran glauben.

Gerne. Ich fange mal an: HR3, You FM, N-JOY, MDR Jump, Sputnik, Radio Bremen, SR....
Dass die ARD nach wie vor an der Verbreitung von SDTV via Astra festhält verstehe ich zugegebenermaßen auch nicht. Das ist ein durchaus großer Finanzposten der in einem knappen Budget wehtut.
Aber der Vorwurf, dass der Fakt dass eine ausbleibende Gebührenerhöhung einen weiteren Einschnitt im Programm bedeutet, nicht kommuniziert wurde, der ist schon ein wenig polemisch. Wir sind einer durchaus sportlichen Inflation ausgesetzt und ich kann nicht aufhören dem Moderator im Radio oder dem Kameramann beim Fernsehen zumindest den Reallohnverlust auszugleichen. Also muss ich um dies umzusetzen entweder im gleichen Maße die Gebühren erhöhen oder halt eben am Programm sparen. So einfach ist das. Und so wurde das damals übrigens auch vom hiesigen SR kommuniziert womit ich dann beim nächsten Punkt wäre. Was soll dass immer mit dem Einsparen des SR. Meine Güte, der tut keinem Weh, macht ein durchaus gutes und attraktives Programm und ist wahrscheinlich durch seine Nähe zur Bevölkerung die beliebteste Anstalt im vorgesehenen Verbreitungsgebiet.
 
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