• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Vereinheitlichung der ARD-Radioprogramme

Dafür gab es vergangene Nacht außer den schon mehrfach besprochenen Problemen auch keine weiteren Vorkommnisse.
Beim WDR stand über längere Zeit die gleiche Störung auf der A3 mit diesmal verschiedenem Wortlaut im System und wurde von der KI auch in mehreren Blöcken hintereinander vorgelesen.
Die eigenwillige Betonung der unbestimmten Artikel im Wetter kommt immer noch regelmäßig vor.

Dafür habe ich mir gestern Abend ein kleines Ästchen gefreut.
Es stellte sich heraus, dass es doch nicht so schlecht ist, dass der junge Mann auch Auswärts sprechen kann, als er das niederländische Roermond etwas überraschend korrekt aussprach. Menschliche Sprecher röhren da sehr gerne.
Anhang anzeigen WDR2_Roermond Track 02.mp3
 
Es stellte sich heraus, dass es doch nicht so schlecht ist, dass der junge Mann auch Auswärts sprechen kann, als er das niederländische Roermond etwas überraschend korrekt aussprach. Menschliche Sprecher röhren da sehr gerne

Spricht er Nijmegen als "Naimeche" aus oder sagt er wie die deutschen Sprecher Nimwegen?
 
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Hm, menschliche Moderatoren haben da auch oft Probleme: Klassisch war Uwe Bahn mit Soest: "Söst!" ...
Erschreckend unser High-Performer und Gerne-WDR-Intendant Jörg Schönenborn, wie er in "Presseclub nachgefragt" falsch Ganderkesee verballhornte:

"Gand‑er‑KÄ‑see!"
 
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Wahrscheinlich ist es sogar noch schlimmer: Es ist ihnen einfach egal.

Der Mensch, der neuerdings im mdr die Meldungen schreibt, war offenbar vorher bei der Telegramannahme der Post beschäftigt. Weiter oben gab es zwei Beispiele, aber inzwischen tauchen da ständig Meldungen auf, die für natürliches Sprechen völlig ungeeignet sind. Um meine Beiträge in diesem Faden aber möglichst gering zu halten, erspare ich allen weitere Beispiele von dort.
 
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Spricht er Nijmegen als "Naimeche" aus oder sagt er wie die deutschen Sprecher Nimwegen?
Habe gerade mal in alten Meldungen zur A57 nachgesehen. Der Ort wird dort immer Nimwegen geschrieben. Da kann die KI natürlich auch nichts anderes sagen.

Vorgestern gab es im SWR zum ersten Mal eine Meldung von der A560 bei Sankt Augustin. In den alten Meldungen wird der Ort auch immer voll ausgeschrieben und nicht abgekürzt. Da gibt es leider keine Chance mal den uralten Witz von Elmar Hörig von der KI zu hören.

@radioo: Der Westen feels your pain.

Anhang anzeigen WDR2_Kamener Track 02.mp3
 
Hallole,

Gestern kam auf SWR 1 BW die Fußballübertragung, also hab ich nach SWR 1 RP umgeschaltet, und wunderte mich, Jochen Stöckle aus Stuttgart zu hören. - Die haben den Musikclub für andere gemacht, aber nicht für sich selber.... - Dachte zuerst, RP übernimmt den MusikClub Rock, war aber nicht so.

Grüßle
AFu
 
... und weil man ihnen geflüstert hat, dass das Radio sowieso fertig habe. Es war für so manchen ARD-Chef schon immer eine gewisse Last, das Radio mit durchschleppen zu müssen. Oder, etwas relativiert: Die Schwerpunkt-Interessen lagen mehr im Glitzer des Fernsehens und den "neuen Möglichkeiten, junge Zielgruppen abzuholen" im Netz.
 
Kamehnakreuz? Schickt die KI in die Schule zu den Lassie Singers, die wissen - sogar mit (falschem) Radiobezug, es musste sich halt reimen - wie das ausgesprochen wird.

Früher wussten Ossis halt nicht, wie manche West-Orte ausgeschrieben wurden, als die Staumeldungen und Reiserufe in die gerade-noch-DDR rüberkamen:

(ab 11:38)

Dürfte es umgekehrt freilich auch gegeben haben. @OnkelOtto, wie habt ihr ostdeutsche Ortsnamen damals gehandhabt, wenn sie unbekannt waren?

Ich habe mir jetzt erstmals hier überhaupt diese KI-Ansagen angehört. Erinnern mich an die Sprachausgabe einer regionalen Bahngesellschaft in der Anfangszeit, als sie die entsprechende Strecke übernommen hatten. Etwas später hatte man dann offenbar die Schreibweise so angepasst, dass nahezu brauchbare Stationsansagen rauskamen. Ist nun auch schon wieder viele Jahre her, könnte so um 2014 gewesen sein.
 
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"...wie habt ihr ostdeutsche Ortsnamen damals gehandhabt, wenn sie unbekannt waren?"
Kleiner O.T.-Exkurs zur lg74-Frage:

Wir standen im November 1989 wie der sprichwörtliche Ochs vor'm Berg. Zwar waren wir beim Hessischen Rundfunk schon in den Geburtswehen der Aussprachedatenbank adb, aber wir hatten noch keine funktionierenden Rechercheinstrumente, geschweige denn Ansprechpartner beim DDR-Radio.

Und in den ARD-weiten Nachtsendungen prasselte ja bereits eine Flut von Verkehrsmeldungen zu den offenen Grenzübergängen usw. auf uns ein. .Jeder Westsender löste das Problem der Aussprache von (u.a.) DDR-Ortsbezeichnungen auf seine Weise.

Beim hr etablierte der damalige Chefsprecher einen "Ost-Beauftragten", den ich jeden Morgen rasierte, und der sich um die Ausspracheprobleme kümmern sollte. Was ich auch tat (halbe Familie stammt aus dem Osten).

Aber auch bei mir blieben einige AHA-Effekte nicht aus. Dass "Treptow" mit langem e gesprochen wird, war vielen von uns neu. Mir ooch. Das "Eichsfeld" sollten wir laut Duden mit weichem "ch" artikulieren, bis wir feststellten, dass die Eichsfelder ihre Region "Eiksfeld" aussprechen.

"Krieschow" hinten mit oder ohne "w"?
"Neugersdorf" mit der Betonung auf "neu" oder mit Mittelbetonung und langem, geschlossenen oder kurzem, offenem "e"?
Die vielen "tzsch"-Endungen an Orten z.B. in der Lausitz. "z" mitsprechen oder wie bei "Nietzsche" weglassen?
OOOschatz oder"Oschatz" mit kurzem, offenen O?
Was war mit "Zschollau"?
Oder gar die Grenzübergänge nach Polen... (Zgorzelec, Slubice mit diesem vermaledeiten Strich durch das "L")
Ziesar, Trebbin, Magdala, Apolda, Unstrut, Kabelsketal --- alles Begriffe, die wir nun auf einmal "fehlerfrei" bewältigen mussten - und oft genug dabei auch in die Badezimmerinstallation griffen.

Dann lernten wir tolle Ost-Kollegen wie Doberschütz oder Niedziella kennen, die uns wohlwollend-mitleidig die korrekte Aussprache nannten.

Dafür konnten wir uns dann mit Hanau-Lamboy, der Wiesbadener Coulinstraße, Leihgestern, Ganderkesee, Alsfeld, Birstein, Bruchköbel, Guxhagen und natürlich Langenselbold revanchieren.
Mit der ARD-weiten Einführung der sehr gewissenhaft arbeitenden hr-Aussprachedatenbank begann es dann, gesamtdeutsch zu laufen.

Darauf einen Nordhäuser Doppelkorn.
 
Vergangene Nacht gab es wieder viele eigenartige Betonungen, durch einen Schreibfehler gab es auch in einem Wetter sowas wie Englisch zu hören.
Anhang anzeigen SR1_Wetter_23 Track 02.mp3

Beim hr war die Landeshauptstadt umbenannt. Bei "Wie_baden" ist der Schreiber auf der Tastatur zum Glück nur nach rechts und nicht nach unten gerutscht.

Und der Autor des Deutschlandwetters, das nicht nur bei jump sondern gelegentlich auch auf anderen Sendern zu hören war, hat sich eine Betonung bestimmt anders vorgestellt.
Anhang anzeigen ndr2-klapptnicht.mp3
 
Gestern Abend um 23 Uhr wurden zumindest mal ganz normal die Verkehrsmeldungen vom Menschen vorgelesen. Da hat die KI wohl gemeutert, oder es war eine Entscheidung vom Moderator weil eine Gefahrenmeldung mit drinnen war?
 
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