• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Vergleich von Radio vor 10/20 Jahren und heute

Radio ist heute leider zum großen Teil überflüssig geworden.
Nicht das Radio ist das Problem! Es sind die Entscheider, die das Radio zerstören, indem sie das Radio bis zur Unkenntlicheit kastrieren,bis das Radio nur noch aus einer Playlist besteht! Die ARD sollte,das Radio fördern, statt es zu zerstören! Dazu gehört zwingend eine Nachwuchs-Akademie ! Niemand braucht sterrile Ansagepuppen-Ja-Sager!Radio muss wieder authentisch mit Herzblut gemacht sein! Das macht den Unterschied!
 
Heute ist es so, es gibt zu viele ähnliche ausgedünnte Programme oder auch Sender. In vielen Fällen wäre es sinnvoller daraus eines zu machen um dieses dann anständig besetzen zu können. Bestes Beispiel ist hier Antenne Mainz und Antenne Wiesbaden. Ein Veranstalter, teilen sich ein Sendegebiet, sind beides billigste Programme, wären aber zusammen stärker.
Ein Radioprogram und über den gesamten Tag mit nur zwei Moderatoren, die dann auch noch von morgens bis abends am Start sind, das ist irgendwie ein Armutszeugnis und macht keinen Spaß. Ich glaube das war vor 10 Jahren dann doch noch etwas anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schön, daß das Radio einen früher herausforderte. Wer wollte, konnte schlauer werden. Ich erinnere mich an tolle Hörspiele, für Kinder wie auch für Erwachsene, aber auch an intelligente Moderation in den Massenwellen. Der Moderator war eine Institution, gebildet und hat es vermocht, intelligent zu moderieren und die Leute trotzdem mitzunehmen.

Man konnte seinen Musikgeschmack entwickeln, da es über den Sendetag betrachtet keine einseitige Auswahl gab. Man kam mit Klassik und Jazz in Berührung und natürlich auch mit den internationalen Hits seiner Zeit. Ich habe davon profitiert, da meine heutigen Musikvorlieben nicht an wenigen Genre ausgerichtet sind.

Und ich erkenne billige Massenware sofort. Wer die derzeitigen Jahrescharts für Musik hält, dem ist nicht zu helfen.

Das ist genau der Punkt: In der Zeit vor ca. 1990 war Radio mit vielen Sendungen "geschmacksbildend". Die Moderatoren/-innen, die damals noch selbst "kochten", servierten etwa aktuelle Musik aus romanischsprachigen Ländern, mal eine Nr. 1 der US-Countrycharts oder ein Jazzrock-Instrumental. Ich hörte damals vorwiegend Bayern 3 und SWF 3, aber auch Ö 3 oder den Schweizer DRS 3. Und mein Geschmack profitierte bis heute vom Wissen der Moderatoren/-innen.

Dann schlichen sich still und leise Berater, Reformen und die Huldigung des Massengeschmacks ein. Sender sollten "durchhörbar" werden, ein "Format" haben. Zunehmend traf man sich auf dem kleinsten Nenner, spielte nur noch die (quotenbringenden) größten Hits. Das Ergebnis, ein paar Jahrzehnte später ist bekannt. Man kann das bejammern, aber rückgängig ist es wohl nicht mehr zu machen, leider. Einige wenige Stationen schwimmen bewusst gegen den Strom, aber das ist ein anderes Thema ...
 
Ich gehöre schon zu der älteren Generation (60+). Damals in meiner Jugendzeit war hier im Norden NDR 2 der Sender mit Popmusik. Allerdings gab es die nur ab und an denn NDR 2 war ein Mischprogramm und damals sehr wortlastig. Was damals zu viel Wort war ist heute zu wenig...

Als in Niedersachsen vor knapp 40 Jahren ffn startete, war das ein Befreiungsschlag in der Radiowelt. NDR2 mag sicher seine Qualitäten gehabt haben, galt aber für viele als altbacken und betulich. ffn war frisch, locker, unkonventionell. Und damit erfolgreich. Jedenfalls in der Machtart so bis Mitte der 90er als man sich Berater ins Haus geholt hat die daraus mehr und mehr einen seelenlosen Formatfunk gemacht haben.

Spötter haben schon vor mehr als 10 Jahren gesagt, dass die Radiosender am liebsten nur noch morgens ihre Morningshow machen möchten. Und in der restlichen Zeit nur noch unmoderierte Musik und "Best of Morningshow".
 
Manchmal geschehen noch Wunder. Heute habe ich mal wieder Schwarzwaldradio eingeschaltet und zum ersten mal Charly McThorn gehört. Wow: Tolle Radiostimme, zupackende Moderation, pfiffig, informativ. Werde ich morgen nachmittag wieder einschalten. Charly ist der lebendige Beweis dafür, daß man nicht zwangsläufig albacken klingen muss, wenn man die Moderationskunst hochhält.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht das Radio ist das Problem! Es sind die Entscheider...
Gut, dann nochmal andersherum: Überflüssig ist das Radio, das sich so anhört, wie es die "Entscheider" heute so wollen. Natürlich gibt es immer jemanden, der entscheidet, was wie gemacht wird.
Das ergibt dann aber irgendein Ergebnis. Und das ist, im Falle der meisten ARD-Anstalten, eben so, dass man die meisten Sender getrost abschalten könnte.

Manchmal geschehen noch Wunder. Heute habe ich mal wieder Schwarzwaldradio eingeschaltet und zum ersten mal Charly McThorn gehört. Wow: Tolle Radiostimme, zupackende Moderation, pfiffig, informativ. Werde ich morgen nachmittag wieder einschalten.
Keine Frage, es gibt immer noch Situationen, in denen man sich über das Angebotene freut. Oft findet man das eher zufällig, aber egal.

Solange es sowas noch gibt, ist Radio "nicht verloren" - egal jetzt ob bei einem privaten oder öffentlichen Dudler.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück
Oben