(Vermeintliche) Staatsferne der Öffentlich-Rechtlichen


Mannis Fan

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s.matze

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Die Nachrichtensendungen in den staatsnahen Medien verkörpern nun mal klar die Regierungslinie, was ja auch angesichts mancher Personalie und Verquickungen in Parlamente kein Wunder ist. Man könnte es auch Erziehungsratgeber oder "betreutes Denken" nennen. So muss man selber nicht nachdenken.
 
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_Stefano

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Das geht mir genauso. Aber nicht wegen der "Brutalität und Härte" der Weltgeschehnisse, sondern wegen der Plumpheit und Durchschaubarkeit der Haltungspredigten, die dort als "Nachrichten" verkauft werden.
Ach, das passt zu dem, wie ich dich einschätze.
Kleiner Tipp: Du kannst frei entscheiden, welche der vielen Sendungen du dir anschaust. Ich denke, dass du z.B. Kleber meinst und nicht die Tagesschau? Wenn doch, dann täte es mir leid, wenn du von allen das Gefühl hast, „Haltungspredigten“ verkauft zu bekommen.

vielleicht sind die alternativen Nachrichten im Internet dann passend für dich.

Die Nachrichtensendungen in den staatsnahen Medien verkörpern nun mal klar die Regierungslinie, was ja auch angesichts mancher Personalie und Verquickungen in Parlamente kein Wunder ist. Man könnte es auch Erziehungsratgeber oder "betreutes Denken" nennen. So muss man selber nicht nachdenken.
Sorry, das ist nun mal absoluter Quatsch.
 
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Mannis Fan

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vielleicht sind die alternativen Nachrichten im Internet dann passend für dich.
Es gibt keine "alternativen" Nachrichten, ebenso wenig wie es "Fake-News" gibt.
Es gibt nur Nachrichten. Fakten!
Die kann man nüchtern und ohne Ausschmückungen präsentieren, oder man kann ihnen Sichtweisen und Interpretationsmuster hinterlegen, weil man dem Zuhörer/Zuschauer (Frauen sind immer mitgemeint) etwas insinuieren will.

Was es freilich gibt, das sind alternative Nachrichtenkanäle. Davon kann man nicht genug konsumieren. Je mehr, desto besser. Dann lernt man, bei der Interpretation der Nachrichten den eigenen Verstand zu gebrauchen und ist nicht auf die belehrenden Moralbeigaben der öffentlich-rechtlichen Qualitätsjournalisten angewiesen.

Dass diese Einschätzung/Wahrnehmung mitnichten "absoluter Quatsch" ist, weiß jeder, der sich die Mühe macht, der hin und wieder jenseits des ÖR-Horizontes Ausschau hält. Innerhalb des ÖR bekennen sich viele Repräsentatnten ganz offen zum 2Haltungsjournalismus" (Siehe 5. Link) Hier ein paar Lesehilfen:

 

Johnny

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Die Nachrichtensendungen in den staatsnahen Medien verkörpern nun mal klar die Regierungslinie, was ja auch angesichts mancher Personalie und Verquickungen in Parlamente kein Wunder ist. Man könnte es auch Erziehungsratgeber oder "betreutes Denken" nennen. So muss man selber nicht nachdenken.
Was für ein Quatsch. Diese staatsnahe Medien gibt es nicht (Ausnahme: DW), das Gegenteil ist der Fall.
 

s.matze

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Diese staatsnahe Medien gibt es nicht
Wie würdest du ein Medium nennen, dessen Programmdirektorin
-die Tochter des Bundestagspräsidenten (CDU)
-die Ehegattin eines Landesinnenministers (CDU)
-selbst langjähriges CDU-Mitglied
in Personalunion ist? Womöglich noch "unabhängig", "neutral" oder gar "überparteilich"?

Ich nennen so etwas staatsnah! Und sicher in Zeiten einer langjährigen CDU-Kanzlerschaft.

Und offensichtlich bin ich nicht der einzige, der an der Unabhängigkeit der ARD zweifelt.
Das zeigen die mehr und mehr Unzufriedenen mit dieser Anstalt.

"ARD und ZDF sind teuer, ineffizient und kaum zu kontrollieren." befand bereits im Mai der Cicero, das Magazin für politische Kultur.

Ich schließe mich der Forderung in der WELT an:
"ARD und ZDF sollen berichten und nicht die Menschen erziehen"

Man muss sich auch mal die Frage stellen, warum Hofer, Zervakis, Atalay, Bator und Co. reihenweise das öffentlich-rechtliche Boot verlassen. Bezahlen die Privaten wirklich soviel mehr? Ist es nur das Geld, das lockt?
 
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Johnny

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Ach, Matze. Immer die selbe alte Leier. Wenn du dich inhaltlich mit den Programmen von ARD und ZDF auseinandersetzen würdest, würdest durchaus eine kritische Haltung und ständiges Hinterfragen des Handelns des Bundesregierung feststellen. Und übrigens, die Regierung ist nicht der Staat. Nur weil ARD und ZDF keine anti-demokratischen und menschenverachtende Positionen vertreten, sind sie nicht der Regierung hörig.
 

s.matze

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würdest durchaus eine kritische Haltung und ständiges Hinterfragen des Handelns des Bundesregierung feststellen
Das muss man aber mit der Lupe suchen bei 600facher Vergrößerung unter einem Zeiss-Mikroskop!
Ansonsten sehe ich, dass täglich die Mitteilungen der regierungsnahen Behörden verkündet werden.
 
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CosmicKaizer

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@Mannis Fan Die, die laut herausposaunen, wie alternativ und staatsfern sie angeblich sind, haben doch genau so eine politische Agenda. Von Flickschuster, Compact, Jebsen, Tichy und wie sie alle heißen, kommt doch nichts anderes als Propaganda. Die Trennung zwischen Information und Meinung ist bei den sogenannten alternativen Medien doch noch weniger vorhanden als im ör Rundfunk. Und mit ner Kamera bei Demos der eigenen Bubble mitzulatschen - das betrachte ich nicht als Journalismus.
 

Mannis Fan

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@CosmicKaizer
Die, die Du da aufzählst, habe ich alle gar nicht erwähnt und auch nicht beurteilt. Dadurch, dass es noch üblere Sünder gibt, schaffst Du die Mängel bei den ÖR jedoch nicht aus der Welt.
 

StabsstelleIV

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Etwa das Wahlvolk, was ausser am Wahltag rein garnichts zu melden hat?
Wenn das Wahlvolk zu dumm ist, sich zwischen den Wahlen in einer Partei zu engagieren und Einfluss zu nehmen? Selbst Schuld. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie einfach es wegen dünner Personaldecke ist, verdammt schnell an Ämter und Würden zu kommen.
Demokratie funktioniert eben nur, wenn das Wahlvolk statt populistischen Mist, wie den, auf den ich hier antworte abzusondern sich einbringt und engagiert.
 

s.matze

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was ausser am Wahltag rein garnichts zu melden hat?
NIcht mal das!
Wir wählen doch nur 700 bis 1000 Marionetten, die zu allem Ja und Amen sagen.

Die Entscheidungen treffen andere, u.a. irgendwelche Minister, Staatssekretäre, MInisterpräsidenten und eine Bundeskanzlerin. Keine einzige dieser Personen wird vom Bürger in direkter Wahl mit einem Mandat ausgestattet! Nicht mal das Staatsoberhaupt, das wird von irgendwelchen Prominenten gewählt!


Daher ist auch eine Landtagswahl wie in MV eine reine Farce, weil man die wichtigste, alles bestimmende Person nicht selbst direkt wählen kann! Diese wird ernannt oder - wie zuletzt Herr Sellering während der Amtszeit von Herrn Ringstorff und später Frau Schwesig während der Amtszeit von herrn Sellering - ins Amt gehievt.

Eine Scheindemokratie eben. Da passt ein scheindemokratischer (de jure unabhängiger, de facto aber - da die Ministerpräsidenten und Länderparlamente über die Gebürhenerhöhung abstimmen müssen! - am Rockzipfel der Regierungsparteien hängender) staatstreuer Rundfunk doch gut ins Bild...

Und die wenigen kritischen Formate die es gibt wie Fakt, Monitor, TTT, Zapp laufen entweder halbe Nacht, wurden zusammengekürzt, ins digitale Nirvana verlagert oder sollen ganz abgeschafft werden!
 
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tornadofilm

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Wenn das Wahlvolk zu dumm ist, sich zwischen den Wahlen in einer Partei zu engagieren und Einfluss zu nehmen? Selbst Schuld. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie einfach es wegen dünner Personaldecke ist, verdammt schnell an Ämter und Würden zu kommen.
Demokratie funktioniert eben nur, wenn das Wahlvolk statt populistischen Mist, wie den, auf den ich hier antworte abzusondern sich einbringt und engagiert.
Soso Mist, klar, absondern, ausscheiden. Haste nicht noch etwas aus der braunen, oder auch blauen Ecke? So seit ihr halt, ihr staatstragenden/erhaltenden Basisdemokraten, ich schmeiss mich weg, wie ihr immer über jedes Stöckchen springt. ROFL
 
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s.matze

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Ja, die Gästeliste der Talkshows und was die Gäste dort so von sich geben.
Es reicht aber auch eine Ausgabe der Tagesschau, die nur die Verlautbarungen aus Berlin wiederkäut.
Die AK war doch wohl ein Witz dagegen.

Aber es wundert einen auch nicht. Und ich bin nicht der Einzige dem das auffällt!

"Strobl ist nicht nur CDU-Mitglied, sondern auch Tochter von Wolfgang Schäuble (CDU) und mit dem CDU-Innenminister von Baden-Württemberg verheiratet."

"Wie würden wir reagieren, wenn Trump seine Tochter zur Chefin von Fox news machen würde oder Putin seine von Russia Today?"

"Für die Otto Brenner Stiftung hat der Medienexperte Fritz Wolf die Kontrollgremien der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten untersucht. Das Ergebnis: Die Rundfunkräte von ARD und ZDF zeichnen sich durch zu große Staatsnähe sowie mangelnde Öffentlichkeit und fehlende Transparenz aus."
"Die Studie kommt weiter zu dem Schluss, dass die Aufsicht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zukünftig staatsferner, transparenter, jünger und weiblicher ausfallen müssen. Derzeit seien wichtige gesellschaftliche Strömungen nicht ausreichend repräsentiert und der Frauenanteil im Schnitt zu niedrig. "


"Formal geschieht das, indem die Zahl „staatsnaher“ Vertreter in den Gremien von ARD und ZDF reduziert wird. Doch was ist mit der real existierenden Staatsferne? Um die steht es nicht zum Besten."

"zwei Drittel aller Gäste kommen aus Politik und Medien. Und gut zwei Drittel dieser Politiker*innen agieren auf Bundesebene"
"Wenn Gäste aus der Wirtschaft kommen, sprechen acht von zehn von ihnen für die Unternehmensseite"


"Meist sitzen die immer gleichen Politiker in der Runde, meist sind diese männlich"

"Man erinnere sich nur an die letzte Wahl des ZDF-Intendanten. Da verhandeln Parteipolitiker monatelang über die Besetzung der Spitzenposition"
"Faktisch, und das hat die ZDF-Intendantenwahl wieder einmal überdeutlich gezeigt, haben die großen Parteien das Sagen."
"Bei den in der ARD zusammengeschlossenen Landesanstalten bekommt man von dem Parteieneinfluss nur deshalb weniger mit, weil häufig jeweils eine Partei in dem Land das Sagen hat. Beim WDR regiert die SPD, beim BR die CSU. Bei parteipolitisch heterogenen Mehrländeranstalten wie dem NDR ist die Parteipolitik im Hintergrund fast so groß wie beim ZDF."
"Auch Ergebnisse von Inhaltsanalysen zur Medienberichterstattung vor der letzten Bundestagswahl 2002 führen zu dem Schluss, dass die Ausgewogenheit der Öffentlich-Rechtlichen die der Privaten nicht unbedingt übertrifft. Die ZDF-Sendungen „heute“ und „heute-journal“ stachen sogar durch eine (im Vergleich zu den das politisch-publizistische Spektrum repräsentierenden überregionalen Tageszeitungen) überaus positive Berichterstattung zu einem der Kandidaten, Bundeskanzler Schröder, heraus."


Die FAZ, die Süddeutsche, die IG Metall oder die CDU-nahe Adenauer-Stiftung sind wohl seriöse Quellen!
Wenn du schon nicht auf deine eigene Wahrnehmung und dein Urteilsvermögen vertrauen möchtest.
 
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rockon

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Ja, die Gästeliste der Talkshows und was die Gäste dort so von sich geben.
Es reicht aber auch eine Ausgabe der Tagesschau, die nur die Verlautbarungen aus Berlin wiederkäut.
Schaust Du nur Bilder oder hörst Du auch zu? Ich höre in den Nachrichten und Talksendungen immer auch Stimmen der Opposition. So z.B. Wolfgang Kubicki, der in den vergangenen Monaten, vor allem Corona betreffend, eine ganz andere Meinung als die der Regierung vertreten hat.
 
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Border Blaster

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"Wie würden wir reagieren, wenn Trump seine Tochter zur Chefin von Fox news machen würde oder Putin seine von Russia Today?"
Beides sind keine öffentlich-rechtlichen Sender. Bei FOX News wäre es keine große Sache, wenn Ivanka da das sagen hätte. Und der Aufschrei im Lande würde sich in Grenzen halten. Und Russia Today ist ja auch kein "normaler" Sender, wird vom Staat finanziert, ist aber trotzdem kein öffentlich-rechtlicher Sender im klassischen Sinn, sondern ein reiner Propaganda-Sender. Auch da wäre es ebenso egal, wenn Putins Tochter dort den Vorsitz übernehmen würde. Da könnte überhaupt jeder fast sitzen, weil die Ansagen ja direkt aus dem Kreml kommen.

"Strobl ist nicht nur CDU-Mitglied, sondern auch Tochter von Wolfgang Schäuble (CDU) und mit dem CDU-Innenminister von Baden-Württemberg verheiratet."
Jede Partei, die die Möglichkeit hat, versucht "ihre" Leute oder zumindest Leute, von welchen sie glauben, dass sie einem selbst gewogen sind, in den Rundfunkanstalten zu installieren. Dass Christine Strobl mit Thomas Strobl verheiratet ist und noch dazu die Tochter von Schäuble ist, irritiert mich nicht einmal mehr. Der Bayerische Rundfunk hatte jahrelang einen Sigmund Gottlieb als Chefredakteur, der doch der CSU gegenüber immer - sagen wir es so - sehr unkritisch eingestellt war.
Das genaue Gegenteil von einem Sigmund Gottlieb ist aber bei uns in Österreich Armin Wolf, der Anchorman der wichtigsten Nachrichtensendung des Landes. Nachdem vor ein paar Wochen die Sebastian Kurz-Regierung ihren Wunschkanditaten als neuen ORF-Chef hat installieren können, folgte am Abend ein sehr sehenswertes Interview eben von Armin Wolf mit diesem. Der designierte ORF-Chef hatte öfters gefühlte 4-5 Sekunden keinen Ton herausgebracht, so kalt erwischt wurde er von der einen oder anderen Frage Armin Wolfs.


Dies ist für mich persönlich schon jetzt ein Klassiker, wer Zeit hat, sollte sich diese 14 Minuten unbedingt ansehen.

Was in den unzähligen Talk-Shows auffällt, ist aber, dass es jede der Damen Will, Illner und Maischberger viel zu oft versäumt, gewissen Politikern richtig kritische Fragen zu stellen. Da gefällt mir ein Markus Lanz etwas mehr, obwohl auch da auffällt, dass er - nach meinem Dafürhalten - bei Politikern der Grünen, SPD, der Linken - und ja natürlich auch bei jenen der AfD sehr viel kritischer nachfragt als es bei Vertretern von CDU, CSU und FDP der Fall ist. Aber wohlgemerkt gibt es auch bei letzteren löbliche Ausnahmen, dass es eine helle Freude ist - zumindest für mich - wie dann die Politiker ins Schwitzen und Stottern kommen.

Fazit: Wichtig ist, dass es weiterhin standhafte Journalisten und Moderatoren gibt in den öffentlich-rechtlichen Sendern, die sich nicht vereinnahmen lassen, es somit keine Rolle spielt, welche Partei gerade wieder ihre eigenen Leute in irgendwelche Ämter gehievt hat.
 
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s.matze

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dass es jede der Damen Will, Illner und Maischberger viel zu oft versäumt, gewissen Politikern richtig kritische Fragen zu stellen
In wieweit haben die denn überhaupt Freiheit darüber zu entscheiden oder gibt es da festgelegte Scripte von der Redaktion, was man in der kurzen Sendezeit unterbringen darf? Es soll ja auch Gäste geben, die wollen vorher genau die Fragen oder den Ablauf zugeschickt wissen, um sich "vorzubereiten", unvorhergesehene Nachfragen oder gar kritische Fragen sind da nicht erwünscht.

Allein die ellendige Genderei in diesen Sendungen zeigt doch, wessen Geistes Kind in den Redaktionen der Sender vorherrscht. Warum macht man das? Doch nur um gewissen politischen Kreisen zu gefallen. Aus reiner Unterwürfigkeit und vorauseilendem Gehorsam.
 
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Mannis Fan

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diese steile These
Von der Behauptung, es handele sich um eine "steile These" wird es nicht wirklich zu einer Tatsache. Man kann sich auch selbst Augenklappen umschnallen.
Von "standhaften Journalisten und Moderatoren" in öffentlich-rechtlichern Sendern sehe ich nicht viel, außer "standhaft" bedeutet, sie stehen fest zur Regierung und zu den etablierten Parteien. Es ist ja nicht wirklich eine Leistung, "standhaft" gegen AFD und Querdenker, gegen Nazis und Islamisten, gegen Machos und Arschlöcher zu sein. Das ist wohlfeil.
"Standhaft" wäre es, mal die Drahtzieher der weltweiten Waffendeals, die Bosse der Cum-Ex Banken, die Kriegstreiber der Rüstungslobby, die Profit-Geier der Börse, die Bodenschatz-Räuber der Ölkonzerne, die tierquälerischen industriellen Großlandwirte, die genmanipulierte Lebensmittelindustrie, die weltvergiftende Pharmaindustrie, und all die Politiker, die das dulden, decken und fördern, in die Schlagzeilen zu nehmen. - Geschieht nur leider nicht, und deshalb ist das keineswegs eine "steile These", sondern traurige Wirklichkeit..
 

s.matze

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Von "standhaften Journalisten und Moderatoren" in öffentlich-rechtlichern Sendern sehe ich nicht viel

Ich würde mir z.B. von unserer unabhängigen ARD wünschen, dass sie

-eine Grünenkanzlerkandidatin klipp und klar auf ihre Vergangenheit ansprechen, ihr die verschiedenen Versionen ihrer Lebensläuft in ausgedruckter Form vorlegen und sie dazu Stellung beziehen muss.

-einen SPD-Kanzlerkandidaten Scholz kritisch beleuchten auf seine Rolle im Wirecard-Skandal und bei CumEx.

-einen früheren Innenminister aus MV fragen, warum er, als Befehlshaber der Landespolizei eine Waffe aus dubiosen Kreisen erworben hat

-einen regierenden Bürgermeister Müller, der in den Bundestag will, fragt, warum er 131.559.800,92 Euro für eine Impfkampagne ausgeben will, anstatt von dem Geld sämtliche Schulen der Stadt zu sanieren?

-eine Frau Giffey, die Bürgermeister von Berlin werden will, ebenso kritisch hinterleuchtet wie die Quellen, aus der die Vorwürfe gegen diese Frau kommen.

-eine kritische Bilanz der 17 Jahre Regierung Merkel ziehen, mit all den Themen, die ausgesessen wurden, mit all den hinterlassenen Scherben und verbrannten Feldern anstatt eines Porträts, das sie als große Staatsfrau auf der internationalen Bühne zeigt.

-offen und immer wieder hinterfragt, warum unser nördliches Nachbarland seinen Bürgern in Kürze ein völlig normales Leben ermöglicht, während wir hierzulande weiter am Rad drehen.

-die Rolle der USA in Afghanistan kritisch hinterfragt, anstatt Betrofffenheit über die aktuelle Lage dort zu äußern

-aufzeigt, wer wieviel an den Impfstoffen usw. verdient hat

-kritisch die Notfallsysteme in Deutschland, deren desolater Zustand spätestens seit dem "bundesweiten Warntag" bekannt war, und deren Verantwortliche abklopft.

Das sind nur ein paar der Themen, die mir im deutschen Fernsehen zu einseitig daherkommen und im Radio z.T. gar keine Beachtung finden.

Ich erwarte keine vorgekaute Meinung, keine "Meinungsbildung", keine Unterwürfigkeit, keine Anpassung, keine Scheu vor den Regierenden, kein betreutes Denken -sondern Redaktionen, die unvoreingenommen und mit offenen Augen arbeiten.

Für einen kritischen ö-r Rundfunk bin ich gerne bereit, mehr zu zahlen.
Aber nicht für einen Rundfunk, der seine wenigen kritischen Formate (Zapp) zusammenkürzt oder ganz einstellen will.

Danke.
 
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