Vieles neu beim rbb (Radio) 2019


Radiokult

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dass man sich mit dem Digitalgedöns beschäftigen und sich dazu auch noch nervige Nachfragen gefallen lassen muss:
Ach ja, Dauermeckerer Kreymeier. Was er da postuliert, ist nur die halbe Wahrheit. Und ich halte Kreymeier für schlau genug, dass er auch genau das weiß. Was er dort nämlich nicht dazu sagt ist, dass auch bei zahlreichen ÖR-Produktionen die sogenannten Urheberrechte mitnichten immer bei selbigen liegen müssen. Nur weil dieses oder jenes über ÖR-Kanäle versendet wurde, müssen dort noch lange nicht die entsprechenden Rechte liegen. Daher ist es insbesondere bei Filmen und ähnlichen Kram eher schwierig, Leute bei YT wegen Urheberrechtsverletzungen dran zu kriegen. Allein ein eingeblendetes Senderlogo reicht da mitunter nicht. Und davon mal ganz abgesehen, wer sichtlich zähneknirschend aber dennoch unwidersprochen ausgerechnet einen gewissen Th. G. Hornauer in Bezug auf eine Chez Krömer-Sendung soviel Schmarn von sich geben läßt, sollte lieber aufhören sich Medienkritiker zu nennen. Das paßt dann nämlich nicht so ganz zusammen. Den Prozeß um die Videoschnipsel hat er inzwischen übrigens verloren.

Zurück zum rbb.
 

Olf Reden

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Diesem YouTube-Mann geht es vermutlich auch eher um seine Einnahmen. Kein Vorwurf!

Aber auch mir ist dieses stundenlange Ranwanzen an den offensichtlich hilfebedürftigen Gast Hornauer und zum Beispiel das stundenlange Betrachten/Kommentieren der ZDF-Ikea-Doku als ausgedehntes, möglichst viele YT-Webepausen mitnehmendes, Geschäftsmodell aufgefallen. Das hätte er mit seinen Möglichkeiten richtig gut zeitlich raffen und für die Zuschauer aufarbeiten können.

Geschäftstüchtigkeit ist wie gesagt kein Vorwurf. Aber ich bezweifle, dass es ihm um die Sache geht!
 

Adolar

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Ach ja, Dauermeckerer Kreymeier. Was er da postuliert, ist nur die halbe Wahrheit.

Den Prozeß um die Videoschnipsel hat er inzwischen übrigens verloren.

Er geht in Berufung:) Der Sachverhalt: Er wurde von einer externen Anwaltskanzlei im Auftrag von Radio Bremen verklagt, da er ein YT-Video gemacht hatte, in dem Ausschnitte aus einer RB-Sendung gezeigt und kommentiert wurden. In dem obigen Video geht es aber gar nicht direkt um Kreymeier, sondern darum, warum ausgerechnet Kreymeier verklagt wurde, aber tausende andere, die ARD-Material in YT hochladen nicht. Es besteht damit der Verdacht, dass das Urheberrecht bei Kreymeier nur vorgeschoben war. Natürlich könnte die ARD ganz einfach alle Videos mit Ausschnitten von sich melden und damit sperren lassen. Herr Buhrow wollte aber nicht offen sagen, dass man dem Treiben bei YT systematisch Einhalt gebieten möchte. So muss er sich den Verdacht gefallen lassen, das mit zweierlei Maß gemessen wird.
 

Radiokult

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es aber gar nicht direkt um Kreymeier, sondern darum, warum ausgerechnet Kreymeier verklagt wurde, aber tausende andere, die ARD-Material in YT hochladen nicht.
Warum das so ist, hatte ich oben angemerkt. Im übrigen sollte sich Kreymeier mal mit den Monetarisierungsmechanismen von YT beschäftigen. Selbst wenn man urheberrechtlich geschütztes Material dort hochlädt, zum Beispiel Musik, passiert einem nichts. Die Monetarisierung für das Video wird im Hintergrund allerdings aufgrund des Algorithmus automatisch an den Urheber weitergeleitet. Der normale Zuschauer merkt davon nichts. Inwieweit die hiesigen ÖR diese Mechanismen evtl. nutzen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall macht es sich Kreymeier ein wenig zu einfach mit seiner Argumentationskette. Das davon unabhängig Buhrow reichlich unbeholfen auf die Frage geantwortet hat, würde ich aber auch so sehen.
 

lg74

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Nach meinem Dafürhalten betont sie zu sehr das Thema Diversität.
"Und wir müssen im Programm mehr an diejenigen denken, die keine Akademiker sind, nicht in der Stadt wohnen, in schwierigen ökonomischen Verhältnissen leben und ebenfalls Rundfunkbeitrag zahlen. Da haben wir Nachholbedarf."
(P. Schlesinger)

Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie sich das programmlich auswirken soll. Schließen sie dann die Kulturwellen gleich komplett, weil die in ihrem Feindbild ja nur von Akademikern genutzt werden? Wird die Ansprechhaltung in den "Populärwellen" dann noch prolliger (inhaltsleerer geht ja nicht, negative Zahlen für für Mengenangaben ja nicht zugelassen), weil man "auf Augenhöhe" mit seinen erfundenen "Musterhörenden (m/w/d)" kommen will?

Die Akademiker in meinem Umfeld sind seit langem massiv "TV-reduziert" und oft komplett Radio-frei. Der bedarf, sich intellektuell beleidigen zu lassen, ist da nicht allzu hoch.
 
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Adolar

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Mit Radio ist es schon komisch, da hört man lange eine Stimme und stellt sich irgendwann dahinter eine konkrete Person vor. Jeden Montag ärgere ich mich, was "Olga Grjasnowa" für Belangloses in "100 Sekunden Leben" vom inforadio erzählt. So hätte ich sie mir nun aber nieeeeee vorgestellt:
 

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Philclock

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@lg74

Ich hab mal ein wenig geschaut, was mir so aufgefallen ist, man findet sehr viele Menschen mit Abitur und irgendeinem Studium beim öffentlich rechtlichen Rundfunk aber wirklich sehr wenig Menschen mit einem weiteren Lebensweg und ich denke genau sowas fehlt beim öffentlich rechtlichen Rundfunk. Wer schon andere Seiten vom Leben gesehen hat, der drückt sich anders aus, ist auch manchmal etwas feiner und ausgewählter unterwegs. Ich denke schon, dass man das auch braucht um dieser schwer zu handelnden Medienwelt auch einen inneren Abstand zu wahren. Mit diesem inneren Abstand, kann man dann viel gezielter für eine Sache aktiv sein.

Was mich beim öffentlich rechtlichen Rundfunk so sehr stört ist ein Ansatz, den man auch in der freien Wirtschaft oder auch sogar im Schulwesen wieder findet. Jeder soll alles können.... Das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Im Radiobetrieb sind das zum Beispiel Moderatoren, die dann alles weg moderieren sollen. Das halte ich grundsätzlich für die Sache schädlich.

Nehmen wir jetzt mal deine Radioheimat DT64 dazu. Dort hat jeder für eine bestimmte Sache gebrannt und war richtig gut darin und die haben ja dann sehr demokratisch, leicht chaotisch ein Radioprogramm daraus gemacht. Die meisten Leute hatten aber auch ganz andere Stationen in Ihrem Leben gesehen. Diese Mischung aus gewissen Gegebenheiten, hat das Radioprogramm so toll gemacht. Und nun schlage ich den Bogen wieder zurück zum RBB, sowas fehlt ja auch irgendwie dort, würde ich sagen. Wie siehst Du das?

Ich freue mich zum Beispiel wieder auf das Berlinale Radio, ich hoffe dieses Jahr findet das Ganze auch mal wieder mit Menschen statt. Knut Elstermann macht das wirklich gut. Er ist auf das Gebiet spezialisiert.


Für das Tagesprogramm kann ich ein ganz altes Beispiel anführen, das erwähne ich mal Nero Brangenburg, der bis 2005 noch bei RBB 88,8 tätig war. Der ist eigentlich mal Postbeamter gewesen und hat sich dann ins Radio rein gearbeitet. Ob studiert oder nicht, die Leidenschaft ist ja am Ende ein gewisses Element bei dem Ganzen.
 
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Adolar

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"Ich dachte, das ist ja krass..."

Stimmt, der Gedanke kam mir, als ich auf https://www.rbb24.de/studiocottbus/...en-impfpflicht-ungeimpfte-stellenangebot.html las, für was rbb-Journalisten so Zeit haben.

Spannendes Thema, aber was würde jeder Volontär im ersten Jahr als erstes rauszubekommen versuchen?

Was kostet eigentlich so eine Stellenanzeige?

Überprüfen die Verlage die eingehenden Anzeigen?

Ist es üblich in der Branche, dass jemand über ein Stellengesuch eingestellt wird?

Zu all dem im langen Text kein Wort. Fazit: Mehr Clickbait als Journalismus.
 

CosmicKaizer

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völlig unüblich. Und -als Pflegefachkraft- wäre ich froh gewesen, nicht mit solchen Kollegen zusammen arbeiten zu müssen...

Allerdings wäre der eventuelle wirtschaftliche Zusammenhang zwischen "Titelstory" und Anzeigen interessant.
 
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Johny24

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Auch wenn das Thema nicht direkt mit rbb radio zu tun hat, finde ich diese Recherche doch recht wichtig, @Adolar. Zudem war es wohl ein Wochenendbesuch bei Bekannten in Bautzen, bei dem er auf das Thema aufmerksam wurde, kam gestern bei Brandenburger rbb Magazin.

Eigentlich sehe ich da nichts verwerfliches an dieser Recherche. Für mich ist das aufdecken dieser koordinierten und simulierten Impfflucht durch ins Leere laufende Anzeigen wirklich sensationell, das zusammen mit der Tatsache dass der Herrausgeber dieses Anzeigenblättchens AfD-Mitglied ist. Da muss auch nicht unbedingt geprüft werden ob die Anzeige korrekt ist oder nicht - Hauptsache man kann sich davon auch noch die Taschen vollschlagen ;)
 

Cart

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"Ich dachte, das ist ja krass..."

Stimmt, der Gedanke kam mir, als ich auf https://www.rbb24.de/studiocottbus/...en-impfpflicht-ungeimpfte-stellenangebot.html las, für was rbb-Journalisten so Zeit haben.

Spannendes Thema, aber was würde jeder Volontär im ersten Jahr als erstes rauszubekommen versuchen?

Was kostet eigentlich so eine Stellenanzeige?

Überprüfen die Verlage die eingehenden Anzeigen?

Ist es üblich in der Branche, dass jemand über ein Stellengesuch eingestellt wird?

Zu all dem im langen Text kein Wort. Fazit: Mehr Clickbait als Journalismus.

Das ist die lächerlichste "Beschwerde", die ich seit langer Zeit gelesen habe. Und ich habe einen Facebook-Account!
 

Adolar

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Eigentlich sehe ich da nichts verwerfliches an dieser Recherche.
Aber es gab doch gar keine "Recherche" im journalistischen Sinne. Der hat doch nix rausbekommen. Dann wurde trotzdem ein Artikel publiziert, der keine wichtige Frage und keinen Hintergrund aufklärt. Das war also keine "Beschwerde" von mir, sondern eine inhaltliche Kritik. Sowas fundiertes lest ihr auf Facebook natürlich nicht:)
 
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