Warum nimmt TuneIn keine neuen Sender mehr auf?


bobbe

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Themeneröffner
TUNEIN sagt nur, dass sie im Moment keine neuen Sender aufnehmen und ich hab nachgeschaut, sogar schon seit über 3 Jahren!

"At this time, we are no longer adding new stations to our directory"

...und etlich sind drin und gehen nicht mehr.
 

Complexe

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Mir geht es darum, dass der Radiostream über Alexa zu hören ist. Das geht zwar auch über andere Dienste als TUNEIN, aber nur TUNEIN ist der Hauptradiodienst für Alexa, so dass man einfach sagen kann: "Alex spiele <Sendername>" und fertig.
Also wenn ich Zb sage Alexa Deutschrap oder Alexa starte Deutschrap startet er ein Radio von laut.fm ohne das ich was installiert habe
 
"Derzeit" werden keine Webradios mehr aufgenommen. Es wird aber auch nirgendwo behauptet, daß man das jemals irgendwann wieder machen wird! Warum auch... sind ja genug Sender drin. Die 2-Hörer-Programme können die 2 Hörer ja selber auch direkt aufrufen.
Zumal Änderungen an bereits bestehenden Sendern nach wie vor vorgenommen werden. So wurde Antenne MV mittlerweile als "nicht mehr verfügbar" deklariert, während 80s80s als Nachfolger aufgenommen wurde.
 

Radiocat

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TuneIn ist für mich Geschichte, die App auf allen Geräten deinstalliert. Horchposten von Internetkonzernen, die auf Zuruf Lala machen, gibt es bei mir nicht. Receiver ist die Radioapp meiner Wahl. Sorry, aber eine Radioapp, welche seit zwei Jahren keine neue Stationen aufnimmt, ist scheintot und gehört begraben. So etwas kann ich nicht ernst nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:

bobbe

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Themeneröffner
Nun hat auch "Radio.de" seinen Alexa Skill vor 2 Wochen heimlich abgeschaltet. Sie schreiben:

"Der Alexa Service wurde eingestellt und wird auch zukünftig nicht wieder zur Verfügung stehen."

Fragen:

1. Kann man einen eigenen Alexa-Skill irgendwie programmiert bekommen?

2. Laut.fm wurde hier genannt. Da muss man sich bewerben. Wie lange dauert das? Funktioniert Laut.fm auch, wenn man einen anderen Streamserver verwendet?

3. Gibt es weitere Alternativen zu Radio.de und TUNEIN?
 

noordjonge

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1. Kann man einen eigenen Alexa-Skill irgendwie programmiert bekommen?
2. Laut.fm wurde hier genannt. Da muss man sich bewerben. Wie lange dauert das? Funktioniert Laut.fm auch, wenn man einen anderen Streamserver verwendet?
3. Gibt es weitere Alternativen zu Radio.de und TUNEIN?

Zu 1. Ja kann man, siehe: https://blog.laut.fm/Alexa-Skills-selbst-erstellen/
Zu 2. Mit einem eigenen Streamserver funktioniert laut.fm nicht. Eine Bewerbung kann schnell gehen, kann aber auch lange dauern.
Zu 3. Ja gibt es, z. B. Onlineradiobox ... ob es eine wahre Alternative ist, musst du für dich selbst entscheiden.
 

bobbe

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Themeneröffner
Zu 1: Ich meinte nicht Laut.fm, sondern jemand der einen Alexa-Skill für den eigenen Streamserver macht / programmiert?
Zu 2: Kann man seinen Stream vom eigenen Streamserver zu Laut.fm schicken? (Restreamen etc).
Zu 3: Aber Onlineradiobox hat keinen Alexa Skill.
 

Cha

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"Angesichts der inzwischen sechsstelligen Anzahl an gelisteten Programmen mag es nachvollziehbar sein, dass TuneIn Radio nicht mehr jedes kleine "Zehn-Hörer-Webradio" annehmen möchte."
Schon vorher hatten sie z.T. offensichtlich keinen Bock auf kleine Webradios. Ich hab 2015 versucht mein Webradio dort zu listen. Hab 2x das Formular auf der Website ausgefüllt. Versprochen wurde, dass das neue Programm nach 24 Stunden verfügbar sein soll, wenn ein Wochenende dazwischen liegt, spätestens nach 3 Tagen. Nach einer Woche war mein Sender aber immer noch nicht gelistet. Support anschreiben war auch sinnlos, da kamen nur vorgefertigte Textblöcke, die nicht wirklich was mit meiner Anfrage zu tun hatten.

Bei vTuner klappte das Aufnehmen eines neuen Programmes hingegen problemlos.
 

Skywise

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Am Samstag hat die CON von laut.fm stattgefunden. Eines der besprochenen Themen war TuneIn. Stefan Zilch hat sich da am virtuellen Kaminfeuer zu diversen Themen von TuneIn ausgelassen. Wem der Name nichts sagt: ich persönlich kenne den Namen noch aus myspace-Zeiten, zwischenzeitlich war er unter anderem bei spotify, seit September ist er bei TuneIn und versucht hier, ein bißchen was voranzutreiben.
Mal runtergebrochen auf ein paar wesentliche Aussagen - ich hoffe, ich lege ihm hier nichts und den Mund, ich gebe es so wieder, wie die Infos bei mir ankamen: TuneIn als US-Unternehmen ist ein wenig blauäugig in den Europa-Markt gestartet und hat relativ schnell gemerkt, daß das Thema "Rechtslage" hierzulande ein bißchen anders läuft. Stichwort: wer hierzulande auf illegale Inhalte verlinkt, muß mit Ärger rechnen, obwohl er selbst erst mal nicht für die Inhalte der anderen Seite verantwortlich ist. Genau das stand auch bei TuneIn an: diverse Rechtsanwälte forderten TuneIn auf, einen Nachweis über die Rechtmäßigkeit der verlinkten Programme zu liefern, was TuneIn verständlicherweise nicht konnte, und seitdem köchelte einiges ziemlich auf Sparflamme vor sich hin, gerade in Sachen Webradios. Stefan Zilch hat jetzt mehr oder weniger die Verantwortung für diese Baustelle übernommen. Was er sagte, klang jetzt nicht unbedingt wie "Wir werden jetzt aber so was von voll durchstarten", sondern eher nach "wir werden jetzt mal versuchen, was rechtlich geht und was mit unserem Personal zu stemmen ist". Diverse Aussagen tätigte er vor allem in Bezug auf laut.fm, weil hier die Rechtslage im Grunde genommen vergleichsweise transparent ist, da laut.fm für GEMA und GVL geradesteht. Wie es mit anderen Radios und der weiteren Entwicklung von TuneIn aussieht, wurde weder deutlich gesagt noch intensiver nachgefragt, insofern kann ich dazu nichts sagen außer: da hockt jetzt jemand, der wenigstens versucht, sich zu kümmern. Und weil Stefan Zilch in der Vergangenheit auch einiges zum Funktionieren gebracht hat, würde ich das Thema TuneIn noch nicht ganz abschreiben.

Gruß
Skywise
 

noordjonge

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Zu 1: Ich meinte nicht Laut.fm, sondern jemand der einen Alexa-Skill für den eigenen Streamserver macht / programmiert?
Zu 2: Kann man seinen Stream vom eigenen Streamserver zu Laut.fm schicken? (Restreamen etc).
Zu 3: Aber Onlineradiobox hat keinen Alexa Skill.

Zu 1. Die Vorlage kannst du leicht für deine Bedürfnisse anpassen, ansonsten Google hilft und es gibt auch Firmen, die dir gerne einen Skill programmieren.

Zu 2. Siehe: https://blog.laut.fm/Einfach-live-streamen/
ZU 3. Man kann nicht alles haben, aber siehe zu 1.
 

hulpmiddel

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Hallo zusammen,

mittlerweile ist es so das TuneIn die Laut.FM Radiosender allesamt aufgenommen hat:


Wie es mit Radiosendern aussieht, die keinem Netzwerk angehören steht wohl in den Sternen.

Viele Grüße
Benny
 

Bolero

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Ich weiß nicht so genau, was daran neu sein soll. Über TuneIn waren auch vorher schon etliche laut.fm-Sender zu finden.
 

Skywise

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Zumindest scheint die Geschichte jetzt durchgezogen worden zu sein, jedenfalls wurde verlautbart, daß sämtliche laut.fm-Sender mittlerweile auf TuneIn zu finden sind.

Gruß
Skywise
 
Zuletzt bearbeitet:

drod

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Und für richtige Internetradios und Streams von terrestrisch verbreiteten Sendern gilt, wenn die Unterlagen überprüft worden sind (Hörerzahlen, Lizenzen), werden sie auch aufgenommen.

Eine derart kuratierte Aufnahme tut solch einem riesigen Portal gut, denn mittlerweile darf jeder Depp online dudeln. TuneIn ist schließlich der Marktstandard auf Internetradios und Smart Speakern.

Das wäre so, als dürfte jeder auf Astra senden - macht ja auch niemand, außer Timo C Storost.
 

UKW 100

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Ich finde es verwirrend und erschreckend zugleich, wie sich der Webradio-Markt (und weite Teile des Internets insgesamt) in den letzten Jahren entwickelt haben.

Und für richtige Internetradios und Streams von terrestrisch verbreiteten Sendern gilt, wenn die Unterlagen überprüft worden sind (Hörerzahlen, Lizenzen), werden sie auch aufgenommen.

Wie bescheuert ist das denn? D. h. ein Sender muss jetzt ERST eine gewisse Anzahl an Hörern haben, bevor er bei TuneIn & Co. gelistet sein darf? Das führt m.E. den Grundgedanke eines solchen Portals ad absurdum, auch NEUE Anbieter (die logischerweise noch keine großen Hörerzahlen haben KÖNNEN) zu entdecken. Einen Sender, dessen Namen ich bereits kenne, dafür brauche ich kein TuneIn.

Eine derart kuratierte Aufnahme tut solch einem riesigen Portal gut, denn mittlerweile darf jeder Depp online dudeln. TuneIn ist schließlich der Marktstandard auf Internetradios und Smart Speakern.

Wie bereits angerissen, finde ich die gesamte Online-(Radio-) Markt-Entwicklung erschreckend. Als Ende der 1990er das Internet zum Massenmedium avancierte, war ja vielerorts von der Hoffnung die Rede, dass das allgemeine Publikums-Interesse nicht so stark auf den Mainstream konzentriert ist, wie uns die marktbeherrschenden Großkonzerne immer einredeten. Viele Prognosen sagten voraus, dass die "DIY"-Angebote nach einer gewissen Zeit einen so großen Marktanteil einnehmen würden, dass die etablierten Player massiv an Wichtigkeit verlieren und womöglich sogar kollabieren. Hier in den "Radioforen" gab es noch vor einigen Jahren Leute, die der Ansicht waren, dass die klassischen Formatradios massiv auf dem Rückzug sein werden, sobald sich die Internetradio-Technologie flächendeckend etabliert hat. Letzteres ist mittlerweile der Fall: Viele heutigen Autoradios sind z. B. Internetradio-tauglich, alternativ kann jedes Smartphone sich per Bluetooth mit dem Autoradio verbinden. Immer günstigere Datentarife ermöglichen auch, über einen längeren Zeitraum hinweg mobil Internetradio zu hören.

Ebenfalls hatte man prognostiziert, dass in der Musikbranche die großen Major-Labels massiv an Bedeutung verlieren, und neue Anbieter die Marktanteile wegnehmen. Aber auch hier ist diese Entwicklung nicht eingetreten. Die Charts werden weiterhin mit den Produkten von Universal, BMG, Warner & Co. gefüllt. Internet-Plattformen wie MP3.com, Vitaminic, Track4.de, Jamendo, MySpace oder Soundcloud stellten entweder ihre Dienste komplett ein oder versanken in der Bedeutungslosigkeit. Auch hier hat sich die oft genannte Prophezeihung, "DIY"-Musiker würden signifikante Marktanteile einnehmen, nicht erfüllt. Gleiches gilt z. B. bei Büchern (die neuen Selbstverlage haben keine Chance gegen die großen Verlagshäuser) oder Filmen.

In Sachen Radio-Arbeit habe ich aus dieser Entwicklung Konsequenzen gezogen und bin vom Internetradio schrittweise - und zwischenzeitlich komplett - zum Bürgerfunk eines großen NRW-Lokalsenders gewechselt. Hier hat man zumindest Reichweite, und etwas anderes als AC-Mainstream lässt sich dem "normalen Durchschnittshörer" offensichtlich nicht anbieten.
 

Skywise

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Wie bereits angerissen, finde ich die gesamte Online-(Radio-) Markt-Entwicklung erschreckend. Als Ende der 1990er das Internet zum Massenmedium avancierte, war ja vielerorts von der Hoffnung die Rede, dass das allgemeine Publikums-Interesse nicht so stark auf den Mainstream konzentriert ist, wie uns die marktbeherrschenden Großkonzerne immer einredeten. Viele Prognosen sagten voraus, dass die "DIY"-Angebote nach einer gewissen Zeit einen so großen Marktanteil einnehmen würden, dass die etablierten Player massiv an Wichtigkeit verlieren und womöglich sogar kollabieren. Hier in den "Radioforen" gab es noch vor einigen Jahren Leute, die der Ansicht waren, dass die klassischen Formatradios massiv auf dem Rückzug sein werden, sobald sich die Internetradio-Technologie flächendeckend etabliert hat. Letzteres ist mittlerweile der Fall: Viele heutigen Autoradios sind z. B. Internetradio-tauglich, alternativ kann jedes Smartphone sich per Bluetooth mit dem Autoradio verbinden. Immer günstigere Datentarife ermöglichen auch, über einen längeren Zeitraum hinweg mobil Internetradio zu hören.
Sagen wir mal: im Grunde genommen sind ja auch beide Effekte eingetreten, wenn auch nicht im prognostizierten Maß. Das Internet hat vielleicht dafür gesorgt, daß der Konsum arg gestreut hat, aber ich denke nicht, daß sich anteilmäßig wirklich etwas in spürbarem Maß verändert hat.

Ebenfalls hatte man prognostiziert, dass in der Musikbranche die großen Major-Labels massiv an Bedeutung verlieren, und neue Anbieter die Marktanteile wegnehmen. Aber auch hier ist diese Entwicklung nicht eingetreten. Die Charts werden weiterhin mit den Produkten von Universal, BMG, Warner & Co. gefüllt. Internet-Plattformen wie MP3.com, Vitaminic, Track4.de, Jamendo, MySpace oder Soundcloud stellten entweder ihre Dienste komplett ein oder versanken in der Bedeutungslosigkeit. Auch hier hat sich die oft genannte Prophezeihung, "DIY"-Musiker würden signifikante Marktanteile einnehmen, nicht erfüllt. Gleiches gilt z. B. bei Büchern (die neuen Selbstverlage haben keine Chance gegen die großen Verlagshäuser) oder Filmen.
Auch hier: es gab bestimmte Entwicklungen, und in bestimmten Nischen haben sich die Vertriebswege kleinerer Labels durchaus etabliert, wobei hier der Trend mittlerweile zu rein digitalen Veröffentlichungen hin entwickelt. Die Major-Labels und ihre Arbeit haben sich in den vergangenen Jahren auch immer mehr verändert, was man ja auch verstehen kann: wenn da irgendwelche Glaskugel-Besitzer den Tod des eigenen Unternehmens prognostizieren (und soo viele Major-Labels gibt's ja auch nicht mehr, daß man sagen kann "Die meinen bestimmt nicht uns"), dann bedeutet das im Regelfall nicht "Hebt schon mal die Gruft aus", sondern "was können wir dagegen unternehmen?". Ich sehe beispielsweise so gut wie keine Nachwuchsarbeit bei großen Labels mehr. Wenn's nicht über Vitamin B mit einem Plattenvertrag klappt, dann starten die Künstler auf ihrem eigenen oder auf einem kleinen Label, veröffentlichen da, gerne mittlerweile auch nach finanzieller Unterstützung über online aufgestellte Hüte namens Patreon oder Crowdfunding, und wenn sie die ersten Schritte getan haben, streckt sich vielleicht mal die Hand eines Labels aus, und daß diese Hand am Ende angenommen wird, ist heutzutage nicht mal mehr so selbstverständlich. Die großen Labels können sich darüber hinaus auf Vertriebsschienen und Statistiken stützen, die sich seit Jahr und Tag etabliert haben. An dieser Stelle könnten wir uns natürlich auch die gute alte Predigt noch einmal in Erinnerung rufen, daß einige Sender durchaus über Bandbreite verfügen, allerdings nicht über ausreichend Cojones, die eigene Hörerschaft mit Hörenswertem, aber Unerprobtem aus zweiter Reihe zu konfrontieren. Und wenn die Plattformen rar gesät sind, auf denen man die eigenen Produkte anpreisen kann, auf daß die Konsumenten einen finden mögen, dann kann man als kleines Unternehmen keine großen Sprünge machen, vor allem weil das eine Bein ständig im Grab steht.

Hier hat man zumindest Reichweite, und etwas anderes als AC-Mainstream lässt sich dem "normalen Durchschnittshörer" offensichtlich nicht anbieten.
Och doch. Ist halt die Frage, ob einem eine treue Zuhörerschaft wichtig ist, das auch mal den einen oder anderen wilden Ritt mitmacht, oder Einschaltquoten.

Gruß
Skywise
 
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