Was würdet ihr am ö.-r. Hörfunk ändern?

radioo

Benutzer
Ich glaube die ARD-Wellen dürfen soviele DAB+ Streams aufschalten wie sie YouTube-Kanäle am laufenden Band starten. Alles sehr fragwürdig und vorallem sehr intransparent. Gerade MDR JUMP betreibt ja seit dem Markenrelaunch jetzt zig Social Media Accounts bei denen man nicht sofort erkennt, dass sie zu MDR JUMP gehören.

Die wollen Hip sein, so auf Knopfdruck. Jahrelang hat es die Öffis kaum bis wenig interessiert, was außerhalb ihrer Blase geschieht. Social Media kam auf, Smartphones kamen auf und auch Interaktion auf und zwischen diesen Plattformen. Die haben lange geglaubt, die können ihre eigenen Plattformen sein. Und nun haben sie gemerkt, dass die Realtität der Nutzer eine andere ist und dass sie ziemlich hinterherhinken. Das versuchen die jetzt zu kompensieren, indem sie so tun, als wären sie plattformübergreifend präsent. Aber gescheit verknüpft und verlinkt sind diese Sachen in sich leider nicht. Und das merken die Nutzer. Es wirkt auf den ersten Blick so, intelligente Angebote und deren Auffindbarkeit im Socical Web plant man besser und anders. Aber man merkt es auch daran, dass Entscheider im Grunde eine andere Generation sind, als die die adressiert werden und dann erhoffen die sich Zuspruch. Und das geht oft nach hinten los.
 
Zuletzt bearbeitet:

Pitt

Benutzer
Im Radio würde ich die aktuellen Programme wie RBB 24, BR 24, SWR AKTUELL usw. Zusammenschließen. ARD-AKTUELL mit Regionalfenstern, in denen sich die einzelnen ARD-Sender mit eigenen Beiträgen außeinanderschalten können. Ebenso alle Kultur-Programme zusammenlegen. Regional gleiches Prinzip wie angesprochen. Generell mehr Übernahmen wie früher auch. Ruhig mal in Schwachlastzeiten Programme übernehmen. Warum nicht? Die ARD muss flexibler, moderner, digitaler werden. Wenn die dies nicht kapiert, hat sie in 20 Jahren keine Hörer und Zuschauer mehr. Die heutigen U 30 schauen und hören keine ÖFIS mehr.
 

Radiokult

Benutzer
die NZZ hat zwei Seiten
Eine Zeitung die ihren Autoren das Schreiben von Glossen untersagt... nun gut. Das in Zürich beliebte mit dem Finger auf den deutschen ÖR zeigen, sollte man sich dort ab sofort lieber verkneifen.
Jahrelang hat es die Öffis kaum bis wenig interessiert, was außerhalb ihrer Blase geschieht. Social Media kam auf, Smartphones kamen auf und auch Interaktion auf und zwischen diesen Plattformen.
Das stimmt so aber nicht ganz. Die dt. ÖR hatten mit als erste eigene Homepages, auch bei den Webstreams der Programme war man recht zeitig mit dabei usw.
Die haben lange geglaubt, die können ihre eigenen Plattformen sein. Und nun haben sie gemerkt, dass die Realtität der Nutzer eine andere ist und dass sie ziemlich hinterherhinken.
Ach wirklich? Allein die Tagesschau hat auf TikTok 1,3 Mio. Follower.
Die heutigen U 30 schauen und hören keine ÖFIS mehr.
Belegbar falsch, siehe Funk.


Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Meinung und wie wenig tatsächliches Wissen hier so unterwegs ist.
 

ndrgast

Benutzer
ÖRR? - Bitte back to the roots:
Ach wirklich? Allein die Tagesschau hat auf TikTok 1,3 Mio. Follower.

Belegbar falsch, siehe Funk.
@Radiokult #130 "TikTok" oder "Funk", das pauschale Ausfranseln der ÖR in die 'Sozial Media' können keine Rechtfertigung für das Versagen im Bereich normaler Hörfunk-Grund-Versorgung sein. Wenn die Generationen U30 nicht mehr via Radio erreicht werden, ist das Radioprogrammangebot falsch.
"Funk" war ein Experiment im WWW. Die ÖR freuen sich über die Klickzahlen und finanzieren das munter weiter. IMHO gehört das nicht direkt zum Programmauftrag. Die Mittel sollten eher direkt in einen Hörfunk gesteckt werden, die diese Zielgruppe dann auch ansprechend erreicht; beispielhaft NDR-"N-Joy" kann es ja wohl nicht sein.
 

Radiokult

Benutzer
"TikTok" oder "Funk", das pauschale Ausfranseln der ÖR in die 'Sozial Media' können keine Rechtfertigung für das Versagen im Bereich normaler Hörfunk-Grund-Versorgung sein.
Das habe ich auch nicht behauptet. Man sollte nicht Dinge in Aussagen hinein interpretieren, die ich nicht getroffen habe.
Wenn die Generationen U30 nicht mehr via Radio erreicht werden, ist das Radioprogrammangebot falsch.
Oder ewig Gestrige wollen oder können nicht zur Kenntnis nehmen, dass sich die Mediennutzung in den vergangenen Jahren nunmal ganz allgemein dramatisch verändert hat und sich weiter verändern wird, nicht nur in der Zielgruppe Jugend. Die Generation U30 nutzt andere Informationsquellen als die Jugend von einst. Das ist der Lauf der Zeit und hat nur in den wenigsten Fällen mit dem Programm selbst zu tun. Wenn deine Theorie stimmen würde, müßtest du mir nämlich mal erklären, warum auch private Radiosender massenweise Hörer verlieren, insbsondere die Jugendsender, siehe beispielsweise SSL. Parallel dazu passiert dasselbe beim linearen Fernsehen.
Ich stelle mir gerade vor wie Junior freudestrahelnd mit einem nagelneuen HiFi-Highend-Plattenspieler ankommt und Oma abwinkt, das alte Grammophon und die schönen Schellak-Platten sind doch auch ganz schön. So kommt mir mitunter die eine oder andere Diskussion hier vor...
"Funk" war ein Experiment im WWW. Die ÖR freuen sich über die Klickzahlen und finanzieren das munter weiter. IMHO gehört das nicht direkt zum Programmauftrag.
Selbstverständlich gehört es zum Programmauftrag, denn es gilt alle gesellschaftlichen Gruppen zu erreichen. Und insbesondere die junge Zielgruppe erreicht man nicht mehr mit einer linearen Programmabfolge. Die wollen (völlig zu Recht) flexibler bedient werden. Ausserdem mußt du nunmal wohl oder übel da hin, wo die Zielgruppe ist. Oder kommt deine Tankstelle zu dir nach Hause wenn der Tank leer ist?
Die Mittel sollten eher direkt in einen Hörfunk gesteckt werden, die diese Zielgruppe dann auch ansprechend erreicht;
Da sind wir uns ein Stück weit durchaus einig. Trotzdem ändert das nichts daran, das sich diese Theorie zwar gut anhört, bei genauerer Betrachtung aber Wunschdenken ist. Mit DLF Nova gibt es seit geraumer Zeit ein durchaus anspruchsvolles Jugendprogramm, welches zudem auch noch bundesweit verbreitet wird. Nach deiner Theorie müßten die eigentlich astronomische Traumquoten haben. Genau die haben sie aber nunmal nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

ndrgast

Benutzer
@Radiokult :
Danke für den Diskurs. In der Sache sehe ich uns weitgehend einig. Meine zentrale Kritik geht auf den terrestrisch via UKW ausgestrahlten Rundfunk. DLF Nova ist so auch via DAB+ empfangbar. Via Internetradio kann man noch mehr "Vielfalt!" empfangen.
Die Generation U30 nutzt andere Informationsquellen als die Jugend von einst. Das ist der Lauf der Zeit ...
"Einig!" - Ich finde es nur schade, dass ÖR-Rundfunk diese U30 und jüngere Generationen praktisch aufgibt, Schüler und Kinder kaum noch anspricht, die Gesellschaft verblödet.
Wie kann man gegen diesen Trend umsteuern? - Die ÖRR haben die verdammte Pflicht dazu! - Das Programm muss innovativ angepasst werden. Okay, Plattformen im Internet und den 'Social Media' gehören dann dazu. Zu Twitter, TicToc, Facebook, Instagramm ... sollten die ÖR aber aussteigen. Die ÖR sollten klar "Mut zur Lücke!" zeigen und Selbstbewusstsein beweisen: "Besuchen Sie unsere Homepage!" - "Nutzen Sie unsere App!" ...
Zu DLF Nova:
Mit DLF Nova gibt es seit geraumer Zeit ein durchaus anspruchsvolles Jugendprogramm, welches zudem auch noch bundesweit verbreitet wird. Nach deiner Theorie müßten die eigentlich astronomische Traumquoten haben. Genau die haben sie aber nunmal nicht.
"DLF Nova" ist sehr ambitioniert, schon etwas anspruchsvoll, braucht eine Menge Toleranz um bei 'Jugendlichen' anzukommen.
Manko ist der Ausspielweg: Viele potentell an Radio interessierte Jugendliche kleben zwar 24/7 mit der Hand am Handy; aber selten mit der RADIO-App. Fakt ist, die berühmte "Die Jugend!" ist wissbegierig und braucht: "INPUT!"
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Generationen U30 nicht mehr via Radio erreicht werden, ist das Radioprogrammangebot falsch.
"Funk" war ein Experiment im WWW. Die ÖR freuen sich über die Klickzahlen und finanzieren das munter weiter. IMHO gehört das nicht direkt zum Programmauftrag.

Funk ist ein gesetzlich beauftragtes Angebot und darf nicht linear, als TV- oder Radioprogramm ausgestrahlt werden. Zur Entstehung von funk:
 
Zuletzt bearbeitet:

indigo7

Benutzer
Wenn die dies nicht kapiert, hat sie in 20 Jahren keine Hörer und Zuschauer mehr.
Glaub mir, das geht schneller. Mir ist kein Jugendlicher bekannt, der freiwillig Radio hört.
die Gesellschaft verblödet.
Wie kann man gegen diesen Trend umsteuern? - Die ÖRR haben die verdammte Pflicht dazu!
Nein. Verblödung der Gesellschaft ist auch ohne Hilfe des ÖRR möglich & leider kein Trend. Strunzdumme Gene nebst Auslassen der Erziehung sind zuständig. Der ÖRR für Skandale. Verzeihung. Es sollte Programmauftrag heißen.:censored:
 
Zuletzt bearbeitet:

Radiokult

Benutzer
Ich finde es nur schade, dass ÖR-Rundfunk diese U30 und jüngere Generationen praktisch aufgibt, Schüler und Kinder kaum noch anspricht, die Gesellschaft verblödet.
Das tun sie doch aber mit Funk und in Teilen übrigens auch mit ARD Alpha. Funk besteht doch nicht nur aus den zum Teil durchaus zu Recht kritisierten Satire-Formaten. Das Funk-Netzwerk hat eine Vielfältigkeit, die man anderswo vergeblich sucht.


Andersrum gefragt wird vielleicht eher ein Schuh draus, auf den wir uns einigen könnten. Warum lassen die ÖR in ihren herkömmlichen Programmen nicht wenigstens ein bisschen mehr von dem zu, was per Funk-Netzwerk offenbar problemlos funktioniert. Das müßten Buhrow und Co. mal genauer beantworten.

"Besuchen Sie unsere Homepage!"
Offenbar hörst du die falschen Sender. Okay, da du mutmaßlich im NDR-Dunstkreis verortet werden mußt, kann ich einen gewissen Frust nachvollziehen. Aber beispielsweise bei Radio eins habe ich noch nie gehört, besuchen Sie uns auf Facebook, Insta, Youtube etc., obwohl dort überall Kanäle vorhanden sind und auch gut genutzt werden. Bei Radio eins wird grundsätzlich ausschließlich auf die eigene Homepage verwiesen bzw. auf die Nachrichten-Page des rbb. Wenn nur ein paar Programme des ÖR ein bisschen mehr so wären wir Radio eins, sprich sich einen deutlicheren Spagat zwischen Anspruch und Mainstream trauen würden, wäre schon viel gewonnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ndrgast

Benutzer
@radneuerfinder Dank für den Link #143. Ein lesenswerter Artikel.
Auch ich plädiere dafür, dass die ÖR ein eigene, sendungsübergreifende Kommunikationsplattform anbieten. "Nur Mut!" - "Mut zur Lücke!" - TikTok, Twitter, Instagramm, Facebook &Co ignorieren: "ÖR-Accounts abmelden, nicht weiter bespielen!"
 
Zuletzt bearbeitet:

Radiokult

Benutzer
Willkommen in der Welt der Datenschützer, weltfremd und realitätsfern. Wenn der Rundfunkdatenschutzbeauftragte seine Theorie mal zuende denkt, dürften die ÖR nicht mal bei Google gelistet sein. Insofern ist das schlicht Nonsens. Davon abgesehen finde ich diese Form der Bevormundungsmentalität schon sehr beachtlich. Über den Sinn und Unsinn der DSGVO ist aber auch hier schon vielfach diskutiert worden.
 

Adolar

Benutzer
Es wäre ein erster Schritt, wenn Mediathek und Audiothek der ARD simple Interaktionsmöglichkeiten bieten würden, wie Kommentare und Bewertungsfunktion.

Die ÖRR-Aktivitäten auf den kommerziellen Social Media-Plattformen sind Wildwuchs pur. Und wer weiß zum Beispiel, was von den ÖRR an Werbung innerhalb dieser Plattformen geschaltet wird? Traurig ist eher, dass diese Erkenntnis mit dem Datenschutz begründet werden muss, dabei sollte doch jedem Verantwortlichen klar sein, dass sich die GAFAM totlachen darüber, was sie völlig kostenlos an gutem Content und Manpower erhalten. Klar, dass dann gleich (entschuldigend) das Argument kommt, man müsse da präsent sein, wo die vermeintlich nicht mehr erreichte Zielgruppe sei. Dass das eine reine Hase/Igel- plus Fass ohne Boden-Strategie ist zeigt sich momentan gerade daran, wie einige Facebook wieder verlassen. Greifbare Kriterium dafür oder gar eine Kosten-/Nutzen-Rechnung? Habe ich noch nie was von gehört. Zahlen muss man sich dann von engagierten Privatkanälen wie "Solides Halbwissen" holen. Oder habt ihr dazu schon mal etwas in den "Media Perspektiven" gelesen?

Mit fehlt die Fantasie, warum es ein öffentlich-rechtliches Tiktok oder Whatsapp geben sollte. Und dann nächstes Jahr ein eigenes Metaverse? Man sieht ja gerade bei der Corona-Warnapp, wohin solche staatlich finanzierten Digitalprojekte quasi unvermeidlich treiben.
 

lg74

Benutzer
Es wäre ein erster Schritt, wenn Mediathek und Audiothek der ARD simple Interaktionsmöglichkeiten bieten würden, wie Kommentare und Bewertungsfunktion.
Schon braucht es da wieder ein Redaktionstream, das Hass und Hetze rausfiltern muss. Dann heißt es wieder: die verbrauchen zuviel Geld...

Traurig ist eher, dass diese Erkenntnis mit dem Datenschutz begründet werden muss, dabei sollte doch jedem Verantwortlichen klar sein, dass sich die GAFAM totlachen darüber, was sie völlig kostenlos an gutem Content und Manpower erhalten. Klar, dass dann gleich (entschuldigend) das Argument kommt, man müsse da präsent sein, wo die vermeintlich nicht mehr erreichte Zielgruppe sei.
Das ist wirlich ein Problem. Die jüngere Generation hats nun wirklich kaum noch mit linearem TV und "klassischem" Radio. Eine eigene Plattform wäre natürlich auch gut (schon für den gemeinsamen Auftritt der Dachmarke), aber dann gibt es noch weitaus höhere Betriebskosten. Stichpunkt "Traffic". Der gute Content ist für die GAFAM ja letztlich auch nicht "kostenlos", denn er wird abgerufen und verursacht Traffic. Dass das Geld an anderer Stelle dort wieder reinkommt, ist natürlich klar. Aber dieser Traffic kostet die Öffis halt nichts - oder etwa doch?

Greifbare Kriterium dafür oder gar eine Kosten-/Nutzen-Rechnung?
Würde ich auch gern mal sehen. Also: wieviel Mehrkosten würde es verursachen, wenn das, was bei Youtube etc. abgerufen wird, von ARD-Servern oder von Servern der ARD-Streamingdienstleister abgerufen würde?

Mit fehlt die Fantasie, warum es ein öffentlich-rechtliches Tiktok oder Whatsapp geben sollte.
Die fehlt mir auch, und zwar völlig. Aber warum man das bandbreitenintensive Zeugs auch auf Youtube anbietet, kann ich sowohl aus Präsenzgründen als auch aus Kostengründen nachvollziehen.
 

Radiokult

Benutzer
Und wer weiß zum Beispiel, was von den ÖRR an Werbung innerhalb dieser Plattformen geschaltet wird?
Für diese skurill anmutende Behauptung hast du sicher einen Beleg? Beim ÖR läuft zwar manches ziemlich dumm, aber so dumm ist man da letztlich auch nicht.
Dass das eine reine Hase/Igel- plus Fass ohne Boden-Strategie ist zeigt sich momentan gerade daran, wie einige Facebook wieder verlassen.
Nö. Da sich natürlich auch die Nutzerstruktur dieser Plattformen ändert, ist es durchaus begründbar das der eine oder andere zu anderen Plattformen wechselt oder neu dazu kommt. So simpel ist das unterm Strich.

s wäre ein erster Schritt, wenn Mediathek und Audiothek der ARD simple Interaktionsmöglichkeiten bieten würden, wie Kommentare und Bewertungsfunktion.
Die gibt es bei keiner Mediathek, auch nicht bei den Privaten, bei Netflix und Co gleich gar nicht.

Und noch eine weitere Anmerkung: So ziemlich alle ÖRs europaweit finden sich bei Facebook mit verschiedensten Inhalten. Man nimmt es zur Kenntnis und gut ist. Dran stören tut sich keiner. Nur wir Deutschen kommen mit so skurillen Argumenten wie Datenschutz. Der "gläserne Bürger" ist längst Realität, ob nun mit oder ohne Facebook und Co. Das ist ein Stück weit dem technischen Fortschritt geschuldet. Wir haben nun die Wahl zwischen damit umzugehen oder back to the roots zu Schreibmaschine und Faxgerät. Klingt komisch, ist aber letztlich so.
 

Adolar

Benutzer
Für diese skurill anmutende Behauptung hast du sicher einen Beleg? Beim ÖR läuft zwar manches ziemlich dumm, aber so dumm ist man da letztlich auch nicht.

Ich finde an der Fragestellung nichts skurril. Und warum wären die ÖRR "dumm", wenn sie das täten? Sie werben doch auch groß an anderer Stelle, z.B. in Zeitschriften oder per Außenwerbung.

Nein, Belege habe ich nicht, habe das auch nicht behauptet. Wer aber mal versucht hat, für einen Kanal eine rein organische Reichweite aufzubauen (also ohne seine Posts zu bewerben) und damit innerhalb überschaubarer Zeit über eine Million Follower zu generieren, weiß wie selten so etwas klappt. Das was z.B. die tagesschau bei tiktok geschafft hat, sticht schon ins Auge.
 

muted

Benutzer
Sie werben doch auch groß an anderer Stelle, z.B. in Zeitschriften oder per Außenwerbung.

Die Zeitschriftenwerbung basiert in aller Regel auf einem Gegengeschäft: Der Verlag räumt den Sendern (bzw. eigentlich den Werbegesellschaften der Sender) Werbefläche ein und bekommt zu gleichem Wert Werbezeiten. Da fließt nicht einmal Geld, weil die beiden Rechnungen gegeneinander ausgeglichen werden. Gegengeschäfte sind auch nichts untypisches im Medienbereich. Denkt mal an die ganzen Gewinnspiele mit Autos, Urlaubsreisen etc. von den Privatsendern. Das sind in der Regel ebenfalls Gegengeschäfte mit Werbezeiten.


Nein, Belege habe ich nicht, habe das auch nicht behauptet.

Und wer weiß zum Beispiel, was von den ÖRR an Werbung innerhalb dieser Plattformen geschaltet wird?

Öhm ok, also einfach mal irgendwas behauptet oder suggeriert, was man dann hinterher nicht belegen kann und auch angeblich gar nicht behauptet oder suggeriert hat. Erlebt man hier öfter. Trägt aber nichts zur Versachlichung der Diskussion bei.
 
Zuletzt bearbeitet:

Radiokult

Benutzer
Ich finde an der Fragestellung nichts skurril. Und warum wären die ÖRR "dumm", wenn sie das täten? Sie werben doch auch groß an anderer Stelle, z.B. in Zeitschriften oder per Außenwerbung.
Oh, ich fürchte ich habe deine Anmerkung falsch aufgefaßt. Dir gehts um die Eigenwerbung. Nun gut, sagen wir mal unterschwellig möglich, dann aber eher nicht bewußt beabsichtigt. Zumindest bei dem was ich so wahrnehme, würde ich das so einordnen. Ich hatte deine Anmerkung so verstanden, dass die ÖR da Werbung Dritter "unbeobachtet" verbreitet.

Das was z.B. die tagesschau bei tiktok geschafft hat, sticht schon ins Auge.
Da zieht dann schon der Name. Der steht halt trotz mancher Unkenrufe noch immer für seriöse Faktenvermittlung. So ganz unumstritten ist der TikTok-Kanal unterm Strich aber auch nicht.
 

Sprollywood.

Benutzer
Ein lesenswerter Artikel.
Schon vor einigen Tagen hatte ich hier berechtigte Zweifel daran angemeldet, dass sich ARD und ZDF mit ihren Social web Aktivitäten abhängig von US-amerikanischen Unternehmen machen und Daten auf Servern im Ausland gespeichert werden. #123
Dort scheint der redaktionelle Aufwand in Hinblick auf das Moderieren und Löschen von Hass und Hetze kein (finanzielles) Problem darzustellen?

simple Interaktionsmöglichkeiten bieten würden, wie Kommentare und Bewertungsfunktion.
Das gibt es auf DasErste.de - die Standardantwort der Redaktion lautet:
**DasErste: Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen über das folgende Kontaktformular an die Zuschauerredaktion: https://www.daserste.de/specials/service/zuschauerredaktiondaserste-100.html

Ein solcher Rückkanal ist verzichtbar.

Der NDR hat seine Kommentarfunktion bei Nachrichtenmeldungen vor über einem Jahr mit der genau der hier genannten Begründung (zuviel Lösch- und Moderationsaufwand, daher zu hohe Kosten) eingestellt, lediglich der (auf großem Fuß lebende) RBB bietet unter vielen (bei weitem nicht unter allen) eine zeitlich befristete Möglichkeit zur Kommentierung noch an, teilweise auch auf Unterseiten zum Programm (Fritz).
Von anderen Dritten ist mir so etwas nicht bekannt, auch nicht von Radiowellen.

Die Zeitschriftenwerbung basiert in aller Regel auf einem Gegengeschäft: Der Verlag räumt den Sendern (bzw. eigentlich den Werbegesellschaften der Sender) Werbefläche ein und bekommt zu gleichem Wert Werbezeiten.
Ernsthaft? Vor 4 Wochen fand sich in der TV14 eine ganzseitige Werbeanzeige des NDR Fernsehens für eine Serie in der NDR-Mediathek. Wie sieht da deiner Meinung nach das "Gegengeschäft" aus? Und wenn es keines gab: Was kostet so eine ganzseitige Hochglanzwerbung mitten im TV-Prorgammteil dieses Bauer-Titels? Auch der Bauer-Verlag hat kein Geld mehr zu verschenken!
Wofür ist diese Werbung notwendig? Die Zielgruppe, die sich eine klassische zweiwöchige Programmzeitschrift für lineares Fernsehen kauft, interessiert sich ganz sicher nicht für irgendwelche Web Serien in der NDR Mediathek!

Das tun sie doch aber mit Funk und in Teilen übrigens auch mit ARD Alpha. Funk besteht doch nicht nur aus den zum Teil durchaus zu Recht kritisierten Satire-Formaten.
Da muss ich unweigerlich an die peinlichen Versuche, Reality Serien zu produzieren denken. Also sowas wie "ECHT" oder "WISHLIST", wo der jungen Zielgruppe gewisse, erwünschte gesellschaftliche Rollenbilder und Sexuality/Genderthemen vorgelebt werden. Oder "DRUCK", ein 1:1 Abklatsch von SKAM (nrk3).
 
Zuletzt bearbeitet:

muted

Benutzer
Ernsthaft? Vor 4 Wochen fand sich in der TV14 eine ganzseitige Werbeanzeige des NDR Fernsehens für eine Serie in der NDR-Mediathek. Wie sieht da deiner Meinung nach das "Gegengeschäft" aus?

Matze, dass ich Dir das erklären muss... es steht doch oben: Indem vermutlich die NDR Media einen Vertrag mit dem Bauer-Verlag hat, ausdem hervorgeht, dass sie in den Titeln des Verlages im Gegenwert von XYZ EUR Werbung schalten dürfen und dafür der Verlag im Gegenwert von XYZ EUR Werbung im NDR machen kann.
 
Oben