Welche ARD-Wellen nutzen Voicetracking?


Radiotroll

Gesperrter Benutzer
Julia Mengers und Marco Seiffert haben die Morgenshows von zuhause moderiert. Der Mod Partner saß in Potsdam im Studio. Es klsng nach anfänglichen Problemen und dem Austausch von Hardware durchaus gut.
 

EMC

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NDR Info spricht die News 1x pro Sendestunde live (15minütiger Loop) ein, danach folgt eine dreimalige Wiederholung. Bis "auf voll" wieder mit aktualisierten Inhalten neu eingesprochen wird. Lediglich bei "weltbewegenden", sich schnell ändernder Nachrichtenlage (z. B. Entscheidungen/Beschlüsse im Bundestag) bleibt man komplett live "drauf".
Ich hatte heute vormittag einmal die Gelegenheit die drei hintereinander folgenden Nachrichten innerhalb einer Sendestunde besonders aufmerksam zu verfolgen und es war so, wie ich vermutet hatte:
"auf halb" der Nachrichtensprecher bzw. die Nachrichtensprecherin seinen bzw. ihren Namen nennen darf, um "viertel nach" und "um viertel" vor aber nicht. Da sollen die Nachrichten vermutlich besonders schlank sein
die Nachrichten sind nicht textgleich und können daher nicht als Wiederholung gesendet worden sein. Obwohl sich inhaltlich die erste Meldung jeweils mit dem gleichen Thema beschäftigte, war diese unterschiedlich formuliert. Es gab allerdings Textfragmente, die sich - wie auf nahezu allen sonstigen Sendern auch - wiederholen, aber dennoch neu verlesen werden. Die Nachrichten um "viertel nach" und "viertel vor" sind kürzer als die Nachrichten "auf halb", in denen der gleiche Nachrichtensprecher seinen Namen nannte und in der als einzige Nachrichtensendung auch ein Einspieler vorhanden war.

Da es mich wirklich interessiert, wiederhole ich meine Frage, lieber radiot1:
Woher hast Du Deine Information, radiot1?
Bzw. wann hast Du das so beobachtet? Vielleicht findet das nur in bestimmten Sendestunden statt (was ich allerdings auch relativ absurd fände)?
Ich würde mich sehr freuen, Hintergründe zu erfahren - vielen Dank im Voraus...
 

radiot1

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Dann muss man das bei NDR Info geändert haben. Vielleicht Anfang des Jahres, als man NDR Info die Federführung der Nachtschiene der ARD-Infowellen übertrug und man offensichtlich parallel zu NDR 2 die Studios umgebaut hat. Dass auch NDR Info irgendetwas mit den Studios gemacht haben muss, konnte man im NDR Fernsehen(!) während der Ausstrahlung des Drosten-Coronavirusupdate als Video (im vergangenen Jahr wurden im NDR als Videofile einige Ausgaben gesendet) im Hintergrund des Studios einige Kisten und Transportboxen mit Technik-Equipement sehen. Obwohl in den einzelnen Folgen des "Video-Podcasts" stets aus dem gleichen Studio produziert wurde, konnte man wochenweise immer wieder die eine oder andere Veränderung im Studio erkennen.
Möglicherweise hat man im Zuge des Studioumbaus (soweit ich weiss, wurde nicht nur NDR 2 ein renoviertes Studio verpasst, sondern auch den anderen NDR Wellen aus Hamburg, die ja alle unter einem Dach sind) auch etwas am Produktionsstil des immer schon gut gemachten NDR Info geändert, weil technische Rahmenbedingungen sich geändert haben und/oder man einfach mehr live und - wenn auch nur geringfügig - inhaltlich in den Beiträgen noch aktueller, noch präziser sein möchte.
 
Ich frage mich, warum hier in den Radioforen immer von Voicetracking gesprochen wird bzw warum man das so nennt. Mich irritiert der Begriff nämlich etwas Denn Tracking ist ja eigentlich etwas anderes und hat meist was mit Überwachung zu tun. Wenn dann sollte man das eher Voice-Takes nennen oder individuelle Vorproduktion, bei der man mehr Flexibilität hat, als bei einer komplett am Stück aufgenommenen Show. So wird das ja auch auf den RTLs in Berlin gemacht und auch teilweise in den NKLs gearbeitet. Die Leute dort sprechen ihre Beiträge, suchen sich Musik aus und schneiden es zusammen zu einer gesamten Show. Bei RTL pflegt man dann alles in die Musikrotation ein. So funktioniert auch sicherlich das ARD Nachtkonzert und bestimmt auch einige Elemente in der Infonacht.

count down schrieb:
Voicetracking in seinem inzwischen negativen Image meint doch nur, wenn in der produzierten und später abgesendeten Sendestrecke so getan wird, als wenn das alles "live" wäre und damit der Hörer bewusst hinters Licht geführt wird.
Also da hab ich nicht den Eindruck, dass soetwas in der Häufigkeit gemacht wird. Zumindest machen manche Radiomacher daraus kein Geheimnis. Arno zum Beispiel. Man möge sich vielleicht auch mal die aktuelle Instagram Story von Chris Hartmann von RTL ansehen. Der Mann wäre in Berlin längst gefeuert, wenn die da so ein großes Geheimnis draus machen würden und alles als Live verkaufen würden.
 
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Radiotroll

Gesperrter Benutzer
Voice Tracking kommt vom Begriff Voice Track. Mit Tracks werden ja zB einzelene Elemente einer CD bezeichnet. Und beim Voicetracking werden eben neben Musiktracks vorher eingesprochene Sprachelemente in eine Playlist gezogen und automatisiert gestartet. Bei Vorproduktionen wird die ganze Sendung aufgezeichnet. Und man macht ein Geheimnis daraus, weil man dem Hörer schlecht verkaufen kann, das sein gerade gehörter Moderator gleichzeitig auf einer anderen Welle sendet bzw nachhause gegangen ist.
 
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RadioBrB

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Bonnies Ranch auf RadioEins (Fr 17-19Uhr) war und ist manchmal vorproduziert. Manchmal hat der Tommy keine Zeit... 😉
 

EMC

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Dann muss man das bei NDR Info geändert haben.
D.h. Deine Äußerung basiert leider nicht auf (aktuellen) handfesten Informationen, sondern aus der Vermutung, daß vor einiger Zeit mal etwas so war, Deinen erinnerten Höreindrücken nach, richtig? Woraus Du bis zu meiner Antwort hergelitten hast... äh herleitest, daß das auch aktuell so ist. Hm.

Was Du dann so schriebst, half mir leider kaum die Vermutung von "nicht-liven" Nachrichten zu verstehen, sorry:
Vielleicht Anfang des Jahres.... offensichtlich... irgendetwas...
Möglicherweise ... auch etwas am Produktionsstil des NDR Info geändert, weil technische Rahmenbedingungen sich geändert haben und/oder man einfach mehr live und - wenn auch nur geringfügig - inhaltlich in den Beiträgen noch aktueller, noch präziser sein möchte.
Mich interessiert das wirklich, da ich den Sender relativ regelmäßig bis zu eineinhalb Stunden lang höre und ich bisher nicht ansatzweise einen solchen Eindruck hatte - was für mich dann gezeigt hätte, daß die die Erzeugung eines durchgehenden Live-Eindrucks offensichtlich sehr gut können. Allerdings würde sich für mich auch der Sinn kaum erschließen, da ein Einsparpotential meines Erachtens doch recht gering wäre.

Die einzig für mich erkennbaren zwangsläufig eingesetzten Voice-Tracks waren - so lange es diese noch gab - regionale Wetterberichte für die einzelnen Bundesländer nach den 9.30 Uhr-Nachrichten (so etwas gab es auch bei NDR2 morgens und nachmittags). In beiden Programmen wird das zu den Zeiten, wo ich das früher öfters hörte, nicht mehr gemacht, vielleicht insgesamt in den Programmen gar nicht mehr. Da diente Voice-Tracking mal nicht zur Kostenreduzierung, sondern zur Verbesserung des Service.

Und was jetzt natürlich - durch die Benennung als "Podcast" quasi "offiziell gemacht" - vor allem außerhalb des werktäglichen Tagsüber-Programms sich zeitlich stark ausgedehnt hat, ist das Abspielen komplett vorproduzierter Sendungen.

Auch ich kann nicht mehr wie Du, nämlich nur auf Basis von erinnerten Höreindrücken vermuten und so vermute ich daher weiterhin, daß es nie nicht-live gesprochene Nachrichten auf NDR Info gab! Was es gab (und immer noch gibt) ist das Wiederholen von Beiträgen, oft zur gleichen Zeit, drei oder vier Stunden später (am meisten erwischt es mich in der Rubrik "Kultur", aber auch in "Wirtschaft") und sogar mit gleicher Anmoderation - meines Eindrucks nach allerdings wird diese jeweils "frisch gelesen".
 
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s.matze

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Bei keinem einzigen ARD-Sender sind Nachrichten aufgezeichnet!
Wenn die beim WDR zentral um :55 bis :58 eingesprochenen Nachrichten auf WDR 3 um :59, auf WDR 4 um :00 und auf WDR 2 um :01 gesendet werden, ist das eine Aufzeichnung. Oder willst du uns erzählen, dass alle drei Wellen, wenn diese ihre Nachrichten zu unterschiedlichen Zeiten starten, die Nachrichten "live" senden?


"Aber wenn ein Sender behauptet, seine Nachrichten seien live, sie in Wahrheit aber zeitversetzt sendet, dann ist das etwas, was uns bei fair radio beschäftigt. Ganz einfach, weil wir das a) für Betrug am Hörer halten und weil man damit b) der Glaubwürdigkeit des Mediums schadet."

Bei Bayern 3 beginnen die 22 Uhr-Nachrichten auch schon mal um 22:01:23 weil man nicht in der Lage ist, die "Auf ein Wort"-Kirchenbeiträge sauber einzuplanen, aber dafür werden die wenigstens in Echtzeit vorgelesen.

Warst du es nicht auch, der gefragt hat:
Welcher öffentlich-rechtliche Sender macht Voicetracking?

Es sind schon eine Menge an Beispielen genannt worden.

NDR PLus sendet übrigens auch die schon etwa 30 Sekunden zuvor bei NDR Kultur und NDR Blue in Echtzeit gestarteten Nachrichten zeitversetzt, also nicht live. Zeitversetzt /verspätet senden ist nicht live.
 
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Radiotroll

Gesperrter Benutzer
matze, die WDR Nachrichten werden live eingesprochen und getimeshiftet. Das heißt, sie können je nach Bedarf ins Programm genommen werden. Ich verstehe nicht, warum Du den selben Blödsinn immer wieder neu behauptest, obwohl es dezidiert erklärt wurde. Und Timeshift ist auch in Ordnung, es gibt heute keinen Grund mehr, Nachrichten live um punkt voller Stunde zu beginnen. Es wurden bisher aber nur Beispiele für Vorproduktionen genannt, echtes unseriöses VT gibt es bei den Öffis nicht.
 
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count down

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echtes unseriöses VT
:wow: :wow:

Genau. Es gibt nur unechtes unseriöses Voicetracking. Oder etwa echtes seriöses?
Danke für die Erheiterung!

Mal im Ernst. die Diskussion ist doch überflüssig. Wenn Voicetracking definiert wird als das Zusammensetzen von Sprachaufnahmen mit anderen Programmelementen, dann ist jedwedes Zusammensetzen am Rechner Voicetracking, selbst wenn es sich nur um Sekunden handelt und dann "Time Shifting" genannt wird.

Wo also ist noch ein erheblicher Unterschied zwischen einer eingesprochenen Moderation und dem späteren Hinzufügen der anderen Elemente oder einer 1:1-Aufzeichnung, bei der Moderator halt immer warten muss, bis der jeweilige Musiktitel vorbei ist.

Für mich ist das alles fein. Lediglich aber so zu tun, als wenn ich, der Moderator, im Studio säße: das halte ich für schäbig. Sagte ich aber oben schon.
 
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Radiotroll

Gesperrter Benutzer
:wow: :wow:

Genau. Es gibt nur unechtes unseriöses Voicetracking. Oder etwa echtes seriöses?
Danke für die Erheiterung!

Mal im Ernst. die Diskussion ist doch überflüssig. Wenn Voicetracking definiert wird als das Zusammensetzen von Sprachaufnahmen mit anderen Programmelementen, dann ist jedwedes Zusammensetzen am Rechner Voicetracking, selbst wenn es sich nur um Sekunden handelt und dann "Time Shifting" genannt wird.

Wo also ist noch ein erheblicher Unterschied zwischen einer eingesprochenen Moderation und dem späteren Hinzufügen der anderen Elemente oder einer 1:1-Aufzeichnung, bei der Moderator halt immer warten muss, bis der jeweilige Musiktitel vorbei ist.

Für mich ist das alles fein. Lediglich aber so zu tun, als wenn ich, der Moderator, im Studio säße: das halte ich für schäbig. Sagte ich aber oben schon.
Und genau das meine ich mit unseriös. Gut auf den Punkt gebracht. Danke.
 

Sieber

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Ich erwarte eigentlich von mit Gebühren ausgestatteten Programmen eine durchgende "Begleitung" . Also kein VT. Klar kann man Interviewsendungen vorproduzieren. Aber sonst sollte es live sein.
 

radiot1

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NDR PLus sendet übrigens auch die schon etwa 30 Sekunden zuvor bei NDR Kultur und NDR Blue in Echtzeit gestarteten Nachrichten zeitversetzt, also nicht live. Zeitversetzt /verspätet senden ist nicht live.
Auf welchem Empfangsweg nutzt du denn diese Sender? Da mit NDR Plus und NDR Blue 2 rein digital verbreitete Programme enthalten sind, kann UKW schon mal ausgeschlossen werden. Im Internet dürfte ggf. ein technisch bedingter zeitlicher Versatz zu "verspäteten" Nachrichten kommen, auch wenn die Programme an sich ja live gefahren und live gesprochen werden. "UKW-13 Uhr" ist immer "früher" als 13 Uhr via DAB+ oder Webstream. Da können schon mal Abweichungen von 30 sec. (oder je nach Pufferung/Datenrate) oder mehr an Versatz zu UKW sein, auch innerhalb einer Senderfamilie wie dem NDR, da die einzelnen Stationen auf den digitalen Verbreitungswegen ggf. auch mit anderen "Datenstückelungen" auf den Weg zum Empfangsgerät geschickt werden.
Bei vielen Privatsendern wird wegen der "Versatzproblematik" z. B. in den Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen sogar darauf hingewiesen, dass es wegen des "Signalversatzes" über digitale Ausspielwege zu einer Benachteiligung hinsichtlich der Telefon-Spielkandidatenauswahl (z. B. per "sei der Erste, der durchkommt und hol dir die Chance auf das und das") und dass man für Gewinnspiele über UKW in Sachen Chancengleichheit auf der sichereren Seite sei.
Also, live ist digital nicht 1:1 auf die Sekunde der Braunschweiger Atomuhr "live". Gilt auch für Sendergruppen. Merkt man auch im Nachtprogramm von SWR 3, NDR 2 und WDR 2, wo auf allen 3 Wellen die vom SWR live gesendete "Popnacht" simultan ausgestrahlt wird. Je nach Pufferung des digitalen Ausspielweges und Beginn der "Wiedergabe" des gewählten Programmes auf dem genutzten Empfangsgerätes (DAB+ Radio, Internetradio, Streamlink auf der Senderwebseite, diverse Streaming-Apps (z. B. TuneIn, Amazon Alexa, Google Nest Home usw.) ist da schon mal der WDR oder NDR vor dem SWR3-Signal, obwohl der SWR ja das Programm live fährt 😉
 

s.matze

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Astra. NDR Plus hat beim Nachrichtenbeginn dort immer eine Verzögerung und hängt so hinterher, dass die Nachrichten dort erst beginnen, wenn auf den anderen NDR-Wellen (abends und am Wochenende auch die Landesprogramme) dort schon die erste Meldung läuft oder sogar rum ist.

Natürlich kann man nicht NDR Plus auf DAB mit NDR Kultur auf UKW und NDR Info auf Astra vergleichen.
 
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radiot1

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s.matze: Die geschilderte "Versatzproblematik" via Astra betrifft nicht nur den Downlink, sondern auch die Praktik des jeweiligen Uplinks vom Sender zum Satelliten. Da NDR Plus neuerdings aus Hannover sendet, könnte es sein, dass die NDR Landesfunkhäuser ihre Sat-Signale zunächst digital-terrestrisch nach Hamburg sendet, um sie von dort gebündelt für alle NDR-Sender (einschliesslich aller NDR-TV-Landesfenster) zum Satelliten zu "beamen", wo es weiteren zeitlichen Versatz nach hinten geben wird. Nochmal 2-3 Sekunden (oder mehr?) on top. Oder ob alles erstmal komplett nach Frsäankfurt zum hr geht? Weil der hr - zumindest im TV-Bereich der ARD - das Ausspielzentrum für alle ARD-Sender ist, von wo aus alles koordiniert wird, was wann wo und wie auf "Das Erste" zu sehen ist, Tagesschau vom NDR, Report Mainz vom SWR, Tatort mal vom WDR, andere Woche vom BR usw. Alles fürs "Erste" Zugelieferte geht erstmal auf internen (digitalen) Wegen zum hr nach Frankfurt, von wo aus es dann final dem "Ersten" zugeführt wird. Von daher könnte es sein, dass auch die Sat-Versorgung aller ARD-Fernseh- und Hörfunkprogramme zentral von einem Ort gebündelt "hochgebeamt" wird.
Und immer, wo etwas zwischengeschaltet ist, gibts Verluste bzw. zeitlichen Versatz nach hinten. Je mehr Knotenpunkte, desto mehr Versatz 😉 Weil immer irgendwo was auf-, nachbereitet, komprimiert/dekomprimiert/ver-/entschlüsselt wird, bevor es bei dir auf der Sat-Schüssel ankommt und dann Finalement dein SatTV-Empfänger das Ganze wieder wandeln muss, um es für dich sicht- und/oder hörbar zu machen, was zuvor in Endlos-1ser und 0er-Ketten hin- und hergeschickt/gerechnet wurde. Per DHL oder UPS geschickt käme es noch später an 😉
 
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