Wer (und was) kommt nach Angela Merkel?


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Radiokult

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Jetzt wirfst du aber ein bisschen was durcheinander. Das eine ist die Landtagswahl und das andere die Bundestagswahl. Beide Parlamente haben völlig unterschiedliche Aufgaben.
Was die Wahl der einzelnen Personen angeht, kann man sich da natürlich streiten drüber, ob eine Direktwahl nicht vielleicht doch sinnvoller wäre. In Bezug auf den Kanzler würde das im Moment die merkwürdige Konstellation ergeben, das (laut Umfragen) die 15%-Partei SPD den Kanzler stellen würde. Das kanns dann irgendwie auch nicht sein, denn aufgrund fehlender Mehrheiten im Parlament, könnte er quasi nichts von seinen Plänen umsetzen.
Beim Bundespräsi finde ich persönlich eine Direktwahl überflüssig, denn ausser das er Gesetze pro forma unterschreiben muss, hat dieser keine wirkliche Funktion und nimmt nur mehr oder weniger Präsentationsaufgaben wahr. Da er ausserdem zur weitestgehenden Neutralität verpflichtet ist, kann er sich auch nur bedingt ins tägliche Politikgeschäft einmischen. Selbiges ist bisher auch nur äußerst selten passiert. Die beiden wichtigsten Positionen in diesem Land sind Kanzler/-in und Bundestagspräsident/-in.
 
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Skywise

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Die Perversion unserer (Schein-)Demokratie wird schon daran deutlich, dass der Bürger zwar viele Hundert (meist) rückgratlose Ja-Sager mit Mandat ausstatten darf, damit die sich ihren Lebensabend vergolden und jährlich die Diäten erhöhen können - während die wichtigsten Personen in diesem Staat, die alle Fäden ziehen, nicht in direkter Wahl vom Volk bestimmt werden:

[...]
Bundesminister
Landesminister
[...]

Gerade bei den Ministern haben wir in dieser Regierung soviele unfähige und/oder beschämende Personalien (Scholz, Spahn, Scheuer, Seehofer, Maas, Karrenbauer, Klöckner, Braun) sitzen mit denen man sich auf der Bühne der Weltpolitik im internationalen Vergleich vor Peinlichkeiten im Boden verstecken möchte! Und keiner hat den Hintern in der Hose nach massiven Unwahrheiten und Peinlichkeiten aufzustehen und zu gehen. Rücktritte sind Luxus geworden. Es wäre wirklich mal angebracht, wenn das Volk in einer Abstimmung über Rücktritte und Neubesetzungen entscheiden darf.
Also immer dann groß angelegte Neuwahlen, wenn ein Minister unglücklich auffällt und vom Volk - wie? Mittels Wahlen? - zum Rücktritt gebracht wird ...? Und woher kann das Volk einordnen, ob es ein Problem des Ministers ist?
Ohne z. B. Frau von der Leyen über alle Maßen decken zu wollen, aber - die ganzen Beraterverträge des Verteidigungsministeriums, für die sie seinerzeit ordentlich in der Kritik stand, sind höchstwahrscheinlich nicht von ihr persönlich initiiert worden. Heißt: es wird Gründe für diese Beraterverträge gegeben haben. Ich habe nicht den Einblick in das Verteidigungsministerium, um sagen zu können, was die Beraterverträge notwendig gemacht hat - waren es Modernisierungen, bei denen man das Know-How Dritter benötigt hat, waren es Schulungen, die für die Mitarbeiter durchgeführt wurden, waren es Geschichten, die man aufgrund irgendwelcher Umstrukturierungen in der Vergangenheit nach außen gegeben hat, ... - geschweige denn glaube ich ernsthaft, daß unter Nachfolgerin AKK sofort alle Beraterverträge aufgelöst wurden, obwohl man von diesem Thema in der Presse nichts mehr lesen durfte ... woher weiß man also, daß Frau von der Leyen an dieser Stelle Mist gebaut hat? Und - hätte sie weniger in der Kritik gestanden, wenn die Beraterverträge nicht zustande gekommen wären und das Verteidigungsministerium vielleicht dadurch vor sich hinmarodieren würde? Vielleicht tat es das auch unter den Vorgängern ... wenn von der Leyen ebenso wie Kramp-Karrenbauer unschöne Presse ernten, stelle ich mir vor allem die Fragen, ob da nicht entweder im Untergrund bereits einiges vor sich hinschwappte, das jetzt erst ans Tageslicht kommt, wo man es nicht mehr länger verbergen kann, oder ob da gerade deshalb Staub aufgewirbelt wird, weil jemand aus unbekannten Gründen das Thema angestupst hat.
Die Aufgabe eines Ministers ist es in erster Linie, Dinge auf politischer Ebene zum Funktionieren zu bringen. Die einzelnen Minister stehen aber im Regelfall bedeutend eher in der öffentlichen Kritik für Dinge, die im jeweiligen Ministerium suboptimal laufen, und auch wenn sie häufiger dafür zur Verantwortung gezogen werden, sind sie nicht immer für die eigentlichen Hopplas persönlich verantwortlich. Wie gut der Minister auf politischer Ebene seinen Job macht, kriegt das Volk im Normalfall gar nicht wirklich mit.
Mit dem plötzlichen Austausch eines Ministers behebt man oft genug auch das eigentliche Problem nicht. Und mit dem ständig drohenden Austauschen eines Ministers ruiniert man vor allem die Belastbarkeit der Strukturen auf politischer Ebene, und ich weiß auch nicht, wie toll das in einem Laden laufen soll, bei dem die Geschäftsführer jederzeit abberufen werden können.

Eine Demokratie sieht für mich nicht so aus, dass 17 Leute die Entscheidungen treffen und mehr als 700 nicken nur ab. So etwas kenne ich aus dem Staatsbürgerkunde-Unterricht als "Autokratie".
Daß die 17 Leute Entscheidungen treffen, ist ja auch ein aktueller Ausnahmefall, der vor allem deshalb notwendig wurde, weil Entscheidungen tagesaktuell getroffen werden mußten, und auf solche Späße ist unser politisches System nicht ausgelegt. Es braucht Wochen bis Monate, bis bestimmte Anliegen bei den Entscheidungsträgern durchkommen, und die Zeit haben wir aktuell nicht. Bundes- und Landtage und oft auch genug Land- und Stadträte setzen sich auch Gremien und Ausschüssen zusammen, in denen die eigentlich Entscheidungen ausdiskutiert und vorbereitet werden, und selbst da gibt's noch genügend Wasserträger von Verwaltungsseite, ohne die vieles nicht laufen würde (oder halt auch vieles nicht läuft, was die Politik beschließt). Eine Demokratie kann nicht so aussehen, daß alle 700 Personen jedes anstehende Probleme klein in klein ausdiskutieren.

Wenn es sowieso am Ende dazu führt, dass in allen Bundesländern, in denen 2021 demokratische Wahlen zum Landesparlament stattfinden, der Amtsinhaber einfach weiter regieren kann, dann braucht es nur einen Zettel mit "Sind Sie mit der bisherigen Arbeit zufrieden?" und darunter "ja" und "nein" wie man es noch aus der Vergangenheit und bei manchen Bürgermeisterwahlen ohne Gegenkandidaten kennt.
Eine "Seid ihr zufrieden"-Abstimmung ist doch im Prinzip nix Anderes als Wasser auf die Mühlen der AfD, die die Unzufriedenheit und das "Dagegen!" zu ihrem Wahlprogramm gemacht hat. Ich halte es für zielführender, sich FÜR etwas zu entscheiden als GEGEN etwas. Und nicht jeder Landeselternteil kann es sich erlauben, einen "Wahlkampf" à la Angela Merkel zu machen, die zuletzt eigentlich ohne Wahlprogramm, sondern nur mit ihrem Namen angetreten ist.

Gruß
Skywise
 

rockon

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Ein Ministerpräsident des Volkes, der von den meisten Bürgern mitgetragen wird, sieht für mich anders aus.
Du schreibst doch hier wider besseres Wissen! Vielleicht hat in Bayern die CSU in ihren besten Zeiten mal eine echte Mehrheit der Bevölkerung erhalten, was ich aber stark bezweifle. Um ein solches Ergebnis wenigstens hin und wieder zu erreichen, müsste die Wahlpflicht eingeführt werden. Ein solcher Zwang scheint mir einer echten Demokratie nicht angemessen. Es zählen nun mal die Stimmen, die abgegeben wurden. Und es sind freie und geheime Wahlen. Wieso, weshalb, warum und wen interessiert erstmal gar nicht. Da dürfen sich die Wahlforscher austoben. Und Matze.
 

Tonband

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Ach ja? Ursache ist also nicht ein machtgeiler Putin, der im Größenwahn Nachbarstaaten überfällt, sondern die Ukraine?
Schau endlich weniger RT. Das kann helfen.
Das ist ja wie im Religionsunterricht,
wo der Teufel stets auf der Tafel gemalt bleibt um keinen Zweifel aufkommen zu lassen wer die Guten sind.

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Falls Du Objektivität suchst könnte Dir u.a. mal das Hinterfragen einiger Tagesschaumeldungen helfen, @StabsstelleIV .
(Von welchen Interessen werden eigentlich ARD-Korrespondenten geleitet?)

zum Thema: Das mit Nordstream2 hat Frau Merkel erstmal sauber hinbekommen. :)
 
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Mannis Fan

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Ich halte es für zielführender, sich FÜR etwas zu entscheiden als GEGEN etwas.
Bei der Bundestagswahl hat jeder zwei Stimmen: Direktstimme und Zweitstimme.
Wenn ich meine Zweitstimme einer Partei gebe (was ich ja sollte), dann wähle ich damit all jene Parteigrößen automatisch mit, die auf den vorderen Listenplätzen stehen, auch wenn ich sie als Personen für die größten Pfeifen halte - oder wenn sie bereits mehrfach nachgewiesen haben, (Siehe A. Scheuer), dass sie die größten Pfeifen sind.
Ich habe also gar keine Chance, mich "gegen etwas" auszusprechen, sondern ich muss, sollte ich in Bayern aus Überzeugung CSU wählen, den Kollatoralschaden Scheuer mitakzeptieren.
Das Gleiche gilt natürlich bei den anderen Parteien, deren Granden ihre Schäfchen ebenfalls über die Listenplätze in Sicherheit bringen.

Es zählen nun mal die Stimmen, die abgegeben wurden. Und es sind freie und geheime Wahlen.
Die Stimmen, die abgegeben wurden, zählen sogar ein Vielfaches. Es wählen bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent nur 60 Prozent der Wähler, aber es werden 100 Prozent der Mandate vergeben. Wieso füllt man die Parlamente nicht analog zur Wahlbeteiligung?
Mein Vorschlag wäre: 50 Prozent aller Parlamentsmandate werden durch direkte Wahl im Wahlkreis besetzt. Jeder Sitz darüber hinaus wird nur dann vergeben, wenn die Wahlbeteiligung über 50 Prozent liegt. Liegt sie bei 60 Prozent, dann gibt es über die Listen nach Verältniswahlrecht zehn Prozent zusätzliche Mandate, bei 80 Prozent Wahlbeteiligung entsprechend dreißig Prozent mehr Sitze.
Das hätte den willkommenen Nebeneffekt, dass die Parteien ein originäres Eigeninteresse daran bekämen, die Wahlbeteiligung hochzujagen. Und das schaffen sie nur durch Akzeptanz. Heute kann es ihnen doch wurscht sein (und durch ihr Handeln beweisen sie, dass es ihnen wurst ist), was der Wähler von ihren Leistungen hält. Notfalls reichen zehn Wähler deutschlandweit, um ein Parlament mit 850 Sitzen zu füllen.
 

s.matze

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Man kann nur hoffen, dass Leute wie Scheuer, Braun, Scholz und Spahn der kommenden Regierung nicht angehören werden. Es muss auch Untersuchungsausschüsse geben. Was da wider besseren Wissens dreist drauf los gelogen und "vergessen" / "nicht mehr erinnert" sowie sich bereichert wurde in der vergangenen Legislaturperiode im Bundestag von einigen Abgeordneten, unfassbar. Die entsprechenden Minister(ien) wollen nichts gewusst oder gesehen haben, lügen dafür an anderer Stelle drauf los, bis die Balken brechen.
Beschämend, welch ein anti-demokratischer Geist mittlerweile im höchsten deutschen Parlament vorherrscht. Die Bürger werden bei jeder Gelegenheit von vorne bis hinten verarscht. Heute so, morgen so. Anstand und Respekt vor der Geschichte des Hauses mit der Aufschrift "Dem deutschen Volke" ist vielen dieser Anzugträger schon vor Jahren abhanden gekommen. Ich nenne nur ein paar Beispiele: Wirecardskandal, Maskenaffäre, Impfstoffbeschaffung.
 
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Skywise

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Die Stimmen, die abgegeben wurden, zählen sogar ein Vielfaches. Es wählen bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent nur 60 Prozent der Wähler, aber es werden 100 Prozent der Mandate vergeben. Wieso füllt man die Parlamente nicht analog zur Wahlbeteiligung?
Weil die Arbeit in den Gremien und Ausschüssen trotzdem erledigt werden muß ;)
Niemand hat ein Interesse daran, der Politik ausgerechnet durch Wahlen Knüppel in die Beine zu hauen, die die politische Arbeit verlangsamen oder blockieren. Unter anderem deshalb nicht, weil das garantiert den extremeren Polen der Politik die Wähler zutreibt.

Das hätte den willkommenen Nebeneffekt, dass die Parteien ein originäres Eigeninteresse daran bekämen, die Wahlbeteiligung hochzujagen. Und das schaffen sie nur durch Akzeptanz. Heute kann es ihnen doch wurscht sein (und durch ihr Handeln beweisen sie, dass es ihnen wurst ist), was der Wähler von ihren Leistungen hält. Notfalls reichen zehn Wähler deutschlandweit, um ein Parlament mit 850 Sitzen zu füllen.
Hm.
Wenn ich mal Deine Bemerkung von weiter oben mitnehme, also Deine Antwort auf meine Aussage zum Thema "FÜR statt GEGEN", dann glaube ich schon, daß Du da gar keinen so unwichtigen Punkt ansprichst: das Problem, sich klar zu einem Gesamtpaket bekennen zu müssen, auch wenn man mit einzelnen Faktoren gar nicht einverstanden ist. Ich glaube nicht, daß durch die Bemühungen um Akzeptanz dieses Gesamtpaket die Geschichte irgendwie schmackhafter wird - wahrscheinlich würde das Ergebnis nur noch bunter aussehen.
Könnte durchaus sein, daß man es quasi durch das genaue Gegenteil interessanter machen kann, indem man einzelne Schwerpunkte der Politik bestimmt und dann über die langfristigen Ziele abstimmen läßt, die einzelne Parteien dazu vorschlagen. Damit könnte man diejenigen hinter dem Ofen hervorzaubern, die sich weigern, ein Gesamtpaket (oder Kandidaten) zu akzeptieren. Umgekehrt bedeutet das aber auch, daß wir uns von der Idee ausgewogener Wahlprogramme verabschieden müssen, denn X zugunsten von Y zurückschrauben und somit zu finanzieren, wäre in dem Augenblick nicht mehr drin.

Gruß
Skywise
 

Mannis Fan

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Weil die Arbeit in den Gremien und Ausschüssen trotzdem erledigt werden muß
Die Anzahl der Mandatsträger ist beileibe kein Indiz für "viel" oder "gute" Arbeit des Parlaments, ebensowenig wie die Zahl der Ausschüsse, die es teilweise nur deshalb gibt, weil vom Ausschussvorsitzenden über dessen Stellvertreter bis hin zu den Mitgliedern Posten (und Aufwandsentschädigungen) zu vergeben sind, die es ohne diese Ausschüsse nicht gäbe. Wenn es ernst wird, holen sich die Ministerien sowieso externe Berater ins Haus und pfeifen auf die Papierstapel, die von den Ausschüssen produziert wurden.
 

Skywise

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Die Anzahl der Mandatsträger ist beileibe kein Indiz für "viel" oder "gute" Arbeit des Parlaments
Stimmt.

, ebensowenig wie die Zahl der Ausschüsse, die es teilweise nur deshalb gibt, weil vom Ausschussvorsitzenden über dessen Stellvertreter bis hin zu den Mitgliedern Posten (und Aufwandsentschädigungen) zu vergeben sind, die es ohne diese Ausschüsse nicht gäbe.
Nicht ganz so. Es gibt "ständige Ausschüsse", die auf der einen Seite vom Gesetzgeber mehr oder weniger direkt so vorgesehen sind (Petitionsausschuß, Verteidigungsausschuß), und dann theoretisch für jedes Ministerium einen Ausschuß plus weitere Ausschüsse, die der politischen Gewichtung der Regierung geschuldet sind (oder die aus dem Boden gestampft werden wie etwa Untersuchungsausschüsse etc., wobei die genau genommen auch gesetzlich legitimiert sind).
Mal salopp sind das die Vorkauer für die Ereignisse im Parlament.
Und weitere Gremien, die entweder etwas für Ausschüsse vorkauen oder andere Themen diskutieren, gibt's ja auch noch.
Da Gremien- und Ausschuß-Sitzungen oft genug parallel stattfinden, hast Du bei einem "unterbesetzten" Parlament das Problem, daß unter Umständen nicht die Gewichtung des Parlaments in den Ausschüssen und Gremien gewährleistet werden kann. Wenn bei einer niedrigen Wahlbeteiligung und bei einem knappen Wahlergebnis eine kleine Partei mit 4 oder 5 Sitzen in den Bundestag reingewählt wird, dann wird die ihre liebe Not haben, Ausschuß- oder Gremiensitzungen nicht zu verpassen ...

Wenn es ernst wird, holen sich die Ministerien sowieso externe Berater ins Haus und pfeifen auf die Papierstapel, die von den Ausschüssen produziert wurden.
Stimmt zwar auch, aber die Berater haben in den Ausschüssen und Gremien im Regelfall nichts verloren, deren Arbeit verbleibt normalerweise in den Ministerien, wo nach den ERgebnissen der Ausschüsse hoffentlich wertvolle Kleinarbeit erledigt wird, damit man sich mit Gesetzestexten nicht noch mehr blamiert als ohnehin schon.

Gruß
Skywise
 

s.matze

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Experten schätzen, dass dem kommenden Bundestag mehr als 1000 (!!!) Abgeordnete angehören werden.
Quelle: NTV, Handelsblatt, WiWo.

Immer mehr Häuptlinge, aber keine Indianer mehr. :thumbsdown:
 

Mannis Fan

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wenn das Wahlergebnis extrem ungünstig ausfällt.

So oder so wird das Wahlergebnis "extrem ungünstig ausfallen", denn:

Wir werden nach der Wahl einen Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin bekommen, die faktisch keiner will (maximale Zustimmung für die Kandidaten: 20 Prozent), wir werden ein Riesenparlament bekommen, das keiner will (und schon gar nicht braucht) und wir werden erneut eine Ministerriege bekommen, in der vermutlich wieder Typen sitzen, die schon soviel Milliarden verbrannt haben (Maut, Kampfflugzeuge, Fregatten, Flughäfen etc.) oder zugelassen haben, dass Milliarden dem Staat entzogen werden (Steuerschlupflöcher, Cum Ex Geschäfte), dass man damit alle Schulen udn Kindergärten des Landes modernisieren und digitalisieren könnte.
Die Wahl ist wie eine MA: Der Kuchen wird unter die immergleichen Akteure verteilt, mal der ein bisschen mehr, mal jener ein bisschen mehr - und alle werden sich danach ein bisschen schütteln und weitermachen wie bisher: Dudelfunk, Schmalspurrotation, lustige Gewinnspiele und ein bisschen Pseudo-Inhalt zur Besänftigung der Kritiker.
 

Skywise

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Wir werden nach der Wahl einen Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin bekommen, die faktisch keiner will (maximale Zustimmung für die Kandidaten: 20 Prozent),
Stimmt ... wobei mich aktuell am meisten fuchst, daß die Bundeskanzler-Kandidaten offenkundig mehr im Fokus der Wahl stehen als das Wahlprogramm, für das die jeweiligen Parteien einstehen. Und das, obwohl das Volk den/die/das Bundeskanzler de facto nicht wählt.

wir werden ein Riesenparlament bekommen, das keiner will (und schon gar nicht braucht) und wir werden erneut eine Ministerriege bekommen, in der vermutlich wieder Typen sitzen, die schon soviel Milliarden verbrannt haben (Maut, Kampfflugzeuge, Fregatten, Flughäfen etc.) oder zugelassen haben, dass Milliarden dem Staat entzogen werden (Steuerschlupflöcher, Cum Ex Geschäfte), dass man damit alle Schulen udn Kindergärten des Landes modernisieren und digitalisieren könnte.
Joah, da gibt's einige. Ist nur die Frage, ob das den Ministern im Rahmen einer Einzelleistung gelungen ist, oder ob sie da tatkräftige Unterstützung vonseiten ihres Ministeriums genossen haben. Gibt ja beide Spielarten in der aktuellen Minister-Spekulatius-Galerie.

Gruß
Skywise
 

s.matze

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Vor allem werden wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Verhältnisse wie in Italien, Spanien, Griechenland oder Israel bekommen, mit einem Parlament, in dem etliche Parteien vertreten sind (die 5-Prozent-Klausel kann hier nur Schadensbegrenzung schaffen) und es schwierig wird, Mehrheiten zu bekommen.
Eine Regierung, die nicht wirllich handlungsfähig ist, die durch Bundesrat und Länder gelähmt wird.
In dem die Gräben zwischen Bund und Ländern immer weiter aufbrechen (Sachsen-Anhalt, Thüringen).
Dazu ein aufgeblähtes Parlament mit immer mehr Ausgleichs- und Überhangsmandaten.
Mit dem Ergebnis, dass Koalitionen bald zerbrechen und künftig alle 2 bis 3 Jahre neu gewählt werden muss.
Die größte Gruppe werden wohl die Nichtwähler sein.
Es ist schade. Ich war früher mal stolz auf unser Land und seine föderalen Strukturen.
Mittlerweile schämt man sich im Ausland und ich bin froh, auch österreichischen Dialekt sprechen zu können. So ist die Schmach nicht ganz so groß...
Dann bin ich lieber ein Dödel als ein Piefke.
 
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Skywise

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Vor allem werden wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Verhältnisse wie in Italien, Spanien, Griechenland oder Israel bekommen, mit einem Parlament, in dem etliche Parteien vertreten sind (die 5-Prozent-Klausel kann hier nur Schadensbegrenzung schaffen) und es schwierig wird, Mehrheiten zu bekommen.
Es ist gar nicht so lange her, da hat jemand sinngemäß gesagt "ist doch schön, dann können keine so brachialen Mehrheiten gebildet werden, daß die Opposition nichts mehr zu melden hat, sondern dann sind wir bei einer Minderheitsregierung, die sich durch Überzeugung die zusätzlichen Stimmen aus der Opposition holen muß". Das ist so lange richtig, bis mal schnell und beherzt gehandelt werden muß, aber es ist per se erst mal nicht falsch.

Eine Regierung, die nicht wirllich handlungsfähig ist, die durch Bundesrat und Länder gelähmt wird.
In dem die Gräben zwischen Bund und Ländern immer weiter aufbrechen (Sachsen-Anhalt, Thüringen).
Ich denke, da müßte viel passieren. Die Landtagswahlen sind ja recht konsequent verteilt, so daß da keine ruckartige Veränderung vor sich geht. Und meistens besteht ja auch ein gewisses Miteinander zwischen Bundestag und Ländern und damit auch dem Bundesrat. Solange nicht irgendwelche Populisten die Oberhand gewinnen und konsequent "nein" zu allen Vorschlägen sagen, glaube ich, daß man die Reibereien vergleichsweise flach hält, sofern nicht wirkliche Böcke zum Abschuß freistehen.

Mit dem Ergebnis, dass Koalitionen bald zerbrechen und künftig alle 2 bis 3 Jahre neu gewählt werden muss.
Muß ja nicht so kommen. Nicht mit jedem Koalitionsende muß automatisch eine Neuwahl verknüpft sein. Und wenn es ohnehin in die Richtung Minderheitsregierung geht, dann würde das letzten Endes ohnhin nicht viel bringen.

Die größte Gruppe werden wohl die Nichtwähler sein.
Solange es nicht diejenigen sind, die der Demokratie durch ein permanentes Kontra die Knüppel zwischen die Beine schmeißen ...

Es ist schade. Ich war früher mal stolz auf unser Land und seine föderalen Strukturen.
Mittlerweile schämt man sich im Ausland und ich bin froh, auch österreichischen Dialekt sprechen zu können. So ist die Schmach nicht ganz so groß...
Dann bin ich lieber ein Dödel als ein Piefke.
Ob man sich im Ausland schämt, soll mir erst mal egal sein. Der österreichnischen Dialekte bin ich zwar auch insofern mächtig, als ich den größten Teil verstehe, den man mir in Wien (immerhin inkl. Schmäh ... zumindest soweit ich weiß), in der Steiermark, in Kärnten oder im Burgenland an den Kopf schmeißt, aber so verzweifelt oder unhöflich, den jeweiligen Dialekt zu imitieren, der mir nicht zusteht, war ich bislang noch nicht. Und ich würd' mich ehrlich gesagt auch ziemlich deutlich dagegen sträuben, so zu tun, als ob Herr Kurz mein Bundeskanzler wäre ...

Gruß
Skywise
 

s.matze

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Allein die Plakatkampagne der CDU in MV hat laut DPA-Meldung ("Nordost-CDU startet Plakataktion zur Landtagswahl") "etwas mehr als 500.000 Euro" gekostet! Für ein 1,5 Mio-Einwohner-Land (und von diesen 1,5 Mio. steht ein Großteil weit rechts von der CDU...). Was für ein zum Himmel schreiender Schwachsinn! Der Spitzenkandidat war übrigens nicht mal anwesend zum Wahlkampfauftakt / Plakat-Präsentation - aus "privaten Gründen", wie es heißt...

Welche Partei verzichtet in diesem Jahr komplett auf die nutzlosen und umweltschädlichen Plakate und spendet das dafür vorgesehene Budget in voller Höhe an die Flutopfer? Die wähle ich! 😏
 

Mannis Fan

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Inzwischen wächst die Verzweiflung der Wähler. Angeblich kommt keine einzige Partei noch über 25 Prozent Zustimmung. Von den Kanzlerkandidateninnen ganz zu schweigen.
Und plötzlich ist auch ein Linksbündnis wieder drin:
 
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Topfgucker-SFX

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Oder hier: MLP-Gründer Manfred Lautenschläger, Alt 68er, redet von tollen alten Zeiten, wie man damals die Auslieferung von, dann massenhaft über den Neckar schwimmenden, Bild-Zeitung-Exemplaren verhindert hat und quatscht auch sonst - nicht textbaustein-sprechautomatenmäßig wie heute üblich, aber eben doch ziemlich - politisch korrekt daher.

Und dann bei 37:15 das hier (klickst du 37:15):


Hat viel Sport gemacht. Vielleicht hat er darum noch so ein kräftiges Rückgrat.
 
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s.matze

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Inzwischen wächst die Verzweiflung der Wähler.
Wenn ich sehe, dass eine Partei wie die SPD-MV anno 2021, nach monatelangen Betriebsschließungen, Berufsverboten, Umsatzeinbußen im Tourismus, Werftenrettung auf Steuerzahlerkosten und dem Hochwasser im Südwesten laut NDR-Angaben 1,3 Mio Euro (!!!) für nutzlose Papp-Aufsteller und Werbeplakate mit dem Gesicht einer ins Amt gehievten Ministerpräsidentin ausgibt, also fast 1 Euro auf jeden Einwohner des Bundeslandes, fehlt mir mittlerweile vollkommen das Verständnis für die Borniertheit und Arroganz dieser abgehobenen Politiker jeglicher Couleur!

jetzt gehe es erstmal um Wahlkampf und Stimmenwerbung. Und das will sich die Partei was kosten lassen, sie hat dafür 1,3 Millionen Euro angespart.


Ich könnte nur noch kotzen, wie diese abgehobenen Autokraten unserer Steuergelder zum Fenster rauswerfen!
 
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Skywise

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Ich könnte nur noch kotzen, wie diese abgehobenen Autokraten unserer Steuergelder zum Fenster rauswerfen!
Werbemittel sind Parteietat, keine Steuergelder. Die Parteien haben zwar Anspruch auf einen Obolus, der ist aber abhängig von ihrem Wahlerfolg. Nicht alles, was derzeit an Werbung auf der Straße landet, wird somit letztendlich vom Steuerzahler finanziert.

Gruß
Skywise
 
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