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Wie war Radioropa Info?

patrik1022

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Seltsamerweise habe ich kein Thema zu diesem Sender gefunden, aber ich hoffe, das ändert sich. Heute vor 35 Jahren startete Peter Lepper, Gründer von TechniSat, den ersten privaten Nachrichtenradiosender Deutschlands - Radioropa Info. Radioropa Info sendete zunächst nur über Satellit und zeigte die internationalen Nachrichten zur vollen und halben Stunde, abwechselnd mit deutschen und europäischen Nachrichten zur Viertel- und Dreiviertelstunde. Längere Korrespondentenberichte aus aller Welt bildeten neben Pop- und Rockmusik-Hits der letzten 30 Jahre das Grundrepertoire des Senders.

Was ist Ihre Meinung zu den Anfangsjahren des Senders?
 
Hab ich damals gelegentlich über Astra gehört.
Aber nicht wirklich oft da ich mich damals weniger für Nachrichten interessierte.
Daher kann ich dazu nicht wirklich viel sagen.
 
Kannst ruhig "Du" sagen ;)

Radioropa war von der Idee her gut, von der Umsetzung her eher mittelmäßig.
Die viertelstündigen Nachrichten bestanden aus dem Verlesen von Agenturmeldungen, dazwischen gabs Oldies der 60er und 70er und die immergleiche Werbung für Produkte der Fa. TechniSat. Andere Werbekunden hatten die praktisch gar nicht.
Ein eigenes Korrespondentennetz gab es AFAIR nicht, die besagten Korrespondentenberichte wurden von den deutschen Redaktionen von BBC und RFI übernommen.
Die Nachrichten um :15 fielen irgendwann weg. Gut waren die Spezialsendungen wie der DX-Report, die aber leider nicht lange im Programm waren.

Peter Leppers Idee für ein privates Newsformat war damals innovativ. Durch die vielen Programmumstellungen, die fehlende Manpower und die nervige TechniSat-Reklame dürfte das Programm aber keine nenneswerten Hörerzahlen erreicht haben. Dazu hörte damals wie heute kaum jemand Radio via Satellit und die UKW-Frequenzen in RLP hatten nur eine sehr geringe Reichweite.
 
Ich habe die Mediensendungen gerne gehört. Und das Programm war aus meiner Sicht durchaus innovativ.

Empfangen habe ich das Programm im Kabel sowie später über Kurzwelle und Langwelle 261 kHz.
Ich hatte mir sogar ein kleines RadioRopa-Transistorradio gekauft, das es damals entweder als reines Langwellenradio oder als Radio mit UKW und LW (das hatte ich bzw. habe ich immer noch) gab. :thumbsup:
 
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War der Sender nicht das zentrale Sprachrohr der „Satellitendirektempfangslobby“ rund um den Technisat-Konzern? Als Werbung liefen ja meist nur Spots für Technisat-Produkte. Ansonsten lief dort auch viel Musik, meist Softpop. Am Ende war es den „Nachrichtenfans“ wohl zu viel Musik und den „Musikfans“ zu viele Nachrichten.

Der Sender war weder Fisch noch Fleisch, weil es Technisat gerade in der Endphase wohl mehr darum ging, seine Sat-Schüsseln zu verhökern als darum, ein privates Nachrichtenradio zu etablieren. Die Idee war gut, dennoch war es ein kühnes Vorhaben, dem Platzhirschen Deutschlandfunk an den Karren pinkeln zu wollen, ohne über ein vergleichbares Netz an Inlandsreportern und Auslandskorrespondenten sowie eine vergleichbare flächendeckende Verbreitung über UKW zu verfügen. Mit Verbreitung über Kabel, Satellit, Langwelle und zwischenzeitlich ein paar UKW-Funzeln in RLP hat man die Massen am Ende nicht erreicht und Radioropa ist im Grunde nie aus seiner Nische herausgekommen.
 
Ich hätte einen kurzen Mitschnitt vom letzten Sendetag von Radioropa 261 im Angebot: https://on.soundcloud.com/Mlkar6L4uppKxNbwEG

Irgendwo habe ich auch den Sendeschluss um 0 Uhr am gleichen Tag, leider aber keine Mitschnitte des normalen Programms davor.
Gehört habe ich das Programm gerne, es gab längere Berichte, Popmusik, abends Auslandsprogramme auf deutsch und viel "Man Of Action" als antiquierte Sendermusik.
Die Anfangsjahre von Radioropa Info habe ich leider nicht mitbekommen.
 
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die immergleiche Werbung für Produkte der Fa. TechniSat.
Da der Name nun genannt wurde, brauche ich "Technisat" nicht rückwärts oder sonstwie verfremdet im Audiobeispiel präsentieren, um nicht etwa der Schleichwerbung verdächtigt zu werden.
Und prinzipiell hatte ich den Eindruck, dass es so eine Art Deutschlandfunk "light" gewesen ist.
 

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Konkret kann ich mich nur an Manfred Böhm ... und eben den DX-Report (Sonntagabend ... 22 bis 23 Uhr? erinnern). Im Prinzip spannende SAche, aber auch nicht so attraktiv. Mit den Nachrichten war es statisch, bei B 5 (B24) und MDR aktuell dann hat das für mich besser gepasst. Da kommt auch KEINE Musik.
Bei Ropa wurde halt irgendwie alles zusammengequetscht. Irgendwann ging`s ja dann auch von Daun nach Leipzig. Das mit den Oldies kam, meine ich, erst im Lauf der Zeit (gegen Ende) - also die Festlegung auf Oldies. TechniSat-Werbung fand ich nicht nervig. Eher fand ich die Übernahmen nicht gut - das BBC-Programm konnte ich ka anderweitig hören. Wie war es denn nachts bei Ropa???
 
Soweit ich mich erinnern kann wurde aus Radioropa Infowelle Sachsen dann Radioropa oldie.fm und später nur noch oldie.fm. In etwa zur gleichen Zeit wurde dann Radioropa 2.6.1. als Info-Nachfolger gegründet.

Das ursprüngliche Radioropa Info sendete übrigens auch in Rheinland-Pfalz auf UKW, u.A. Daun 92,2, Koblenz 99,8...
 
Und prinzipiell hatte ich den Eindruck, dass es so eine Art Deutschlandfunk "light" gewesen ist.
Das war jedenfalls der (gute gemeinte) Ansatz zum Sendestart von Radioropa Info. In der Praxis sah es dann anders aus, siehe oben.
War der Sender nicht das zentrale Sprachrohr der „Satellitendirektempfangslobby“ rund um den Technisat-Konzern?
Das Radioropa-Studio in Daun/Eifel hatte dieselbe Adresse wie die TechniSat-Zentrale. Das Programm sollte auch den Verkauf der hauseigenen Satellitenschüsseln ankurbeln, die penetrante Dauerwerbung "Freiheit, die vom Himmel kommt" habe ich heute noch im Ohr.
Soweit ich mich erinnern kann wurde aus Radioropa Infowelle Sachsen dann Radioropa oldie.fm und später nur noch oldie.fm. In etwa zur gleichen Zeit wurde dann Radioropa 2.6.1. als Info-Nachfolger gegründet.
Ja. Mitte der 90er hat Radioropa Info von der SLM ein paar lukrative UKW-Frequenzen in Sachsen erhalten, der Sendebetrieb wurde daraufhin von Daun nach Leipzig verlagert und das Programm in "Radioropa Infowelle Sachsen" umbenannt. Die UKW-Funzeln in Rheinland-Pfalz wurden im Gegenzug abgeschaltet.

Der Erfolg blieb trotzdem aus, daher hat Peter Lepper den Sender 1998 an Radio PSR verkauft. Die haben es dann sehr schnell zu oldie.fm, später R.SA, umformatiert.
Ein kleiner Teil der alten Radioropa-Mannschaft durfte via Satellit und LW 261 unter dem Namen "Radioropa 2.6.1." noch eine zeitlang weitermachen, Ende 2001 war auch damit Schluss.
 
Das Radioropa-Studio in Daun/Eifel hatte dieselbe Adresse wie die TechniSat-Zentrale. Das Programm sollte auch den Verkauf der hauseigenen Satellitenschüsseln ankurbeln, die penetrante Dauerwerbung "Freiheit, die vom Himmel kommt" habe ich heute noch im Ohr.
Dem Unternehmen war auch ein Verlag angeschlossen, welcher neben einschlägigiger Fachliteratur zum Thema auch die Zeitschrift „Sieh fern & Radiowoche“ herausgegeben hat. Diese Zeitschrift hatte - natürlich neben vielen ganzseitigen Anzeigen für Technisat-Produkte u.a. auch sehr informative Programmtabellen. Bei den „redaktionellen“ Beiträgen haben sich mir allerdings das ein oder andere Mal die Nackenhaare gestreubt. Das ganze hatte schon etwas „sektenähnliches“ und man hat hart gegen den Kabelnetzbetreiber Deutsche Telekom aber auch gegen RTL, Bertelsmann oder die Kirch-Gruppe verbal ausgeteilt, welche man wohl als unliebsame Konkurrenz in einem selbstverschriebenen Kampf um die Deutungshoheit innerhalb der damaligen deutschen Medienszene gesehen hat. Die eigenen Produkte und hauseigene Programme wie Radioropa Info oder das später übernommene und nach Daun übersiedelte Star*Sat Radio wurden dagegen in den Himmel gelobt. Das hatte alles teilweise schon sehr skurrile Züge
 
Das ursprüngliche Radioropa Info sendete übrigens auch in Rheinland-Pfalz auf UKW, u.A. Daun 92,2, Koblenz 99,8...
... und damals z.B. auch über die 105,2 aus Mainz (Frequenz inzwischen an "DASDING" des swr vergeben) für das (westliche) Rhein-Main-Gebiet mit "echten" Korrespondentenberichten von Bloomberg in deutscher Sprache direkt aus der Frankfurter Börse. Nicht so wie heute "Radio Frankfurt"..., deren Lizenz sogar auf einem "Wirtschaftsradio" basiert (wovon allerdings im Programm kaum was zu hören ist). So schlecht können die Berichte aus der Börse damals aber nicht gewesen sein, denn die "Korrespondentin" meldet sich inzwischen (auch?) im TV aus der Börse für das ZDF.
 
In Berlin konnte RadioRopa Info neben der Sat- und Kabelausstrahlung (inkl. DSR), über die Berliner MW Frequenz 693 KHz, LW 261 KHz und über die tschechische Kurzwelle (wenn ich mich nicht irre, waren es zwei Frequenzen, die damals genutzt wurden) empfangen werden. Nachdem die bundesweite UKW-Kabelausstrahlung von RadioRopa Info sowie Star*Sat Radio um 1995/96 eingestellt wurden, konnten in Berlin nur noch die MW, LW und KW Frequenzen empfangen werden, wobei all diese nach und nach abgeschaltet wurden.

Ich hatte damals ebenfalls über deren Hausblatt (Infosat) ein LW/UKW Radio für 5 DM in Briefmarken bestellt und auch erhalten inkl. einer dieser "Krokodilklemmen" um eine Wurf- oder Teleskopantenne anzuschliessen und diese über einen portablen Radio die Programme des UKW-Kabelradio-Angebotes der damaligen Telekom wiederzugeben...noch ein anderes Radio ähnlicher Bauart bekam ich auf der IFA am Infosat/Technisat Stand als Geschenk. Beide habe ich in den ersten 2000er Jahren an meinen Bruder verschickt, der in Belgrad wohnt. Keine Ahnung, ob er beide Radios noch besitzt oder entsorgt hat...
 
Das ursprüngliche Radioropa Info sendete übrigens auch in Rheinland-Pfalz auf UKW, u.A. Daun 92,2, Koblenz 99,8...
... und damals z.B. auch über die 105,2 aus Mainz (Frequenz inzwischen an "DASDING" des swr vergeben) für das (westliche) Rhein-Main-Gebiet
In Rheinland-Pfalz hatte Radioropa zeitweise ein gutes Dutzend leistungsschwacher UKW-Frequenzen. Neben den bereits genannten gab es auch noch Frequenzen in Trier, Idar-Oberstein, Bad Kreuznach und Adenau. Den Rest müsste ich jetzt nachschlagen.
Abgesehen von der Mainzer Frequenz erreichten diese aber nur wenige Hörer und waren auch nicht lange on air. Die Mainzer 105,2 ging irgendwann um Weihnachten 1992 on air, das wurde im Programm auch entsprechend beworben. 1996 war wieder Schluss, nachdem Radioropa nach Leipzig umgezogen war und die Lizenz in RLP zurückgegeben hatte.
 
In Rheinland-Pfalz gab es diese Frequenzen:

Adenau 92.2 - Radio Nürburgring (diverse Anbieter, u.A. SWR3, RPR1...) und bald Eifelradio
Koblenz 99.8 - jetzt DLF
Mainz 105.2 - später Rockland, jetzt DASDING
Bad Kreuznach 106.5 - später DLF bis zur Aufschaltung auf 98.7
Idar-Oberstein 94.7 - später Dlf Kultur
Kaiserslautern 96.9 - später Rockland, jetzt Antenne Kaiserslautern
Wörth 96.6 - jetzt Dlf Kultur
Trier 94.3 - jetzt Dlf Kultur
 
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In Rheinland-Pfalz gab es diese Frequenzen:

Adenau 92.2 - Radio Nürburgring (diverse Anbieter, u.A. SWR3, RPR1...) und bald Eifelradio
Adenau war 87,7.
Das war die Frequenz von Radio Nürburgring; wenn keine Rennen gefahren wurden, lief Radioropa Info.
Neben den Frequenzen in deiner Liste gab es noch die 92,2 in Daun und die 96,9 in Linz/Rhein.
 
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Danke für die Korrekturen und Ergänzungen! 92,2 war doch Daun, da habe ich mich mit Adenau 87,7 durcheinanderbringen lassen. Eifelradio stimmt aber dann für beide ;-)

Linz 96,9 war also auch bei Radioropa, und ist heute von Rockland genutzt.
 
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Ich kann mich nur noch sehr düster an das letzte Radioropa aus Berlin erinnern, das ca. 2005 wiederbelebt wurde und zunächst Teil des Technisat-Radiobouquets war (und damit Pay-Radio für 20 € im Monat, im Berliner DVB-T-Bouquet liefen die Programme allerdings mit Werbeunterbrechungen unverschlüsselt). Im Frühjahr 2008 erhielt man die UKW-Frequenz 90,7 in Berlin, die eigentlich von der MABB als NPR-Stützfrequenz für den Südwesten Berlins vorgesehen war (NPR lehnte dankend ab). Damit war der Sender in der Stadt aber praktisch nicht empfangbar. Im September 2008 gab es dann noch die Aussicht, dass der BBC World Service seine UKW-Zulassungen für Leipzig, Chemnitz, Dresden und Pirna an Radioropa verkauft. Solange hat der Sender aber nicht durchgehalten: Ende September 2008 war das Aus für Radioropa besiegelt, 30 feste und freie Mitarbeiter waren davon betroffen. Die Expansionspläne nach Sachsen zeigen aber, dass die Entscheidung für das Aus sehr spontan getroffen wurde.

Die Gründe lagen auf der Hand: „Tatsächlich wurde Radioropa in diesem Jahr weiterentwickelt. Ein wortorientiertes Programm ist bekanntlich sehr teuer. Noch einmal: Wir sehen keine mittelfristige Refinanzierung. Es ist uns auch nicht gelungen, in den letzten Monaten Kooperationspartner für das Vermarkten von Werbezeiten zu finden. Die UKW-Frequenz selbst deckt nicht das gesamte Berliner Stadtgebiet ab, sondern nur einen Teil. Das macht die Vermarktung ebenfalls schwieriger. Um das Programm Radioropa bekannter zu machen, wäre, wie sich schlussendlich herausstellte, ein recht großer Werbeaufwand notwendig.“

Was ich noch weiß, ist, dass der Sender selbst im Süden Berlins praktisch gar nicht empfangbar war oder nur sehr verrauscht. Zu hören gab es die schon genannten viertelstündlichen Nachrichtenblöcke (von @ricochet hier als „langatmige Leseübungen“ bezeichnet 😅 ), dazwischen verschiedene Segmente. Insgesamt wirkte das von der Aufmachung alles sehr trocken, billig produziert und wenig ansprechend. Das FAZ Businessradio, das 2001 geschlossen wurde, wirkte da schon deutlich wertiger und professioneller, war aber vermutlich ein noch größeres Millionengrab als Radioropa.

Spannend ist noch dieser alte Beitrag aus den Radioforen von @Feedbäcker:

Die Ursachen liegen nach meinen Informationen, die ich von einem Technisat-Mitarbeiter in Daun bekommen habe, nicht primär in der Befürchtung, der Sender könnte sich zu einer ewigen Investitionsruine entwickeln. Vielmehr hatte man in Daun versäumt, genügend Aufwand in das Marketing des Senders zu stecken und war erschrocken über die verschwindend geringe Bekanntheit selbst innerhalb der Berliner UKW-Frequenz. Man wollte sich aber seitens der Technisat-Geschäftsführung nicht dafür verantwortlich machen lassen und suchte daher die Schuldigen innerhalb der Redaktion. Die bekannte Über-Sparsamkeit im Kontrast zu seinen großzügigen Medienplänen von P. Lepper durfte als Hauptgrund für die Misere natürlich nicht angeführt werden; als dies zur Sprache kam, soll er wohl ziemlich heftig reagiert haben. Der sofortige Rückzug soll eine unmittelbare Folge davon sein. Einige Magazin-Formate von freien Produzenten sollen aber bereits von anderen Plattformen zur Weiterverwertung angefragt worden sein, so dass das Radioropa-Programm demnächst wohl "zersplittert" an verschiedenen Stelle teilweise zu hören sein wird.

Oder hier von @Poppschützer:

Radioropa hatte endlich eine wenn auch schwache UKW-Frequenz in Europas am stärksten umkämpften Radiomarkt. Und es wurde nichts, aber auch rein gar nichts dafür getan, dieses Privileg zu pflegen und mit Leben zu füllen. Ganz im Gegenteil. Unmittelbar nach der UKW-Aufschaltung wurde erst einmal kräftig am Programm gespart, die Honorare der Freien gesenkt, Magazine eingestellt und als Ersatz irgend ein billiger "Weltenbummler-Blabla-Mist" eingekauft, der dilettantisch und absolut uninteressant produziert und präsentiert war . Und um Radioropa publik zu machen, schickte man an EINEM NACHMITTAG zwei Studentinnen mit smarten Radioropa-Täschchen und allerlei Flyer-Schnickschnack auf die Straße. Wen wundert´s, dass so gut wie niemand in Berlin je was von Radioropa gehört hat? Hinzu kommen zahlreiche andere verpassten Möglichkeiten, die eine UKW-Frequenz bietet: Wenn auf der 90,7 ewig nur der gleiche Technisat-Werbeschrott in den Werbeblöcken lief, anstatt an anständige Werbekunden Plätze zu verkaufen, dann ist es doch kein Wunder, dass der Sender tatsächlich die viel zitierte ewige Investitionsruine bleiben musste. Auch aus dem optimalen Standort in der Charlottenstraße / Nähe Friedrichstraße wurde NICHTS gemacht. Eigene Reporter raus schicken? Warum denn? Wir haben doch die rufa und BLR!

Radioropa Berlin wurde so geführt, als hätte man aus der Eifel-Provinz gesendet - und nicht aus dem Herzen der deutschen Hauptstadt. Fernab jeglicher Radio-Realität. Das kommt dabei raus, wenn sich Technik-Junkies und Pseudo-Sozis a la Lepper auf Gebieten austoben, von denen sie absolut keine Ahnung haben.

Mehr kann man sich hier durchlesen: https://www.radioforen.de/threads/aus-fuer-radioropa-berlin.25835/
 
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1993 hatte ich im südlichen Frankfurt auf der 105.2 stets das Medienmagazin gehört. So ein Art Infosat zum hören. Mit B5 gab es noch einen weiteren Infosender hier
 
@TS2010
Vielen Dank fürs Heraussuchen dieses alten Threads :thumbsup:
Den Radioropa-Aufguss aus Berlin habe ich praktisch gar nicht mehr verfolgt. Wenn man sich das hier durchliest:
Wenn auf der 90,7 ewig nur der gleiche Technisat-Werbeschrott in den Werbeblöcken lief, anstatt an anständige Werbekunden Plätze zu verkaufen, dann ist es doch kein Wunder, dass der Sender tatsächlich die viel zitierte ewige Investitionsruine bleiben musste.
und das hier:
Eigene Reporter raus schicken? Warum denn? Wir haben doch die rufa und BLR!
dann hat Lepper aus dem Scheitern hier in Rheinland-Pfalz und später in Sachsen nichts gelernt und dieselben Fehler in Berlin nochmal gemacht. Damit war dann die nächste (und letzte) Pleite quasi unausweichlich.
 
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