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Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Radiokult, 10. November 2008.

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  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Sie liest sich ja gar nicht mal so schlecht die PM betreffs digitalen Rundfunk und dessen Zukunft. "Die APR wiederholt Ihre Einschätzung, dass das neue digitale terrestrische Radio eine Chance für die Gattung Hörfunk im Wettbewerb zu digitalen Angeboten etwa des Mobilfunks oder des Internets sei. Die Investitionen in Sendernetze liegen im Interesse der öffentlichen Hand: "Auch den deutschen Autobauern hat man nie abverlangt, dass sie zunächst einmal Autobahnen und Landstraßen gebaut hätten, bevor sie Autos verkaufen konnten" zieht Felix Kovac, APR-Vorsitzender, einen pointierten Vergleich." usw. usw. Quelle
    "Vorreiter" rbb schießt sich gerade selbst ab bei der ach so tollen Innovation DAB. Radio1 ist per DAB dank Frequenzverlegung nur noch in und um Berlin zu empfangen und die Datenraten sind teils schmerzlich reduziert worden. Wenn so die Zukunft des digitalen Rundfunks aussehen soll, braucht sich eigentlich niemand darüber zu wundern, dass sich ausser einer Handvoll Freaks niemand für diesen digitalen Rundfunk interessiert.
    Wenn ich meine Programme schon digital anbiete, dann müssen sie auch einen Mehrwert darstellen! Das aber alleine der nun reichlich matschig wirkende DAB-Sound der rbb-Programme, die an den Klang irgendwelcher Webradios erinnern, den Hörer umgehend dazu bewegen, auf UKW zurückzukehren, hat man beim rbb aber offenbar noch nicht bemerkt.
    Vielleicht hat das Ganze aber auch System, um das ach so innovative DAB endgültig zu Grabe tragen zu können. Genaues weiß man nicht...
     
  2. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Das wäre die vernünftigste Lösung. Etwa 1 Mio. DAB-Empfängern stehen etwa 250 Mio. (oder mehr) UKW-Radios (vom Brüllwürfel bis zum HiEnd-Tuner) entgegen. DAB ist überholt.



    BTW: Ist ein alter VHS-Videorekorder bzw. altes Fernsehgerät nach der Abschaltung des analogen Fernsehens eigentlich noch GEZ-pflichtig? (Mal abgesehen davon, wenn man einen analogen Kabelanschluß oder Sat-Empfänger hat.) Der in diesen Geräten "vorgehaltene" analoge Empfänger ist ja völlig unbrauchbar und man besitzt damit ja nur ein Aufzeichnungsgerät für Fernsehsignale bzw. einen Monitor.


    vg Zwerg#8
     
  3. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    VHS-Rekorder alleine waren noch nie GEZ-pflichtig.
     
  4. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Ob das stimmt, kann ich jetzt nicht sagen. Der eingebaute Tuner ist aber eigentlich entscheidend. Oder nicht? Es ist zwar leicht OT in diesem Thread, das Thema hat aber durchaus eine gewisse Relevanz.

    Angenommen:
    Mieter bestellt analogen Kabelanschluß ab. (Begründung: Kommt eh nur Mist)
    Mieter besitzt altes (prä-DVB-T-Ära) Fernsehgerät + normales Küchenradio mit Antenne
    Mieter kauft DVD-Player und leiht sich fortan nur noch DVDs aus.

    GEZ-Gebühr 17,03 Euro oder 5,52 EUR?

    vg Zwerg#8
     
  5. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Empfangsgerät ist Empfangsgerät. Mit Nebensächlichkeiten wie analog oder digital beschäftigt man sich nicht. Jedenfalls bei klassischen Rundfunkgeräten. Bei den sogenannten Neuartigen Empfangsgeräten sieht es anders aus, die müssen dem schwammigen Kriterium 'internetfähig' standhalten.
     
  6. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Aber Fernsehgerät != Fernsehgerät

    Da man mit einem "alten" Fernsehgerät nach der DVB-T Umstellung absolut keine Fernsehprogramme mehr empfangen kann, ist ein "altes Fernsehgerät" eigentlich auch kein "Fernsehgerät" im Sinne der GEZ mehr. Ein DVD-PLAYER ist auch kein Empfangsgerät.

    Wer will da widersprechen?

    Da nun ein "altes Fernsehgerät" nur noch als "Monitor" zu gebrauchen ist, könnte der Satz:

    "ziehen". Ein an ein einen DVD-Player angeschlossener Monitor (früher "Fernsehgerät") ist keine "gesonderte Sehstelle". Ob das alles vor einem Gericht im Ernstfall Bestand hätte?

    vg Zwerg#8
     
  7. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Entschuldigung, das VHS-Rekorder einen Tuner haben ist ja durchaus bekannt. Aber um die Empfangssignale dieses Tuners auch umzusetzen, benötige ich einen Bildschirm. Und diesen haben VHS-Rekorder alleine nunmal nicht (von einer Handvoll TV-Rekorder-Konbis mal abgesehen). Folglich kann ein VHS-Rekorder alleine auch nicht GEZ-pflichtig sein.

    Und was die Digitalissierung angeht: rein theoretisch würden TV-Geräte mit analogem Tuner natürlich aus der GEZ-Pflicht rausfallen, sobald das analoge TV überall abgeschaltet ist, denn die eingebauten Tuner können die zu empfangenden Signale ja nicht mehr verarbeiten. Problem: Im Kabel gibt es die wichtigsten TV-Programme noch immer analog und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern. Und selbst wenn, müßte erst wieder jemand gegen die GEZ klagen, denn von alleine ändern die ihre Regeln sowieso nicht. Eher bekommen die aus der Politik noch Rückenwind für ihre unsinnigen Ideen.
     
  8. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Unsere Postings haben sich leider überschnitten. ;)

    Ich bleib aber dabei: Der Mieter hat seinen Kabelanschluß gekündigt und könnte - meinetwegen als Berliner - gegenüber der GEZ nachweisen, daß er nur noch UKW empfangen kann, obwohl er ein "Fernsehgerät" alter Bauart besitzt. 5,52 Euro.

    Grüßle Zwerg#8
     
  9. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Meines Wissens die GEZ. :D

    Ich muss die Quelle schuldig bleiben, erinnere mich aber, gelesen zu haben, dass der Wegfall des analogen TV-Emfpangs explizit KEIN Grund für den Entfall der TV-Gebührenpflicht ist.
     
  10. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    http://www.testticker.de/praxis/2005/07/07/20050703010.aspx/2
     
  11. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Okay. Aber wir hier im Forum setzen doch zunächst einmal gesunden Menschenverstand voraus. ;)
     
  12. Hörbub

    Hörbub Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Ich glaube hier wird stark vom Thema abgewichen.:eek:

    Interessanter finde ich da diese einige Tage alte Nachricht:
    Surround Sound über DAB - wer kann den so etwas testen - ausser im Messe BMW! :wall:

    Ach übrigens ich mag DAB, weil ich nun DLF und DKultur überhaupt in der Wohnung empfangen kann! Ein echter Mehrwert.
     
  13. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Zu #10: Selbstverständlich würde eine DVB-T Box (oder was auch immer) ein "altes Fernsehgerät" wieder zum vollwertigen "Fernsehgerät", im Sinne der GEZ machen.


    Der Jurist vom BR vertritt dabei aber ohne rot zu werden die Meinung, daß ein Besitzer eines "alten Fernsehgerätes" grundsätzlich ungesetzlich handeln würde und daher automatisch zur vollen Gebühr "veranlagt" werden muß.

    Genau solche Urteile (falls sie gefällt wurden) und Meinungen sind IMHO eine Schande für den vermeintlichen "Rechtsstaat" DE.

    vg Zwerg#8
     
  14. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Leider schreiben hiesige Forenmitglieder nicht die Rundfunkstaatsverträge. :)

    Dass der ganze geräteabhängige Gebührenkram auf den Müllhaufen gehört, weil er mit der modernen Realität nix mehr zu tun hat, wurde hier schon desöfteren erörtert.

    Das ist ein exzellentes Beispiel von technischer Selbstbefriedigung auf Gebührenzahlerkosten. Surround im Auto :D ... wieder eine teure Antwort auf eine nie gestellte Frage.
     
  15. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Das reicht aus, um fernsehgebührenpflichtig zu sein. Ich hab vor einiger Zeit von einem Fall in Hessen gelesen, in dem eine alte Frau ihren Fernseher abgemeldet hatte, weil sie kein Signal mehr empfangen konnte (kein DVB-T-Receiver im Haushalt; Dorf außerdem nachweislich DVB-T-unversorgt; Kabel- und Satellitenschüssel sowieso nicht vorhanden). Der GEZ war dies egal.
     
  16. WAZmann

    WAZmann Benutzer

    AW: Die Mär vom digitalen Rundfunk (rbb)

    Basierend auf ein eiligst gekauftes Gerichtsurteil aus Anbach, das besagt, dass selbst der, der nichts mehr empfangen (bzw. auswerten) kann, dennoch die Radiosteuer zu zahlen hat. Begründung: Er könne ja doch etwas empfangen, rein theoretisch natürlich.
     

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