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Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von micha_ms, 25. September 2008.

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  1. micha_ms

    micha_ms Benutzer

    Hallo, ich habe mir mit Interesse den Beitrag zum Thema Funkmikrofone durchgelesen: http://www.radioforen.de/showthread.php?t=30739&highlight=funkmikrofon

    Jedoch ist unsere Problemstellung so speziell, dass ich doch noch mal einen eigenen Thread aufmachen möchte: wir sind ein Krankenhaussender und möchten gerne im Gebäude vor Ort Statements einholen und ad-hoc-Besuche ermöglichen. Dabei sind natürlich oftmals etliche Meter mit vielen Wänden und Zwischendecken (tlw. 3-4 Etagen) zu überwinden. Einfache Bühnenmikros sind da vermutlich schnell mit der Reichweite überfordert.

    Preismäßig ist das Set Sennheiser Freeport Vocal natürlich genau unsere Kragenweite - mehr als 300 Euros darf es für unsere spendenfinanzierte ehrenamtliche Einrichtung keinesfalls kosten. Aber ist dieses wirklich das richtige? Z. B. auf der Sennheiser-Homepage schweigt man sich über Reichweiten aus. Aber vielleicht hat ja jemand anderes diesbezügliche Erfahrungen mt dem Freeport-Set oder weiss Alternativen ?!

    Danke und Grüße aus dem Münsterland,
    Michael.
     
  2. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Hallo Michael

    Und da habt ihr die Freigabe für Funkmikrofone auf allen Stationen bzw. allen Stationen zwischendrin?
    EKG, EEG, sonstige Monitore - und ihr mit 'ner Funke dazwischen?
    Respekt ..... aber glauben tu ichs nicht.

    Hoppala. Und das mit 10 mW Sendeleistung?
    Das geht nach meiner Einschätzung nicht ohne aktive Antennen.

    Warum nutzt ihr nicht die krankenhausinterne Infrastruktur (Telefon)?

    Gruß, Uli
     
  3. micha_ms

    micha_ms Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Moin,

    - ich bin Technik-Laie und habe die (womöglich naive) Idee, das es in einer Welt voll unzähliger Wellen von Fernsehen und Handys in der Luft auch sowas wie unproblematische Funkwellen geben müsste?! Das Pflegeteam läuft ja auch überall im Haus mit Mobil-Telefonen der TK-Anlage (Standard-Siemens-Teile) herum. Daher meine Bedenkenlosigkeit - ohne spezielle Freigabe der Klinkleitung.

    - mit einem Telefoneinsatz stößt man leider immer wieder an Grenzen, die es auf diesem Wege zu überwinden gilt: Sprachqualität, Spaziergang durch die Gänge, Infostände / Events VOR dem Gebäude oder im Gartenbereich, fehlende Akzeptanz der Leute da ihr Anschluss zeitweise belegt ist was womöglich Kosten verursacht (wobei letzteres nicht der Fall ist), etc.

    Gruß,
    Micha.
     
  4. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Entscheidend ist die Nähe des Senders zu einem medizinischen Gerät (und ein Funkmikrofon ist definitiv ein Sender) sowie die Frequenz.

    Ein Mobiltelefon kann, muss aber nicht, ein EKG ziemlich durcheinanderbringen.
    Plausch mal mit den MTAs aus Kardiologie und Neurologie.

    Was die DECT-Teile in der Klinik angeht, dürfte bei der zentralen Beschaffung die medizintechnische Unbedenklichkeit wahrscheinlich auch ein Thema gewesen sein.

    Zu deiner Problemlösung: Außerhalb des Studios eine aktive Antenne betreiben, um die Signale des Mikrofons von woher auch immer zu empfangen. Frequenzen und Leistung mit der Medizintechnik im Hause abklären.
    Inwieweit ein freeport dafür geeignet ist, weiß ich nicht. Vermutlich muss da eine andere Klasse ran.

    Aus reiner Neugier: Wie gestaltet ihr denn die Rückleitung aus dem Studio, damit du weißt, wann du auf Sendung bist?

    Gruß, Uli
     
  5. McCavity

    McCavity Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Man sieht doch bei Fernsehsendungen (nur mal als Beispiel rausgegriffen: "Wetten, Daß" oder "Schlag Den Raab"), daß der Moderator mit dem Micro nicht nur durch die Halle läuft, sondern über lange Gänge bis ins Freie und da oft auch noch eine beachtliche Strecke weit - wie lösen die denn das Problem? Ich fürchte, das wird Euer Budget zwar sprengen, meine Vermutung wäre aber, daß die - ähnlich wie bei Mobiltelefonen - mit mehreren Antennen "Zellen" betreiben und die Weiterreichung dann automatisch funktioniert. Die Freigabe in der Nähe medizinischer Geräte spielt hier natürlich ebenfalls eine extrem wichtige Rolle, wie bereits erwähnt.

    LG

    McCavity
     
  6. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Mit Richtantennen kann man da einiges machen, natürlich auch mit mehreren Empfängern, die auf der selben Frequenz das gleiche Mikro empfangen. (So was wie Cell-Phone light). Ein flinker Tontechniker wird die Audio-Signale dann schon so zu verheiraten wissen, dass man bei Übergabe von einer auf die andere Station nichts mitkriegt. Abgesehen davon kommt es auf die Sichtlinie an. Unser Threadstarter will durch Wände und Decken, im TV hat man meist ein großes Studio und dann ggf. noch ein Freigelände, wo die Abdeckung mit Funk meist kein Problem ist. Im TV sind sie sich auch nicht zu schade, einem Moderator einfach zwei Sender umzuhängen - der eine ist für drinn, der andere für draußen.

    Abgesehen davon: Der Threadstarter sprach von Freeport, Du von TV - das Material, das die da verwenden ist wie - mir fällt gerade kein passender Vergleich ein, der sowohl den massiven Preis- als auch den Funktionalitätenunterschied klar macht.
    Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen: Im Rahmen spezieller Genehmigungen sind auch andere Sendeleistungen möglich - um auf den durch die Hallen joggenden Moderator zurück zu kommen.
    Aber nicht für 300 EUR und nicht für ein Hobby-Krankenhausradio (der Thread-Ersteller möge mir verzeihen)

    Meine Erfahrungen mit der eine Stufe teureren Evolution Serie (Mehrkanalanwendung im Theater/Musicalbereich) ist, dass bereits der Stockwerkwechsel (z.B. in eine Garderobe im Keller oder auch nur eine Toilette hinter einer Blechtüre) das Signal zusammenbrechen lässt, was beim Mic-OP bei laufender Vorstellung den Schweiß auf die Stirn treibt. Insofern würde ich das Unterfangen, ein ganzes Krankenhaus mit einer Strecke abzudecken für hoffnungslos halten.

    Mal abgesehen von dem berechtigten Einwand bzgl. der möglichen Beeinflussung medizinischer Geräte kann man sich solche Drahtlosstrecken auch mal mieten (für Euren non-profit-Einsatz könnte sich ein Vermieter vielleicht sogar hinreißen lassen, eine Strecke zu einem ihm günstigen Zeitpunkt mal für 1 Tag "für lau" zur Verfügung zu stellen) und dann die gewünschte Anwendung ausprobieren. Obwohl - Freeport wird wohl niemand im Angebot haben. Das ist nun ausdrücklich das Low-Cost-Segment für die Aerobic-Beschallung o.ä.
    Oder das Teil zum Test beschaffen - auch da hilft ein offenes Wort mit dem geplanten Lieferanten und der extrem schonende Umgang mit dem noch nicht bezahlten Teil.

    Ich nehme mal an in der Krankenhausradioszene kennt man sich? Mal auf der Homepage Eurer Kollegen in Elmshorn vorbeischauen. Die haben im Foyer so was für ein temporäres "Außenstudio" vorgesehen.

    Viel vergnügen.
     
  7. dira

    dira Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    z. B. mit einem Taschenempfänger auf der Kamera, oder beim Tonmann der der Kamera folgt. Da ist dann immer die Sichtlinie gewährleistet.
     
  8. MungoHH

    MungoHH Benutzer

    AW: Erfahrungen mit Sennheiser Freeport Vocal

    Gemäuer mit Metallanteilen wie Stahlbeton oder Wasserleitungen sind Gift für die UHF-Übertragung drahtloser Mikrofone. Das gilt erfahrungsgemäß auch für "feuchte Wände", die ihr im Krankenhaus ja nicht habt, dagegen in alten Gebäuden wie Kirchen häufig auftreten. Über mehrere Stockwerke werdet ihr leider ohne weiteres keine betriebssichere Funkstrecke hinbekommen.

    Das Sennheiser Freeport ist zudem kein professionelles System - andere Systeme, so z.B. die High-End-Serie von Sennheiser haben mehr Sendeleistung und eine größere Reichweite. Hierfür gibt es dann gerichtete aktive Antennen oder Groundplane-Antennen im Diversity-Betrieb, die in Zusammenhang mit einem Sennheiser-Sender SK 250 (höhere Sendeleistung) recht gute Ergebnisse erzielen.
    Auch große Reichweiten hat meiner Erfahrung nach das 2000er-System von Audio Limited.
    All diese - zugegeben sehr professionellen Lösungen - sind jedoch sehr, sehr teuer und ob die bei euch funktionieren, will ich nicht garantieren. Also nur ein Gedanke, keine Lösung.

    Die angesprochene Alternative mit den vielen Empfängern ist da praxisnaher, aber auch kostspielig und aufwendig. Hier würde ich die Sennheiser Evolution Wireless - Serie empfehlen. Jeweils ein Diversity-Empfänger (EM 100 reicht) zentral auf jeder Station und diese alle per Kabel verbunden mit der Senderegie, die dann entsprechend schaltet. Dann könnt ihr von überall übertragen - und könnt in einem weiteren Schritt einen Taschensender an ein mobiles Mischpult andocken (auch das geht mit etwas tontechnischem Verstand wunderbar) und dann mehrere Mikros betreiben bzw. sogar von überall Sendungen fahren, allerdings nur in mono. Der Aufwand würde sich aber auch hier auf mindestens zwei Scheine plus Installation summieren.
     

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