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MA-Kampagnen sinnlos?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Ata, 10. August 2003.

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  1. Ata

    Ata Benutzer

    Es ist die hohe Zeit des Satzes: "Wir haben noch keine Aktion für Herbst". Und schon werden Schubladen durchwühlt, hektische Brainstormings angesetzt und Agenturen mit Pauschalaufträgen überschüttet...

    Ich behaupte, das ist sinnlos:
    1. Weil zu oft Aktionen der Aktion Willen gemacht werden. (Alle machen was, also wir auch)
    2. Viel zu selten eine klare Zielstellung mit der Kampagne verbunden ist (z.B. Wir bauen in der Zielgruppe 40-49 aus, greifen Mitbewerber X auf der Flanke 40+ an etc.)
    3. Niemand weiß, was die Aktionen überhaupt bringen, denn sie werden so gut wie nie einer Erfolgsmessung unterzogen.

    Ein Herbst ohne Moneymänner - das wär doch mal was!
    Wie denkt Ihr darüber? Brauchen wir MA-Aktionen?
     
  2. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    Wir brauchen Aktionen. Und wir brauchen sie in der MA-Zeit. Wir Radiomacher. Ob die Hörer sie da brauchen? Wir brauchen sie, weil sie uns über die MA-Abfrage Geld und damit unser Gehalt bringen.
    Radio muss den Hörer aktiv mit einbeziehen. Deshalb sind Aktionen gut und sinnvoll. Hörerbindung! Ob das Moneymänner sein müssen?

    Etwas ganz anderes ist es, wenn Sender jetzt händeringend nach einer guten MA-Aktion für den kommenden Herbst suchen. Da sind sie mächtig spät dran, so spät, dass man einen Mangel an Professionalität wittern könnte.

    @Ata:
    Deine drei Thesen klingen hübsch provozierend, aber auch glaubhaft? Den Punkten 1 und 2 widerspreche ich aufgrund meiner Erfahrungen deutlich. Punkt 3: Es ist auf jeden Fall eine Frage des Geldes, ob man eine Aktion extra abfragen lässt.
    Aber: Da die Aktion verwertbare MA-Zahlen liefern soll, muss ihr Erfolg ja vor allem auch in diesen Zahlen ablesbar sein. Ob da eine Sonderuntersuchung Pflicht ist?
    Ergo: Deine Thesen überzeugen mich nicht.
     
  3. 60596

    60596 Benutzer

    Ich finde den Ansatz nicht verkehrt....und es gibt ein paar Beispiele in der MA, die zeigen, dass es auch ohne grosse Kampagnen geht.

    Gutes Beispiel : L1VE, macht ein solides Programm, Präsentationen, ab und an Plakate, aber keine grossen MA-Gewinnspiele im Programm. Und die Quote steigt. Während sich die NRW-Locals mit 44 Ford Ka´s abmühen...

    Anderes Beispiel : XXL. Hat das ganze Frühjahr über keine Aktion gemacht, sondern mehr am Programm gebastelt. Quote steigt auch (wenn auch nur leicht). planet dagegen schickt wieder seine Wunschfee in den Äther und klebt ganz Hessen zu (jedenfalls bei uns in Marburg)...und ? 10.000 Hörer Minus.

    Das soll kein Statemant generell gegen MA-Aktionen sein. Aber scheinbar hat der Hörer von einem schönen Programm mit netten redaktionellen Inhalten mehr als von Preisrummel, Gewinnspielen und Quellefons.
     
  4. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    @ 60596:
    Ganz richtig deine Einwände und danke für den Hinweis, dass sie sich nicht generell gegen MA-Aktionen richten.
    Es spricht sicherlich gegen eine bestimmte Art von Aktionen, nämlich dagegen, dass eine Aktion immer mit einem tollen (Geld-)Preis einhergehen muss.
    Es gibt aber auch ganz andere Aktionen, die gut MA-Zahlen hergeben und ohne Gewinne laufen.
    SWR1: "Auf der Kippe", eine Aktion, zum Nichtraucher-werden und die traditionelle "Pfundskur" ist auch ganz gewinnfrei.
    Antenne1: "Zwei Unbekannte, eine Hochzeit".
    Alles Aktionen, die nicht die klassischen Gewinner abwerfen. Aber sie treffen. Die Moneymaker brauchen wir sicherlich kaum noch, weil es davon zu viele gibt und auch jedes piselige Kaufhaus nicht mehr mit guter Qualität oder exklusiven Angeboten wirbt, sondern mit Geld/Rabatt-Aktionen etc. Dieser Markt scheint mir einfach übersättigt.
     
  5. radiohexe

    radiohexe Benutzer

    Den Eindruck habe ich auch. Obwohl ich das nicht belegen könnte. Dennoch würde ich MA-Aktionen (mit Geld) nicht generell in Frage stellen. Ob ein Hörer nun hört oder nicht, hängt vom Gesamtkonzept ab. Entweder er schluckt es, oder halt nicht. Es kommt eben ganz darauf an, wie reizvoll der Einsatz ist. Und da, würde ich behaupten, kann man mit 1000 Euro heute keinen mehr locken. Mit einem Haus im Wert von 250 000 Euro dagegen schon. MA-Aktionen haben ja auch den Sinn, dass sie dem Hörer, der sich nicht beteiligt, Spannung vermitteln sollen. Das passiert - zumindest für mich betrachtet - zu wenig in der Radiolandschaft.
     
  6. OPTIMOD

    OPTIMOD Benutzer

    u n t e r h a l t u n g s w e r t

    da hat die RADIOHEXE einen nagel auf den kopf getroffen!!!

    die aktion muss dem "nichtmitmacher" unterhaltungswert geben, sonst ist die aktion für'n a****.

    sender a verschenkt stündlich einen batzen geld, wenn jemand einen gewissen song hört - GÄHN.
    da hab ich nichts zum mitfiebern, nichts zu lachen, nichts zu grübeln.

    sender b spielt die schlacht der geschlechter und ich grübel mit, hab was zu lachen und bin gut unterhalten.

    wenn dann noch die anderen elemente bei sender b gut sind höre ich ihn.

    wichtig ist doch:
    - welche aktion für welches ziel?

    die hochzeitsnummer von antenn war schon in berlin amüsant. ich hab mich von anfang an gefragt wieviel zeit bis zur scheidung vergeht *LOL*

    mein fazit: aktionen ja, aber bitte vorher mal den denkapparat einschalten und sachen auf die antenne bringen, die sinn ergeben...
     

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