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Mikro mit Schutz oder ohne?

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von schwarzbrenner, 17. März 2003.

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  1. schwarzbrenner

    schwarzbrenner Benutzer

    Nach der Frage über Headset oder Miko, hab ich Mal eine ähnliches Thema.
    Ich sehe einige Kollegen ohne diesen Schaumstoff-Mikrofonschutz moderieren. Die meinen der Klang wäre dadurch besser, wenn man Ihn abnimmt.
    Ist da wirklich ein so grosser Unterschied oder alles nur Show?
     
  2. chefkoch

    chefkoch Benutzer

    Kommt drauf an. Ich finde, dass der Herr uns den Ploppschutz nicht ohne Grund gegeben hat und ich finde es schwierig ohne zu ploppen in ein Mikro zu sprechen.

    Es gibt aber einige kleinere Sender, bei denen so ein Teil aus irgendwelchen Gründen Füße bekommt und zu einem (Ex-)Mitarbeiter nach Hause läuft. Dann muss man sich anderweitig helfen und es gibt immer wieder einige Spezialisten, die dann einen Ploppschutz draufstecken, der da nichts zu suchen hat. Ein falscher Ploppschutz schluckt unter Umständen nicht nur Ploppen und Zischen sondern auch Höhen.

    Adios! Chefkoch
     
  3. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Ist wie in der Liebe: Mach´s besser mit.....

    Es sei denn,Du kannst Deine Aussprache so gut kontrollieren, dass Du immer in jeder Situation bei den "gefährlichen" Konsonanten den Druck wegnehmen kannst.
     
  4. ontheair

    ontheair Benutzer

    wenn man einen hochwertigen ploppschutz benutzt, ist der auch klanglich völlig in ordnung. irgendwelche billig-importe können aber tatsächlich verfälschungen vor allem im höhenbereich hervorrufen.

    nebenbei: kondensatormikros sind sehr feuchtigkeitsempfindlich... bei manchen moderatoren kann da ein ploppschutz die lebensdauer erheblich verlängern ;)
     
  5. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Wie in der Liebe - auch da kann der fehlende Schutz das Leben verkürzen....

    Wobei ich Dir natürlich recht gebe - ich habe auch noch nie festgestellt, dass zu viele Höhen verloren gehen. Und wenn, dann kann man das Bisschen sicher am Pult nachregeln....
     
  6. Radiofuck

    Radiofuck Benutzer

    Ich dachte der heisst Poppschutz???
    (ohne 'l') Aber sei's drum, man braucht's
    auf jeden Fall.
     
  7. OPTIMOD

    OPTIMOD Benutzer

    Hallo,

    </font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial">Kommt drauf an. Ich finde, dass der Herr uns den Ploppschutz nicht ohne Grund gegeben hat und ich finde es schwierig ohne zu ploppen in ein Mikro zu sprechen.

    Es gibt aber einige kleinere Sender, bei denen so ein Teil aus irgendwelchen Gründen Füße bekommt und zu einem (Ex-)Mitarbeiter nach Hause läuft. Dann muss man sich anderweitig helfen und es gibt immer wieder einige Spezialisten, die dann einen Ploppschutz draufstecken, der da nichts zu suchen hat. Ein falscher Ploppschutz schluckt unter Umständen nicht nur Ploppen und Zischen sondern auch Höhen. </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Genau so isses oft.
    In ein fettes Elektrovoice kann Mod aber problemlos ohne reinsprechen. Für dieses Teil gibt es offiziell gar keinen Popp-Schutz. Meist werden da die fetten Schaumstoffteile von Neumann drübergezogen.
    Wer allerdings ein Neumann ohne Schutz ploppfrei besprechen kann, sollte einen Preis bekommen :)
     
  8. K 6

    K 6 Benutzer

    Den Preis bitte hierher.
     
  9. Neee, zu anspruchsvoll. Laß uns diskutieren, ob wir lieber das Programm per Megafon verteilen und nicht per UKW.
    Ist das hier ein völliges Amateur-Forum????
     
  10. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

  11. Deason

    Deason Benutzer

    @ Die Branchenneulinge sowie Pearl-Harbor-Thomas, den Antenne Thüringen-Behelfs-Technik-Chef :

    Poppen ohne Kondom ist weniger sicher, aber besser. (**)
    Moderieren mit Poppschutz ist sicher, klingt aber scheiße.

    Wie Opti-Mike schon sagte : Für`s E-Voice ist ein Poppschutz erst gar nicht vorgesehen. Da kannste mit der Trompete draufhalten.

    Ansonsten : Laßt Euch von Technikern mit Bosch-& Audi-Syndrom nicht ins Bockshorn jagen. Das Argument mit der Lebensdauer der Mikros zählt nicht die Bohne. Der Sound des Senders hat hier wohl Priorität, nicht Neu-Anschaffungskosten nach zwei oder vier Jahren.

    (** Und wer was anderes behauptet, glaubt auch an die These, Größe sei nicht wichtig...)
     
  12. Sebastian

    Sebastian Benutzer

    Aus der Bedienungsanleitung des Rode NT-1: "...bitte schützen sie die Kondensatorkapsel vor Feuchtigkeit. Verwenden sie dazu einen Popkiller(...)dieser verhindert auch unangenehmen Nachsprechungseffekt. Das heißt: Wer sabbert nimmt ihn! Dynamische Mikrofone wie EV, Shure SM 7 etc. Unterliegen nicht so sehr den Nahbesprechungseffekt. Bei Kondensatormikrofonen (Neumann, etc....) würde ich eine Ploppscheibe nehmen. Die ist auch weniger soundbeeinträchtigend als Schaumstoff.
     
  13. Chefredakteur

    Chefredakteur Benutzer

    Das ist ja ne lustige Bedienungsanleitung. Aus dem schwedischen übersetzt? Das kann schon stimmen, dass der P(l)oppschutz den Nahbesprechungseffekt verringert. Dann aber nur aus dem simplen Grund, weil er den Sprecher einfach weiter vom Mikro weghält. Auch die Tatsache dass dynamische Mikros nicht so sehr dem Nahbesp.-Effekt unterliegen ist, finde ich, an den Haaren herbeigezogen, Shure SM-7 und Electrovoice RE-20 haben gerade WEGEN des Nahbesprechungseffektes ihre Radiokarriere gemacht.

    Hoffentlich baut Rode seine Mikrofone nicht so, wie es seine Bedienungsanleitungen schreibt...
     
  14. K 6

    K 6 Benutzer

    Wahrscheinlich wird die Bedienungsanleitung dort erstellt, wo auch die Røde-Mikros gebaut werden, in China nämlich.

    Ansonsten präsentiert Radio Absurdistan International folgende Kostbarkeit aus den Weiten des virtuellen Kosmos:

    "Die vertrauenswuerdige Stimme des Nachrichtensprechers
    repraesentiere die in sich ruhende Autoritaet einer ihrer
    Kompetenz und Autoritaet unbedingt sicheren Obrigkeit, an
    deren Verlaesslichkeit die Landeskinder keinerlei Zweifel
    aufkommen lassen sollten. Zu diesem Behufe bedient man sich
    des sogenannten Nahbesprechungseffektes und verwendet als
    Wandler stets Druckgradientenempfaenger. Der Druckgradient
    nimmt im Nahfeld der Schallquelle mit dem Quadrat der
    Entfernung ab, ansonsten linear. Der Nahfeldradius steigt
    mit fallender Frequenz, so dass die Empfindlichkeit eines
    nahbesprochenen Druckgradientenempfaengers die tiefen
    Stimmanteile staerker beruecksichtigt. Der Effekt ist fuer
    Besprechungsabstaende bis zu etwa einem Meter wahrnehmbar.
    Man verwende moeglichst Kondensatormikrophone mit
    Polarisationsspannung, des Rauschabstandes wegen mit grosser
    Membran und guter Ankopplung zum moeglichst rauscharmen
    Mikrophonverstaerker. Sehr beliebt und bewaehrt ist die
    Kombination U89/V675." (Peer Th. Bretzer, Audiotechnisches
    Glossarium, 1997)


    [...]

    Zu "Saengern" vermerkt besagtes Glossarium nur, dass ihre Tonlage
    von der der Instrumentalisten um "durchschnittlich einen
    Viertelton abzuweichen" pflege. Doch wissen wir aus langjaehrigen
    Beobachtungen mittlerweile mehr: Manche Saenger gehoeren zur
    Familie der "Mikrophonophagen", einer Spezies, die sich von
    Mikrophonen ernaehrt. Ob die Mikrophone als Gradienten- oder als
    Druckempfaenger ausgelegt sind, erscheint dabei zunaechst
    bedeutungslos, wichtiger duerften elektroakustische Parameter wie
    Spritzwasserfestigkeit, Erschuetterungsresistenz und, besonders
    bei eher melodisch-romantischem Vortrag, ein geringer
    Zahnschmelzgleitreibungskoeffizient sein. Die passende
    Geschmacksimpraegnierung der Kapselumhuellung mag fuer die
    psychische Befindlichkeit der Mikrophonophagen wegen der
    Lutschqualitaet von einiger Relevanz sein, sie wirkt sich
    akustisch jedoch nur auf den Geraeuschspannungsabstand aus, ein
    Phaenomen, das nicht ueberschaetzt werden soll; ich bin in diesem
    Zusammenhang energisch gegen die mitunter zur Vergroesserung des
    Stoerabstandes vorgeschlagene Verwendung von Bitterstoffen. Man
    verwende dynamische Mikrophone, wobei der Markenname auf deren
    Gehaeuse wichtiger ist als Dinge wie Frequenzgang,
    Uebertragungsmass oder Stoerabstand.
     
  15. Spionator

    Spionator Benutzer

    <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> abgefahren, die Texte.

    In Anbetracht der Tatsache, was diese Ausagen herzugeben vermögen, wird sich meine persönliche Stimm-Modulation von innen nach aussen in zukünftigen Stimm- und Sprechaufnahmen grundlegend verändern. Oder so ähnlich.
     
  16. Sebastian

    Sebastian Benutzer

    Anmerkung 1: Rode baut seine Mikrofone in Australien, dort wohnt die Familie. (Schwedische Einwanderer)

    Anmerkung 2: Das Wort Nahbesprechungseffekt bedeutet in der Tontechnik: PLOPP (Und wegen PLOPP macht kein Mikro Radiokarriere)
     
  17. Markus75

    Markus75 Benutzer

    @ Sebastian

    Der Nahbesprechungseffekt in der Tontechnik ist die Anhebung der unteren Frequenzen umgekehrt proportional zum Mikrofonabstand. Um dem Effekt entgegenzuwirken gibt es bei vielen Mikrofonen den Schalter zum Absenken der Bässe. Das hat mit Plopp nur gar nichts zu tun.

    Markus
     
  18. Chefredakteur

    Chefredakteur Benutzer

    Liebster Sebastian,

    solltest Du in die Familie Rode eingeheiratet haben und ich dich mit meinem kleinen ironischen Zwischenspiel oben deshalb angegriffen haben, tut mir das leid. Im übrigen bin ich erstaunt über deine fundierten Kenntnisse des Stammbaums derer von und zu Rode.

    Bei diesen guten Connections findest Du sicher jemanden der dir richtiges ploppen beibringt, den Nahbesprechungseffekt erklärt und vielleicht sogar hilft, einen Kompressor richtig einzustellen.

    Das kann man alles lernen ;)
     
  19. Sebastian

    Sebastian Benutzer

    Liebster "Chefredakteur", fragen stellen über Kompressoren ist manchmal ganz sinnvoll.

    Fehler machen ist menschlich.

    Deshalb weise ich Ihre Provokation mit einem Lächeln zurück.
     
  20. radiomachen

    radiomachen Benutzer

    Bauweise des Mikros

    Es kommt sicher auch auf die Bauweise des Mikros an. Ich nutze ein AKG Solidtube, was sicher nicht normal ist im Radioalltag.

    Da ich auch bei Gegenlicht die Mikrokapsel nicht sehen konnte, habe ich es mal auseinandergeschraubt. Es hat von innen bereits eine dünne Schaumstoffpolsterung. Das habe ich inzwischen bei mehreren Mikros gesehen.

    Dem Teil liegt trotzdem ein dicker Schaumstoffüberzieher bei für Aufnahmen bei Wind? Na, ja, als Reportagemikro ist es ungeeignet, muß wohl eher für Durchzug sein, wenn das Studiofenster auf ist.
     

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