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Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Soares, 09. Dezember 2006.

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  1. Soares

    Soares Benutzer

    Hallo,

    bin neu in diesem Forum. Folgende Bitte:

    Ich arbeite als Hörbuchsprecher (ausgebildeter Schauspieler mit vorhandener Sprech- und Stimmtechnik:D ). Hab mir ein eigenes kleines Studio eingerichtet und will mich mikrofonmäßig verbessern.

    Vorhanden:

    Sprecherkabine
    Channel One

    Habe bisher mit einem AT4040 aufgenommen - bin zufrieden, würde mir allerdings noch etwas mehr "Wärme" wünschen.

    Allgemeine Frage: welche Mics würdet ihr zum Antesten empfehlen? (Möglichkeit in berlin vorhanden)

    Spezieller: Habe jüngst ein Rode K2 angetestet und war begeistert - hat wer von euch Erfahrungen mit dem Mic?

    Danke,

    Soares
     
  2. Mampf

    Mampf Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher


    Wie wäre es mit einem Gay 3000 :wow:
     
  3. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    :D
    Kommt diese Empfehlung aus deinem persönlchen Erfahrungsschatz?:wow:
     
  4. Mampf

    Mampf Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Nein so weit bin ich dann doch noch nicht :wow:
     
  5. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    OK, nichts gegen deinen wertvollen Tipp - aber gibt es auch noch andere Empfehlungen? :rolleyes:
     
  6. jaywalker

    jaywalker Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Das K2 wurde mir von einem SPL-Entwicklungsingenieur empfohlen. Habe es selbst allerdings noch nicht in Benutzung gehabt. Ein Blick auf das AKG C4000B ist sicherlich keine vergeudete Zeit, zumal es ein Klasse Preis/Leistungsverhaeltnis hat und sehr rauscharm ist. Ansonsten Neumann U87, alles von Brauner. Ist eben eine Budgetfrage.
     
  7. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Da ich von dieser Arbeit ja tatsächlich lebe (und glücklicherweise nicht so schlecht), ist in diesem Fall die Budgetfrage eher sekundär. Es kostet, was es kostet (naja, zumindest vom Prinzip her). Trotzdem habe ich natürlich nichts dagegen, wenn es günstig bleibt ;))
     
  8. jaywalker

    jaywalker Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Na dann, Neumann M147, Brauner Valvet, Brauner VM1, in dieser Liga klingen alle Mikrofone tadellos. Am besten probehoeren. Ausserdem solltest Du Dir fuer den Channel One Eingangsuebertrager leisten.
     
  9. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Die Lundahl? Bringen die wirklich noch was?
     
  10. ADR

    ADR Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Microtech Gefell M930 (Neumannableger). Wurde in diesem Jahr übrigens von 30 verschiedenen WDR Sprechern zum besten Sprechermikrofon gewählt.
     
  11. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Ja, das Gefellsteht auch auf meiner Muss-Ich-Testen-Listen. Schon in den Fingern hatte ich übrigens das noch relativ neue Neumann TLM 49 (immerhin Tec-Award 2006) - war furchtbar enttäuscht. Hatte es im direkten Vergleich zu einem Brauner Phantom AE und da lagen für meine Ohrwaschel Welten dazwischen. Und das Brauner kostet auch noch 600.- weniger...
     
  12. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Was für eine Kabine ist das denn? Ich kenne keine einzige Kabine, welche für Solo-Sprachaufnahmen geeignet ist. Die meisten klingen nur dann gerade so akzeptabel, wenn sich die Sprache in eine fertige Mischung aus Atmo/Musik einfügt, also die typischen Unter-Bild-Aufnahmen, durch welche dann die Topfigkeit der Kabinen nicht auffällt.

    Zur Technik: Neumann TLM 103 und durch einen Jünger v01 jagen.

    Matthias
     
  13. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Eigenbau gemeinsam mit einem Akustiker. Stinknormale Raum-im- Raum-Rigipsbauweise (Rigips mit Aluprofilen-->Dämmwolle---> Rigips, Boden Estrichplatten auf Hartgummipads), Wände mit 14° Schrägen, rund 40% Noppenschaumauskleidung im Schachbrettmuster. Problematische Raummoden sind nicht hörbar (thx an den Akustiker), der leichte Höhenverlust durch den Noppenschaum lässt sich beim Mastering gut ausgleichen. Hab da noch mit keinem Auftraggeber Probleme bekommen.
     
  14. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Klingt plausibel, der Raum wird vermutlich bessere Eigenschaften haben als eine dieser schlimmen Kabinen. Dann nenne es doch auch lieber "Sprecherraum" und nicht "Kabine"... :)

    Matthias
     
  15. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Da ist was dran...:D

    Die Kabinen (!):wall: mit denen ich in manchen Studios schon konfrontiert wurde, haben dazu beigetragen, dass ich im eigenen Studio dann doch eben einen Sprecherraum wollte :wow:
     
  16. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Kann ich verstehen. Hier mal ein Blick in meinen Sprecherraum, der ist etwa sechs Quadratmeter groß, die blauen Teile sind aus Lochblech mit eingelegtem Basotect-Schaumstoff, dahinter sind Hartfaserplatten als Plattenschwinger gegen die Resonanzfrequenzen, das Mikrofon ist ein TLM 103 (mit Spinne, Windschutz und K&M-Deckenstativ) und im Tisch sind Leselampe, Kopfhöreranschluss, Gelblicht (Vorwarnung), ein Abstellplatz für ein Glas und ein kleiner Bildschirm eingebaut. Funktioniert seit sechs Jahren prima.

    Matthias
     
  17. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    :eek: :eek: :eek: Wow! Sieht ja richtig gemütlich aus. Kann ich von meiner Rigipskonstruktion nicht behaupten:p aber sie funktioniert auch.

    2 Fragen kommen mir da gleich noch:

    Das Material am Tisch - ist das gewöhnliche Auslegeware? Und funktioniert die?

    Und (Hmm.. waren doch 3 Fragen:D ) dämpft dir der Windschutz nicht die Höhen weg?

    Soares
     
  18. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Das ist normale Velours-Auslegware, allerdings schon eine relativ hochwertige Variante von Vorwerk. Damit sind Schnittstudio, Sprecherraum und eben der Tisch im Sprecherraum ausgestattet (hat ein Polsterer an den Tisch getackert). Mir sind frühe Reflexionen von nahegelegenen Flächen ein Graus, daher ist das bißchen Absorption, was die Auslegware auf dem Tisch bringt, schon eine große Hilfe. Wobei ja sogar ein Blatt Papier reflektiert, aber eben nur in einem engen Frequenzbereich. Daher auch nur ein ganz kleiner Monitor, der reicht als Orientierung und wirkt sich akustisch nicht als reflektierende Fläche aus. Die blauen Lochblech-Elemente sind übrigens von innen zum Teil mit Papier beklebt, um nicht zu stark zu absorbieren und den Raum nicht zu dumpf werden zu lassen.

    Zum Schaumstoff-Windschutz: Ich habe auch ewig einen Poppschirm mit Schwanenhals gehabt, aber ich bin der Meinung, dass die Explosivlaute doch von einem Windschutz besser aufgefangen werden. Und es sieht optisch irgendwie gefälliger aus. Einen nennenswerten Höhenabfall bringen Schaumstoff-Windschutze jedenfalls nicht, die haben ja ohnehin nur eine sehr geringe Wirksamkeit. Nicht mal ein Korbwindschutz mit Fell (sehr hohe Wirksamkeit) bringt einen deutlichen Höhenabfall. Also mehr als einen Millimeter muss man am EQ nicht drehen.

    Matthias
     
  19. radiotime

    radiotime Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Wirklich sehr edel ... was fuer ein Windschutz ist es genau? Bespreche mein TLM 103 bisher ohne .. aber beim "Poppen" muss man doch ganz schoen aufpassen ...
     
  20. Pianist_Berlin

    Pianist_Berlin Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Beim Poppen sollte man immer aufpassen, sonst zahlt man sich irgendwann dumm und dusselig... :)

    Zurück zum Thema: Man kann ja die Explosivlaute nicht vermeiden, und selbst wenn man leicht am Mikrofon vorbeispricht, kommt trotzdem mal ein wenig zu viel Druck auf der Membran an. Daher sollte man auf jeden Fall dagegen eine Vorkehrung treffen, und das ist entweder ein Windschutz oder ein Poppschirm am Schwanenhals. Natürlich gibt es Hörfunk-Studios, deren hervorragende Akustik einen so weiten Besprechungsabstand ermöglicht, dass es keine Poppgefahr mehr gibt, aber wir gehen hier mal doch eher von einem Besprechungsabstand von rund 20 Zentimetern aus und da kann schon noch ganz schön was passieren.

    Außerdem landet ja auch eine gewisse Menge von Spucke auf der Membran, deren mineralischen Überreste dann irgendwann nach Jahren vom Neumann-Service abgekratzt werden müssen, weil das Mikrofon beginnt, ein Eigenleben zu führen. Schon deshalb sollte man nicht ohne Wind- oder Poppschutz arbeiten. Und dass Zigarrettenrauch für Mikrofone auch nicht gut ist, hat sich bestimmt inzwischen herumgesprochen.

    Bei dem Windschutz handelt es sich um einen Neumann WS 87. Der Name verrät es schon: Ursprünglich für das U 87 gebaut, passt das Teil auch auf das TLM 103 und weitere Mikrofone.

    Matthias
     
  21. ADR

    ADR Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Das TLM 49 ist ja auch mit dem Anspruch eines Vintage Charakters entwickelt worden. Das hat mit modernem, natürlichen Klang nichts zu tun. Eine typische Färbung in Richtung alt und rau ist also gewollt.
    Was den TEC Award angeht, gibt es ein Neumann Mikrofon, das den nicht bekommen hat?
    Das hat also angesichts dieser Tatsache nichts zu sagen, auch wenn dieser Preis den Nebentitel "Audio Oscar" trägt. Es gibt soviele tolle Nominierungen für diesen Award, einige davon hätten ihn wirklich verdient, bekommen ihn aber nie. Eine Neumann Nominierung gewinnt immer.
    Deshalb gebe ich inzwischen garnichts mehr auf diesen Preis.
     
  22. Soares

    Soares Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Da hast du natürlich Recht - es gibt nen Haufen Neumänner, die den Award gewonnen haben und ob er wirklich immer verdient war, kann man schon in Frage stellen.
    Was mich beim TLM 49 richtig erschüttert hat, war die geringe Eingangsspannung - 11mV, da muss ich meinen Channel One bis zum Anschlag aufdrehen, damit da überhaupt mehr als ein Piepser rauskommt!
    Vintage-sound? Meine Meinung: Gewollt, aber in diesem Falle nicht gekonnt.
    Fand es einfach nur nichtssagend (und damit meine ich jetzt NICHT neutral).

    Wie siehts eigentlich mit meiner K2 Frage aus?

    Wer Erfahrungen?
     
  23. ADR

    ADR Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Von meiner Seite Mißtrauen.
    Wenn Du professionell Hörbücher sprichst, solltest du auch den professionellen Standard einhalten. Nichts gegen Rode Mikros, aber der Standard heißt Neumann oder Gefell, damit kannst du ganz sicher sein, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben, die immer einen optimalen Sound liefert, für jede Art Sprachaufnahmen, ohne Beigeschmack.
    Rode oder auch AT haben immer irgendwelche schmalen Spitzen im Frequenzverlauf, die zu leichen Färbungen führen . Wo es passt, ist es gut, aber wenn es mal nicht passt, ist es schwer diese wegzubekommen, der Klang ist also schwerer formbar, der Charakter weicht vom Standard ab.
     
  24. divy

    divy Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Geld spielt also keine Rolle? Soll es eine Röhre sein? Ich kenne ihn nicht, aber warum guckst Du Dich dann nach dem günstigen Australier um? Ich durfte einmal ins Brauner VM-1 sprechen, Menschenskind, so viel Geld für ein Mikro, aber wirklich fein.

    Ansonsten sah ich mal bei einer Produktion in Köln zwei AKG C-414, in deutschen Studios wohl eher selten, haben mir aber sehr gut gefallen.
     
  25. jaywalker

    jaywalker Benutzer

    AW: Mikrofonempfehlung für Hörbuchsprecher

    Du hattest nach dem Uebertrager gefragt. Er verstaerkt das Eingangssignal um ein vielfaches und hat die Angewohnheit das Signal in Richtung "waermer" zu "verfaelschen/beeinflussen". Der SPL-Mitarbeiter hat mir die Verwendung eines Eingangsuebertragers sehr nahe gelegt, da ja gerade die aktuellen Mics meist transformatorlose Schaltungen verwenden, und deshalb den Vintage-Sound oft vermissen lassen. Aber wie gesagt, warmer Klang ist eine reine Geschmacksfrage, da musst Du Dich schon selbst entscheiden. Ausserdem hatte der Herr von SPL nur die besten Worte fuer das K2 uebrig, sowie fuer die Schallwandler von Braune. (Das Gespaech drehte sich um Sprachaufnahmen und der Mann erschien sehr kompetent.)
    Hier noch ein Tipp:

    http://www.mikrofon-vergleich.de/mikrofon_test_vergleich.html
     

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