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Mittelwellensender aufmachen?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von MarkSchneider78, 09. August 2015.

  1. MarkSchneider78

    MarkSchneider78 Benutzer

    Kurz und knackig - so wie ihr's mögt:

    Was muss ich machen / an wen muss ich mich wenden, wenn ich einen Sender auf Mittelwellenfrequenz aufmachen will? Wer (genau) teilt mir eine Frequenz zu und wie komme ich an so eine Frequenz? Gibt es Firmen die einen digitalen Audiostream umwandeln und von ihrer eigenen MW-Sendeanlage aus aussenden?

    Danke und liebe Grüße
     
  2. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Mach lieber Kurzwelle, dann sendest Du für's Ausland und nicht die Landesmedienanstalten, sondern nur die BNetzA ist für Dich zuständig.
    Auf jeden Fall würde ich mir einen Funkamateur ins Boot holen, denn der professionelle Sendebetrieb ist schon etwas aufwendig und verlangt technische Kenntnisse.

    In Datteln gibt es jamenden, der so ein Projekt bereits initiiert hat:
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2015
    MarkSchneider78 gefällt das.
  3. MarkSchneider78

    MarkSchneider78 Benutzer

    Okay, dann reden wir mal über Kurzwelle. — Wo finde ich jemanden, der sich mit solchen Sendetechniken auskennt. Von Studiotechnik versteh ich ausreichend viel, alles was nach der Sendesumme kommt müsste jemand anderes übernehmen..
     
  4. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Gute Frage.

    Ich kenne da jemanden, der sich eher mit UKW auskennt. Vielleicht hat er auch von Kurzwelle Ahnung. Du kannst ihn mal anschreiben (Adresse siehe PM).
     
  5. Hatte der holländische Mittelwellenkönig Ruud Poeze nicht noch ne Frequenz im Grenzegebiet? Der hat seine Sender doch durchaus schonmal vermietet.
     
  6. Dr. Fu Man Chu

    Dr. Fu Man Chu Benutzer

    Warum hier immer Fragen gestellt werden, die durch einfache Google-Suche beantwortet werden könnten, ein Rätsel. http://www.media-broadcast.com/

    Nun ein Radiosender macht nichts anderes als ein Signal in ein Sendesignal zu verwandeln und entsprechend verstärkt über eine Antenne zu senden. Ob das Signal analog oder digital ist egal, denn es eine Frage der Konfiguration des Senders. Wer sich mit Studiotechnik auskennt sollte sich in das Thema Sendetechnik einlesen können.Quellen gibt es genügend. Motto: Einem Ingenör ist nix zu schwör...

    Der Betrieb eines MW/LW-Senders ist aufgrund des hohen Energieverbrauchs sehr kostenaufwendig, es sei denn, dir gehört ein gebrauchtes AKW. Ansonsten rufe doch einfach die für dein Bundesland zuständige Medienanstalt an.
    Jede terrestrische Radiofrequenz muss in Deutschland lizenziert werden.
    In der Tag sind AM-Frequenzen frei. Warum wohl?
    • Ihr Betrieb ist teuer
    • Es gibt keine Hörer
    • Es können keine Werbeeinnahmen erzielt werden
    • Kein etablierter Anbieter will sie haben, warum wohl? Siehe Bullet Points 1 - 3
     
  7. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Ich will ja kein Spielverderber sein... Wer hört denn im Jahre 2015 MW oder KW? Wer bezahlt auch noch dafür, um sich über einen KW-Sender in xyz (irgendwo im ehemaligen Ostblock) im 49-Meter-Band "versenden " zu können?

    Bei aller Liebe zum Medium Radio: Ich sicher nicht! So "sendegeil" kann man doch eigentlich gar nicht sein!

    Ja, ihr dürft den "Betonzwerg" jetzt naß machen! Und nein - das ist hier jetzt kein Wet-Shirt-Contest! Bei euch muß man vorsichtig sein... ;)

    Edit: Der Doc war etwas schneller. Ich kann jedenfalls keinen Grund finden, ein Programm über MW oder KW im Regelbetrieb zu senden. Das kann niemand bezahlen! Was im "Ernstfall" passiert, steht auf einem anderen Blatt. Ein Dedektor (Schwingkreis + Diode und Kopfhörer) würde laufen, DAB nicht, weil die Synchronisation (Zeitbasis) über GPS sicher nicht mehr vorhanden ist.... So genau schwingt kein temperierter Quarz. Das läuft in kurzer Zeit gnadenlos auseinander... Ähm - wie ist das eigentlich mit den Gleichwellennetzen auf Mittelwelle (siehe z.B. Absolute Radio in UK) oder UKW (z.B. in Italien)?
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2015
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  8. chapri

    chapri Benutzer

    Da hat Freud wohl Deine Finger beim Verschreibsler geführt: Datteln, Kall und Rohrbach sind fast immer nur in ihrer Region zu empfangen. Werbekunden haben sie keine - und ersetzen dies durch Liebhaberei. Da ist eine italienische Alternative vielleicht besser - zum Ausprobieren, denn ich glaube nicht, dass die sich ganztags mit Livestreams abgeben ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2015
  9. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Ich habe den Eingangsbeitrag so verstanden, dass es lediglich um ein Hobby geht.
    Kaum einer wird heute noch auf Mittelwelle senden, um damit Geld zu verdienen.
     
  10. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Mittelwelle: Wende Dich an die für Dein Bundesland zuständige Landesmedienanstalt.
    Kurzwelle: Wende Dich an die Bundesnetzagentur in Berlin.

    Kosten bei Eigenbetrieb:
    Frequenzuteilung Mittelwelle: 2500€ plus Standortbescheinigung (um die 3000€ wenn Du mehr als 10W abstrahlen willst) plus jährliche Nutzungsgebühr (variiert) plus Kosten für die Medienrechtliche Lizenz plus Baugenehmigung für Antennenmast plus Hardware und und und....

    Bei Kurzwelle: Etwas günstiger. Aber nicht viel.

    Dazu die laufenden Kosten. Strom, ggf. Röhren, Ersatzteile, uswusf.

    Stundenweise legal kann man sich auf KW einbieten bei der MediaBroadcast oder einer seine Derivate (ORS, Frankreich etc.), preis war mal um die 100€ pro Stunde bei 100 kW oder auch bei www.shortwaveservice.com

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass die Etablierung der KW Station in Kall für 4 KW Frequenzen plus Genehmigungen plus Audiohardware (HF war gottseidank vorhanden) einen mittleren 5-stelligen € Betrag gekostet hat.
     
  11. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Tja, am günstigsten ist es, am Wochenende ab und an im 48-m-Band schwarz zu senden, wie dies vor allem in den Niederlanden geschieht.
    Selbst bei einer Aushebung, die auf Kurzwelle heute nur noch selten vorkommt, sind die Kosten für die Ordnungswidrigkeit geringer als wenn man das alles auf legaler Basis durchführt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2015
  12. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Die Kosten für eine OWig im 48m Band liegt beim Ausheben mittlerweile auch gut und gerne schon mal bei 2000€ aufwärts, ggf. zusätlich Rechtsanwaltskosten etc. Die Hardware wird i.d.R. auch einbehalten. Stört man einen Funkdienst, kann es auch schon mal teurer werden.
    Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.
     
  13. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Sehe ich genauso.

    Als Alternative kann man sich ja auch in Kall Sendezeit anmieten. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2015

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