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Netzbelastung - kommen Netzbetreiber an ihre Kapazitätsgrenzen?

Dieses Thema im Forum "Internetradio allgemein" wurde erstellt von djtechno, 22. November 2011.

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  1. djtechno

    djtechno Benutzer

    Ich höre ja nun schon einige Jahre Internetradio: In den 90ern waren die Bitraten oft noch niedrig und aussetzer häufig.

    Um die Nuller-Jahre bis vor einem jahr war Internetradio ein sehr zuverlässiges Medium: Selten Aussetzer, ordentliche Bitrate

    In den letzten Monaten häufen sich bei diversen Sendern aber Zunehmend die Aussetzer, wo es früher selten welche gab.

    Bei mir wären das

    raw fm
    24techno.net
    technobase.fm
    french kiss fm
    101- 90's Ru Disco
    101- 90's Ru Dance
    16-bit.fm

    Die Beobachtung habe ich einmal über unseren Arcor 6 mbit dsl mit Sangean WFR20 gemacht. An manchen Tagen gibts alle 2-3 Minuten einige Sekunden Aussetzer an besseren Tagen 2-3 die Stunde, bei manchen Sendern mehr, bei manchen weniger aber keiner der genantnen kommt in letzter Zeit mal ohne Aussetzer rein.

    Über Handy das gleiche. Hier spielt zusätzlich UMTS/HSDPA (Vodafone Pro7 Web und TV Sim) eine Rolle. Einige Aussetzer lassen suicjh auch umts/hsdpa zurückführen,einige eher auf die Sender. Wenn das LG GT540 Handy bei HSDPA weniger als 75% Signalstärke hat, buffert der cherry rlayer durchgehend ab 75% läuft der Stream in der regel mit alle 8-10 Mintuen einige sekunden assetzer. Bei umts gegensetellen gehts mit 128 kbit/sec fast nie. Bei Base (eplus) damas gingen 128-192 kbit/sec noch problemlos (die hatten ja nur umts) (Raum weinstadt bis stuttgart)

    In Stuttgart und Leonberg hat man fast nüberall einen Stream mit seltenen aussetzern. Hinten beim Schloßpark Stuttgart dagegen hat man meist nur dauerpuffern, ind er Königsstraße dagegen geht der Empfang tadellos.

    Hoer in Weinstadt geht der Empfang outdoor tadellos, indoor gehts vormittags gut,nachmittags und abends bufferts die meiste zeit.

    das handy fällt dabei gerne von hsdpa (75% signalstärke) aus einen umts-knoten mit egrade mal 50% zurück. Was auf überlastung des hsdpa knotens hindeutet. Bei umts ist dannd auerpuffern angesagt, ist das handy im hsdpa knoten gehts meist aber alle 1.-2 minuten wieder einige sekunden aussetzer.

    Mein Eindruck ist,daß die Handynetze da langsam aus dem letzten Loch pfeifen. Aber wie gehabt, bei dsl gibts auch viel aussetzer, an Arcor liegts nicht, webseiten kommen flüsig, downloads geen flott,und normal ist nebend em radio nrud er pc mit webbrowser an, also kaum traffic. Trotzdem sehr viel Aussetzer. War wie gesagt, vor einigen Monaten ebsser und vor 2 Jahren eher selten.

    Kommen Sender und Netze so langsam an die Kapazitätsgrenzen?
     
  2. torsten81nrw

    torsten81nrw Benutzer

    AW: Netzbelastung - kommen Netzbetreiber an ihre Kapazitätsgrenzen?

    Warum die Sender?

    Fakt ist doch das die meisten Webradio Betreiber sogenannte Service Provider haben wo Sie ihren Streamserver betreiben. Hier kommen folgende Faktoren ins Spiel:

    1. Last des Rechenzentrum
    2. Kontenpunkte
    3. Datenverarbeitung des Endgeräts / Anbindung.

    1. Angenommen ein Serviceprovider betreibt in einem Rechenzenturm 10 Streaming Server, diese wiederrum können ja theoretisch je Server 65.335 Webradio Betreiber aufnehmen. Da ein Server 65.335 Ports besitzt wovon bestimmte Ports für andere Dienste wie apache, ftp, DNS, eMail etc. vergeben sind.

    Wenn Standartmässig jeder betreiber mit 128kbit publiziert haben wir schon bei maximaler Ausreizung folgende Formel: 10 x 65335 x 128 kbit = 83.628.800 kbit Datenlast / sek. Das heist das ein Rechenzentrum alleine für diese 10 Server ca. 79 GiBit (alt: GBit) Bandbreite (Anbindung) bereithalten müsste.

    2. Knotenpunkte sind sogenannte Rechenzentren, meistens sind Sie an Punkten aufgestellt um relativ zentral als Vermittlungspunkt zwischen verschiedenen DSL Breitband Anbietern wie QSC, Declix, Level3, Kabel&Wireless, Colt telekom etc.
    zuagieren. Um die Last der Datenautobahn auf das gesamte Netz zuverteilen.

    Enger wird dieses Netz ähnlich wie auf einer richtigen Autobahn. Immer an den stellen wo die Netze sich kreuzen, also am bzw. in diesem Fall im Rechnenzentrum (Knotenpunkt). Wenn ein hohes Trafficvolumen auftritt, ist das Routing der Zentren gefragt. Um aber hoch priorisierten Datentverkehr der immer den kürzesten Weg hat zurouten werden Daten mit weniger Priorität so umgeroutet das es dann dazukommen kann das diese Daten einen längern weg zum Ziel haben.

    3. Sind die niedrig priorisierten Daten erstmal am letzten Knotenpunkt angekommen, das kann ein OVz (Ortsnetz Verteilerzentrum) sein, gelangen die Daten erst dann auf das DoCuA (Doppel-Kupferader) Telefonnetz um später am Endgerät anzukommen. Im Fall des UMTS gehen die Daten vom OVz zur Sendemasteinheit um dort auf den 3G / 4G Funkumgewandelt zuwerden.

    3/4G UMTS & LTE: Die 4G Technik ist schon unter uns, und kommt mit max. 80 Mbit bei guten Emfpang daher. Funk ist ähnlich wie Schall, trift es auf Materie wird es Umgelenkt und streut. Bevor es Fiberoptik gab, wurde Telefonie und Datenverkehr per Hochfrequenten Richtfunk von s.g. Fernmeldetürmen (Fernsehtürmen) realisiert. Seit dem Fiberglasleitungen in den Boden verlegt wurde, wurden damit auch die meinsten Richtfunkstrecken abgebaut.

    Zurück zum Mobilfunk. Da ein Handy oder Tablett etc. bedingt durch die Bauart einen suboptimalen Empfang besitzen, kann es zu Feldstärken schwankungen kommen was bei schwächerem Empfang zum Nadelöhr für den Datenverkehr wird. Dadurch kommt es zum Buffering bei der Wiedergabe.


    Erklärung zum Buffering / Abbruchproblem der Streams

    wir hatten schon immer eine "Cloud" denn alle Server die Weseiten hosten sind die s.g. "Cloud". Hinter der Technik der "Cloud" verbirgt sich immer ein Server in einem Rechenzentrum. Heute kann man mittels dieser Cloud via Handy, PC, Laptop, Tablet etc. Daten einfach via Drag 'n' Drop Prinziep in seine Wolke laden. Hier hat der Cloudbetreiber mittels einer Software dem User einen vereinfachten Weg über die FTP-Verbindung zurverfügung gestellt.

    Viele User benutzen diese Cloud. Diese Nutzung erhöt natürlich prozentual den Traffic der Datennetze. Vor etwa 20 Jahren wurden Webseiten, eMails, und Dokumente mit stark Komprimierten Bildern durchs Netz gejagt, heute 20 Jahre später, schiessen wir, Hochauflösende Bilder, Videoclips in HD ja sogar ganze Kinofilme und TV-serien im OnDemand Format sowie Musik mittels Webradio bis 320kbits über Kupfer und Glasfaser. Früher wurden 14400 bps Analogmodems zum Surfen benutzt. Heute haben über 30% der deutschen Haushalte VDSL (50 bis 100 Mbit) inkl. Fernsehen.

    Die Bandbreiten in den Rechenzentren müssen immer breiter werden damit die Masse an Daten durch die knotenpunkte passt. Vergleichbar: Die LKWs werden immer größer weil Sie mehr Transportieren müssen. Also müssen Straßen breiter werden und Brücken höher, damit diese dicken Brummer ihre Aufgabe erfüllen können.

    Ich hoffe das Deine Frage hiermit Ausführlich beantwortet ist :wow:
     
  3. djtechno

    djtechno Benutzer

    AW: Netzbelastung - kommen Netzbetreiber an ihre Kapazitätsgrenzen?

    Ok, ja, Frage ist beantwortet
     
  4. Maxwell

    Maxwell Benutzer

    Dem ist nicht so, es wird nach wie vor auf Richtfunk gesetzt und das ist das Hauptproblem bei der Sache. Der entstehende Verkehr kann nicht abgeführt werden und deshalb wird das Internet über Mobilfunk immer langsamer. Technisch sind viele Richtfunkstrecken am Limit und das Spektrum gibt keine neuen Kanäle her, da limitiert. Also wird der traffic pro user gedrosselt.
     

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