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Radio Regenbogen und RPR

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von kopf-hörer, 19. November 2002.

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  1. kopf-hörer

    kopf-hörer Benutzer

    Was sich im Medienraum Mannheim/Ludwigshafen abspielt, ist bemerkenswert, war aber auch vorhersehbar.

    1.) Zu Radio Regenbogen: Dass der Fisch vom Kopp her stinkt (nicht vom Kropp - aber das vielleicht auch), dürfte jedem Szenekenner bekannt sein. Die Kardinalfehler der letzten zwei Jahre sind kaum zu überbieten und würden hier Seiten füllen.
    Lustig übrigens, dass gerade die neue Citylight-Plakatierung zu "Silja und der Ostermann" begonnen hat. Mike Diehl im Morgen passt hervorragend. So kommt RR jetzt endgültig dem Ziel näher, bei der nächsten MA unter 150.000 Hörer pro Stunde zu fallen. Weiter so! Was der Seelenkrüppel Peter Neumann und dessen dummdreister Scherge Baas nicht geschafft haben, klappt vielleicht jetzt: Radio Regenbogen wird untergehen, in 5 Jahren wird es diesen Verein nicht mehr geben. Wer im Ernst einen neuen Claim "Wir sind von hier - Wir wissen bescheid" installiert, der kann nicht mehr ganz klar in der Rübe sein. Hier sind Geisterfahrer am Werk.

    2.) Zu RPR: Der Koblenzer Filz (Thul, Schneider, Murawka) hat ausgespielt. Murawka hat einmal selbst gesagt: "Meine Freundschaft zu Thul und zu Schneider ist niemals zerstörbar. Ich bin RPR!". Dass Uhrmacher schon länger auf der Abschußliste stand, ist kein Geheimnis. Wer einmal von der ersten Reihe (Volle Kanne) in die zweite gesetzt wird, der sitzt bald auch auf der Zuschauertribüne. Jetzt dürfen dümmliche Jungjuppies den Karren an die Wand fahren. Die anderen Moderatoren und Redakteure sind hochnervös. Keiner kann sich seiner Stelle sicher sein. Alle, die bleiben, wissen: Geld kann man in diesem Laden nicht mehr verdienen.

    Zusammengefasst:

    Die südwestdeutsche Radiolandschaft ist zum Heulen und zum Brüllen: Die Welle weg, HitRadio RTL zum Davonlaufen. bigFM dümmliche Kommerzscheiße. Regenbogen auf Nimmerwiedersehen von der Rolle. RPR sägt auf dem eigenen dünnen Ast. Bei SWR 3 knallen sekündlich die Sektkorken.
     
  2. Handydoctor

    Handydoctor Benutzer

    Eine gute Persiflage der Südwestdeutschen Radiolandschaft!Respekt.Aber keiner schreit nach Änderung!SWR3 macht dann noch mehr Quote und wird der meistgehöhrte Radiosender unter der Nummer 1 der meistgehörten Radiosender in Deutschland.Das muss aber auch niemand verstehen!
     
  3. Klinikpackung

    Klinikpackung Benutzer

    Der Fisch stinkt vom Kopp, das ist richtig.

    Und ich wage die Prognose, daß Schunk im März, wenn BIG FM nicht oder nur wenig zulegt, als größtes Bauernopfer, wo geht, diesmal Herrn Kropp vor die Tür setzen, und damit ist dessen Radiokarriere zuende.

    Wünschenwert wäre es ja.
    Für RR.
     
  4. KRAUTWURST

    KRAUTWURST Benutzer

    Kompliment Kopf-hörer, eine knappere und passendere Kurz-Analyse des Marktes in Nordbaden/Rhein-Neckar kann man nicht machen. Es ist wirklich nicht zu fassen, was sich in den vergangenen sechs Monaten getan hat und wieviele Leute auf der Strecke geblieben sind und noch bleiben werden. Eine schreckliche Zukunftsperspektive könnte sein: Neben dem (zurecht) erfolgreichen SWR3-Programm gibt es nur noch private Konkurrenz, die per Voice-Tracking aus Berlin überspielt wird. Ich halte den überfallartigen Einstieg von RTL mittels Strohmann C.Frietsch in Nordbaden für den Anfang eines Versuches, die Landschaft an sich zu reissen. Ein Hinweis ist auch die Übernahme der Holtzbrinck-Anteile durch RTL bei Regenbogen. Da braut sich etwas zusammen. Oder warum sollte RTL soviel Knete (City-Light-Werbung im Großraum KA) in diese Flughafen-Baracke von Ex-Radio96 pumpen? Was meinen die Mitleser?
     
  5. njoymario

    njoymario Benutzer

    ich finde es ja eher jämmerlich, wie hier über den SW abgezogen wird. vor allem diese menschen die immer den untergang bestimmter radiosender heraufbeschwören. warscheinlich wird es SWR 3 in einem monat nicht mehr geben? wer weiß?

    ich meine ob big fm, antenne 1 oder NRJ, die leute hören es doch noch (mehr oder weniger), auch wenn ich nicht der mega-fan dieser sender bin machen sie ,wie schon in einem anderen beitrag genannt ,gute arbeit und bei radio regenbogen wirds auch mal wieder bergauf gehen. früher oder später...

    aber bitte nicht immer diese lächerlichen vorhersagen...
     
  6. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Um es mal auf den Punkt zu bringen. Ich erinnere mich noch sehr genau an die frühen 80er. WDR 1 (Sammelsurium aus Wortprogrammen, deutscher Musik, Jazz), WDR 2 das Folklore - Musik - Programm mit 1 (!) h Musik für junge Leute am Abend, WDR 3 weitestgehend so wie heute. ERBÄRMLICH!!! Höre sich auf allen Kanälen an wie Schulfunk oder Belehrungsfunk von oben. Nachrichten gesprochen wie Verkündigungen aus dem ZK der DDR, immer auf 5 oder 10 Minuten getrimmt, egal ob es viel zu melden gab.

    Nur RTL brachte Alternativen. Lockere Moderation. Musik tagsüber gemischt, abends international, Schwerpunktsendungen bis hin zu R&B/Disco, Rock und sogar Country.

    Vor diesem Hintergrund finde ich die Kritik an diversen Privatsendern total überzogen. Anscheiend wollen sich manche hier im Forum gegenseitig ein Bein stellen.

    Ich hätte auch zahlreiche Änderungswünsche. Aber missen möchte ich die Privaten nie mehr!

    Nur noch mal zur Klarstellung: Ich bin "nur" Hörer.
     
  7. kopf-hörer

    kopf-hörer Benutzer

    Es geht hier doch keinesfalls um eine unsachliche Fundamentalkritik am Privatfunk. Die Privaten hatten durchaus die Fähigkeit, akzeptables Programm zu machen, nur haben sie alles verlernt, was sie einmal konnten. Das Aberwitzige ist, dass zur Zeit alle genannten Sender in ihrer unprofessionellen Machart zurückfallen in die holprige Gründerzeit (vor 10 - 15 Jahren). Hinzu kommt, dass die Gangart "Verpackung statt Inhalte" völlig überreizt wurde. Die Berater aus New York, Berlin und aus anderen wohlklingenden Städten haben im luftleeren Raum beraten. Die "Relaunches", die sie für teures Geld verscherbelt haben, waren tote Schablonen, die völlig an der Stammhörerschaft, an der Spezifität einzelner Landstriche etc. kurz: am realen Leben vorbeigingen. Das A und O in den Medien: Authentizität. Ist sie nicht gewährleistet, springt der Hörer (oder Seher) ab. Und genau DARUM geht es - und genau DARUM droht den genannten Sendern ein böses Ende - und nicht per se (weil sie eben "Privatsender" sind). Freilich tun Verfehlungen der oberen Etagen ein Übriges.

    <small>[ 20-11-2002, 20:44: Beitrag editiert von kopf-hörer ]</small>
     
  8. KRAUTWURST

    KRAUTWURST Benutzer

    @Tom2000
    Ich bin auch NUR Hörer. Wir sind doch garnicht soweit auseinander: Natürlich kenne ich noch RTL aus vergangenen Jahren, das war wirklich eine gute Alternative zum Verkündigungsfunk WDR. Aber die Zeiten haben sich geändert und das, was unter RTL firmiert auch. Ein alter RTL-Hase dreht sich doch heute im Stall um, wenn er diesen jämmerlichen Laien-Müll anhören muß, den Hitradio RTL in Nordbaden abliefert. Das ist kein Privatfunk im Stil der End-80er. Das waren damals Personalities, Voices, Ideen. Da wurde neues mutig ausprobiert, kaum ein Schema eingehalten, von Formatradio keine Spur. Das haben die Leute geliebt, weil es so anders war als ÖR. Die ÖR-Sender hatten - nachdem die Hörerschaft sich ja verteilt hatte, reagiert. Sie wurden lockerer, haben nach einer anfänglichen Hemmschwelle Privatfunker abgeworben und stiegen auf das neue Radiogefühl ein. Die Privaten mußten zurückschlagen. Da passierte der grosse Fehler, den man heute ausbaden muß: die hochbezahlten Berater mit den ach so tollen Ideen aus Übersee rief man auf den Plan. Jetzt wurde formatiert, Inhalte raus - nur noch über Claims wurde gearbeitet. "Die meissten besten grössten Hits". Dann natürlich: Alle Kraft in den Morgen. Abendsendungen mit Special-Schienen: in den Müll. Braucht keiner. So wurden die Privaten zu hochformatierten Klon-Sendern, die ÖR konnten individueller reagieren und wieder gewinnen. Jetzt der GAU: Die Privaten verlieren Hörer, damit auch Geld, die Werbewirtschaft bricht ein und aus ist es mit den auf Minimal-Claim-IQ getrimmten Programen. Nur die Berater hocken auf ihren Gagen - und die teuer eingekauften Programmchefs (jedes Jahr ein neuer Absahner, der die absolut neue Wahrheit verkündet) auf ihren Abfindungen. Radioland 2002 - grau liegt der Smog über dem einst so engagiert gestarteten Privatenwald. Die Förster ölen schon die Säge und der kleine Hase sitzt verängstigt im Stall des Arbeitsamtes. Zum Abschuss freigegeben.
     

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