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Radio und Charakter

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von 666, 12. Mai 2006.

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  1. 666

    666 Benutzer

    "Medientreffpunkt Mitteldeutschland:
    Wie Radio zum Charakter kommt - ein Personalproblem"

    Da lese ich doch mit Erstaunen diesen Artikel in den Radioszene-Schlagzeilen und wundere mich.
    Ausgerechnet Rick de Lisle, der als Berater nun wirklich jedwedem Moderator sein Schema aufzuzwingen versucht, will von Radiomachern "leidenschaftlich bedient" sein und bemängelt zurückhaltenden Moderationsstil. Vielleicht ist eine Ursache dieses Problems ja, dass jedweder Versuch weniger zurückhaltend zu sein von Beratern und diesen all zu hörigen PDs immer wieder in Schema F gepresst wird?

    Und dass nun ausgerechnet Herr Schiewack von Jump beklagt, es wollten viel zu wenig junge Leute Radio machen ist angesichts der Frequenz, mit der bei Jump Menschen entsorgt werden doch wohl auch als Realsatire zu verstehen. Ja, vielleicht würden noch mehr Menschen Lust auf Radio haben, wenn die Entscheider sich anders gebärdeten?
     
  2. Rik De Lisle

    Rik De Lisle Benutzer

    AW: Radio und Charakter

    Das ist R-I-K , ohne C
     
  3. Franzose

    Franzose Benutzer

    AW: Radio und Charakter

    sorry, aber wenn das deine einzige Sorge ist.:eek:

    Hab die Podiumsdisskusion in LE verfolgt und ich war erschrocken, wie ratlos die "großen" Macher auf die nicht mehr wegzuleugnende Krise der Branche reagieren.

    @666 100%ig zustimm
     
  4. Sachsenradio2

    Sachsenradio2 Benutzer

    AW: Radio und Charakter

    Ich hab diese Diskussion mir nicht angetan, denn all das wurde bereits letztes Jahr, u.a. mit Langhorts von Radio Eins, diskutiert. Auch dort saßen De Lisle und Müller von der MOIRA dort und faselten ähnlich richtige Dinge, die bei keinen von Burns beratenen Programmen umgesetzt werden. Vor 2 Jahren meinte De Lisle auch noch: Voicetracking sei nicht dazu da, das ganze Wochenende vorzuproduzieren, sondern nur eine Moderation unmittelbar vor dem Senden aufzuzeichnen, um nicht Gefahr zu laufen, etwas zu versemmeln.

    Nur: Ich glaube, das Dilemma mit dem seelenlosen Radio ist den Machern dieses Jahr noch mehr zu Bewußtsein gekommen, als letztes Jahr. U.a. dank der Mediaanalyse.
     
  5. Condor-Pitty

    Condor-Pitty Benutzer

    AW: Radio und Charakter

    >....bemängelt zurückhaltenden Moderationsstil...< Vorauseilender Gehorsam. - Es ist doch schizophren von jemandem offensive Kreativität zu verlangen und andererseits Comedysätze oder Worthülsen vorzugeben und Beratervorgaben zu entsprechen. Das alles dann noch weichgespült, mit im lockeren "Stehen" rübergebrachter "Dauer-gute-Laune" .

    Erinnert sich noch einer an Rock-Over-RIAS ? Was da abging war "Gute Laune" mit natürlichen Ecken und Kanten. Die Moderatoren hatten doch in abgesteckten Grenzen freie Fahrt. Wenn ich da sehr irren sollte, möge man mich eines besseren belehren. Natürlich waren die Zeiten und Ausgangssituationen anders.

    Jedoch das perfektionierte Formatradio, mit einzuhaltenen Zielvorgaben usw., wer möchte denn da noch ernsthaft mit Freude an der Arbeit sein? Ständig in der Beklemmung mit ner falschen eigenen Bemerkung jemanden auf den Schlips zu treten oder angeblich nicht ins zu vermittelnde Bild vom "Team" zu passen. Schon ist man weg.

    Dann kommt wieder mal ein neuer Chef und eine Nase passt nicht und schon ist man auf der Abschussliste. Wie sollen da neue Leute motiviert werden?

    Man kann sich mit (möglichst) englischen Fachausdrücken gegenseitig bescheinigen, wie grossartig man ist. Es entscheidet immer noch der Hörer. Wenn ein Sender wie der rbb (88.8) nicht einmal den Mut hat, auf die Gästebuchkritik mindestens zu antworten, geschweige denn im Programm merklich zu reagieren, dann nützen auch Expertendiskussionen in LE nichts.

    Verglichen mit der DDR macht man im Grunde die gleichen Fehler: Man ignoriert aus lauter Selbstüberschätzung die Eigenkreativität und -dynamik der Menschen.

    P.S. Voice-Tracking: Jürgen Jürgens (SFB) produzierte früher Sendungen, sekundengenau vor, wenn er auf einer anderen Hochzeit tanzen musste.
    Und das hat gepasst, auch von der rübergebrachten Stimmung.
     

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