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Schöne Bilder von einer Nagra IV-L

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von codo, 24. März 2015.

  1. codo

    codo Benutzer

    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2015
  2. Cavemaen

    Cavemaen Benutzer

    Die Mono-Nagra's IV-L, IV-D oder 4.2 lagen je nach Baujahr bei 6.000,- bis 8.500,-DM, die Stereo-Versionen IV-S bei 14.000,-DM, jeweils zuzüglich MwSt.
    Die Messmaschine Nagra IV-SJ (mit Gleichstromverstärkern) kostete ab 12.200,-DM.

    Die letzte Nagra IV-S TC (TimeCode) kostete um die 22.000,-DM, die T-Audio lag bei 27.000,-DM - ja nach Baujahr und Ausführung, ohne Optionen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. April 2015
  3. Cavemaen

    Cavemaen Benutzer

    Vor etwa 2 Jahre berichtete jemand in einem anderen Forum, dass sich ein Kunde eine "Stereo-Nagra" hat nachbauen lassen, welche nach 2,5 Monaten Lieferzeit und zahlreichem Zubehör genau 30.000,-€ gekostet hätte.
     
  4. codo

    codo Benutzer

    Boah!? 6.000,- DM Minimum in mono, bis 8.500,- DM . Die stereo Recorder 14.000,- netto!

    Da kann ich überhaupt nicht verstehen warum heutzutage doch immer wieder
    Redakteure herum jammern, das professionelle und broadcast taugliche Wave-Recorder
    in der heutigen Zeit doch so "teuer" wären?

    Dabei steckt ein modernes, digitales Pro-Gerät, in der 680,-€ Klasse die Nagra technisch und klanglich in die Tasche.
    "Tasche" meine ich wörtlich, weil die modernen Wave-Recorder da wirklich rein passen
    und keine dauerhaften Tragegurt-Schulterzerrungen mehr beim Reporter erzeugen.

    Werte Kollegen, empfehlt den Reportern aus euren Funkhäusern keine billigen Consumer-Produkte mehr,
    das haben eure Vorgänger auch nicht gemacht. Rechnet ihnen vor, das sich ein hochwertiges Pro-Produkt
    nicht nur bei der Aufnahmen im Feld rechnet, sondern auch nach 10 Jahren noch im Geldbeutel bemerkbar ist,
    weil man damit einfach bessere Qualität abliefert die sich honoriert.

    Gruß Codo
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. April 2015
  5. Graal_Warschau

    Graal_Warschau Benutzer

    Liebe Freunde!

    Am 29. Januar 2013 war in der Presse zu lesen, dass der Gründer der Waadländer

    Technologieunternehmens Kudelski im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

    Stefan Kudelsky, der im Zweiten Weltkrieg mit seinen Eltern aus Polen in die Schweiz

    geflüchtet war, gründete das Unternehmen 1951 und leitete es 40 Jahre lang. Den Grundstein

    seiner Firma legte er mit der Erfindung des Nagra, des ersten tragbaren Tonaufnahmegerätes.

    Welche Radio Reporter, später auch Fernsehreporter, haben diese Geräte nicht in vollem

    Einsatz gebraucht, ganz im Vertrauen auf dessen Stabilität und höchste Qualität.

    Viele Hinweise zur Tonbandgeschichte gibt ein privates Museum für Tonbandtechnik

    Tonband- und den Magnetbandgeräten. Viele wissen ja gar nicht oder nicht mehr, wie es

    damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert hat mit den Aufnahmemöglichkeiten

    aus der damaligen Zeit.

    Stefan Kudelski (ein Pole) in der Schweiz . . .

    Stefan Kudelski, 1929 in Warschau geboren, war ein polnischer Student an der

    Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne, der viele geniale Ideen hatte. Er hatte

    bereits 1951 eine erste Nagra fertig. (Das Wort kommt von dem Verb "nagra" aus dem

    polnischen und bedeutet in etwa "Ton aufnehmen, aufzeichnen oder mitschneiden". Das

    englischen Worte "to record" wird im Polnischen mit "nagrać" übersetzt) Ab 1957 baute

    Kudelski die Nagra III, die zu seinem wirklichen und verdienten Ruhm beitrug. Vorher gab

    es aber auch einige Flops.


    Hier ein Blick auf eine Nagra 4.2, den Traum aller Filmtonleute aus den 70 und 80er Jahren.

    Es gab aber diverse NAGRAs, die bekanntesten sind die NAGRA 3 und NAGRA 4. Kudelski

    hatte aber auch andere Sonderbauformen entwickelt und den jeweiligen Anforderungen

    entsprechend modifiziert. Inzwischen hat die Firma Kudelski das Tonbandsegment

    vollkommen verlassen und hat in den EDV- und Video-Bereich (Nagravision) gewechselt.

    Stefan Kudelski hatte auch keine «Probleme» mit Stückzahlen wie Uher, Telefunken oder

    Grundig. Eine Nagra war sehr teuer und es gab teilweise Wartelisten wie damals bei

    Mercedes Benz. Die Firma Kudelski produzierte angeblich nur etwa 500 Nagras pro Jahr.

    1991 übernahm Sohn Andre Kudelski die Firma Kudelski SA.

    Was natürlich aus unserer Sicht viel wichtiger ist:

    Kudelski SA ist nicht wie alle anderen (jedenfalls fast alle) "den Bach runter" gegangen,

    als der Magnetband Markt Mitte der 80er Jahre total einbrach. Es war und ist ja immer noch

    eine kleine Firma im Vergleich zu den ehemals Grossen, wie Grundig oder AEG/Telefunken.

    die Schweizer hatten bestimmt nicht so viele kluge Köpfe wie die "Großen" Deutschen. Die

    Mannen um Kudelski hatten aber ein Genie, und das war der Chef. Der hatte Visionen,

    verstand diese umzusetzen und hatte Erfolg damit. Er hat die Zeichen der Zeit nicht

    verschlafen wie viele der deutschen Edelschmieden und Consumer/Massen- Hersteller,

    sondern sich immer wieder den Bedürfnissen und Anforderungen angepasst.

    Mit dem Tod von Stefan Kudelski und dem Wechsel der Firma von der analogen

    Tonbandtechnik in die digitale Zeit, gehen nun aber auch die glorreichen Zeiten der Nagra- Geräte ihrem Ende entgegen.

    Februar 2013 / Dölf Stöcklin
     
  6. Pilotton

    Pilotton Benutzer

    Für das Radio taten es ein Sony TCD-5, der kleinere WM-D6C oder ein Marantz CP 430 genauso.

    Ich kam im Vorjahr sehr günstig zu einem Tascam HD-P2, weil die Vorbesitzerin sich unbedingt eingebildet hatte, statt dessen einen Nagra-Digitalrecorder verwenden zu müssen. Ich empfahl ihr, sich wenigstens das Audio Technica-Stereomikrofon zu behalten und sich dafür einen Sony PCM-M10 zuzulegen...
     
  7. Cavemaen

    Cavemaen Benutzer

    In den USA werden die Sony TC D5 PRO zum Neupreis gehandelt, da es nichts vergleichbares im bezahlbaren Segment mit hoher Betriebssicherheit zu geben scheint.

    Selbst die Nagra M-Serie wurde von einem Jornalistenverband wie alle anderen "Handyrecorderchen" negativ bewertet, da man die Bedienung mit in der Aufnahme hört durch knarzende Gehäuse.

    Von HHB gibt es ein stabiles Mikrofon mit eingebautem Digitalspeicher und USB-Ausgang.

    Darüber habe ich von zwei Anwendern nur Gutes gehört - bis auf den Preis.
     

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