1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Schweizer Lokalsender nicht vergleichbar mit deutschen

Dieses Thema im Forum "Radioszene Schweiz" wurde erstellt von Freeek!, 23. März 2002.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Freeek!

    Freeek! Benutzer

    In der Schweiz wird so moderiert, wie in Deutschland dies vor 10 Jahren der Fall war. Die schweizer Mentalität lässt kaum Spielraum für Extremitäten und für Innovation. Zu gross scheint die Angst zu sein Kritik einzufangen.
    Beispiele: Sogar im grössten und wichtigsten Radiomarkt der Schweiz -Zürich- gibt es keinen Sender mit gesungenen Jingles (bravo an Basilisk, Edelweiss und Argovia); kaum Morgenshows mit Doppelmoderation (bravo an Pilatus und ab diesen Montag 24 und Z); kaum freche Moderatoren, welche ihre freche/zynische Persönlichkeit hervorheben (bravo an Shiva Arbabi beim Z und Roman Kilchberger beim 24); kaum polarisierende Moderatoren (es gilt das Motto: "Ja nicht gross oder irgendwie negativ auffallen"); manche Moderatoren singen beim Reden, sie scheinen ihre Sendungen nie aufzunehmen um Air-Checks zu machen (so klingen manche Moderatoren, als hätten sie ihren Text nicht vor der Modi durchgelesen, als ständen sie nicht vor dem, was sie erzählen, dahinter etc. sie wirken unglaubwürdig); die Moderatoren legen ihre Modis nicht über die Ramps der Songs (Hitradio Ö3 machts perfekt vor); Moderatoren achten zu wenig auf ihre Wirkung, offenbar rekrutieren die Sender bewusst keine Radio-Freaks; Sender, welche den Slogan haben "das beste der 80er..." haben keinen echten Hit-Mix, sondern spielen auch weiterhin den alten Mix-Brei und zu viele Easy-Listening-Songs; keine Nachtmoderation¨; ab 20 Uhr gibt es nur noch non-stop Musik (bravo Radio 24) und hier das schlimmste: es gibt in der Schweiz unter den Lokalsendern nur eine Art von Mainstream-Format und alle Lokalsender haben denselben: HOT AC! Und selbst wenn 5 Sender imselben Sendegebiet um die Gunst der Hörer kämpfen, bleiben alle Sender beimselben Format HOT AC!
    Bsp Zürich: Z, 24, DRS3, TOP und Zürisee haben dieselbe Musik! Sie alle haben den 80er/90er/Contemporary-Hit-Mix. Einzig Zürisee noch das beste der 70er. Dabei könnte man mit einem Format wie in München ENERGY 93.3 (hat Format EHR ist in München die Nr.1) ein starkes Radio auf die Beine bringen. Was nützt es, wenn 5 Sender dieselbe Zielgruppe anpeilen? Es liesse sich viel mehr daraus machen! Wo bleibt der Mut?!

    Für weitere Tipps antworte ich hier gerne.
     
  2. Radio-Blick

    Radio-Blick Benutzer

    Das ist eine wirklich interessante und stimmige Analyse des schweizer Radiomarkts.

    DRS3 könnte die privaten Sender alle in die Tasche stecken, wenn sie nur ein paar "Basics" mehr umsetzen, als nach ihrem letzten "Relaunch". (inzwischen klingt das Sound-Paket noch älter! quo vadis SR DRS???)

    Aber hervorheben möchte ich an dieser Stelle VIRUS, das Radio der neuen Generation, das ebenfalls von DRS veranstaltet wird. Leider wird nur im Kabel verbreitet.

    Aber dieser Sender ist der absolute Wahnsinn. Inzwischen ist die Musik richtig hörbar geworden.

    Die Moderatoren trauen sich was. Jean-Luc Wicki mach die Morgensendung und IST frech, setzt Moderationen auf den Vorlauf, hat eine durchgestylte Musiksendung und bringt mich zum Lachen- nochmal: bringt mich zum Lachen!!!! Das schaffen die Sender sonst nur, wenn Radiopannen passieren.

    Es ist nur schade, dass dieser Sender, der mich immer wieder mit neuen Ideen überrascht, konsequent EINE Linie fährt und es fertig bringt, sich um seine (paar) Hörer zu kümmern, nur im Kabel, im Internet und per Satellit verbreitet wird. FM wird nicht zugelassen.....

    Ein Highlight in der schweizer Radioszene!!
     
  3. Bavaria

    Bavaria Benutzer

    Na seid mal froh daß es in der Schweiz noch so ist.
    In Deutschland ist vieles vielleicht zu perfekt und nichts wir dem Zufall überlassen, was "on air" geht.
    Energy München spielt übrigens schon lange kein EHR mehr, sondern CHR. Genauso wie zwei
    weitere Sender in München. Also von wegen viel Abwechslung. Klar gibt es noch einen Oldiesender, einen Kluturprivaten und Dance/Techno/alles-Mucke-Sender. Das ist schon Abwechslung. Nur wie lange hörst Du so einen speziellen Sender wirlich? Die meisten wolllen doch nur Gedudel, daß beim Bügeln nicht stört.
    Gruß in die Schweiz, der Bayer
     
  4. Bavaria

    Bavaria Benutzer

    Ach nochwas: Nummer 1 in München ist bei der Zielgruppe 14-29 nicht Engery, sondern Gong 96,3. Bei den älteren Hörern ungeschlagen Radio Arabella. Und Bayern 3 ist auch sehr stark.
    Sorry für die Besserwisserei!
     
  5. Wrzlbrnft

    Wrzlbrnft Benutzer

    Ein Schweizer Jugendsender auf UKW wird ja mittlerweile schon vielerorts gefordert. Offensichtlich scheint sich aber das Bakom einen feuchten Dreck darum zu kümmern. Mittlerweile geht ja schon das Gerücht um, daß Radio 24 und (Hit)Radio Z dem Bakom Bestechungsgelder zahlen, damit keine neuen Sendefrequenzen mehr in Zürich erteilt werden. Es heißt zwar, es wären keine Frequenzen mehr verfügbar, Tatsache ist aber daß erst kürzlich mindestens 9 freie Frequenzen in Zürich möglich wären.

    Virus ist ganz okay als Sender, aber sie fahren auf gar keinen Fall eine Linie. Denn sonst wäre das Musikprogramm schön hart geblieben. Was seit Sommer noch bis vor kurzem dort zu hören war, war unterste Formatschublade (Britney Spears & Co.). Mittlerweile scheint man sich wieder etwas besonnen zu haben, ob's neue Hörer gebracht hat? Ich glaub eher, Virus hat die 0,1% (!) Marktanteil jetzt vollkommen verloren. Zum Glück bekommt man in weiten Teilen der Deutschschweiz entweder Couleur 3 oder FM4 noch halbwegs via Antenne rein, dürfte aber gerne mehr sein.

    Um aufs Thema zurückzukommen. Schweizer Lokalsender lassen sich durchaus oder zumindest einigermaßen mit deutschen vergleichen. (Hit)Radio Z wurde ja jetzt fast komplett "eingedeutscht" mit Claims wie "diä beschtä Hits vo dä 80er und 90er und so wiiter..." Ich bezweifel, daß dies bei den Schweizer Gewohnheitshörern ankommt. Radio 24 verhält sich ja auch schon relativ ähnlich, ist aber irgendwie doch noch sympathischer zum Hören.

    Kleine Information noch am Rande: Das anspruchsvolle Unterhaltungs- und Informationsradio DRS 1 hat mit meines Wissens über 40% immer noch den größten Marktanteil in der Schweiz. Die 45minütige Nachrichtensendung "Echo der Zeit" schafft es sogar regelmäßig auf über 70%!! Und da sag noch einer, die Leute wollen nur Musikberieselung im Radio...
     
  6. Graf

    Graf Gesperrter Benutzer

    Ja das ist leider wahr. DRS 3 ist nicht schlecht, kann aber mehr aus sich machen.
    Ich höre selbst in Augsburg über die Säntis-Frequenz 105,6 und im Kabel DRS 3.
    Leider in Mono! Aber über ASTRA gehts ja digital auch in Stereo-war auch längst hinfällig die Sataufschaltung!
    Die Jingles haben keinen Pepp und die Moderatoren müssten etwas freudiger an die Sendung rangehen (dürfen!).
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen