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Sinnfrage

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von J.A.M., 02. Juli 2003.

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  1. J.A.M.

    J.A.M. Benutzer

    Hallo Forum !
    Heute möchte ich mal eine Sinnfrage stellen:
    Warum sind erfolgreiche Sender so erfolgreich ?
    Weil Sie gutes Programm machen - oder weil Sie das Programm ( inkl. Verpackung, Claims etc... ) auf die Erhebungsweisen der MA genau zu schneiden ?

    Könnte man daraus schließen, dass erfolgreiche deutsche Sender in Österreich / der Schweiz unter ähnlichen Bevölkerungs-Bedingungen aufgrund einer anderen Erhebungsmechanik ganz anders abschneiden würden ?

    Oder noch drastischer - würden die erfolgreichen Sender - bei uns in D´land ganz anders abschneiden ( und ganz anders klingen ) würden, wenn wie keinen CATI hätten ??

    Bin auf Eure Antworten gespannt !!!
     
  2. DerPhil

    DerPhil Benutzer

    Häääääääääääää? :confused:
     
  3. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    2. Gut auf MA zugeschnitten. Die anderen Antworten sind für die Sender nicht von Relevanz!
     
  4. Corinna

    Corinna Benutzer

    Fragst du danach, wie repräsentativ die Umfragen sind? Oder ist das hier die Gretchenfrage für Radiomacher ("Wie hältst du's mit der MA?") Oder bezweifelst du den Sinn der MA ganz allgemein? Hat sich den seit Einführung von CATI (ist ja noch nicht so lange) wirklich viel geändert?
     
  5. udo

    udo Benutzer

    @ JAM: Nein.
     
  6. RunningGag

    RunningGag Benutzer

    @jam

    Bevor große Sinnfragen gestellt werden:

    1) definiere "erfolgreich" und "gutes Programm"
    2) bedenke "gut" ist nicht gleich "erfolgreich" und umgekehrt
    3) das eine schließt das andere aber auch nicht aus
    4) Genau wie bei der Senderphilosophie: beides geht - der Blick auf die MA und das Ziel eine "gute" Sendung zu produzieren
     
  7. Jasemine

    Jasemine Benutzer

    Hallo J.A.M., Du stellst eine der interessantesten übergeordneten Fragen der Radiowelt. Sie ist nicht ganz präzise formuliert, ich hoffe dennoch eine befriedigende Antwort geben zu können.

    Antwort: Das kann viele Gründe haben. Der einfachste: erfolgreiche Sender machen mehr richtig als andere oder es gibt keine anderen, die es besser machen könnten.

    Antwort: Ich gehe davon aus, Du meinst mit "gut" "für viele Hörer hörenswert" und Du meinst mit "auf die Erhebungsweisen der MA zugeschnitten" positionieren und (Major) promoten. Dann lautet die Antwort: kommt drauf an. Oft ist es beides. Hängt aber davon ab, wieviel Konkurrenz es gibt und welche hördauersteigernden, auf die MA-Methodik abzielenden Verfahren schon in diesem speziellen Radiomarkt durchgeführt wurden. Wenn viele Sender ähnliche MA-Spiele Spielen und den Hörern die Millionen, Autos, Reisen usw. um die Ohren hauen, nimmt der Effekt, den jede einzelne Station damit erzielt ab. Es gibt Sender, deren Programm ist in einem bestimmten Markt so einzigartig und für bestimte Hörer toll, dass man diese Menschen nur drauf aufmerksam machen muss und die zunehmende Bekanntheit bringt automatisch mehr Hörer. Gibt es in einem Markt allerdings mehr als zwei, drei, vier AC-Stationen, die alle ein akzeptables Programm bieten, sich aber kaum unterscheiden, dann braucht es immer und immer wieder aufmerksamkeitsstarke Aktionen, die die (für den Hörer ohne Hinweis schwer wahrnehmbaren) Unterschiede zwischen den Sendern und die Einzigartigkeit einer Station unterstreichen.

    Antwort: Ja. Zum einen gilt: was für einen Sender richtig ist und zeitweilig zu Erfolg führt, kann für einen anderen völlig falsch sein. Richtige Entscheidungen zu übertragen ist schwerer als man denkt. Ort, Zeit, Historie eines Senders, demographische Hörerstruktur, regionaler Musikgeschmack, Mentalität, Markthistorie, Zahl der Konkurrenten im Markt und vieles mehr. Außerdem führen unterschiedliche Erhebungsmethoden meist schon ganz logisch zu anderen Ergebnissen. Als die Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse von face-to-face interviews auf computer aided (or assisted) telephone interviews umstieg, steigerten sich die Hörerzahlen in der Durchschnittsstunde FÜR ALLE ERHOBENEN SENDER um etwa 15 %. Ziel dieser Methoden ist immer die Wirklichkeit abzubilden, aber ist bleibt immer nur ein Versuch, auch wenn man sich drauf einigt, dass eine bestimmte Methode das Eichmaß der Radiozivilisation ist und die Währung in der wir gemessen werden. Wenn die Hörerzahlen irgendwann nicht mehr auf Gedächtnisleistungen von Befragten Personen abhängen, sondern beispielsweise instrumentalisiert wird, ergeben sich methodisch bedingte Schwankungen. Dazu gibt es in der Schweiz auch schon Untersuchungen, die Du bestimmt im Internet findest.

    Antwort: womöglich. Und genau das befürchten natürlich alle jetzt in Deutschland erfolgreichen Sender und werden alles versuchen bei der jetzigen, für sie selbst guten Erhebungsmethode zu bleiben.

    Erst wenn die Werbekunden kollektiv ein anderes Erhebungsverfahren verlangen würden, wird sich etwas ändern, denkt sich privat-persönlich die Jasemine
     

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