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XXL nach dem Relaunch

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von 65812, 22. Mai 2002.

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  1. 65812

    65812 Benutzer

    Mich würde mal interessieren, was ihr von XXL nach dem Relaunch im Januar haltet. Es hat sich jetzt ein bisschen eingespielt mit den neuen Jingles und den neuen Moderationsstrecken und ich finde es eigentlich gar nicht schlecht.
    Aber ich frage mich, warum die in der MA so abkacken. Wo liegen da die Fehler ? Musik Moderation ? Vermarktung ? Frequenzen ? Alle zusammengenommen sind die doch nicht schlechter als von planet ?
     
  2. Wrzlbrnft

    Wrzlbrnft Benutzer

    Prinzipiell halte ich den Relaunch für einen Schritt in die richtige Richtung. Besonders Talk X finde ich ein gewagtes aber gutes Abenteuer. Was aber dringend auch geändert werden müßte, ist das Musikprogramm. Zu nah an planet angelehnt und zu kommerziell. Insbesondere zu einem "intelligenten" Jugendsender, wie XXL es ja offenbar sein will, gehört ein breit gefächertes und weitgehend unkommerzielles Musikprogramm (ähnlich wie bei FM4).

    In dem Sender steckt sicher einiges Potenzial drin, hoffentlich macht man was draus.

    Übrigens, die letzten MA-Zahlen beruhen noch auf einem Zeitraum vor dem Relaunch.
     
  3. studix

    studix Benutzer

    Tagsüber kann man XXL wirklich nicht mehr hören, kaum ein Unterschied zu Planet. Aber das Abendprogramm - speziell Talk X - noch spezieller Talk X am Mittwoch mit Jürgen Kuttner (mit Kuttners Untertitel "Hessen stressen") macht immer wieder Spaß. Sowohl was den Talkteil als auch die ziemlich experimentelle Musikauswahl angeht. Ab und an mal wieder Ton Steine Scherben oder ähnliches im Radio hören hat schon was...
     
  4. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    ich bin ganz eurer meinung. ein öffentlich rechtliches jugendprogramm darf kein energy plagiat sein.
    wir zahlen ja schließlich gebühren um ein programm zu bekommen, das sich nicht der werbung unterwerfen muss.
    was sich da einige deutsche öffentlich-rechtliche leisten ist meiner meinung nach unverständlich (siehe n-joy).
    ich habe mir in letzter zeit einmal alle deutsprachigen ör. jugendsender angehört, und muss sagen, dass fm4 noch immer maßstäbe setzt. wenn ich allein die promos für das southside festival von "das ding" und fm4 vergleiche wird mir klar wie gut es wir, die alternative genres liebhaber, hier in österreich haben. obwohl in ö. schon ein richtiger klassenkampf zwischen ö3 und fm4 hörern entstanden ist. fm4 würde sich jedenfalls niemals auf ein sputnik niveau herunterlassen. fm4 gibt trends vor. man hört zu was fm4 zu sagen hat. da gibt es keine kompromisse oder ein "auf den kleinsten gemeinsamen nenner bringen". allerdings ist die radio situation in österreich nicht mit der in deutschland zu vergleichen.
     
  5. 65812

    65812 Benutzer

    Okay...alternative Musik hin oder her...aber sieht es nicht so aus : ENTWEDER ausgefallene Musik ODER Quote ? Gibt es, ausser in Ansätzen bei FM 4, ein Programm, das beide Ansätze unter einen Hut bringt ? Ich kenne keines.
     
  6. Hitradio

    Hitradio Benutzer

    Also ich bin ja sowieso kein Fan der Musik die bei XXL gespielt wird, obwohl ich zu deren Zielgruppe gehöre. Aber das liegt wohl an meinem ausgefallenen Musikgeschmack. Trotzdem muss ich sagen, dass ich manchmal DOCH xxl hören kann, wie z.B. die Sendung Talk X. Insgesamt würde ich XXL als wesentlich intelligenter als Planet bezeichnen. Es gibt z.B. mal Berichte; die gibt's bei gar Planet nicht. Das Programm ist eigentlich ganz interessant (außer Musik). Bei Planet ist eher die Musik wichtiger und nicht der Wortanteil.

    Mal nochwas anderes: müsste nicht eigentlich musiktechnisch gesehen hr3 "älter" werden durch xxl und ffh durch planet ebenso? hr3 und ffh werden aber auch immer jünger, wie kann das sein??
     
  7. IndieBütt

    IndieBütt Benutzer

    Also ich finde XXL auf alle Fälle intelligenter als Planet. Das Problem bei XXL ist aber -meiner Meinung nach- die Musik.
    Viel zu viel DJ Mist, mit dem ich überhaupt nichts anfangen kann. Und ich gehöre ganz klar zur Zielgruppe.
    Es muß nicht immer Britney sein, aber so ists zu heftig.
    Aber ich vermute mal -ganz vorsichtig und berichtigt mich, wenn ich falsch liege: Die Musik darf nicht mainstreamiger werden, weil dann HR3 Hörer vielleicht zu XXL wechseln könnten.
     
  8. Fischzuechter

    Fischzuechter Benutzer

    Lieber 60596,

    Recht hast Du mit: ENTWEDER ausgefallene Musik ODER Quote!

    Ich habe XXL und Planet schon ne Weile nicht mehr gehört, aber meine Vorgehensweise wäre die:

    1.) Marktstudie in der jungen Zielgruppe (14-29) machen: Images von XXL, Planet, FFH und HR3. Dazu Bedürfnisse abfragen, um Marktpotentiale zu erkennen. Wichtig: Es zählt nicht, was diese Sender objektiv machen; es zählt nur, was die Hörer für Images und Einstellungen zu diesem Sender haben.

    2.) Schau'n, wo meine Nische ist. Und die muss bei einem Jugendsender ZWANGSLÄUFIG in der Musik liegen. Musik ist - gerade bei den 14-29-Jährigen - DER Haupteinschaltgrund. Deshalb muss ich mich da auch so deutlich von meinen Mitbewerbern abheben.

    3.) Nach einem kurzen Blick in die Playlist sehe ich, dass Planet also immer noch auf R'n'B- und Black-Music setzt. Gut. Nun sucht Euch die Musikrichtung mit dem zweitgrößten Marktpotential in der Zielgruppe. Dürfte entweder New Rock/Modern Rock oder Dance/House sein. Angenommen es sei New Rock.

    4.) Ab jetzt formatiert Ihr Euer Programm streng auf New Rock. Eure Image-Künstler wie Limp Bizkit, Crazy Town, Blink 182, Linkin' Park, Nickelback, Korn usw. müssen rauf und runter laufen in der Playlist. Und bitte kein Dance/House oder Black/R'n'B. Ihr wollt Euch ein Image für New Rock aufbauen, dann müsst Ihr auch konsequent sein. Das gilt auch für den ganzen Sender: Claim, Promotions, Off-Air-Kampagnen, glaubwürdige Moderatoren, ...

    5.) Das haltet Ihr 1-2 Jahre durch. Dann müsstet Ihr ein Image für diese Musik haben.

    6.) Ab jetzt könnt Ihr Euer Format auch wieder ein BISSCHEN aufweichen und pro Stunde auch mal einen Pop-, Pop-Dance- oder Pop-Black-Titel spielen. Schließlich greift Ihr jetzt an und wollt Marktanteile Eurer Konkurrenz klauen.

    Na, was hältst Du von meinem "Patent"-Rezept ;)
     
  9. OWLippe

    OWLippe Benutzer

    Sehr sehr schlau! Du bist weise!!!

    Aber im Ernst: In den Grundzügen hast du Recht mit der Rangfolge der einzelnen Abhandlungen.
    Problem kann aber sein, dass während dieser 1 bis 2 Jahre andere Sender selbiges machen oder auch ihr Format (in diesem Fall) New Rock angleichen.
    Auf der anderen Seite gibt es meiner Meinung nach gerade in der Gegend so viele fast gleiche Sender, dass es sehr schwer sein dürfte, dort noch eine Lücke zu finden, in der man sein Programm (und dann bei Jugendwellen vor allem die Musik) platziert.
    Also insgesamt hast du Recht, aber es dürfte schwer sein, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
    [​IMG]
     
  10. CHRplus

    CHRplus Benutzer

    Ich denke, ein Unterschied ist doch schon mal damit gegeben, daß wir bei XXL von einer Art "Intelligenzradio" sprechen und bei planet von - naja - "Straßenradio". Nach wie vor sehr lobenswert ist die vergleichsweise breite Rotation sowie Talk X am Abend, insbesondere natürlich Kuttner.

    Was kommen müßte, wäre endlich mal ein kompletter Internet-Relaunch.
     
  11. Wrzlbrnft

    Wrzlbrnft Benutzer

    @Fischzuechter:
    Für ein privates Programm halte ich deine Vorgehensweise noch für akzeptabel. Ein öffentlich-rechtliches Programm sollte aber eben nicht nur den Hauptbezug auf Musik und Quoten abgraben legen, sondern eben auch auf (quotenunabhängigen und intelligenten) Inhalt.

    Und besonders an Punkt 6 stoße ich mich. Mit dem Aufweichen des Musikprogramms fühlen sich die bisherigen Hörer dann verarscht und suchen sich schnell Alternativen. Vor allem hat der Sender, der sich in der Szene (und die ist - besonders in Sachen Rock/Alternative - heikel) bislang einen guten Ruf verschafft hat, diesen wieder verloren.
    Beispiel: FM4 hat in seinen bisherigen 7 Jahren nur geringe Änderungen am Format vorgenommen und kann in Wien mittlerweile Marktanteile von 10% vorweisen.
     

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