1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Altes Röhrenradio: Mit welchem Transmitter erreicht man 108 MHz?

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von stachel1, 06. März 2016.

  1. stachel1

    stachel1 Benutzer

    Hallo Experten !
    Ich bin neu hier und habe vor einiger Zeit ein altes Neckermann " Brillant " ( Körting ) Röhrenradio erstanden. Es ist überholt mit neuen Teilen "innendrin " und es funktioniert tadellos ! Die Teerkondensatoren sind natürlich auch ausgetauscht...
    Jetzt habe ich aber leider das Problem, dass ich zwar einen super Ton habe etc. , aber leider bekomme ich keine Sender über 100 Mhz rein.

    Habe nun gehört, dass könnte man - ohne etwas im Radio zu verstellen ( was ich nicht möchte ) mit einem sogenannten " Transmitter " schaffen.
    Mit diesem könnte man anscheinend jeden erreichbaren UKW Sender bekommen und auf das Röhrenradio "übertragen "

    Weiss jemand wie das geht und welches Transmittergerät wäre geeignet ?
    Braucht man dazu noch ein kleines ( günstiges ) zusätzliches Radiogerät dazu, wo der Transmitter angeschlossen wird ?

    Würde mich sehr über eine Hilfe freuen !!
    Vielen Dank im Voraus !!!
     
  2. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    Es gibt kleine legale Transmitter (mini-UKW-Sender), die für die Umsetzung von Tonsignalen (MP3-Player, DAB-Radio-Tonausgang) auf UKW gedacht sind. Sie funktionieren oft prinzipbedingt nur mangelhaft, da Signale für UKW eine bestimmte Dynamikbearbeitung benötigen, die z.B. Musik von CD oder MP3 fehlt. In Deinem Fall wäre das wohl nicht so tragisch, da das Ursprungssignal ja von UKW stammen soll und damit entsprechend behandelt ist.

    Um mit so einen Transmitter einen Sender jenseits der 100 MHz nach unten zu bringen, wäre ein Radio nötig, das diesen Sender erstmal ganz normal empfängt und an dessen Tonausgang dann der Transmitter angeschlossen wird. Einpegelung ist nötig, sonst verzerrt es brutal. Der Transmitter selbst muß auf eine vor Ort freie Frequenz abgestimmt werden, das Röhrenradio kann das dann ganz normal mit der UKW-Zimmerantenne empfangen, wenn der Transmitter in der Nähe liegt.

    Eine wesentlich elegantere und sauberere Umsetzung wäre die, das Wunschprogramm oberhalb 100 MHz mit einem UKW-Kopfstellenumsetzer zu empfangen, "herunterzumischen" auf eine Zwischenfrequenz von 10,7 MHz, dort zu filtern (von den nahcbarsendern darunter und darüber zu befreien) und dann auf die neue Wunsch-Ausgangsfrequenz "hochzumischen". Sowas geht, das macht man, um in Kabelnetze UKW-Programme einzuspeisen auf neuen Kabelfrequenzen.

    Vorteil: der Signalinhalt bleibt unangetastet, die volle Qualität bleibt erhalten.

    Nachteil 1: so ein Ding hat keine Zulassung als Sender, muß also direkt per geschirmten Kabel mit dem Röhrenradio verbunden werden. Da geht es schon los: eine entsprechend "dichte" Verbindung bekommst Du beim Röhrenradio mit seinem 240-Ohm-Antenneneingang gar nicht hin. Und dann bekommst Du auch keine anderen Programme mehr, weil der Umsetzer exklusiv am Radio hängt.

    Nachteil 2: sowas zieht auch gut Strom und muß ja immer mitlaufen.

    Nachteil 3: sowas muß man auch erstmal besitzen...
     
  3. stachel1

    stachel1 Benutzer

    Danke für die schnelle Hilfe ! Allerdings verstehe ich (noch ) nicht so viel davon .... was also würdet ihr mir empfehern ?
    Die letzte Möglichkeit ist ja dann wohl eher nicht so günstig für mich , oder ?
    Ich möchte wenn möglich keinen Eingriff in das Radio machen....würde gerne das alte Teil so belassen.....
     
  4. Tonband

    Tonband Benutzer

    Wenn Du Bastler wärest könntest Du Dir sowas mit 'nem kleinen Transistor, 'ner selbstgewickelten Silberdrahtspule und wenigen Widerständen und Kondensatoren für einige Cents selbst zusammenlöten.
     
  5. dea

    dea Benutzer

    Es sei angemerkt, dass der Fragesteller wohl einen Transverter meint, nicht Transmitter. Die meisten solcher Behelflösungen für UKW aus den letzten Tagen der Röhrenradios dürften wohl längst tief in deutschen Mülldeponien vergraben liegen. Der Selbstbau gestaltet sich schwierig und ist ohne HF-Messtechnik nicht praktikabel zu gestalten. Für die kontrollierte Umsetzung nur einer Frequenz muss das Ding abstimmbar sein -> verdammt hoher, nicht lohnenswerter Aufwand. Die Umsetzung eines ganzes Bandes wäre zwar einfacher aufzubauen, wird aber gerade bei stark einfallenden Ortssendern zu einem heillosen Gewürfel aus Spiegelungen, Kreuzmodulationen und Überlagerungen führen.
    Für den Fernsehempfang wurden Transverter früher häufig verwendet, um einzelne UHF-Kanäle in VHF umzusetzen, wenn ein alter Fernseher ohne UHF-Tuner weiterverwendet werden sollte. Aber einen Fernsehkanal heruntermischen ist eben etwas anderes als ein ganzes Stück voll belegtes UKW-Band in ein anderes voll belegtes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. März 2016

Diese Seite empfehlen