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Apple iPhone 6 Plus und iRig Mic HD

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Spectra Color, 08. November 2015.

  1. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Vor ein paar Tagen überraschte mich die Reporterin eines großen Privatsenders mit exakt der Kombi, die in der Titelzeile zu lesen ist. Den Namen der Recording-App konnte ich leider nicht entziffern. Vielleicht war es eine App, die beim iRig mitgeliefert wird.

    Ich las gestern ist, daß "viele Reporter" (in der ARD, aber offenbar auch anderswo) mit einem iPhone und dem iRig unterwegs sind. Allerdings frage ich mich, was der Vorteil gegenüber eines Handheld-Recorders wie dem Zoom H4N oder H6 ist?

    Hat jemand Infos oder Erfahrungen dazu?
     
  2. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    1. Gewichtsersparnis.
      Ein Eifon (auch mit iRig Mic) ist leichter und kompakter als ein H4n oder gar ein H6 (H5 käme auch noch infrage).
    2. Platzersparnis.
      Das Eifon ist im Zweifel sowieso dabei, ein Zoom hingegen nicht. Der Reporter vor Ort ist damit noch flexibler.
    3. Direkte Bearbeitung.
      Von einem Zoom (oder anderen Geräten dieser Bauart) müsstest Du die Daten zur weiteren Be- und Verarbeitung erst übertragen, was mindestens ein zusätzliches Kabel und umständliche Hantiererei bedeutet.
      In der App selbst (ob jetzt produktspezifisch oder fremd) kannst Du die Aufnahme sofort schneiden und, je nach Umfang, auch noch weiter bearbeiten (sofern überhaupt erwünscht).
    4. Sofortige Übermittlung.
      Der O-Ton kann direkt vom Eifon zum Sender übertragen werden, um dort schnell ins laufende Programm eingebunden zu werden. Ein H4n/H5/H6 kann das nicht. Wobei ich bei professionelleren Geräten diese Option nicht ausschließen möchte; soweit ich weiß, können Digitalkameras das mittlerweile auch schon.
    Über die Qualität lässt sich jetzt trefflich streiten. Für "quick & dirty" reicht das allemal; anspruchsvollere Aufgaben wie z.B. für ein Feature... würde ich gerne mal probehören.

    Andererseits stellen die Zooms auch nur dann eine nennenswerte Alternative dar, wenn man mit einem tauglichen externen Mikrofon unterwegs ist - was aber wiederum an den eher mittelmäßigen Mikrofonvorverstärkern des Zoom scheitern könnte. Die internen Mics können zwar etwas (ich würde es jedenfalls nicht als "HD" bezeichnen, was für mich ohnehin Unfug ist), aber der Unterschied zwischen Aufnahme intern und extern ist doch deutlich hörbar.
     
  3. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Vielen Dank für die umfängliche Antwort.
     
  4. Xer

    Xer Benutzer

    ...außerdem klingt das iRig-Mic auch bei einer Telefon-Schalte besser als das eingebaute, bzw. das vom Headset.
     
  5. black2white

    black2white Benutzer

    Was mir aufgefallen ist das viele Leute im Internet, in den Produktbewertungen sich darüber beschweren daß das Mikrofon viel leiser ist als das eingebaute Mikrofon im Handy. Wenn ich mir den Inder in dem Video angucke, mag das so sein, aber es ist auch rauscharmer. Welche Sender, welche Sendungen benutzen das iRig für ihre Beiträge?

     
  6. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Das iRig ist halt kein iRig-HD. Das ist der feine Unterschied. Die HD-Variante ist eigentlich selbst eine Art digitales Audio-Interface, wohingegen das hier gezeigte iRig halt nur ein externes Mikrofon ist, das über den Anschluss für Kopfhörer/Freisprech-Kombi angeschlossen wird. Das HD hingegen wird über den neuen digitalen USB-Anschluss an der Unterseite angeschlossen.

    iPhone und iRig-HD werden z.B. von Reportern bei Hitradio FFH verwendet.
     
  7. black2white

    black2white Benutzer

    Ich glaube noch besser ist das iRig Pro mit XLR und Phantompower mittels einer 9V Batterie.
    http://www.ikmultimedia.com/products/irigpro/

    Es gibt da auch nicht ein iRig Mic Studio, aber das saugt sich den Strom aus dem iPhone oder iPad, ist zumindest nicht anders angegeben. Trotzdem scheint es sehr rauscharm zu sein.
    http://www.ikmultimedia.com/products/irigmicstudio/

    Insgesamt doch eine sehr kompakte Audiolösung für Reporter und Redakteure. Auch nicht teuer, wenn man sich mal die Tools & Rekorder von Nagra Audio aus der Schweiz angeguckt.
     
  8. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Mag sein, aber wegen der Grösse des Adapters ist es für den Einsatz unterwegs sicherlich nicht gedacht.
     
  9. black2white

    black2white Benutzer

    Das müßte sich eigentlich gut ausgehen von den Maßen betrachtet:
    Gewicht: 362 Gramm
    Abmessungen: 3.3 x 3.3 x 10,4 cm


    Und dort kann man ein XLR aufstecken, so das man nur das Mikro in der Hand hat und in der anderen das Smartphone, auf dem man aufnimmt und sicher auf Notizen hat, bei einem Interview z. B.
     
  10. black2white

    black2white Benutzer

    Das müßte sich eigentlich gut ausgehen von den Maßen betrachtet:
    Gewicht: 362 Gramm
    Abmessungen: 3.3 x 3.3 x 10,4 cm


    Und dort kann man ein XLR-Mikro aufstecken, so das man nur das Mikro in der Hand hat und in der anderen das Smartphone, auf dem man aufnimmt und sicher auf Notizen hat, bei einem Interview z. B.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. Mai 2016
  11. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Ich nutze ein Sony Xperia Z3. Was gibt es denn dafür? Das iRig pro scheint leider (warum auch immer) nur mit angebissenen Äpfeln zu spielen, was für mich schon das Knock-Out-Kriterium ist.
     
  12. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Apple iPhone und iRig nehmen und gut' is'.

    Medienproduktion ist nunmal die Domäne von Apple. Da haben Google (Bastel-Betriebssystem mit Zillionen von unterschiedlichen Chips und Chipsätzen) und Microsoft (das Phone-Betriebssystem ist nur noch ein Zombie) nichts zu melden.

    Vor allem: eine Kombi mit iPhone wählen! Für Reportereinsätze bloß keinen digitalen Aufnahmegeräte mit externen "Profi"-Mikrofonen wählen! Ich hab' hier noch diverse Geräte von Denon, Zoom und Marantz rumfliegen, und bei ebay will den Schrott keiner mehr haben. Der Markt für Audiorecording ist längst tot. Wer heute in solche Geräte investiert, bleibt in 5 Jahren garantiert darauf sitzen. Ein iPhone verkauft sich hingegen immer. Notfalls das Mikrofon wegwerfen oder als Beigabe kostenlos draufgeben.
     
  13. Ralle_Köln

    Ralle_Köln Benutzer

    Ui, hier biegen sich aber wieder die Balken...

    Ist der iRig-HD nicht ein Instrumenteninterface mit hochohmigem Eingang für beispielsweise Gitarren? Damit ein Mikrofon zu verstärken ist bestenfalls Glückssache, normalerweise hört man so gut wie nichts, da der Verstärker für ganz andere Pegel ausgelegt ist.

    Vermutlich ist vom iRig Pro die Rede, das ist tatsächlich ein Mikrofonverstärker mit A/D-Wandler, den man an die Lightning-Schnittstelle anschließt. Recht Rauscharm und vom Frequenzgang her OK.
    Das "Standard"-iRig geht hingegen über die Headset-Kombibuchse rein, ist also ein reiner Mikrofonvorverstärker, Ergebnis ist akzeptabel, allerdings stark durch den Hochpass des iPhone-Eingangs geprügelt.

    Und wofür sonst?

    Kann nicht unwiedersprochen stehen bleiben. Zumindest nicht, wenn man im Reporterdasien mehr sieht, als einen fünfsekündigen O-Ton für die 2'30"-"Nachrichten" beim Dummfunk einzuholen oder für einen Lokalblock (insofern es sowas überhaupt noch gibt) O-Töne von der Einweihung des neuen Toilettenhäuschens am Baggersee einzufangen.
    (Im Übrigen sind die von uns verwedenteten Mikrofone gebraucht auch allesamt teurer als ein fünf Jahre altes iPhone ;) )

    Wenn die Ausrüstung universell sein soll und zum primär zum Geldverdienen genutzt wird kommt man an einem vernünftigen Reportagemikrofon nicht vorbei - dass dan gerne mittels iRig pro an ein iPhone angeschlossen werden darf. Diese Elektretaufsteckmikrofone überzeigen bezüglich Frequenzgang (Sprachverständlichkeit!), Stabilität und Handling und Empfindlichkeit nicht. Wird's mal laut ist die Kapsel sofort überfahren, es zerrt, dann die prinzipbedingte "Windempfindlichkeit" (Rumpel!) und nicht zuletzt die Windige Verbindung über eine Miniklinke oder den Lightning-Stecker. Das Ding hat ja wesentlich mehr Masse als ein nur eingestecktes Kabel. Geht's bei der Reportage heiß her - oder man ist mal einen Moment unvorsichtig - ist der kleine Anschluss bestenfalls verbogen und man hat ggf. Kontaktprobleme, Aufnahmeaussetzer oder -stop, schlimmstenfalls blebt der in der Schnittstelle stecken, mit dem Resultat, dass man sein iPhone bis zur Reparatur unbrauchbar gemacht hat.

    Mal ganz davon abgesehen, so mancher hochrangige Interviewgast kommt sich schon verarscht vor, wenn man sich als Radio ausgibt und ihm dann ein Telefon vor die Nase hält. Alles schon vorgekommen, mit dem Geschäftsführer eines führenden deutschen Automobilherstellers beispielsweise. Die Aufnahme ist dann obendrein noch in die Hose gegangen, da auf dem Telefon ständig angerufen wurde und vergessen wurde, es auf "nicht stören" oder in den Flugmodus zu setzen.

    Wenn mein Brötchenerwerb davon abhängt würde ich mir die Anschaffung seriösen Materials und das mitführen eines weiteren Geräts, dass keine Kompromisslösung aus Telefon, Kamera und Aufnahmegerät ist ernsthaft überlegen.

    Grundsätzlich gilt für die iPhone-Nutzung als Aufnahegerät zu bedenken:
    Was mache ich sonst noch mit dem Telefon? Viel telefonieren, meine ganze Kommunikation unterwegs, Videos anfertigen (Crossmedial, um das Unwort auch noch unterzubringen), Agenturen lesen? Geht alles auf die Akkulaufzeit, man muss also zwingend auch noch ein Akkupack zum Nachladen mitnehmen, dass man aber nicht anschließen kann, wenn der iRig dranhängt.
    Man hat zwei Steckverbindungen, iPhone - iRig über Lightning, iRig - Mikrofon über XLR. Die Lightning-Verbindung ist nicht sehr sicher, vor Allem, wenn sich über die jahre Staub in der Buchse angesammelt hat. Kurzer Kontaktverlust: Aufnahmeabbruch. Die XLR-Buchse des iRig ist unverriegelt, man muss also beides nach möglichkeit recht ruhig halten. Da ist ein Rekroder mit verriegelbaren XLR-Anschlüssen fehlerunanfälliger.

    Und nicht vergessen - Telefonfunktion deaktivieren, eingehende Anrufe haben Vorrang, die Aufnahme wird gestoppt.

    Greift man häufig von Splitboxen ab ist die Überprüfung des Pegels auch schwieriger. Manchmal fürhen die Mikrofonpegel, manchmal +4 oder +6 dBu, manchmal 0 dBu als Kompromiss, häufig irgendwas. man sieht zwar einen Ausschlag auf der Pegelanzeige, je nach App kann man aber nicht reinhören, ob das Signal schon völlig verzerrt ist, weil der Vorverstärker schon überfahren wird.

    Da das hier ja "Studio und Sendertechnik" und nicht "Internetradio und Hobby" ist... Für quick and dirty gerne iPhone mit iRig Pro und passendem Mikrofon, lieber Flashmic oder iXm, für aufwendigeres einen der bekannten Rekorder aus der Profiecke (wo bekommt ich die nochmal funktionstüchtig für'n Appel und n Ei? Schnellcheck - Sehe spontan z. B. einen PMD661 für 300 €) und wahlweise ein gescheites Stereomikrofon oder ein gescheites Reportagemikrofon - oder beides, je nach Aufnahmesituation.
    Super Arbeitsteilung des Materials, Aufnahmegerät zum Aufnehmen, Smartphone zum Infos einholen und Kommunizieren.
     
    Inselkobi und dea gefällt das.
  14. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Deshalb steig ich doch nicht auf Fallobst um. Dann kaufe ich mir lieber gleich einen vernünftigen Recorder. Schon alleine die Tatsache, Anrufe ständig aktivieren und deaktivieren zu müssen, ist ja eigentlich ein Krampf im halbwegs professionellen Einsatz.
     
  15. black2white

    black2white Benutzer

    Ich glaube das Problem warum es das iRig Pro nicht für Android gibt liegt daran, weil es sehr viele Smartphones unterschiedlicher Hersteller für dieses Betriebssystem gibt und die API für jedes Gerät angepasst werden muss, das braucht seine Zeit und dann kommt sehr immer wieder das nächste Update. Es gibt hier ein elektronischen Stabilisator www.vimbles.com, für das iPhone, eine Android Version ist geplant, die soll im nächsten Jahr kommen. Vermutlich wird es dann schon wieder neue Versionen für Android geben und der Stabilisator wird nur auf älteren Geräten funktionieren. Das iRig scheint auch nicht das gelbe vom Ei, die Verarbeitung ist billig, doch das sind fast alle Audiogeräte heuer, der Konsument möchte eben das Produkt leicht und klein und vor allem mobil. Der Vorteil ist, man kann die Aufnahme sofort bearbeiten und verschicken.
     
  16. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Google ist Dein Freund!

    Brötchenerwerb bedingt heute auch:

    - Superschnelle Überspielung von Material via Mobilfunk (ist praktischer, wenn es schon auf dem Phone vorliegt)
    - Live-Schaltungen via Audio-Codec (muPro-App der ARD; schon mal was davon gehört?)

    Ansonsten:

    Interessiert mich nicht, was "hochrangige Interviewgäste" denken. Ich mache nur meinen Job.
     
  17. Ralle_Köln

    Ralle_Köln Benutzer

    ... und ein treuer! Zweiter Treffer:
    Wieso sollte ich ein Mikrofon per Kabel auf große Klinke an einen Eingang mit mehreren hundert Kiloohm anschließen, der für was ganz anderes gedacht ist?
    Google ist Dein Freund! Und weil der Kaffee gerade so gut schmeckt spendier ich auch noch nen Suchbegriff: "sengpiel".

    Deshalb ja iRig Pro. Der hat den Eingang für ein Mikrofon. Habe ja lediglich aufgezählt, warum für einige Einsätze die Verwendung einer separaten Aufnahmelösung sinnvoll ist.
    Der Markt dafür ist im Übrigen nicht tot, nur gebraucht geht da nicht viel, gerade in Deutschland kam mir das aber immer so vor. Ich habe tatsächlich noch niemanden getroffen, der mal ein privat altes Aufnahmgerät veräußert hat. Wenn überhaupt landet's aus irgendwelchen Gründen (Formfaktor, USB-Geschwindigkeit, Dateisystem...) meistens in irgendeiner Schublade.

    Natürlich kann die Bearbeitung vor Ort essenziell sein, dann kommt man kaum am iPhone vorbei, wenn es im Preisrahmen bleiben soll.
    Was ich vorziehe: das Yellowtec iXm bietet eine Möglichkeit, Audios direkt auf ein anderes Endgerät zu übertragen, geschieht per W-LAN-SD-Karte. Dann nähme ich auch ein Tablet und kein iPhone zum schneiden, ist doch etwas komfortabler.
    Wenn mich das iXm nur völlig zufriedenstellen würde (Kapseln, fehlende Anzeige, LEA ist schiwerig so zu konfigurieren, dass der Pegel wirklich homogen wird), aber das ist ne andere Baustelle.

    Und MuPro... Betatester und Multiplikator seit über das Rollout nachgedacht wurde, was willst Du darüber wissen ;) - wobei die Schnittfunktion noch ausbaufähig ist (die MuPro wird ja auch permanent weiterentwickelt).


    Das ist aber nicht sonderlich freundlich.

    Ich mache übrigens auch nur meinen Job, das heißt aber manchmal leider auch: Leute, die Denken, es ginge fast völlig ohne Ausrüstung davon abhalten, ihr Produkt zu versauen. Oder zumindest so gut es geht auf die kleinen Gefahren hinzuweisen (Anrufweiterleitung, Akkulaufzeit...)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2016
  18. black2white

    black2white Benutzer

    Hier ein BBC-Reporter bei der Arbeit im Jahr 2016


    [​IMG]
     
  19. black2white

    black2white Benutzer

    Wenn du ein Sony Xperia Z3 hast, dann brauchst du das Sony Mobile STM10 Stereo Mikrofon.
    Oder das Rode Videomic ME http://de.rode.com/microphones/videomicme für alle weiteren Android Geräte

    Man sieht zumindest eindeutig wohin der Trend geht. In ein paar Jahren wird niemand mehr von dem Zoom H4N sprechen. Obwohl ich zugeben muss, ein XLR Mikrofon hat etwas mehr Charme und auch Vorteile. Nicht zufällig ist das Shure SM57, das Standardmikro des US-Präsidenten im Weissen Haus.
     
  20. Ralle_Köln

    Ralle_Köln Benutzer

    Sieht mir eher nach ner Straßenumfrage aus... Quick and Dirty, kann man machen, würdie ich so aber trotzdem nicht, erst recht nicht draußen ohne Windschutz...

    Die Qualität - zumindest im World Service, in diesem Fall war's die News Hour - schwankt ja auch ganz schön. Neulich (muss letzte Woche Dienstag oder Mittwoch gewesen sein) ein gebauter Beitrag aus den USA (wo man ja durchaus Equipment mitnehmen kann und auch schnell an welches kommt, sollte etwas fehlen), da hörte man mehr Rumpel aus Sprache bei den O-Tönen. Bei moderater Abhörlaitstärke schlugen die Spulen der Lautsprecher im Auto nahezu an (und das Radio läuft mit linearen Klangeinstellungen), verstehen konnte man während der Fahrt rein gar nix.
    Hätte man teils sogar in der Produktion noch halbwegs retten können :(
    Und ne, so schlecht ist der Volvo-Werkseinbau tatsächlich nicht. Könnte bei anständigem Signal auch klirrfrei lauter als ich könnte...

    Ich dachte bei "hochrangigen" Interviewpartnern auch eher an Regierungsvertreter, CEOs, alles, wo man sich lange um einen Termin bemühen muss... Da tanzt man im Anzug an, geht durch zig Sicherheitsschleusen, wird in den Konferenzraum geführt und zückt dann entweder sein Telefon oder hält ein Gerät hin, dass mehr an eine Kombination aus Rasierer und Alkotester aussieht. "Machen Sie Radio oder Print"... "Diktiergerät"...?!

    Habe wohl an Spectra Color ein bisschen vorbeigelesen, im Threadtitel heißt es ja "iRig Mic HD", nicht "iRig HD", also Handmikrofon mit Elektretkapsel (China?). Konnte nirgendwo aussagekräftige Richtdiagramme, einen Frequenzgangschrieb oder authentische Hörproben finden. Ganz davon abgesehen, dass ich für Reportageeinsätze dynamisch vorziehen würde, interessiert es mich schon, wie es sich gegen die üblichen Verdächtigen (MD 21/421/441, Beyerdynamic M 201 etc) an iRig Pro schlagen würde. Gerne auch mal bei starkem Regen, an einer vielbefahrenen Straße, in der lauten Menschenmenge bei einer Sportveranstaltung...
     
  21. black2white

    black2white Benutzer

    Die Zeiten ändern sich, der CEO reist ja inzwischen auch mit seinem iPhone durch die Weltgeschichte, statt mit seiner Chefsekretärin. Ich habe es schon viele Interviews gemacht, auch mit Prominenten und es hat sich noch keiner über die Technik beschwert. Ich glaube auch, die meisten wären positiv erstaunt wenn du das Interview sofort via 4G in den Sender schickst, je nach dem wie eilig die Geschichte ist. Wie auch immer, diese Form von Arroganz leistet man sich nur noch aus einem BMW 6er Coupé heraus, aber nicht vor einem Mikrofon, egal wie klein es ist.
     
  22. black2white

    black2white Benutzer

    Ein kleines Bildchen hier, man beachte welche Aufnahmegeräte der Frau hingehalten werden.


    [​IMG]
     
  23. black2white

    black2white Benutzer

    Du hast dich ja ganz schön eingedeckt, bist du denn zufrieden mit dem Marantz? Marantz PMD 661 MK II und ein Beyerdynamic MCE 82?
     
  24. marillenfreund

    marillenfreund Benutzer

    Und auch, wie ihr diese entgegen gehalten werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die Mikrofone in den Handys alle relativ ungerichtet sind und die "Fernaufnahme" durch die Regelautomatik im Gerät jede Sprechpause zum Hochregeln nutzt, kann man nur hoffen, dass die Personen ringsherum Ruhe gehalten und die Aufnahme nicht durch Straßenlärm gestört wurde. Falls nicht, dann hat sicherlich der Kollege mit dem durch Windjammer geschützten Mikro (vielleicht ja sogar etwas sehr gerichtetes wie ein MKH 416 o.ä.) die beste Sprachqualität aufgezeichnet. Wahrscheinlich ist sogar die Aufnahme des Kameramikros (meist sehr gerichtet und in diesem Falle gut ausgerichtet) besser als die mancher Mobiltelefone. ;) Wobei, eventuell ist das sog. Bewegt-Bild ja auch mit nem I Phone gemacht worden, die haben ja auch so tolle Kameras... Der Kollege ist ja dann für Trimedialität ganz weit vorne, scheiß doch auf Qualität und Handwerk

    Beste Grüße, Björn
     
    Inselkobi gefällt das.
  25. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Diese Smartphones sind halt "Universaldilletanten", sie können irgendwie alles, aber nichts richtig. Selbst das Telefonieren erscheint mir da oft als Nebenfunktion, ist es doch durchaus umständlich, sich über den Bildschirm erst durch Menüs zu wühlen, bis man mal irgendwo anruft. Tja, und irgendwie haben sie da etwas mit der heutigen Generation der Journalisten gemein. Während sich in fast allen Berufsbildern in den letzten 50 Jahren eine unglaubliche Spezialisierung herauskristallisierte, geht es im Journalismus genau den entgegengesetzten Weg. Wir sollen alles können. Radio, TV, Web. Wir sollen Themen finden, redigieren, einsprechen, Töne holen, die Technik im Griff haben und uns auch noch vermarkten. Was dabei rauskommt, sieht, hört und liest man ja täglich.
     

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