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Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von JB, 30. Juni 2005.

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  1. JB

    JB RADIOSZENE Mitarbeiter

  2. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Die verkürzte Version:

    Herr Lemmer hat rausgefunden, dass das Projekt Radio Teddy über ein Beteiligungsnetzwerk der ARD gehört und regt sich darüber auf. ;)
     
  3. Weckruf

    Weckruf Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Zitat: Die Privatsender hätten schlagartig Zugriff auf gewaltige Archivbestände, großartige Literaturlesungen, musikalische Aufführrungen aller Art, ...

    Ich höre schon ganz deutlich die Literaturlesung auf Kulturradio 105,5 Spreeradio...

    Ich höre jeden Morgen die s.g. Nachrichten mit Herrn Lemmer und denke: "Man, gibts da keine anderen Baustellen, um die sich der Mann kümmern sollte?"
     
  4. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Dann sag mir doch mal, wie der gemeine Bundesbürger Privatradio noch vom ÖR trennen soll bei dem ganzen Quark, der da bei den Öffis läuft. :wall:

    Willkommen beim RIAS.

    Die schlechten Bitterlemmer häufen sich, Herr Lemmer. :rolleyes:
     
  5. Steinberg

    Steinberg Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    auweh - das ist ja schon unterhalb der Stammtischgrenze. Um die ganzen grundlegenden Denkfehler der Argumentation aufzudröseln, bräuchte es mehr als ein Moas Weizen Zeit. Deshalb sag ich einfach: Prost Mahlzeit und zitiere im Stillen den weisen Philosophen Nuhr...
    (Wobei: ne kleine Beckett-Lesung am Nachmittag von FFN; das stell ich mir nett vor :D)
     
  6. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Hach Leute -
    das Problem ist doch, daß es nicht nur EIN grundlegender Fehler ist!
    1.
    Aus den GEZ-Gebühren werden nicht nur die Anstalten ö.R. bezahlt (die damit alles andere als 'verstaatlicht' sind - Staatsrechtler unter uns an die Front:
    die Telekom-AG ist mit einer über 60prozentigen bundeseigenen Aktienmehrheit ein Staatsbetrieb. WDR, BR, NDR etc. nicht ... !), sondern auch die Landesmedienanstalten, die offenen Kanäle etc - also vieles, was nicht mal indirekt mehr mit ARD und ZDF zu tun hat.

    2.
    Die Weiterverkaufsrechte an den Archivbeiträgen liegen nicht ausschließlich bei den ARD-Anstalten, sondern bei den Autoren, die zu oft auch freie Kollegen sind (und daher dann bezahlt werden müßten - im Fall des Daum-Interviews hat sich ja gezeigt, wieviel das kosten kann. Und inwieweit die Chefs in den Privatsendern bereit sind, dafür zu zahlen).
    Das Beispiel der BBC hinkt - die Inhalte des Web-Auftritts sind für eine echt journalistische Weiterverwendung absolut nicht brauchbar - und das ist dort auch verboten. Open Source im deutschen Rundfunkwesen? OK, aber die dann fällige Gebührenerhöhung (um allein die Autorenrechte zu befriedigen) will dann doch wieder keiner zahlen ...

    3.
    Was hat Lemmer eigentlich geschrieben, als die Locals in NRW auf Sendung gingen? Hier ist der WDR mit einem Drittel direkt an Radio NRW beteiligt - eine Einnahmequelle sondergleichen ...

    4.
    Wer sagt eigentlich, daß die Privaten sich wirklich die Mühe machen würden(könnten), die ARD-Archive zu durchforsten? Das setzt nämlich Zeit, Personal und gutes Allgemeinwissen auch in Sachen Geschichte voraus. Drei Dinge, die wohl in dieser Konzentration mangels nötigem GELD für das PERSONAL nicht vorhanden sind (ich weiß, böse, böse, aber eigene Erfahrung)

    5.
    ...

    6.

    ...

    9987.
    Unfair ist, wenn ich im Supermarkt bei jedem Produkt viele Cent mehr bezahlen muß, weil RTL und Co gerade die Minutenpreise erhöht haben - und wer wollte behaupten, daß die Chefs die Werbungskosten aus ihrer privaten Portokasse nehmen? O.k - die können das von der Steuer absetzen, aber dann bedeutet das auch wieder, daß ich es indirekt als Steuerzahler bezahle (wäre das dann nicht staatlich? uups!) Ich kann privaten Hörfunk nicht (mehr) ertragen, muß ihn aber trotzdem bezahlen - obwohl ich vielleicht noch nichteinmal ein Radio habe!!!
    Ist das fair?
    Ich fordere open Source auch im Privatfunk - mit Zugriff auf alle exklusiven Inhalte - von der Formel eins bis GZSZ! Ich hab's schließlich an der Supermarktkasse bezahlt!

    9988.
    Bei den ÖR's darf ich zumindest in Teilen noch ein bißchen Anspruch erwarten, weil sie ihn bringen MÜSSEN dank Gebühr. Und ich kann eine 30-Minuten Soap auch wirklich in 30 Minuten sehen - und brauche nicht die dreifache Zeit vor dem Fernseher ausharren, nur weil die zahllosen Werbeeinblendungen, Eigenpromos und Trailer das ganze aufblasen wie nichts gutes.

    9989.
    Wenn ich Nachrichten will, krieg ich die. Und zwar genau dann, wenn ich das will. Aber nur gegen Gebühr. Im Gegensatz zu der Art von Sender, in der unser werter Herr Kommentator tätig ist ...

    ...


    Freundliche grüße in die Runde ...
     
  7. Dannyboy

    Dannyboy Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    schon mal gebühreneinzugszentralegebühren bezahlt? ich nich. wie wärs mit was sinnvollem? rundfunkgebühren.
     
  8. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    @Dannyboy:
    Du hast ja sooooo recht ...

    ... aber eines vergaß ich noch: Könnte es sein, daß sich Herr Lemmer deswegen so aufregt, weil sich der neue Sender ausgerechnet in 'seinem' Sendegebiet 'breitmacht'?
    Konkurrenz sozusagen? Und ich dachte immer, die belebt das Geschäft ...
    ...
     
  9. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    tja, das mit dem beleben ist so eine sache.
    ungeachtet der tatsache, daß herr lemmer in einem sender sitzt, der zum erfolg verdammt ist....die finanzielle ausstattung privater gegenüber ö-r-rundfunkanstalten ist schon ziemlich mickrig.....(bitte jetzt kein aber wegen aby und ffh)

    wenn ein lokaler oder kleiner halbwegs landesweiter sender mit einem etat auskommen MUSS, der kleiner als die portokasse des ö-r-gegenspielers ist, würde ich mal den unmöglichen vergleich einer 2cv-ente gegen einen ausgewachsenen daimler machen.

    man kommt mit beiden ans ziel, aber der komfort doch ein wenig unterschiedlich.....
     
  10. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    ARD und ZDF müssen ja auch keine mehr als üppigen Gewinne ausschütten ... und so schlecht ist die finanzielle Ausstattung sowohl privater Hörfunk - wie Fernsehsender nicht! Die sourcen nur mehr aus - mit der Folge, daß deren Programm noch teurer wird - mit der Folge, daß immer mehr Personal abgebaut wird - mit der Folge daß noch mehr outsourcing betrieben wird - mit der Folge, daß das Programm noch mehr Geld kostet ... und keiner im Betrieb mehr wirklich was drauf hat, weil die, die ihr Metier gelernt haben, nicht mehr zu bezahlen sind. Tjaja ... ...und gleichzeitig wird dann alle zwei Jahre ein neues Digitalmischpult angeschafft - und die neueste Version der teuersten Sendeautomation am Markt. Es gibt Landesfunkhäuser, die haben noch nicht mal eine richtige Sendeautomation(tatsächlich!)! Und von digitalen Mischpulten ganz zu schweigen ...
     
  11. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    erstens kannst du fernsehen nicht mit rundfunk vergleichen.
    aber wenn irgendwann mitte bis ende der 90er hatte ein nördlicher jungendsender einen etat von 30 mill DM hatte und ein zur zeit ziemlich grosser in berlin grade mal 10mill DM umsatz fuhr, sehe ich erhebliche unterschiede!
     
  12. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Birnen - Äpfel - Tomaten - Zitronen : Alles Früchte oder wie?
    Nennen wir es beim Namen: N-Joy mußte damals eine Senderkette aufbauen - in ganz Norddeutschland! Und das war nicht nur ein Großstadtsenderprojekt, wir reden hier von 4 Bundesländern, in denen dieser Sender zu hören ist. Außerdem bedeutete das auch regionale Kompetenz - und die hört eben nicht hinter der Binnenalster auf (für die Berliner übersetzt: Jenseits von Wannsee oder Spree).
    Da wird eben noch Programm von Hand gemacht ... - übrigens: Die haben bis zum Umzug ins neue Hamburger Funkhaus vor kurzem noch mit analogen Pacific-Mixern gearbeitet. Und jetzt stellen wir uns alle mal die Frage, was ein durchschnittlicher privater Hörfunksender so Pi mal Daumen für ein neues Sendestudio ausgibt - und wie oft so etwas passiert.
    guckst Du hier (als Beispiel): http://www.thummahr.de/Antenne_Hannover.html

    Bin auf einer Messe mal über (eher durch) eine Panorama-Aufnahme des ersten Umbaus gestolpert ...
     
  13. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    soso, antenne ist ein durchschnittlicher sender?
    vom programm her vielleicht, aber nicht von der reichweite und den möglichkeiten und dem top-ten-ranking in deutschland!
    und die wechseln jedes jahr ihr studio?
    mach dich nicht lächerlich....das war eine investition, die noch ein paar jahre halten muss!
    die hatten zu dem zeitpunkt auch noch ein uraltes mischpult, welches den eindruck machte, als ob es aus dem museum wäre......
    ich rede übrigens von VOR 2000...nicht danach!

    hast du übrigens mal das alte studio von antenne gesehen? deine abstellkammer war ein austellungsraum dagegen!

    der noch nicht genannte sender in berlin hatte zu dem zeitpunkt auch kein digitales sendesytem, sondern fuhr mit cd's und einem ela-pult.

    und die regionale kompetenz von enjoy?.....wo hast du die her?
    und die vergrösserung der reichweite?
    auf einen sendeturm, der sowieso schon steht, noch eine frequenz rauflegen?
    jaaaaa, das kostet millionen! :wall:
     
  14. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Z.B. für zwei Wellen mehr als eine Million Euro. Und man wage es ja nicht, Nachfragen dazu mit ironischem Unterton zu formulieren.

    Bei einer der beiden Wellen in diesem Beispiel wurden die aufzugebenden Studios im November 1999 komplett neu ausgestattet.

    Soll ich mal ein Bild einstellen?

    Ansonsten könnte man auch noch eine Baracke erwähnen, aus der man nach acht Jahren in ein neues Haus umzog, zu dem der Intendant mit geradezu entschuldigendem Unterton bemerkte, es sei wirklich auf Dauer das billigste, selbst zu bauen.

    Ach, ich verbrenne mir schon wieder das Maul ...
     
  15. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    @K6: Ich werd mich jetzt lieber des Nuhr-Zitats enthalten. Aber Du hättest tatsächlich ERST dem Link folgen sollen - Zitat: 'Realisierung: ca. Dez. 2001' - es handelte sich um ein ZUSÄTZLICHES Backup-Sendestudio. Das gleich nochmal denselben Betrag (deutlich über der Millionenmarke) gekostet hat.
    Der Hinweis auf den Intendanten ist sehr schön: Spricht er doch nur eine altbekannte Häuslebauer-Wahrheit aus: Auf Dauer ist selber bauen eben billiger als Mieten, zumal, wenn einem das Gelände schon gehört.
    Und das Bild würd ich gern mal sehen...(Ich hab die Pulte nach ihrem Ausbau noch mal virtuell streicheln dürfen, schnüff) ;)
     
  16. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source


    neee, du stellst einfach mal ein paar tatsachen in den raum, der einigen lesern vielleicht den horizont erweitert.

    mit den öffis ist es wie mit dem bauern!

    mein opa sagte mal: "wenn der bauer aufhört zu jammern, bricht das jüngste gericht an!"

    wenn ich das vorangegangene lese, ist es kein wunder, daß es deutschland so schlecht geht.....die wimmerei bei den öffis schlägt irgendwann aufs programm und dann auf die leute durch....kein wunder, daß alles schlecht geredet wird in deutschland. :wall:
     
  17. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Den Zusammenhang zwischen Teuerungsrate und TKP und einen empirischen Beleg darüber, daß die Lebenshaltungskosten bei Einführung des Privatfunks sprunghaft gestiegen sind hätte ich gerne in Zahlen und mit entspr. Quellenangabe. Andernfalls muß ich dieses beliebte Argument wohl als billige Polemik verbuchen, oder?

    Ein Unternehmen wird wohl kaum seinen Werbeetat der steigenden Mannigfaltigkeit von Werbemedien anpassen (da würden bei den Sendern und Internetanbietern aber die Champagnerkorken knallen!), sondern einfach den Verteilerschlüssel ändern.

    Ganz davon abgesehen, daß, wenn es denn so wäre, wie oben zitiert, die ÖRs auch ihren Anteil daran hätten, da sie ja nur selten werbefrei sind.

    Übrigens habe ich im Radio und TV noch keine ALDI-Reklame gesehen, bzw. gehört. So bleibt mir als Konsument immerhin die freie Wahl, Produkte ohne vermeintlich erhöhte Werbeetatsbelastung zu präferieren. Bei der Gebühr habe ich diese Freiheit nicht, es sei denn, ich betreibe zivilen Ungehorsam und lasse die GEZ links liegen.
     
  18. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    @Lt.Cmdr.Lee:
    So klein kann das alte Studio nicht gewesen sein, wenn heute die komplette Besatzung von Morningshow und Musikredaktion in den Trakt hineinpassen.
    Und soviel ich weiß, sahen die Pulte zwar alt aus, waren aber nach ARD-Lastenheft gearbeitet - also für damalige Verhältnisse vom technisch feinsten. O.K. - das war Anfang/Mitte der 90er.
    Ich find es einfach schade, daß den 'Öffi's immer Jammerei unterstellt wird, wenn die sich nicht so einfach damit zufriedengeben wollen, daß ihr 'Produkt' in mehreren Jahren nur 0,8 % teurer wird, während die JÄHRLICHE normale Preissteigerung bei allem anderen weit jenseits davon liegt.
    Und davon dann eben nicht nur ARD und ZDF, sondern in erheblichem Maße auch der Privatfunk profitiert!

    Und dieses Argument mit der 'Vergrößerung der Reichweite' und dem 'Auflegen einer Frequenz' - was das für ein Unsinn ist, kann sich hier wohl jeder selbst ausmalen - N-Joy hatte lange mit Funklöchern zu kämpfen, weil das nun einmal nicht ganz so einfach ist. Nicht nur auf dem Bungsberg gibt es 2 Antennen, weil eine die vielen Strahler nicht mehr getragen hätte. Näheres bei der Telekom - Auch was den Unterhalt dieser Anlagen angeht.
    Und für alle Großstädter mit Tunnelblick: SH, MV und NDS sind sogenannte Flächenländer. Also nicht 2 Mio Menschen auf einen HAufen gut zu erreichen, sondern 2 Menschen auf und in Mio Hügeln, Bergen, Inseln und Dörfern. Nicht ganz so gut zu erreichen. Und das 'Live aus ...' kommt tatsächlich - wie die entsprechenden Reporter - aus den entsprechenden Regionen! Echt! Nicht in der Zentrale aufgesprochen - vor Ort recherchiert und produziert! Mit eigenem Personal vor Ort! Boa - watten Luxus! (Zumindest das Personal vor Ort leisten sich auch die Privaten - u.a. Volontäre und Freie auf einsamem Posten in Schaufenstern etc - alles schon gehabt ...)
    Und ja, ich halte HRA für einen eher durchschnittlichen landesweiten Sender. Auf alle Fälle generieren sie nicht sehr viel mehr Überschüsse als RSH, PSR, Ant.Thü, und von FFN, FFH oder ABY ganz zu schweigen. Von den Einschaltquoten im Sendegebiet will ich gar nicht erst anfangen.
    Ach ja - und dann war da ja noch Radio NRW ...

    @Rösselmann
    Der Zusammnhang ist ganz einfach herzustellen: Man nehme sich die Entwicklung der Gewerbesteuer vor allem der (die Werbewirtschaft finanzierenden) Großkonzerne vor - und beachte im Gegenzug vor allem den Posten 'Werbungskosten' in den entsprechenden Erklärungen/Bilanzen. Der Schlüssel wird danach umverteilt, wo man als Werbetreibender die meisten Menschen erreicht. Punkt. Und was dann nicht so viele Menschen erreicht, fällt halt hinten runter.
    Die Etats wurden vor allem in den 90ern übrigens deutlich aufgestockt - während der sogenannten 'goldenen' Zeiten des Privatfunks auf zumeist so um die 10 - 30 % der Bilanzsumme. Erst danach kam der Kannibalismus - Zeitung vs. Radio vs. Fernsehen. Folgen siehe oben, viele Tageszeitungen in D klagen und entlassen Leute, der Markt bei den Radiosendern sieht nicht besser aus - und die Fernsehsender sind auch nicht grad am Jubeln. Sowas.

    Und wer jetzt behaupten will, daß gerade bei den Dingen des täglichen Bedarfs die Schere zwischen Herstellungskosten und Endverbraucherpreis nicht immer weiter auseinandergeht - bei steigenden Preisen - der muß wohl im Bundestag arbeiten.
    Ach ja - die meisten Öffis sind ja werbefinanziert. Eine von oft 4 oder 5 Hörfunkwellen, zumeist noch nicht einmal die teuerste. Ach ja - ARD und ZDF ja auch - zur Primetime zwischen 18 und 20 Uhr - und danach mit gaaaaaaaanz viel Sponsoring.
    Und die 'Dritten' (werbefrei) guckt ja eh keiner.

    Und Du sprichst es ja an: Aldi schaltet keine Werbung. Und: Aldi ist mit Abstand der günstigste Discounter. Obwohl auch bei Aldi viele Produkte in den Regalen liegen, deren Hersteller in den Werbeblöcken omnipräsent sind (Toffifee z.B.)


    Wie gesagt. Ich höre vor dem Hintergrund des ewigen Gebührenmeckerns dann auf, mich zu beschweren, wenn
    - keiner mehr erst KiKa guckt, weil die Privaten was Vergleichbares nicht auf dei Reihe kriegen (läßt sich auch aufs Radio übertragen) und dann SAT 1 einschaltet, wenn die Kinder im Bett sind, wo die eine (Netto-)Stunde Bulle von Tölz von 21 bis 23 Uhr braucht.

    - ich an der Supermarktkasse 25% Nachlass kriege, weil ich keinen Privatfunk schaue und deswegen auch den Werbekostenanteil des Produkts wie der Zwischenhändler nicht zahlen will.

    Illusorisch...


    Ich hab gehört, Premiere hat wieder ein paar mehr Zuschauer? Das Modell nenn ich fair! (voller Ernst!)
     
  19. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    ich gehe jetzt mal nur auf meine argumentation ein.
    also erstens bin ich in der glücklichen lage, die verhältnisse in hannover an der goseriede ziemlich gut zu kennen......mit allen für und wider....und das "technische vom feinsten" könnte ich mit leichtigkeit ad absurdum führen.
    aber das geht zu weit und ich will hier keinen roman schreiben.
    die güte des programms steht eigentlich nicht zur diskussion, wenn man die finanzielle ausstattung vergleicht....oder willst du behaupten, daß eine der stärksten ard-anstalten mit ernsthaften finanziellen problemen zu kämpfen hat?

    ernsthafte probleme im vergleich zu den privaten! :confused:


    die technischen unzulänglichkeiten einer nicht ausreichenden technischen versorgung in einem flächenland mit BERGEN, hügeln, seen und vielen KLEINEN dörfern kenne ich wahrscheinlich besser als du.
    den großstädtischen tunnelblick habe ich aufgrund äusserer umstände auch auf das weite land erweitern können und ÜBERALL, wo ich war, ist die finanzkraft der öffis gegenüber den privaten erdrückend!

    auf jeden fall ist es nicht schwerer für einen ö-r-sender, eine frequenz zu bekommen, als für einen privaten.....also verschone mich mit diesem argument!

    übrigens: überschüsse generieren?....ein öffi?
    die wären doch blöde, weil dann die argumentation einer gebührenerhöhung in weite ferne rückt.......ich frage mich grade, wer hier einen tunnelblick hat?
     
  20. Radiomausi

    Radiomausi Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    @CmdrLee: Friedenspfeife:
    Sieh es einfach so: Die privaten müssen mit (teilweise arg aufgemotzten) 2CVs ankommen, und selber sehn, wie sie zu Geld kommen. Dafür verkaufen sie die Karrosserie ihres Autos.
    Die Öffis haben den Staatsauftrag, kriegen dafür festes Gebührengeld für einen dicken Daimler, die einzige Werbung ist vorne auf dem Kühler erlaubt, dafür müssen sie auch schneller fahren und außerdem noch 10 Mann mitnehmen. Und das bei steigenden Benzinpreisen und Wartungskosten. Ist doch klar, daß der Chauffeur irgendwann mal meckert - und sich die 2CV-Verhältnisse wünscht. Und umgekehrt.

    Guts Nächtle ...
     
  21. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    wenn es so wäre, wie du das vergleichst, müssten wir hier keinen disput führen.
    übrigens ist das mit der technischen innovation so eine sache.
    immerhin ist der lohnfaktor ein ganz erheblicher und jede technische errungenschaft, die manpower erspart, ist natürlich willkommen.
    und wenn es die privaten nicht vorgemacht hätten, wie gut ein selbstfahrerstudio funktionieren kann, würden jetzt wahrscheinlich zwei techniker hinter der scheibe bei den öffis sitzen.
    der vielgepriesene anspruch, den man den privaten (meist zu recht) abspricht, ist aber auch teilweise ein selbstgefälliger und elitärer tunnelblick der verantwortlichen bei den angeschlossenen anstalten, die einfach so von sich auf andere schliessen.

    kulturelle errungenschaften offenbaren sich nicht jedem und selbst wenn, dann sind erhebliche differenzen im geschmack an der tagesordnung.

    will sagen, die wertigkeit des mediums wird eigentlich viel zu sehr überschätzt.

    es gibt hörer mit anspruch, hörer ohne anspruch, hörer, die eigentlich gar nicht wissen, welcher sender läuft.....hauptsache es dudelt irgendwie vor sich hin und erweckt den anschein, daß man nicht alleine ist.

    jeder, der für länger mal in einem funkhaus war, ist mediumgeschädigt und schliesst sehr gerne von sich auf andere.....was oftmals ein fehler ist.

    dir auch 'ne gute nacht.
     
  22. kk

    kk Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    @Lt.Cmdr.Lee:
    Du kennst die Goseriede von innen?
    Cool - sind wir uns da vielleicht schon mal begegnet????
     
  23. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    Stimmt. Bei Premiere bezahle ich nämlich nur für das, was ich auch wirklich sehen will und wenn mir das Angebot insgesamt nicht zusagt, kündige ich. Im Umkehrschluß ist das Zwangsgebührenmodell dann zutiefst unfair.

    Der Rest deiner Argumentation ist leider nur das Wiederholen der immergleichen, platten Apologien und unbewiesenen Behauptungen (siehe "die Gebühr für die Privaten bezahle ich im Supermarkt"), die man stets von Seiten der Öffis hört, wenn's an ihre Honigtöpfe geht.
     
  24. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    War ja zu erwarten, dass aus dieser Richtung nix sinnvolles kommt.
     
  25. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    AW: Bitter Lemmer-Juli Ausgabe: Linux-Medien: ARD als Open Source

    HEY CL! Wir haben gleich den 4.!!! Wo bleibst Du !
     

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