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Digitalradio DAB+ in NRW ab 2016

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von radneuerfinder, 23. August 2015.

  1. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

    Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen fragt 4 1/2 Monate vor Auslaufen des DAB+Pilotversuchs in NRW welche Radiosender haben Interesse an einem Regelbetrieb:
    http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/use...hreibungen/2015/Call_for_Interest_DABplus.pdf

    LfM-Direktor Jürgen Brautmeier:
    "Wenn das Ergebnis ist: Es kommt wieder nichts, müssen wir auch keine weiteren Versuche unternehmen, das künstlich nach vorne zu bringen. Wir hätten dann alles getan."
    http://www.golem.de/news/letzte-cha...-bedarf-fuer-digitalradio-ab-1508-115892.html
     
  2. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Jetzt kommen also auch die "Kleinen" zum Zug? Ist das jetzt die Chance für ein Radio in NRW, das sich abseits vom Mainstream bewegt?
     
  3. Hallenser78

    Hallenser78 Benutzer

    Glaubt hier irgend jemand allen ernstes an einen Privaten Mux in NRW !? Die LFM hat es bis heute geschafft dem WDR und Radio NRW Konkurrenz vom Leib zu halten,warum sollte das mit einem Schlag anders sein !?
     
  4. Spectra Color

    Spectra Color Benutzer

    Wenn sich keiner bewirbt, wird der Kram halt abgeschaltet. Und wer in NRW ein DAB+ Gerät hat, kann es in die Tonne werfen.

    Jetzt gilt's! Die Chance für die Newcomer!
     
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  5. FCS-Fan

    FCS-Fan Benutzer

    Klar, DAB+ wird dann komplett abgeschaltet :wow:
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2015
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  6. hilde

    hilde Benutzer

    Wozu plötzlich die Eile?

    Gab es eine Anweisung von oben, DAB+ in NRW endlich voranzubringen? Ach nee, geht ja nicht. Es gilt ja das Prinzip der Staatsferne.

    Setzt die LfM jetzt vielleicht auf DAB+, nachdem der Traum von einem echten landesweiten Privatradio auf UKW so mächtig in die Hose gegangen ist?

    Oder will Brautmeier vielleicht irgend etwas Bleibendes (er)schaffen, bevor er seinen Hut nimmt, sozusagen 'ne Duftmarke setzen?

    Ach, daher weht der Wind. Man will sich hinterher nicht vorwerfen lassen müssen, DAB+ in NRW verbaselt zu haben. Das hat die LfM jetzt schon. Ob das jetzt noch mit einer Bedarfsabfrage zu heilen ist?

    Die Worte hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    Jetzt auf einmal doch? Genau solche Anfragen hat es bei der LfM gegeben. Sie liefen ins Leere. Und Brautmeier hat vor wenigen Monaten noch dazu gesagt, daß man erst einmal auf Hamburg schauen wolle, wie es da läuft. So wird dat nix.

    Ich bin da wenig zuversichtlich, jedenfalls nicht, solang die LfM an ihren Maximalforderungen festhält; insbesondere, was die finanzielle Ausstattung betrifft.

    Eigentlich eher "Angesichts der restriktiven Medienpolitik". Die Leuten suchen sich andere Wege, wenn der Staat zu sehr regulierend eingreift. NRW hat die rote Laterne, und dabei wird's vorerst auch bleiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2015
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  7. adrian1982BO

    adrian1982BO Benutzer

    jetzt mal unter uns Pastorentöchtern: Wer glaubt wirklich, dass sich IRGENDWAS in NRW tut. Es wurde ja noch nicht mal geschafft, MegaRadio SNA sowie Kulturschocker auf die Kette zu kriegen.
    Früher oder später wird der WDR und die LfM den Gegenwind zu spüren bekommen, doch dann ist es bereits zu spät. Sollten sie die freigewordenen "Ressourcen" abgeben, würde ich an die Stelle des Empfängers einfach nicht annehmen.
     
  8. ricochet

    ricochet Benutzer

    Dieser Herr Brautmeier scheint bei den Verlegern gut geliiten zu sein, solche Freundschaften werden sich schon irgendwie auszahlen. Oder?!?
     
  9. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    ...bedenkt man, dass er nach Ablauf seiner nicht erneurbaren Amtszeit bei der LfM ja noch nicht wirklich im Rentenalter ist...
     
  10. Tweety

    Tweety Benutzer

    Egal wie die LfM auch entscheidet, während man hier noch in der Denkphase ist, werden im westlichen Nachbarland Fakten geschaffen. Seit heute sind auch die lokalen Mulitplexe offiziell auf Sendung. Dadurch hat sich das Programmangebot weiter verbessert und u.a. Programme wie 8FM, Radio Decibel, Radio NL (Limburg) oder Waterstad.fm, JoyRadio, Simone FM (Gelderland), sowie noch viele weitere wurden aufgeschaltet. Beim Kurztest heute morgen in Duisburg konnten bereits 59 Programme eingelesen werden, davon zwar nicht alle mit Audio, aber mit etwas Aufwand sollte dies ohne grössere Probleme möglich sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 01. September 2015
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  11. robbe1990

    robbe1990 Benutzer

    Nicht zu vergessen das bis 1.Januar 2016 der Privat Mux auf 11C einen fast 100%tigen Indoor Empfang bekommen soll, sowie der jetzt schon verfrüht beginnende Ausbau der 3ten Phase des NPO, ich habe das Gefühl das ich nicht mehr bis 2017 warten muss bis FunX Dance aufgeschaltet wird.
    Seit heute morgen hat unser Küchen und Bad Radio nun 67 DAB+ Sender die alle spielen, hinzu kommen 10 UKW Sender davon sind aber nur noch 3 UKW Only (BFBS, CT90 sowie Radio NRW)

    Übrigens alle Heute aufgeschalteten Sender machen den ganzen Tag Werbung, Sondersendungen, Verlosungen und haben fast alle einen großen Hinweis in ihrem Online auftritt.
    Um es mal im strassenslang zu sagen, hier ziehen alle an einem Strang und haben im Gegensatz zu unseren großen deutschen Privaten Eier in Hose, denn sie wünschen sich sogar noch einen zweiten Landesweiten Mux um in bessere Qulität sowie um noch mehr reine digital Kanäle auf schalten zu können.
    Ich finde es gut das man in NL einen Hybriden Weg geht mit DAB+, TV (VisualRadio), WWW sowie noch das normale UKW laufen lässt.
     
  12. FCS-Fan

    FCS-Fan Benutzer

    Tja, so ist das eben im Radio-Nord-Korea NRW ;)
    (Bezogen auf Tweetys Post)
     
    Zuletzt bearbeitet: 01. September 2015
  13. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

    NL:
    NL ist von Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft sehr ähnlich wie NRW. Auch wenn es schon klar geworden ist, muss ich es einmal ausschreiben. Die obige Aussage von offizieller Seite "Wir hätten dann alles getan" ist einfach lächerlich und ein Hohn im Vergleich zu dem was alles getan werden könnte.
     
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  14. pfennigfuchser

    pfennigfuchser Benutzer

    Einlesen gut und schön, bringt mir aber kein Audio. In Wuppertal kann ich 7A, 11C und 12C einlesen, aber es reicht nicht für Audio. Mobile Versorgung kann man nicht mit UKW vergleichen, da fehlen noch Welten. Das sollten sie in NL in den Griff kriegen und auch mit ordentlicher Leistung senden. Dann ist es wirklich ein Gewinn.
     
  15. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Grundsätzlich bin ich ein Verfechter des freien Marktes, in Sachen DAB+ sehen wir jedoch, dass dieser nicht immer funktioniert: Die Tatsache, dass es in NL eine breite digitale Programmvielfalt gibt, beruht schlichtweg darauf, dass alle kommerziellen Programmveranstalter gezwungen sind, zusätzlich zur UKW-Verbreitung auch noch per DAB+ auf Sendung zu sein. Freiwillig hätten die diesen Schritt nie getan.
     
    Zuletzt bearbeitet: 01. September 2015
  16. adrian1982BO

    adrian1982BO Benutzer

    habt ihr Tropo oder warum könnt ihr das alle einlesen?
     
  17. robbe1990

    robbe1990 Benutzer

    Bei uns gibt es drei stellen im Haus wo 11C, 6B und 12C gerade so mit einer durchgehenden Audio wiedergabe laufen.
     
  18. Tweety

    Tweety Benutzer


    Jetzt gehört NRW ja nun auch nicht mehr zum Versorgungsgebiet, aber du hast natürlich Recht. Der Overspill nach D ist deutlich geringer als bei UKW. Allerdings hat man dafür auch jetzt ganz viele Programme drin, wo ein Empfang über UKW gar nicht möglich ist. Von daher überwiegen schon die Vorteile. Vielleicht verbessert sich der Empfang noch, wenn der Endausbau mal abgeschlossen ist. Man hat in NL schon den Fehler gemacht, mit zu vielen kleinen Funzeln zu arbeiten. Einige wenige KW Sender mit zweistelligen Leistungen wären sicherlich besser gewesen, aber man hat sich dagegen entschieden. Dummerweise kommt so das SFN natürlich viel schneller aus dem Takt, weil mehr Sender synchron gehalten werden müssen, was leider nicht immer zufriedenstellend gelingt. Gerade jetzt im Herbst wird das wohl wieder zu erheblichen Problemen führen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. September 2015
  19. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Hier in Ostbelgien ist der Empfang der niederländischen Multiplexe sehr stark von der Topografie abhängig.

    In Eupen gehen bspw. nur der 12B (RTBF) und 11D (WDR) nahezu aussetzerfrei, der 12A (VRT) ist relativ schwach und der 5C , 11C und 12C kommen knapp über der Grasnarbe rein.
    Das Ärgerliche dabei: Sobald ich mein Notebook einschalte, sind nur noch der 12B und 11D zu empfangen.
    Mit einer VHF-Yagi auf dem Dach würde sich das sicher ändern; offen gestanden lohnt sich aber der Aufwand dafür nicht, weil alle Programme über einen Webstream verfügen. Es ist halt einfacher, dass Smartphone per Adapterkabel an den Hifi-Verstärker anzuschließen, als eine Außenantenne zu installieren.

    DAB+ hätte es 15 Jahre früher geben müssen, zu einer Zeit, als das Internet noch nicht so verbreitet war, dann wäre die Akzeptanz sowohl auf Seiten der Hörer, als auch auf der der Programmveranstalter höher gewesen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. September 2015
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  20. quantack

    quantack Benutzer

    Wow! Wo in Castrop-Rauxel geht denn DAB+ aus NL. Ich komme auch aus Castrop-Rauxel und habe Null Empfang!
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. September 2015
  21. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

    [QUOTE="Internetradiofan, post: 717453, member

    DAB+ hätte es 15 Jahre früher geben müssen[/QUOTE]

    Gab es ja! 1987 hat man angefangen Dab zu entwickeln. 1993 hat die Politik beschlossen, dass DAB der digitale Nachfolger von UKW wird. Ab 1995 war DAB IM Rshmen von Pilotprojekten in der Luft. 1999 wurde der "Regelbetrieb" eröffnet. Dee Rest ist die bekannte Geschichte der versemmelten Einführung. Nur dewegen wurde ja 2011 ein "Neustart" mit DAB+ notwendig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. September 2015
  22. Spezi

    Spezi Benutzer

    Wenn man in NRW und anderswo nicht so mauern würde, wäre DAB+ schon längst der Renner. Einfach einen vernünftigen ARD-Mux aufschalten (z.B. mit SWR3, hr4, Radio Eins, NDR 1 SH, etc.) und die Digital-Radio-Kisten würden sich wie geschnitten Brot verkaufen.

    Bei DVB-T haben die Landesrundfunkanstalten kein Problem mit der Konkurrenz aus den eigenen Reihen, im Radio wird diese Vielfalt (Ausnahme Berlin) systematisch unterdrückt. Wenn dann mal wieder über die mangelnde Marktdurchdringung gejammert wird, kann ich nur sagen: Selbst Schuld!
     
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  23. Tweety

    Tweety Benutzer

    Genau DAS verbietet ja der Rundfunkstaatsvertrag. Über SAT oder Internet schon seit Jahren möglich, aber terrestrisch darf das nicht sein. Klingt komisch? Is aber so. :D
     
  24. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Genau. Das ist eben Föderalabsurdistan, wie es ringt und kracht.
     
  25. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Neben dem Rundfunkstaatsvertrag sehe ich grundsätzliche Erwägungen, die dagegen sprechen: Wenn es in Flensburg mit einem ganz normalen DAB-Radio möglich sein sollte, SWR 3 zu empfangen und in Freiburg NDR 2, wird damit nicht die Struktur der öffentlich-rechtlichen Rundfunklandschaft in Deutschland zur Disposition gestellt?
    Wäre es dann nicht sinnvoll, diese nach dem Vorbild der BBC umzustrukturieren, sprich: 5 bis 6 bundesweit verbreitete Programme und pro Bundesland eine regionale Welle, dazu noch in sehr großen Städten vielleicht ein öffentlich-rechtlicher Lokalsender.
    Ein Problem dabei: Die Anzahl der Hörfunkprogramme würde sich verringern und es stünden sehr wahrscheinlich Arbeitsplätze auf dem Spiel.

    Wer in Münster lebt möchte halt gerne auch per Sat WDR 2 empfangen können und wer in Erfurt wohnt MDR Jump. Bei Sat und Internet lassen sich die Empfangsgebiete nicht eingrenzen, dennoch hat der WDR keinen Versorgungsauftrag für Thüringen und der MDR keinen für Nordrhein-Westfalen.
    Beim Fernsehen ist es etwas anders: Da haben wir die nationalen und die landesweiten 3. Programme.
    Wenn man die Dritten in jenen Bundesländern, in denen die schon zu Analogzeiten einen Overspill hatten, in den DVB-T-Multiplexen mitverbreitet, ist das kein Problem. Es macht aber kaum Sinn, bspw. SR 1 in Mecklenburg-Vorpommern oder das Nordwestradio in Bayern terrestrisch per DAB auszustrahlen, nur um DAB zu pushen.
    Dann lieber in einem zweiten Bundesmux neben dem DLF, DRadio Kultur und DRadio Wissen auch noch ein DRadio Pop, ein DRadio Klassik, ein DRadio Jazz usw..
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. September 2015
    Radiofreak11 gefällt das.

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