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Radio Duisburg jetzt auch im Sparzwang?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Vampir76, 23. Januar 2012.

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  1. Vampir76

    Vampir76 Benutzer

    hallo!
    ich habe festgestellt, daß jetzt beim nächsten nrw-lokalradio wohl offenbar sparzwang herrscht?
    nach radio oberhausen hat es wohl jetzt auch radio duisburg erwischt!
    lokale optionen wurden zurückgefahren, die grußsendung am samstag abend wurde sowie der sport am sonntag einfach aus dem programm genommen.
    ist der lokalfunk in nrw am ende??
    gruß,
    david:)
     
  2. webradioo

    webradioo Benutzer

    Hoffentlich!
     
  3. Tweety

    Tweety Benutzer

    Der Sport am Sonntag war ja hauptsächlich MSV und da ja in der 2. Liga noch Winterpause ist, kann ich mir vorstellen, dass es sich im Moment einfach nicht lohnt diese Sendung zu fahren.
     
  4. Harlestar

    Harlestar Benutzer

    Na in der Sportsendung von 16 bis 20 Uhr am Sonntag wurde doch schon über einige andere Sportarten mehr berichtet als nur über den MSV.
    Was auch mir aufgefallen ist, dass in den letzten Wochen die Anzahl der lokalen Berichte aus Duisburg immer mehr zusammen gestrichen wurde.
    Und auch die Wunschsendung am Samstag von 20 bis 24 Uhr scheint leider Geschichte zu sein.
     
  5. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    - Nein; höchstens der Pseudo-Lokalfunk, an dem zu viele Instanzen mitverdienen wollen.

    Echten Lokalfunk gab es in NRW lediglich zwischen 1985 und 1992: http://radiojunkie.de/dortmund.html
     
  6. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    ...und zwischen 1999 und 2008 in Aachen!!
     
  7. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Radiocat: In der Tat...wie konnte ich das nur vergessen. :confused:

    Eigentlich ist es total absurd, dass ausgrechnet die Verlegerlobby viel Druck ausübt, nur um das bestehende System zu erhalten.

    Vergleichen wir doch mal den sog. Lokalfunk in NRW mit dem niedersächsichen Zeitungsradio ffn.
    Würde man die Radio-NRW-Sender zu einer landesweiten Privatfunkkette zusammenlegen und alle Verlage analog zu Radio ffn anteilsmäßig an dem einen Sender beteiligen, wären die Erträge für die Zeitungen größer, als dies gegenwärtig der Fall ist!
    Momentan ist es so, dass bis auf die Kreise Heinsberg und Olpe in jedem Kreis bzw. in jeder kreisfreien Stadt ein eigener Sender unterhalten wird (mit Ausnahme der Kreise Paderborn und Höxter, wo ein einziges Programm beide Kreise versorgt).
    Bei allen Lokalsendern, sowie beim Rahmenprogrammanbieter Radio NRW, erhalten die Beschäftigten Tariflöhne und jede einzelne Station hat Verträge mit der MEDIA BROADCAST abgeschlossen, um das Programm über einen oder mehrere Umsetzer mit niedrigen Leistungen möglichst flächendeckend (was in der Praxis sowieso nicht gelingt) zu verbreiten.
    Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass dieses System vollkommen unwirtschaftlich ist.

    Und nicht nur das: Es ist m.E. überdies nicht mehr hundertprozentig gesetzeskonform! - Laut Landesmediengesetz bestimmen die Veranstaltergemeinschaften vor Ort, wie die Inhalte der Programme auszusehen oder besser gesagt: sich anzuhören haben.
    Fakt ist jedoch, dass alle 45 VGs Verträge mit Radio NRW abgeschlossen haben, welches so gut wie keine Freiheiten hinsichtlich der Programmgestaltung zulässt. Damit wird die Rolle der VGs ad absurdum geführt!
    Ich weiß gar nicht, welche Aufgaben die VGs vor diesem Hintergrund überhaupt noch haben: Wenn die sowieso keinen Einfluss auf die Inhalte nehmen dürfen, da ihnen Radio NRW die Daumenschrauben angelegt hat, sind sie eigentlich total überflüssig geworden.

    Aufgrund dieser Verträge müssen die Lokalstationen natürlich Gelder nach Oberhausen abführen.
    Auf die Dauer ist dies teurer, als würde man mittels computergestützter Technologie das Programm 24 Stunden vor Ort zu produzieren (in den neunziger Jahren mag das sicher anders ausgesehen haben, damals brauchte man noch einen Rahmenprogrammanbieter).
    Selbst der Fall, dass sich alle 45 Lokalsender aus dem Radio-NRW-Verbund lösen und ein eigenes Programm produzieren würden, wäre im Endeffekt immer noch billiger, als der Status Quo, da das Geld, das gegenwärtig nach Oberhausen fließt, vor Ort investiert werden könnte.

    Bei einer Umwandlung der bestehenden Lokalsender in eine landesweite Kette würden auch keine Arbeitspläte vernichtet: Ein landesweites Programm könne über wenige leistungsstake Frequenzen verbreitet werden, womit zusätzliche Frequenzen für weitere Programme freiwürden, die natürlich auch Mitarbeiter beschäftigen.

    Sogar überzeugte Zeitungsradio-Hörer hätten einen Gewinn! Ich erlebe es immer wieder, wenn ich mich in meinem Elternhaus in der Nähe von Paderborn aufhalte: Welche Frequenz man auch einschaltet, ob die 88,1, die 93,7 oder die 104,8 MHz...nicht auf einer einzigen kommt Radio Hochstift störungsfrei rein! Wenn du dann im Auto unterwegs bist, hörst du trotz RDS am laufenden Band Kratzer, während der WDR vom Bielstein oder BFBFS aus Bielefeld-Hünenburg im ganzen Kreis Paderborn astrein zu empfangen sind.

    Vielleicht bricht das bestehende System ja ganz ohne äußeren Druck zusammen; das wäre wohl das Beste, was dem Rundfunk in NRW passieren könnte.
     
  8. Tweety

    Tweety Benutzer

    Ein Problem was viele Lokalsender haben, weil die Sendeleistung einfach teilweise viel zu gering ist.
     
  9. radiofreakMH

    radiofreakMH Benutzer

    Seit Mitte Dezember sind die lokalen Inhalte in der Tat Schritt für Schritt zurückgefahren worden.
    Mal sehen wo die Reise von Radio Duisburg hingeht?!?
    Die über Jahre prägende ausführliche und breite lokale Berichterstattung aus Duisburg geht wohl den Bach runter. Entweder man ruht sich auf den Lorbeeren, der in den letzten 3 Jahren stark gestiegenen Quoten aus, oder die Reise geht in Richtung belangloses Dudelradio mit ein paar eingestreuten lokalen Bröckchen.
     
  10. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Das ist ja das Verrückte: Bei den Gebühren, welche die MB verlangt, ist eine Programmverbreitung über Kleinsender, noch dazu mit dem Anspruch einer flächendeckenden Abdeckung, nicht nur wesentlich teurer, als der Betrieb einiger weniger Sendeanlagen mit höherer Leistung, sondern die Versorgung ist auch noch ausgesprochen lückenhaft, ganz zu schweigen von der frequenzökonomischen Seite: In NRW werden lauter Frequenzen, die eigentlich mit Sendeleistungen im Kilowattbereich hätten koordiniert werden können, für 100-Watt-Funzeln verbraten; diese Frequenzen sind dann in einem weiten Umfeld außerhalb des offiziellen Sendegebiets nicht nutzbar.
    Höhere Sendeleistungen sind jedoch keine Lösung: Neben einer unzureichenden Empfangbarkeit im Zielgebiet gibt es ebenso das Phänomen, dass einige Stationen einen immensen Overspill aufweisen: Muss bspw. Radio Gütersloh auch im Kreis Paderborn genauso gut empfangen werden können, wie Radio Hochstift? Hat Radio Wuppertal einen Versorgungsauftrag bis an den Niederrhein?
    Kurzum: Das ganze System ist durch und durch Murx!

    Haben die Locals denn auch Mitarbeiter entlassen?
    Diese Frage wäre besonders interessant, denn wie gesagt erhalten die Angestellten dort Tariflöhne: Da darf man doch wohl erwarten, dass die sich mehr in puncto lokale Berichterstattung ins Zeug legen, als eine Honorarkraft bei einem Lokalsender außerhalb NRWs.
    Wir sehen also: Tariflöhne sind kein Garant für journalistische Qualität.
     
  11. Programmdirektor

    Programmdirektor Benutzer

    ... nicht schon wieder diese Diskussion ... Konzentriert euch lieber auf DAB+. Promotet es und lasst UKW auslaufen. Der Start von DAB+ ist der schleichende Tod der Lokalsender...
     
    Tweety gefällt das.
  12. Tweety

    Tweety Benutzer

    Das wollen wir doch mal hoffen.
     
  13. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Programmdirektor&Tweety: Das größte Problem bei DAB+ ist der Zwang zur Nutzung von Multiplexen.

    Kein Wunder, dass die US-amerikanischen Programmveranstalter sich vorallem aus diesem Grunde gegen eine Einführung von DAB bzw. DAB+ in den Vereinigten Staaten ausgesprochen haben.

    Ich weiß, dass nicht wenige mit DAB+ die Hoffnung auf eine Veränderung der deutschen Rundfunklandschaft verbinden und kann dies auch gut nachvollziehen.
    Dieses Übertragungsverfahren ist jedoch für kleine Programmveranstalter höchst inattraktiv: Es werden dort auch nur wieder die gleichen Medienriesen senden, die bereits auf UKW vertreten sind, denn nur die können es sich leisten, DAB+ zu nutzen.

    Jetzt, wo allmählich das Monopol der MEDIA BROADCAST fällt, sollte man lieber für eine Veränderung auf UKW kämpfen, anstatt sich zurückzulehnen und zu hoffen, dass DAB+ einen Durchbruch erzielt.
     
  14. Tweety

    Tweety Benutzer

    Für eine Veränderung auf UKW kannst du lange kämpfen. Der Markt ist aufgeteilt, neue Frequenzen gibt es nicht mehr und wenn dann nur mit Funzelleistungen. Das Thema ist durch.
     
  15. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Das ist genau die Argumentation, die auch von der LfM verwendet wird, um potentielle Anbieter vom Markt zu verdrängen.

    Zugegeben: Die Frequenzsituation könnte besser sein, insbesondere in den Ballungsräumen NRWs.
    Gerade im lokalen und sublokalen Bereich ist jedoch noch was machbar!

    Central FM in Pulheim begnügt sich mit 20 Watt; mehr sind für die Versorgung eines mittelgroßen Ortes auch gar nicht erforderlich.
    Die Liberalisierung bei der Wahl der Senderbetreiber, von der ich eben schrieb, ist die Chance zur Etablierung unabhängigen Lokalfunks ohne Beteiligung der Medienriesen.
    Der obige Anbeiter nutzt übrigens auch nicht die teure MB, sondern ILCO-Funktechnik als Partner.

    Wenn ich davon überzeugt wäre, würde ich hier nicht schreiben.

    Ach, woher kommt nur diese ganze Apathie und Teilnahmslosigkeit: Fast alle meckern nur rum, ohne sich für eine Veränderung aktiv einzusetzen!

    In gefühlten zwei Dritteln aller Threads geht es darum, sich über die mangelnde Qualität des Rundfunks in Deutschland zu beklagen.
    Ich stimme Euch zu: Im Vergleich mit dem Ausland klingen die Unterhaltungssender in Deutschland sch***e. Aber dann muss man etwas dagegen zu unternehmen versuchen.
    Auch einfach nur ein Webradio zu eröffnen, so wie es viele tun, bringt nichts.
     
  16. Bin ich der einzige, den die Idee, Radio Duisburg werde zukünftig am Programm sparen, zum Lachen bringt? Das ist ja wie ein Nacktmodel, das ankündigt, in Zukunft noch mehr am Textil zu sparen :wow:

    Hat der Lokalfunk in NRW je begonnen? (Aachen ausgenommen)
     
    hilde gefällt das.
  17. Tweety

    Tweety Benutzer

    In den ersten Jahren so bis Mitte/ Ende der 90er Jahre war er richtig gut. Danach wurde daraus aber immer mehr Radio NRW mit lokalen Fenstern.
     
    radioon gefällt das.
  18. Rosenelf

    Rosenelf Benutzer

    Auch der Oberbergische Kreis und Rheinisch-Bergische Kreis betreiben für beide Kreise zusammen ein Lokalradio.
     
  19. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Glauben alleine hilft bei der Findung der Wahrheit leider auch nicht. Aber wir lassen Dich mal auf der dunklen Seite, Du Fuchs.
     
  20. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Hinztriller: Wieso glauben? Es stand doch selbst auf der Homepage.
     
  21. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Du bist halt nicht auf dem Laufenden.
     
  22. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Hinztriller: Wenn Du meinst, dann lass ich Dir Deinen Glauben.

    Ich habe übrigens keine Lust, ständig in irgendwelche Streitigkeiten mit Dir verwickelt zu sein.
    Du weißt alles besser, also sei damit zufrieden und lass mich bitte in Ruhe. D'accord?
     
  23. FFFR

    FFFR Benutzer

    Volle Zustimmung! Diese Wichtigtuerei von Leuten die scheinbar heute noch Kurzwellenfreaks sind und den Hinztriller verwenden nervt ganz gewaltig! Man sollte hier schreiben wenn man wirklich was zu sagen hat! Aber sie machen es ja bei Radio 00 nicht anders! Ein Programm inhaltsleerer Andeutungen! Einmal die Spülung bitte!
     
  24. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Es gibt halt solche und solche Informationsquellen. Fakt ist, dass für die am Standort neu koordinierte Frequenz die Firma ILCO NICHT von der BNetzA als Sendernetzbetreiber ausgewählt wurde. Punkt.
     
  25. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @Hinztriller: Ich bezog mich auf die 92,0, die bekanntlich vom Domradio genutzt wird.

    Welche Entscheidung die BNetzA für die 97,2 getroffen hat, weiß ich nicht; für unwahrscheinlich halte ich es jedoch, dass es sich um die MB handelt.
    Ist auch nicht entscheidend: Worauf es ankommt, ist, dass es bis zum Jahre 2015 dauern wird, bis Programmveranstalter den Senderbetreiber frei wählen können.
    Lächerlich: In keinem anderen Land ist man derart rückschrittlich, nur weil einige Großkonzerne an ihren Pfründen kleben!

    Was meinst Du, was man alles bewirken könnte, wenn sich all die kleinen Programmveranstalter zusammentäten, um gemeinsam eine Interessensvertretung zu gründen; wie viel man dann an Lobbyarbeit leisten könnte, mit dem gemeinsamen Ziel, den Markt auf UKW für privaten lokalen und sublokalen Rundfunk zu öffnen!

    Die lachen sich doch bei der LfM kaputt: "Da kommt schon wieder so ein kleiner Webradioveranstalter, der 'ne UKW-Frequenz haben will. Dem erklären wir erstmal dass es keine gibt, und wenn er weiterbohrt, sagen wir ihm einfach, dass er zwar eine koordinieren lassen kann, keineswegs jedoch die Sicherheit erhält, sie schlussendlich nutzen zu können. Zuvor muss er aber erstmal den Rundfunkführerschein machen, um überhaupt an einer Frequenzausschreibung teilnehmen zu können."
    - Tja, so ist das, wenn jeder nur für sich selbst rumwurstelt: Dann kann man bestenfalls als Grundstücksfunker oder auf Mittelwelle auf Sendung gehen, oder natürlich ins benachbarte Ausland flüchten bzw. knapp unterhalb des UKW-Rundfunkbandes senden.

    Mich haben die Zustände in der deutschen Radiolandschaft seit jeher gestört: In allen Nachbarländern gibt es mehr Vielfalt, aber weil in Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, die ganzen kleinen Webradiomacher und Grundstücksfunker untereinander in Konkurrenz stehen, lässt sich gegen die Übermacht der Medienkonzerne, insbesondere der Zeitungslobby, nichts ausrichten.
     
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