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Radio für Reife

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Claudia, 01. Juli 2003.

Status des Themas:
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  1. Claudia

    Claudia Gesperrter Benutzer

    Das Radio ist fast nur noch zum jugendlichen Dödelmedium verkommen und die große Markt-und Werbelücke der reiferen Generation wird nicht wahrgenommen. Die Werbung ( und damit das Radioprogramm) läßt die die Menschen ab 35 außen vor.
    Das behauptet Uwe Bergheim, Chef von E-Plus in der HÖRZU !

    Und Entertainer Götz Alsmann in der Zeitschrift: "Jazz-Echo":
    "Ich hasse Formatradio, das ist für mich Stalinismus in Reinkultur !
    Mittlerweile gibt es in Deutschland nur noch Radiosender, die Musik für kleine Mädchen zwischen 19 und 20 Jahren, die keine Pferde mehr haben, aber immer noch Basketball spielen, spielen.
    Als Kind habe ich noch Radio gehört, als es noch das schöne alte
    "Für jeden etwas" gab und nur so habe ich erfahren, was es alles an Musik gibt. Ich will nicht ewig Abba-Phrasen-Schulenglisch-Musik hören !

    In einer Untersuchung der Senioragency international :

    "Wenn mich ein Angebot überzeugt, dann wechsle ich auch die Marke", das sagen

    55% der 18 - 30 jährigen,

    67% der 31-44 Jährigen,

    68% der 45 - 64 jährigen !!!!!

    61% der über 65 jährigen !!


    Liebe Privatradio-Direktoren, wie lange glaubt ihr denn immer noch den veralteten Unsinn der werberelvanten Zielgruppe der 14 - 49 Jährigen ????

    Wann kommt endlich wieder ein von älteren, reiferen Menschen gut aktzeptiertes Radio ?
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben !
     
  2. Der Schwabe

    Der Schwabe Benutzer

    Wenn die Werbewirtschaft buchen würde, gäbe es RPR2 nächsten Monat immer noch. Hörer sind ja genug da.
     
  3. radiohexe

    radiohexe Benutzer

    Liebe Claudia,

    dieses Thema ist erst kürzlich in einem anderen Thread erörtert worden. Mach Dir doch bitte die Mühe, dort mal nachzuschauen.
    Wenn Du schon mal am nachschauen bist, dann nimm Dir doch mal einschlägige Homepages vor, die sich mit den Mediadaten der Sender befassen. Du wirst feststellen, dass die meisten AC-Wellen Durchschnittsalter jenseits der 35 aufweisen - und sich die über 50jährigen bei den Wellen der ö.-r. offenbar ganz wohl fühlen. Dein Gejammere "Es gibt ja kein Radio für die Älteren" lässt sich so pauschal also nicht halten. Du solltest bloss mal aufhören, Quellen so wahrzunehmen und zu gewichten, wie es Deiner Meinung (die mir verdächtig viel Frust enthält) dient.
    Wenn Du dann immer noch freie Zeit hast, dann gründe doch eine eigene Mediaberatungsagentur und mache den Vertretern der Werbebranche klar, was ihnen mit den Leuten der älteren Generation entgeht. Solange die dafür kein Geld ausgeben wollen, nützt das beste Format für Reife nichts: weil es nämlich pleite geht.
    Und solltest Du dann immer noch freie Spitzen haben - zeitlich wie finanziell - dann kaufe Dich bitte bei einem Formatradio Deiner Wahl ein und versuche, das Programm nach Deinen Wünschen zu gestalten. Das könnte ein ganz interessantes Experiment werden - für alle Seiten.
    Die Hexe

    PS: Die von Dir aufgeführte Kritik richtete sich gegen FORMATradio!!! Die Medienlandschaft besteht aber nicht nur aus Formatradio. Möglicherweise ist Deine Sicht ein wenig beengt?!
     
  4. Pallek

    Pallek Benutzer

    Meinung der Unreifen

    Liebe Claudia,

    lange habe ich Beiträge wie Deinen hier mit einem „denn sie wissen nicht, was sie tun“ beschmunzelt. Die ewigen Seitenhiebe gegen das Formatradio in Deutschland gehen mir nun langsam aber sicher auch auf die Nerven!

    Immer wieder schreiben Leute wie Du, die offensichtlich vom harten Tagesgeschäft einer Radiostation keine Ahnung haben, an den Haaren herbeigezogene Kommentare um somit ihrer persönlichen Meinung Luft zu machen.

    Vergleiche die ganze Sache doch mal z.B. mit einem modernen „Formatsupermarkt“ und einem Tante-Emma-Laden! Sicher ist es schön und ursprünglich in einem Tante-Emma-Laden einzukaufen und einige Leute tun das natürlich auch, aber so ein Laden wird in der Rangliste immer unter einem gut organisiertem Supermarkt oder Discounter liegen und irgendwann seine Türe für immer schließen müssen. Die Gründe hierfür sind mit Sicherheit nicht nur in der Preispolitik zu suchen.

    Richtige und professionelle Kommunikation mit dem Verbraucher, sowie eine optimale Angleichung an die Bedürfnisse einer möglichst großen Gruppe von Menschen sind das Ziel.
    Das ist absolute Bedingung um, gerade in der heutigen Zeit, wirtschaftlich und somit gewinnbringend zu arbeiten.

    Genau so funktioniert das beim Radio auch.

    Ich weiss, wovon ich rede, denn ich arbeite nun seit fast 15 Jahren beim oder für das Radio. Aktuell im Programmbereich (Moderation), aber auch im Bereich Marketing (Werbezeitenverkauf) habe ich lange Zeit gearbeitet.

    Zitat:

    Das Radio ist fast nur noch zum jugendlichen Dödelmedium verkommen und die große Markt-und Werbelücke der reiferen Generation wird nicht wahrgenommen. Die Werbung ( und damit das Radioprogramm) läßt die die Menschen ab 35 außen vor.
    Das behauptet Uwe Bergheim, Chef von E-Plus in der HÖRZU !

    Absoluter Blödsinn! Herrn Bergheim sollte vielleicht mal einer sagen, dass es nicht nur Sender wie NRJ oder NJOY gibt, die natürlich überwiegend die junge Zielgruppe ansprechen. Vielleicht ist er ja auch nur neidisch, weil er es versäumt hat, diese wertvolle Zielgruppe, mangels Innovation und eben solch einer oberflächlicher Denke für sich bzw. für das Unternehmen E-Plus zu gewinnen. Frag mal den Chef von Vodafone, der sieht die ganze Sache mit Sicherheit anders und lacht über solch eine Äusserung, da er die Kiddies mit dem Vodafone-Live-Konzept in Verbindung mit den Photohandys mit zu seinen besten Kunden zählt.

    Es gibt für jedes werbetreibende Unternehmen und für jede Zielgruppe den bzw. die passenden Sender!

    Also liebe Formatradio-Kritiker – schnappt euch mal ein paar Mediadaten von verschiedenen Sendern, lasst euch von jemanden zeigen, wie man so was liest und dann möge dies euch endlich mal die Augen öffnen!

    Hier mal ein Beispiel aus Nürnberg:

    Hitradio N1 / NRJ: Kernzielgruppe ca. 14-30
    Charivari / Gong: Kernzielgruppe ca. 30-45
    Radio F: Kernzielgruppe ca. 45-59

    Soviel zum Thema “fast nur noch jugendliches Dödelmedium“

    Zitat:

    Mittlerweile gibt es in Deutschland nur noch Radiosender, die Musik für kleine Mädchen zwischen 19 und 20 Jahren, die keine Pferde mehr haben, aber immer noch Basketball spielen, spielen.

    Was ist mit Arabella in München? Was ist mit Radio Melodie?

    Sind offensichtlich Sender, von denen ein Götz Alsmann, noch niemals etwas gehört hat.

    Oberflächlicher als seine kann eine Aussage nicht sein! Er sagte nicht etwa: „..fast nur noch Radiosender...“ oder „Mir kommt es so vor, als ob die meisten Sender....“ NEIN! Er sagte „...gibt es in Deutschland NUR NOCH Radiosender...“.

    Schlimm, dass so viele Leute die Dinge so sehen, wie sie diese rein persönlich sehen und nicht so, wie sie wirklich sind und diese Meinungen dann hier auch noch als Argument verwendet werden.

    Sorry, aber das musste jetzt mal raus, auch wenn ich sonst eher zur zurückhaltenden Fraktion hier zähle!

    Schönen Abend in die Szene!

    Markus

    P.S.: Ganz interessant dürfte in diesem Zusammenhang wohl auch der folgende Beitrag sein:

    http://www.radioszene.de/news/Radio_als_Werbemedium.htm
     
  5. RIAS4EVER

    RIAS4EVER Benutzer

    Hallo Claudia .. lass Dich hier nicht schon wieder die Ohren vollbrüllen .. In Berlin gibt es einen privaten Anbieter, der doch tatsächlich zwei Radiourgesteine eines nicht mehr existenten Ö.R. Radios (siehe mein Logo) für sich gewinnen konnte. Nun geht die Post (zumindest freitags) bei diesem privaten Anbieter ab. Es ist ein kleinerer Anbieter, der mal was wagt und anscheinend Erfolg damit haben wird.

    Zumindest dürfen die Jungs 2 Jahre da "wirbeln" auf die
    gute alte Art.

    Und das Beste ist:
    -ohne Handschellen
    -ohne Maulkorb

    Zielgruppe: 30 bis 50
     
  6. Claudia

    Claudia Gesperrter Benutzer

    @ Pallek @ radiohexe

    Ich verstehe eigentlich nicht, daß ihr mit Zähnen und Klauen eure derzeitige Radiolandschaft so verteidigt und auch so gereizt darauf reagiert wird.
    Ich selbst stelle ja nur fest und stimme den zitierten Zeitungsberichten und Untersuchungen aus eigener Erfahrung zu.

    Mein Mann und ich haben die Europavertretung eines Segelboot und Yacht-Herstellers und wir reisen viel herum und bemerken, daß nirgends das Radio so "teenyhaft" ist wie in Deutschland und Österreich.
    Wenn wir eine Präsentation oder eine Veranstaltung organisierten, hatten wir noch in den Achtziger Jahren gute Zusammenarbeit mit örtlichen Privatradios ( in Italien z.B. Radio Adria in Grado, nach Pula engagierten wir einen Moderator von Radio UNO, der uns dort die Musik und Moderation organisierte.
    In Deutschland und Österreich hatten wir in den Siebziger Jahren gute "Conferenciers" wie H.Joachim Kulenkampff oder Klaus Havenstein engagiert.

    Wenn wir heute eine Veranstaltung für unsere Händler und Kunden ( die zu 80% über 50 Jahre alt sind !) organisieren wollen, dann geht das mit den heutigen Radios kaum noch.
    Da werden uns nur junge Hip-Hip Rave-Diskjockeys angeboten, bestenfalls noch ein Arabella-Mann, der aber auch nicht weiß, was ein Calypso, Ska, oder Beguine ist und wenn sich Tänzer dann Cha, Cha, Tango oder Walzer wünschen, dann bieten sie einem Claudia Jung an.
    Jedenfalls unser Publikum will diese "Privatradio"- Dudelmusik, diese flache Spaßgesellschaft-Moderatoren nicht mehr !
    Ein sehr großer Teil des älteren Publikums fühlt sich von den heutigen Radios einfach nicht mehr angesprochen ! Das ist Tatsache ! Nur Klassikradio und MDR-Info-Welle decken das Bedürfnis nach gehobener, seriöser Unterhaltung dieser Zielgruppe nicht ab !

    Mir persönlich ist es ja völlig egal, was ihr mit dem Radio da weitermacht. Mittlerweile brauchen wir es jedenfalls nicht mehr !
    Ich amüsiere mich nur immer wieder, wenn ich Meinungen und Artilkel wie die oben erwähnten lese und ich denen zustimme.

    Ich bin auch nicht frustiert, denn wir haben ja genug zu tun und es geht auch ohne Radio.
    Kürzlich haben wir z.B. einen Event mit Bill Haleys Comets organisiert, ganz ohne Radio und mit ausverkauftem Saal !
    In der Region wäre kein kompetentes Radioprogramm mit Rock`n Roll, Swing und Big-Band Musik empfangbar gewesen !

    Aus diesen eigenen Erfahrungen kann ich eben den obigen Zeitungsartikeln zustimmen.
    Von Handyfirmen, die zu sehr auf Jugendliche setzten, habe ich auch erfahren ,daß sie große Probleme damit haben, daß eben diese Jugendlichen in großer Zahl die Telefonrechnungen nicht bezahlen können, während man mit der älteren Klientel diese Probleme weniger hat.
    Wir kommen durch unser Geschäft eben mit vielen älteren Wirtschaftstreibenden zusammen und ich muß da immer wieder schmunzeln, wie das alles falsch eingeschätzt wird.

    Trotzdem, ich wünsche allen Radiomachern viel Erfolg !Radioprogramme, wie WIR sie brauchen würden, muß man aber mit der Lupe suchen. Manchmal hört man in der Tat noch welche, aber das sind schon Geheimtipps. So z. B. freue ich mich immer wieder, wenn ich im Salzkammergut am Traunsee sein kann und Sonntag vormittags da Radio Salzkammergut hören kann.

    Claudia de Rentes, Starnberg ( 58 Jahre)
     
  7. WDR2FREAK

    WDR2FREAK Gesperrter Benutzer

    Liebe Claudia,

    eines möchte ich noch gerne wissen: Wer zwingt die "Reifen" denn bitteschön, Privatradio zu hören?! Warum z.B. wohl arbeitet, um nur ein Beispiel zu nennen, der zitierte Götz Alsmann bei WDR 4 und nicht bei Sunshine Live?

    Schönen Tach!
     
  8. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    Pallek, danke für den Link zu "Radio als Werbemedium". Ist ein sehr motivierender Text!

    Claudia,
    Radiomacher macher Radio unter bestimmten wirtschaftlichen Bedingungen. Sie müssen ihr Produkt in zwei Richtungen verkaufen:
    - dem Hörer, der ihm möglichst hohe Hörerzahlen liefert
    - der Werbewirtschaft, indem Radiomacher möglichst hohe Hörerzahlen vorlegen aus dem Bereich, der für die Werbewirtschaft interessant ist.

    Ich mache durchaus nicht das Programm, das ich gerne hören würde. (Trotzdem macht es mir übrigens meistens Spaß.) Ich mache auch kein Programm, dass man als niveauvoll bezeichnen kann. Diese Frage ist aber auch vollkommen irrelevant, so sehr ich mir auch anderes Radio wünsche.

    Ein Programm, das sich an anspruchsvolle, informationsbedürftige und ältere Menschen (50+) wendet, kann ja durchaus erfolgreich sein. Das ist gar keine Frage. Und dass diese Altersgruppe sagt, "klar wechsel ich die Marke, wenn sie gut ist", ist auch vollkommen unbestritten.
    Ebenso unbestritten ist aber auch, dass die Werbewirtschaft sagt, "diese Zielgruppe ist für uns im Radio uninteressant, weil wirksame Werbung für diese Zielgruppe zu teuer ist". Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird hier von der Werbewirtschaft für zu niedrig gehalten. Deshalb machen Privatsender keine Programme für diese Altersgruppe.
    Würde die Werbewirtschaft sagen, "50+ ist unser größter Markt, hier können wir richtig Gewinne machen", dann würde es auch die entsprechenden Programme geben.
    Mag sein, dass das Radio an dieser Entwicklung zur weiteren Verflachung mitschuld ist, was ich für wahrscheinlich halte. Es ändert aber nichts daran, dass der Stand der Dinge jetzt so ist wie oben beschrieben. Und danach müssen sich Radiomacher richten.
    Wem's nicht passt - ich kann's verstehen - der höre DLF, SWR1, WDR2, DLR etc. Gibt ja nicht nur Privatradio.
     
  9. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

    Noch ein Argument der Werbewirtschaft gegen "50+" im Radio: Diese Zielgruppe wird bereits durch das Fernsehen "mitgenommen", warum also zusätzlich Werbung buchen?
     
  10. Sassa

    Sassa Gesperrter Benutzer

    @ Rösselmann

    Und die anderen Zielgruppen werden durchs Fernsehen nicht mitgenommen ?? Also braucht man alle Zielgruppen, die von MTV, VIVA und sonstigen Bravo-Chart-Sendungen im privaten TV bedient werden, auch nicht mehr im Radio buchen ?
    Das ist wieder mal ein unüberlegtes "Argument" !


    Immerhin wird hier von Radiomachern jetzt offen zugegeben, daß Privatradios kein Medium für 50+ Menschen sind.
    Sie sagen, das wäre kein Geschäft.

    Was verschwiegen wird: Sie wollen es nicht, weil sie es nicht KÖNNEN !!
    Der Grund: Die Privatradiobranche ist in Deutschland sehr jung und damit auch die damit verbundenen Werbeagenturen. Das Personal dort ist also auch in einem sehr jungen Durchschnitt und sie sehen die Welt nur aus ihrer Sicht.
    In Ländern, wo es schon lange Privatfunk gibt, ist eigenartigerweise der Jugendwahn nicht so stark ausgeprägt. In den USA sind die sonorigen 60 jährigen Moderatoren die Stars und die Programmvielfalt schließt die 50+ Generation genauso mit ein und es ist nicht so ein Mißverhältnis, daß eine ganze Generationsgruppe, die fast schon die Hälfte der Bevölkerung ausmacht, einfach ausgegrenzt wird.
    Mit 50 bist Du tot, so ist es in der Werbe- und Privatradiowirtschaft !

    Selbst wenn sich ein Radioveranstalter jetzt mal entschließen würde, ein Fifty-plus Radio zu machen. Er kriegt ja gar keine fähigen Leute, die das machen könnten ! Die heutigen Einsteiger hätten ja auch gar keinen Überlick über die Musik der letzten 50 Jahre !
    Auf eine Anzeige "Moderator gesucht" würden sich ja wieder nur hunderte Möchtegern-Jugendlich-Diskjockeys melden und kein einziger 50 Jähriger, der Kompetenz ausstrahlt. Die sind doch alle in festen Berufen. Da muß man eben schon noch Jahrzehnte warten, bis solche Programmacher im bisherigen Radio nachgewachsen sind.
    Allerdings bezweifle ich, ob die heutigen jungen Moderatoren genug lernen: Sie setzen sich mit Musik kaum auseinander, weil sie ohnehin nur das spielen dürfen, was laut ewiggleicher Rotation daherkommt, sie setzen sich zuwenig mit kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Inhalten auseinander, weil für Inhalte kein Platz ist.. Wer Jahrzehnte nur Claims aufsagt, was soll der schon gelernt haben ?

    Interessant wirds nur, wenn bei uns 30 Jahre vergangen sind. Dann sind die jetzigen Radiomacher auch allesamt über 50. Wäre neugierig, ob sie vorher einen Berufswechsel machen und jungen Moderatoren Platz machen oder ob sie dann doch auch plötzlich behaupten, daß ein reiferes Programm auch ganz gut wäre. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein heutiger Hitradio-Dudelmoderator bis zu seiner Rente in dieser Art seinen Job machen wird.

    Jetzt jedenfalls heißt es:
    Liebe Werbekunden und Unternehmer, die ihr die 50+ Zielgruppe erreichen wollt !
    Macht einen großen Bogen ums Privatradio, die wollen Euch nicht, die können Euch nichts bieten !

    Übrigens, liebe Claudia: Ein Verwandter von mir verkauft Harley-Davidson Motorräder ! 90% seiner Kunden sind über 50 Jahre alt ! Auch er lebt gut von dieser Altersgruppe !
    Von 1990 - 1994 hat er in einem bayerischen Lokalsender eine Countrysendung gesponsert mit ca. 10.000 DM im Jahr. Dann haben die diese Sendung einfach abgeschafft und jetzt läuft durchgehend der "beste Musikmix", allerdings jetzt ohne die Motorradwerbung.
     
  11. Radioso

    Radioso Benutzer

    ich bitte nicht zu vergessen, dass es sehrwohl private radiomacher gibt, die das projekt 50+ wagen. bestes beispiel hierfür ist wohl harmony.fm, welches sich ab herbst in hessen über ukw ausdrücklich an die hörerschaft über 50 wendet! bleibt nur abzuwarten, wie sich der sender rentieren wird. nächstes jahr sind wir alle schlauer...
     
  12. Sassa

    Sassa Gesperrter Benutzer

    Das ist interessant. Da kann man denen nur gratulieren und alle Daumen halten !
    Bisher gabs das noch nicht ! Weiß man schon, woher die die Moderatoren bzw. Reporter rekrutieren? Wird da jemand vom HR abgeworben ?
    Ist HarmonyFM nur terrestrisch oder auch im Internet udn Satellit?

    Ich habe von so einem ähnlichen Projekt in Österreich gelesen, in Graz soll heuer noch ein privates "Radio Nostalgie" mit Jazz, Swing, Tanzorchester und Operettenmusik starten.
     
  13. Claudia

    Claudia Gesperrter Benutzer

    Ich sags ja, immer wieder zum Schmunzeln, die ganze Privatradioszene !

    Ich rekapituliere:
    1.) Da eröffne ich diese Diskussion mit Zeitungsartikeln, die darstellen, daß das Privatradio an der älteren Generation völllig vorbeigeht und ich schildere meine ebensolche Erfahrung !

    2.) Es wird über mich hergefallen von Privatradiomachern, daß ich wohl ein frustierte Person bin, daß ich nicht verstehe, daß ich wohl eine einseitige Sicht habe und nicht erkenne, daß die 50+ Generation einfach kein Geschäft ist, daß die Werbewirtschaft in einem solchen Programm nicht werben würde usw.

    3.) Es treffen bei mir plötzlich Mails ein, von der Costa del Sol bis Berlin, daß es für meine Zielgruppe doch auch Radios gäbe, in denen es sich gut werben ließe !
    Hinweis an das Radio an der Costa del Sol: Wenn ich da bin, höre ich mir das einmal an und würde mich melden !

    4.) Und schließlich wird hier gepostet, daß doch schon die Vorbereitungen laufen für weitere private 50+ Radios !

    Das ist doch alles zum Lachen, oder ?
     
  14. honk

    honk Benutzer

    moin, moin,

    @claudia.

    zum lachen finde ich andere dinge deutlich besser geeignet.

    @radiohexe.
    DANKE
     
  15. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Meiner Meinung nach hat sich das Radio nicht von den älteren Menschen verabschiedet, sondern von den intelligenten.

    Es gibt so einige 50jährige, die gerne Rock hören, oder Techno und House-Fans in den 30ern. Aber die tun sich eine geistlose Jugendwelle sicher kaum an. Das Niveau dort ist ja vielen Jugendlichen mitten aus der eigentlichen Zielgruppe schon zu peinlich.

    Beim Mainstreamfunk ist es dasselbe. Ist ja völlig okay, dass es durchformatierte Hot-AC Stationen gibt. Aber muss diese blöde Superlativ-Anmache im vier Minuten-Takt zwischen der Musik wirklich sein? Ein anderer Publizist als der oben zitierte hat mal gesagt, dass diese Radiomacher ihr Publikum regelrecht verachten müssen und ich gebe ihm Recht.
     
  16. Corinna

    Corinna Benutzer

    Liebe Claudia,

    man kann dich ja nur dazu animieren, in den Radiosendern, die eine ältere Zielgruppe ansprechen zu werben. Ihr habt doch z.B. genau das Produkt, das in Klassikradio (High-End-Consumer, ältere Hörergruppe) super reinpasst. Die angstrebte Zielgruppe ist wohl eher bei den "neuen Kulturinteressierten" und den "Leistungsorientierten" zu suchen, aber vielleicht sollte man sich mit der Realität abfinden und da sozusagen "den Rahm abschöpfen" statt dem allgemeinen Jugendwahn hinterherzulaufen. Hip ist doch, wer neue Trends setzt und nicht der, der immer nur vorgetretenen Pfaden folgt.

    Das Problem ist doch, wie hier schon vorher geschrieben, daß die (Privat-)Radioproduktion und die Werbewirtschaft hauptsächlich von jungen Leuten dominiert werden (ich gehöre übrigens selbst zu den thirty-somethings). Die können oft nicht über den Tellerrand gucken und potentielle neue Kunden ausmachen. Aber gleichzeitig kann ich bei vielen Postings hier eine Mischung aus Arroganz und Angst ausmachen. Arroganz, weil man sich als Medienmensch zu einer Elite zählt, Angst, weil der Jobabbau viele Radiomacher in die Arbeitslosigkeit oder zu Arbeit zum Billigsttarif (siehe: Praktikanten) zwingt.

    Da hat allerdings nix mit "Formatradio" zu tun. Format bezieht sich per definitionem auf die Musikfarbe bzw. Musikstruktur (Programmformat = Musikformat) und die soll doch der Zielgruppe angepaßt sein, oder? Die meisten, die über "Formatradio" schimpfen, meinen doch das AC-Format, das allerdings (da stimme ich völlig zu) den deutschen Radiomarkt überschwemmt. Aber man kann auch mit "Format" ein Qualitätsradio machen. Da zählen dann auch noch ganz andere Aspekte wie z.B. Moderation und Service zu. Klassikradio ist nicht zwingend besser als Radio Hamburg, nur weil man sich da der sogenannten "Hochkultur" bedient (ist es aber doch, weil es einfach handwerklich gut gemachtes Programm ist, respektive bis jetzt war - mal abwarten).

    Also: du regst Radio in einem neuen Format 50+ an. Nur zu. Daß kann nur eine Bereicherung der Radiolandschaft sein. Allerdings müssen mehr off-air-Aktion gestartet werden. Man kann nicht nur on-air gehen und erwarten, dass die Leute von selbst drauf kommen. Und was Werbekunden betrifft: da muß man halt eigene Wege gehen und sich nicht auf die Buchung durch Agenturen verlassen. 50+heißt ja nicht gleich Tena-Lady.

    Ansonsten: gutes Thema (danke).
     
  17. VoiceOver

    VoiceOver Benutzer

    @claudia

    Ich rekapituliere mal kurz...
    neben deinem allgemeinen Bedauern darüber, dass es kein gutes 50+ Radio in Deutschland gibt, bedauerst Du auch, dass einige Radiomacher keine Events mit Dir veranstalten wollen (habe ich zumindest beim überfliegen so verstanden).

    Hast Du mal darüber nachgedacht, ob deine Events Deine Medienpartner strategisch weiterbringen?

    Nein? Wette ich zumindest.

    Früher lag nämlich der Trend allein Im Ausverkauf von Sendezeit scheint mir. Heute überlegen sich die Herren und Damen in den Sendern schon, was ihre Marke nach vorne bringt und was nicht.
    Vielleicht war Dein Event einfach nicht interessant genug.

    Übrigens auch ein typisches zeichen der 50+ Generation, die der Kunde ist König-Mentalität. HEutzutage gibts zwei Kunden und damit zwei Könige auf beiden Seiten des Deals.

    Das hat sich geändert und damit auch das Radio.

    Das ist meine Sicht der Dinge. Bitte tapp nicht in die Falle und verwechsele nicht Deine eigene Wahrnehmung und die Wirklichkeit.
     
  18. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    @Claudia:

    Ein paar Bemerkungen zu deinen aufgeführten Punkten:
    Es stimmt, dass es einige gibt, die Privatradio für 50+ machen wollen und machen. Das ist zB
    Klassikradio, das erhebliche Schwierigkeiten haben soll, finanziell gesund zu sein/bleiben, obwohl sie gute Hörerzahlen haben. Durch die erhöhte Reichweite in BaWü, könnten sie dazugewinnen.
    Da ist RPR2, ein Sender, der bekanntlich durch zwei Dinge beschreibbar ist, was auch für Klassikradio gilt:
    a) Er hat genug Hörer. ERGO: Privatler sind offenbar in der Lage, diese Altergruppe kompetent anzusprechen.
    b) Die Werbewirtschaft kauft dort keine Werbezeiten, weil die Zielgruppe des Senders für sie nicht erfolgversprechend ist. ERGO: Wenn die Werbung wollte, könnte das Radio es auch tun.
    Aber er ist finanziell am Ende.

    Ob harmonyFM funktioniert werden wir abzuwarten haben.

    Dass Privatradio an der Generation 50+ vorbeigeht, ist weitgehend richtig.

    Dass 50+ in anderen Ländern/Regionen im Radio funktioniert, bestreitet hier niemand. Aber was dort geht, geht hier eben noch lange nicht. Ob du frustriert bist vom Privatradio ist mir natürlich gänzlich unbekannt, aber mit 58 Jahren gehörst du nicht zur Kernzielgruppe. Das mag bitter klingen, ist aber so. Ich kann ja nachvollziehen, dass man Radio hören will, dass für die generation 50+ gemacht wird, ich selbst würde es gerne auch machen. Aber es gibt derzeit noch keine realistischen Aussichten, dass rentabel zu machen.

    @Sassa:
    Niemand sagt, dass mit den 50+ kein Geld zu verdienen ist, aber sie werden nicht mehr per Radio beworben. Radio lebt aber von der Werbung, nicht von verkauften Harleys.

    @Corinna:
    In welchen Postings siehst du denn hier Arroganz oder Angst vor der Arbeitslosigkeit?
     
  19. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

    @Sassa:
    "Und die anderen Zielgruppen werden durchs Fernsehen nicht mitgenommen ?? Also braucht man alle Zielgruppen, die von MTV, VIVA und sonstigen Bravo-Chart-Sendungen im privaten TV bedient werden, auch nicht mehr im Radio buchen ?
    Das ist wieder mal ein unüberlegtes "Argument" !"

    Vollkommen richtig! Ich lege aber Wert auf die Feststellung, daß dieses Argument nicht von mir ist! Die Werbewirtschaft sagt eben, daß
    a) Die 50+-Zielgruppe das TV-Medium am heftigsten nutzt und hält
    b) Radio für ein Marginalmedium, weswegen man hier auf zusätzliche Buchungen verzichten kann. Siehe auch entspr. Link weiter oben.
     
  20. Lauschangriff

    Lauschangriff Benutzer

    FFHarmony

    @ Sassa:

    harmony.fm gibt es neben der zukünftigen terrestrischen UKW-Verbreitung bereits seit Herbst 2000 auf ADR und DAB!

    Und geeignete Moderatoren zu bekommen dürfte wohl keine Schwierigkeit darstellen - habe gehört, da sollen demnächst einige aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz frei werden. :D

    FFHarmony Homepage
     
  21. Corinna

    Corinna Benutzer

    @der beobachter
    "Arroganz und Angst" bezog sich auch weniger auf die Postings zu diesem Thema (die Diskussion finde ich hier sehr angenehm konstruktiv) als vielmehr auf Leute, die sich in letzter Zeit mit viel Theaterdonner auch den radioforen verabschiedet haben. Sollte kein Angriff sein.

    "Da ist RPR2, ein Sender, der bekanntlich durch zwei Dinge beschreibbar ist, was auch für Klassikradio gilt:
    a) Er hat genug Hörer. ERGO: Privatler sind offenbar in der Lage, diese Altergruppe kompetent anzusprechen.
    b) Die Werbewirtschaft kauft dort keine Werbezeiten, weil die Zielgruppe des Senders für sie nicht erfolgversprechend ist. ERGO: Wenn die Werbung wollte, könnte das Radio es auch tun.
    Aber er ist finanziell am Ende"

    Genau das ist doch der Wiederspruch: die Hörerzahlen sind da, allerdings nur bei nationalen Sendern. Wenn lokal nur eine geringe Hörerzahl angsprochen wird, muß die technische Reichweite erhöht werden. KlaRa ist da schon auf dem richtigen Weg. 1989 (in der Planungsphase) ging man noch von einem reinen Kabelkanal aus. Aber damit ist ja bekanntlich schon Belcanto gescheitert. War doch klug, über Kabel bundesweit empfangbar zu sein und die terristrischen Frequenzen nach und nach aufzubauen. Es müssen also auch Firmen angsprochen werden, die überregional orientiert sind. Ist es nicht vielleicht so, daß die Werbewirtschaft kein Interesse hat, weil die ältere Zielgruppe anspruchsvoller ist, also mehr Aufwand betrieben werden muß, beziehungsweise in das bekannte Raster nicht hineinpassen? Aber das Geld sitzt doch genau da, es müssen nur andere Waren oder Dienstleistungen beworben werden. Klar, Privatradio lebt von Werbeeinkünften. Es werden aber auch viele Steine in den Weg gelegt. Ich möchte nur an einen Artikel letztens in der Welt erinnern ("Jede Erbschaft ist willkommen. Greenpeace finanzierte Sendereihe in Klassik Radio")

    http://www.welt.de/data/2003/06/12/115918.html

    Das ist doch eigentlich ein cleverer Verbund: Fundraising im Radio. Man muß natürlich prüfen, inwiefern man gegen Paragraf 7 des Rundfunkstaatsvertrages ("ordnungswidrig handelt, wer als Veranstalter von BUNDESWEIT verbreitetem Rundfunk Werbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art verbreitet") verstößt. Oder sollte doch eher mal diskutiert werden, ob damit die nationalen Sender benachteiligt werden? Oder welche Organisationen erlaubt sind und welche nicht? Oder ob da Vorwürfe konstruiert werden? Meines Erachtens war die Greenpeace-Geschichte ein Schritt in die richtige Richtung -> Neues wagen!
     
  22. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    @Corinna:
    "Wenn lokal nur eine geringe Hörerzahl angsprochen wird, muß die technische Reichweite erhöht werden."
    Es liegt nicht einfach an der technischen Reichweite. Wer mehr Menschen erreicht, muss sich inhaltlich völlig anders orientieren als ein Lokalsender. Zudem müssen weitere Frequenzen erst einmal freiwerden, wie das bei KlassikRadio geschehen ist. Wenn 50+ nur landesweit oder gar bundesweit rentabel wird, dann müssen (landesweit) Frequenzen her, bundesweit muss mit den Landesmedienanstalten verhandelt werden. Oder man hofft. Aber Hoffnung ist eine schlechte Strategie.
    Was die Finanzierung eines 50+-Senders angeht, sind die Kosten extrem hoch, denn es muss an zwei Seiten Geld hineingepumpt werden:
    - Das Programm für diese Zielgruppe muss ein gewisses Niveau haben. Das kostet qualifiziertes und umfangreiches Personal.
    - Eine Werbekampagne für 50+ ist weit teurer, zumal sie deutlich länger laufen muss, als Werbekampagnen für 30-49 oder gar 20-29.
    Wo ist dieses Geld?
     
  23. Kaffeemaschine

    Kaffeemaschine Benutzer

    Kompliment an Euch ...

    ...für diese sehr interessante Diskussion, die Grundsätzliches berührt !

    Ich kann mir ein paar Anmerkungen nicht verkneifen, verzeiht mir....

    - zu RPR 2:
    Angeregt durch diesbezügliche Threads hier im Forum habe ich einige "Infoquellen" angezapft ( kann leider selber nicht mitreden ) und als Feedback bekommen, dass RPR 2 offenbar vor allem aus "taktischen" Gründen eingestampft werden soll.
    Telegrammartig die Infos, die ich bekommen habe: minimaler Produktionsaufwand - jahrelang keinerlei Verbesserungen am Programm, obwohl senderintern bereits Pläne vorlagen - neue Kalkulation durch neue Geschäftsführung, die die Synergieeffekte mit RPR 1 ( News, Beiträge ) neu verbuchte - über Jahre KEINE MA-Kampagne.

    Habe mir mal die MA-Zahlen rausgesucht und dabei festgestellt, dass ein Programm mit dieser Reichweite in diesem Sendegebiet durchaus überlebensfähig und profitabel zu gestalten sein müsste.
    Vergesst bitte nicht, dass RPR zur Neupositionierung des "Nachfolgers", big FM, zunächst einen gewaltigen finanziellen Marketingaufwand betreiben muss.
    Ob und wann sich dieses Geld angesichts der demographischen Struktur des Sendegebietes ( Reichweite bei den Einwohnern 14-19 ) rechnet, wird sich weisen.
    Soviel aus der Ferne von mir :)

    Die Diskussion hier über die "Hörer 50+" berührt eine meines Erachtens für die Zukunftdes Mediums sehr bedeutende Frage: inwieweit sind Hörerbedürfnisse ( mal altersunabhängig betrachtet ) und Angebot der sich durch Werbung refinanzierenden Programme heute und in Zukunft deckungsgleich; welche wirtschaftlichen Auswirkungen wird es in wenigen Jahren haben, Programme anzubieten, die weitestgehend inhaltsfrei bzw. -arm sind, PR- und Positionierungselemente einmal ausgenommen.

    Ich werde noch eine Stufe ketzerischer: welche Hörer zieht ein Radio an, das alsein sich selbst permanent beweihräuchernder MP3-Player auftritt ? Kann ein solches Radio auch künftig gegen die "echten" MP3-Player konkurrieren ?
    Nutzen viele der heute produzierten Programme die natürliche, in der Psychologie des Mediums begründete Stärke des Radios tatsächlich aus ?

    Ich möchte dies bezweifeln.
    Und: wagemutig eine Wette eingehen, einzulösen in fünf Jahren.

    Dann wird es viel mehr private Stationen geben, die weniger auf Vollkasko-Strategie und Rund-um-die-Uhr-Fake setzen, sondern ihr Programm mehr mit dem Bauch, als mit den Tabellen der Consulter gestalten.
     
  24. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @ Pallek

    Ich habe gerade oben Dein Statement zum Thema gelesen und ich muss sagen, ich könnte Kotzen, wenn ich so was lese, wie „professionelle Kommunikation mit dem Verbraucher“. Also ehrlich, ist das Deine Einstellung zum Radio? Da hören also nur Verbraucher ja? Nur Leute, denen es also scheißegal ist, ob sie Radio hören, oder ein Auto kaufen? Bravo! Dann hast Du sicher Deinen Traumberuf gefunden!!!
    Genauso, wie jemand seinen Traumberuf geunden hat, der feststellt, dass seine größte und herausragenste Eigenschaft ist, den Leuten ein Auto aufzuquatschen; es ihnen förmlich an den Hals zu schleimen. So klingt dein Statement leider!
    Wenn Du Radio irgendwann nur noch als Werbeträger (und weiter NIX!) auffasst, warum bist Du dann nicht selber groß in eine Werbeagentur oder bei E-Plus eingestiegen??
    Selbst, wenn Herr Alsmann den Eindruck hat, es gäbe „NUR NOCH Radiosender...“, sollte man sich als Radiomacher, doch mal Gedanken machen, woher dieser EINDRUCK stammt.
    Habe leider das Gefühl, dass sich hier viel zu viele PLAKATKLEBER wie Du äußern!

    Ich finde, das ,was Claudia schrieb sehr richtig und auch das Alsmann-Zitat ist absolut Klasse!

    Immer noch besser als andere, die meinen: 10 Hits am Stück, das ist’s , was die Leute wollen!
     
  25. Pallek

    Pallek Benutzer

    Hallo RayShapes!

    Vielleicht solltest Du mein Posting nochmal ganz genau lesen, es richtig deuten, mal ein gutes Buch zum Thema Marketing lesen und Dich mal etwas genauer mit der Materie beschäftigen.

    Deine Kritik ist nämlich genauso oberflächlich wie die Aussage von Herrn Alsmann und ich kann über diese Art unsachlicher Kritik nur herzhaft lachen.

    So langsam wundert es mich übrigens nicht, dass sich einige Leute mittlerweile von diesem Forum verabschiedet haben.

    Vor einiger Zeit hat hier im Forum mal jemand treffend geschrieben, es wäre hier wie in einem Forum für Ärzte, wo die Patienten oder einige Besserwisser versuchen, einem Chirurgen zu sagen, wie er seine Operationen durchzuführen hat.

    Eine sehr traurige Entwicklung, wie ich finde!

    Gute Nacht in die Szene!

    Markus

    P.S.: Lieber 10 Hits am Stück als 392 Beiträge ohne sachlichen Inhalt! :D
     

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