Alles neu bei NDR 1 Niedersachsen


Habs mal ein paar Stunden gehört und habe irgendwann entnervt weggeschaltet. Mag ja sein, dass man mal etwas andere Titel spielt, aber "lahmarschig" klingt das Programm immer noch. Kein Drive in der Moderation, kein Mut bei der Musik, mal abgesehen von ein bis zwei "Eurodance-Titeln".

Nein, das Programm ist nach wie vor nix fĂŒr mich!
 
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Das geht mir nicht so. Die Abwechslung finde ich gut, von James Last ĂŒber Gitte bis, was weiß ich, Safri Duo meinetwegen. Alles in allem aber doch irgendwie bekannte Sachen. Es wĂ€re schön, wenn sich diese Abwechslung auch im Tagesprogramm widerspiegeln wĂŒrde. Es muss ja nicht ganz so krass sein, aber ein Radioprogramm lebt doch auch von Überraschungen und Abwechslung. Und immer mal wieder so drei, vier Ausreißer pro Stunde wĂŒrden dem Sender gut tun. Dass das bei keinem deutschen Programm eintreten wird, weiß ich auch, wir sind ja nicht in NL, wo z.B. Q-Music tĂ€glich die "foute uur" bringt oder auch sonst viele Sonderaktionen gefahren werden. FĂŒr ein deutsches Programm ist es aber mal ein gar nicht so schlechter Anfang und es macht gute Laune...
 
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Und morgen gibt es noch einen plattdeutschen Nachschlag:
Montag, 03. Februar 2020, 19:00 bis 20:00 Uhr
Nach dem Wilden Wunsch-Wochenende kommt der Wilde Wunsch-Abend auf Platt! Bei den rund 25.000 musikalischen HörerwĂŒnschen waren auch plattdeutsche Titel dabei, die nicht alle gespielt werden konnten. Darum hat Ilka BrĂŒggemann aus einem Teil dieser WĂŒnsche eine Spezialsendung zusammengestellt – mit bekannten und weniger bekannten plattdeutschen Songs. Torfrock, Ina MĂŒller, Jan Fedder und Godewind – das sind nur einige der Interpreten. Freuen Sie sich auf einen "wilden Wunsch-Abend op Platt"!
https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/epg/Wilder-Wunsch-Abend-op-Platt,sendung994772.html
 
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Zum Nachlesen (Link geht nur bis 16.2.20)
https://www.ndr.de/ndr1niedersachse...ate=2020-02-03&hour=19&search_submit=Anzeigen

Beeindruckend : 25.000 Hörerzuschriften fĂŒr das Wilde Wunschwochenende. Das könnte man auch so interpretieren, dass vielleicht nicht ganz 25.000 Hörer, aber doch eine betrĂ€chtliche Anzahl dieser Hörer/-innen auch mal etwas Anderes als den tĂ€glichen Einheitsbrei hören möchten. Aber wie auch immer, grundsĂ€tzlich wird es nichts am tĂ€glichen (Musik-)Programm Ă€ndern.
 
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Immerhin lÀsst die Obrigkeit durchblicken, dass die Hörerinnen und Hörer deutsche Musik gut finden. Welch ein Wunder :rolleyes:. Dieses ZugestÀndnis hÀtte man nach der Programmumstellung im Jahr 2012 bestimmt nicht gemacht.

Musikalische Thementage a la "Einfach mal nur Deutsch" sind beim Publikum gut angekommen und bleiben im Programm, ĂŒber die HĂ€ufigkeit wird noch diskutiert.
 
Immerhin lÀsst die Obrigkeit durchblicken, dass die Hörerinnen und Hörer deutsche Musik gut finden.
Ach. Welch Erkenntnis.

Beobachten wir weiter, wie "Obrigkeiten" weiter umhereiern, solche Erkenntnisse einerseits zugeben zu mĂŒssen und sie andererseits nicht im Mindesten umzusetzen gewillt sind. Das habe ich Joachim ĂŒbrigens schon vor dem Deutsch-Wochenende gesagt. :D
 
So was wĂ€re frĂŒher als Deutsch-Pop gehandelt worden und Legionen ĂŒberdrehter Hitradio-DJs hĂ€tten dem Interpreten Rosen gestreut. Aber weil Ben Zucker von Anfang an ĂŒber die Schlagerschiene vermarktet wurde rĂŒhren die Berater seine Singles nicht an.

 
So was wĂ€re frĂŒher als Deutsch-Pop gehandelt worden und Legionen ĂŒberdrehter Hitradio-DJs hĂ€tten dem Interpreten Rosen gestreut. Aber weil Ben Zucker von Anfang an ĂŒber die Schlagerschiene vermarktet wurde rĂŒhren die Berater seine Singles nicht an.

Ich fĂ€nde es gut, wenn diese Art von Musik gar nicht im Radio stattfinden wĂŒrde. Andreas Bourani bitte gleich hinterher.
 
Den Song: "Ben Zucker: Der Sonne entgegen ... " finde auch ich doof. - Anders: "Nic P: Berlin" - So pauschal verdamme ich Deutsch-Pop nicht.
Als Hörer von NDR1NDS frage ich mich manchmal aber doch, ob die Musikredaktion Provisonen dafĂŒr kassiert, dass - die ĂŒblichen verdĂ€chtigen - Interpreten besonders hĂ€ufig in die Playlist geschrieben werden, ihnen GEMA-EinkĂŒnfte zugeschustert werden.
...Andreas Bourani bitte gleich hinterher.
Andreas Bourani? ... Gehört auch zu den 'kĂŒnstlich' promoteten Figuren.
 
Nik P., Ben Zucker, Kerstin Ott und viele andere gegenwĂ€rtige Schlagersterne zeichnet aber gerade aus, dass sie weit vom ĂŒberkommenen Schlagerklischee der 80er.Jahre entfernt sind, das man ĂŒblicherweise mit den Flippers oder G.G. Anderson verbindet. Der Erfolg bei der Jugend gibt ihnen recht und beweist, dass der Schlager trotz hartnĂ€ckigen UKW-Boykotts vonseiten der Printradios und seiner verlĂ€ngerten Arme im werbefinanzierten ÖR-Rundfunk durchaus innovativ ist. Überdies gilt: WĂ€hrend die beratergesteuerten Sender bundesweit immer dieselbe starre Miniplaylist abarbeiten, decken selbst DAB-Sender schĂ€rferen Zuschnitts in der Regel ein riesiges musikalisches Spektrum ab.

Das Berliner UKW-Schlagerradio B2 wiederum bemĂŒht sich um eine junge, rhythmische Playlist und fĂ€hrt eine kleinere Rotation, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen und den Bekanntheitsgrad angesagter Titel zu steigern. In Wahrheit braucht es zweierlei: Engrotierende Hitstationen zur effizienten Vermarktung von Songs und Interpreten sowie breit gefĂ€cherte Angebote fĂŒr Hörer mit lĂ€ngerer Verweildauer (ĂŒblicherweise 40+). Aber 15 mal den gleichen Hitmix braucht wirklich niemand.
 
Die MUSIK der genannten KĂŒnstler an sich hat mit klassischen Schlagern von der Komposition und vom Text her ĂŒberhaupt nicht das geringste zu tun. Also wenn man das Musikwissenschaftlich , Rhytmus, Accorde usw. untersuchen wĂŒrde. Das ist Deutschpop (Nik P.), Deutschrock (Zucker) oder Electro/House (Ott) mit deutschen Texten. Andrea Berg macht Discofox. Das was eine Helene Fischer oder Fantasy macht ist knallharter Dance, in Osteuropa lĂ€uft sowas unter Dance im Radio jeweils in Landessprache. Deutsche Musik hat es aber im eigenen Land schon immer schwer genauso wie Deutsche Filme und Deutsche Schauspieler. Einen JĂŒrgen Vogel, Nina Hoss, Julia Dietze, Jennier Ullrich, Daniel BrĂŒhl oder Moritz Bleibtreu nach dem man sich im Ausland alle Finger leckt kennt hierzulande kein Mensch unter 40. Eigentlich traurig.

Vielmehr packt man die KÜNSTLER in die Schlagerschublade. Was sich im Fall von Ben Zucker (der auch eine Single mit dem Titel "Berlin" hat, knallharter Rock der nach vorne geht) oder Kerstin Ott (die ja auch mit den DJ Team Stereoact zusammengearbeitet hat) zb besonders absurd zeigt. Die Musik von einem Ben Zucker ist um ein vielfaches hĂ€rter als die von einem Max Giesinger oder Vincent Weiß oder Mark Forster und sicher nicht schlechter. Und die Produktionen von Kerstin Ott klingen nicht viel anders als die einer Lea oder Lotte oder Lena und sind vergleichbar mit "Gestört aber Geil", Mia oder Goldregen die ja auch ĂŒberhaupt nicht zum Schlager gezĂ€hlt werden.

Dass diese KĂŒnstler genauso wie auch Eloy de Jong (von Caught in the act), Oli P (!!) Giovanni Zarella (Brosis = Popmusik), Sonja Liebig (Deutschpop) oder Christin Stark (Freundin von Mathias Reim) die Möglichkeit hatten, bei Silbereisen vor einem Millionenpublikum aufzutreten und anschließend auf Tour mit ihm zu gehen ist ja nicht verwerflich und kann man auch nachvollziehen. Oli P galt in den 90ern als Popmusiker und war damals auch in der Bravo, bei The Dome usw. Heute wird er als Schlagerstar vermarktet.

Bei Ben Zucker habe ich es genauso wie schon frĂŒher bei Mathias Reim, die beide klassischen Deutschrock machen, auch nie verstanden, warum die sich so in diese Ecke pressen lassen. HĂ€tten beide nicht nötig.

De r einzige Popmusiker (Brosis) der sich bewusst selber als SchlagersÀnger bezeichnet ist und aktiv diesen Genrewechsel durchgemacht hat ist Ross Antony.
 
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Nik P., Ben Zucker, Kerstin Ott und viele andere gegenwĂ€rtige Schlagersterne zeichnet aber gerade aus, dass sie weit vom ĂŒberkommenen Schlagerklischee der 80er.Jahre entfernt sind, das man ĂŒblicherweise mit den Flippers oder G.G. Anderson verbindet.
Das hat nichts mit einem vermeintlichen "ĂŒberkommenen Schlagerklischee" zu tun, sondern damit, dass die ersten von Dir aufgefĂŒhrten KĂŒnstler in einer gĂ€nzlich anderen Musikschiene, als dem klassischen Schlager zu Hause sind.

Leider ist es aber fast Usus geworden, dass alles, was deutsch Gesungen wird, und nicht den Nerv der Redakteure trifft, mit dem Attribut "Schlager" versehen wird, geradso, als wÀre "Schlager" eine musikalische Resterampe.
 
Leider ist es aber fast Usus geworden, dass alles, was deutsch Gesungen wird, und nicht den Nerv der Redakteure trifft, mit dem Attribut "Schlager" versehen wird, geradso, als wÀre "Schlager" eine musikalische Resterampe.
Ich glaube nicht dass das eine Geschmachsfrage ist, lieber Exhörer. Das ganze lÀuft viel primitiver: Wenn auf dem Titel das Label "Schlager" draufklebt wandert es sofort ungehört in die Tonne.

Die Consulting-Firmen zĂŒchten ihre eigenen "Popstars" (Bourani und Co.), die sie dann auf allen von ihnen kontrollierten Wellen totdudeln, bis sich das Zeug in die Köpfer der Hörer gebohrt hat und selbst bei anfĂ€nglicher Abneigung der berĂŒhmte Gewöhnungseffekt eingetreten ist. Wer in Lagerhallen schuftet, am Bau werkelt oder monotone Routinejobs im Mitarbeiterkreis ausĂŒbt wird oft ganztĂ€gig mit solchen Wellen (zwangs)beschallt und stumpft allmĂ€hlich ab.
 
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Leider ist es aber fast Usus geworden, dass alles, was deutsch Gesungen wird, und nicht den Nerv der Redakteure trifft, mit dem Attribut "Schlager" versehen wird, geradso, als wÀre "Schlager" eine musikalische Resterampe.
Deutsch? Nicht notwendig. "The Kelly Family" machen auch neuerdings Schlager. Zwar nicht im Radio, aber regelmĂ€ĂŸig bei Florian Silbereisen im TV. VerrĂŒckt.
 
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Bis auf Maite singt die Restband englisch. Wenn jetzt gemeint wird, die Kelly Family mache neuerdings Schlager, dann stimmt weder "neuerdings", noch der Begriff "Schlager". Aber es stimmt, wenn ein KĂŒnstler erstmal gebrandet ist, dann kann er solange englisch singen, wie er will, wenn er nicht "den Nerv der Redakteure" trifft.

Aber was soll's? NDR 1 Niedersachsen lÀsst ohnehin keine aktuellen Veröffentlichungen rotieren. Er ist ein reiner Oldiesender.
 
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Eben. Aber singen darf die Band trotzdem bei Florians Schlagerparty. Auf den Pop- oder Oldiewellen (die Kellys gibt es ja auch schon etwas lÀnger) dagegen nicht.

Alles, was nicht "den Nerv der Redakteure" trifft, landet also bei Silbereisen. Und es muss nicht einmal Schlager sein. Verstehe ich das richtig?
 
Wenn KĂŒnstler mit aktuellen Produktionen schon nicht bei Pop- und Jugendradios stattfinden, weil sie aus welchem Grund auch immer als "schlageresk" gebrandet sind, dann kann es ihnen auch dort nicht mehr schaden, irgendwann doch zum Silbereisen zu spazieren. Immerhin ist auch dort ein großer Markt zu erreichen. Ben Zucker zum Beispiel hat das nicht geschadet.
 
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Ich glaube nicht dass das eine Geschmachsfrage ist, lieber Exhörer. Das ganze lÀuft viel primitiver: Wenn auf dem Titel das Label "Schlager" draufklebt wandert es sofort ungehört in die Tonne.
Das ist schon klar, mir ging es nur darum, dass heutzutage der Begriff "Schlager" mit der musikalischen Kunstform "Schlager" ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun hat, sondern eben nur noch dafĂŒr verwendet wird, um alles, was plakativ gesagt sch***e klingt und lausig produziert ist, zu kennzeichnen.
 
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