Der rbb und die technische Versorgung von Südwestbrandenburg


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freiwild

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Es geht darum, dass der Alex so viele Wellen aussendet, dass er dabei so einen Störnebel produziert, dass fremde Programme verschluckt werden. Nicht nur außerberlinische, die sowieso, sondern je nach Lage und Qualität des Radios sogar die vom Scholzplatz. Ich konnte das kaum glauben, bis ich es vor einigen Jahren selbst mal erlebt habe.

In Südbrandenburg, um das es hier eigentlich geht, ist das Empfangsproblem aber bekanntlich ein anderes. Der ORB hätte sich in den 90ern um eine Ausstrahlung seiner Programme vom Sender Oschatz aus kümmern müssen. Hat er nicht getan, und daraus resultiert eine eklatante Versorgungslücke, nicht nur bei Billigradios (wie bei einigen anderen hier genannten Beispielen), sondern überhaupt.
 
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STARSAILOR001

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Ich bin kein Südbrandenburger und kenne die Region empfangstechnisch auch nicht. Aber ich kann mir nur schlecht vorstellen, das Calau da im Flachland Südbrandenburgs nicht einigermassen gut bis zur Landesgrenze kommt?!?! Ich bekomme Calau 98,6 immer auf der A 72 zwischen Plauen und dem Dreieck Hochfranken, trotz Schöneck auf 98,7,,Deswegen wundere ich mich ein wenig .Auch Belzig 106,2 Antenne bekomme ich auch in Höhe der A9 Abfahrt Schleiz generell gut hörbar herein... Und fast jeden Morgen gibts die Werbung eines Autohändlers..mit Bier im Namen.
 
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Radiokult

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Das Ganze ist doch hier schon öfter diskutiert worden. Ein Blick ins Forenarchiv reicht da völlig. Das insbesondere der Südwesten Brandenburgs von Calau aus nicht optimal versorgt wird, hat auch was mit der Topographie zu tun. Mit seinen knapp 190 m ist der Calauer Funkturm halt auch nicht unbedingt ein Riese. Auf welcher Höhe hängen eigentlich die Sendeantennen? Es ist jedenfalls schon lange bekannt, dass vor allem beim mobilen Radiohören die rbb-Programme im Südwesten extrem zu wünschen übrig lassen.

http://www.radioforen.de/index.php?...nt-500-menschen-in-sicherheit-gebracht.32748/
http://www.radioforen.de/index.php?...t-mehr-in-teilen-der-lausitz-zu-hoeren.36478/
 

0815xxl

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Inforadio wird doch auch in Calau abgestrahlt.
Ja, aber auf der 93,4 MHz wird pro Tag 3-5 Stunden das Sorbische Programm gesendet (immer zeitgleich mit Hoywoy 100,4 MHz). Zu der Zeit ist dann nix mit InfoRadio.

Achja, der äußerste Südosten Brandenburgs (Döbern/Tschernitz und östlich) sowie der äußerste Nordosten Sachsens (Weißwasser/Bad Muskau) sind auch nicht besser dran. Für beide Ecken sind Potsdam bzw. Dresden janz weit weg.
 

STARSAILOR001

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Wenn ich bedenke , daß man zu DDR Zeiten in der Lausitz SFB Und Rias ins Radio geholt hat.....ich würde fast Sagen, Leute meckert nicht über den Empfang holt euch gescheite Empfänger :))) In einer simplen Blechbüchse..kann selbst wohl Calau in Mühlberg oder Elsterwerda problematisch werden, wenn auf der anderen Seite 5 MDR Sender herein kommen.Selbst bei mir hier 120 KM vom Sender weg läuft z.B Leipzig Wiederau permanent empfangbar...im SKR 700 in der Küche.
 

freiwild

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Aber den SFB hat man in der Lausitz doch wahrscheinlich zu Hause gehört, nicht mobil. Von daher ist das eher nicht vergleichbar.
 

Radiokult

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Wenn ich bedenke , daß man zu DDR Zeiten in der Lausitz SFB Und Rias ins Radio geholt hat....
Damals war das Frequenzband nicht mal halb so voll und es gab auch nur einen Bruchteil der heutigen Sender. Insofern ist der Vergleich tatsächlich ziemlicher Mumpitz.
 

Radiokult

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Das heutige rs2 und auch der Berliner Rundfunk reichen, wenn auch verrauscht, ziemlich weit in den Südwesten Brandenburgs. Sie kranken im hier diskutierten Gebiet dann aber ebenfalls an einer bergiger werdenden Landschaft. Davon ab ist der Fernsehturm auch um einiges höher als der Funkturm in Calau. An topografischen Karten kann man übrigens recht gut sehen, warum Calau relativ schlecht geht im Südwesten.
http://de-de.topographic-map.com/places/Bad-Liebenwerda-724987/
Die Antennen in Calau hängen auf 144 m. Die Wellen müssen aber über Erhöhungen, die teils sogar höher sind. Und das macht den Empfang halt schwierig.
 

Tweety

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Das man von den Lücken nichts wusste, kaufe ich denen aber nicht ab. Das ist jetzt nicht so überraschend. Gut, dass man den Ausbau jetzt vorantreibt. Jetzt noch auf UKW zu setzen wäre auch sicherlich der falsche weg. Allerdings ist fraglich, ob die Leute in den betreffenden Gebieten sich nicht schon andere Alternativen gesucht haben und jetzt auch etwas bockig sind.
 

CosmicKaizer

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Jörg Wagner hatte Frau Schlesinger vor kurzem im Medienmagazin von radioeins zu Gast. Hörer konnten Fragen stellen und ich war sicher nicht der einzige mit einer Frage zur technischen Versorgung mit rbb-Programmen in Brandenburg. Ich interpretiere mal diese Meldung: es klingt jetzt nach DAB+ first, man will es aber nicht so kommunizieren, um das Gesicht zu wahren.
 
Die Planung des RBB für flächendeckendes Digitalradio in Brandenburg scheint mir diese (vom 1.12.16) zu sein :
http://radioforum.foren.mysnip.de/file.php?35326,file=8490

Finanzierung und UKW - DAB+ Strategie des RBB muss aber noch besprochen werden. So habe ich die Intendantin Schlesinger im Interview (vom 14.1. ab Minute 33) verstanden. Auf UKW werden die Sendelücken laut ihrer Aussage nicht mehr geschlossen werden.
 
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Radiokult

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Zumindest was den Südwesten Brandenburgs angeht, kann dort nur DAB die Lösung sein, weil es da so gut wie keine freien UKW-Frequenzen mehr gibt. Man muss ja schließlich bedenken, dass aus Sachsen-Anhalt und aus Sachsen auch noch reichlich Programme reinblasen. Die Übung dort wäre aber relativ einfach. Der Senderstandort Herzberg ist bereits für den Bundesmuxx koordiniert. Selbiger soll nach derzeitigem Stand 2018 aufgeschaltet werden. Vielleicht ist man ja so schlau und schaltet dort gleich noch einen Landesmuxx mit auf. Die Sendeanlage Hohenleipisch bei Elsterwerda, über die derzeit nur 104.6 RTL analog abgestrahlt wird, ist vor Urzeiten schonmal für das alte DAB koordiniert worden. Auch da könnte man relativ schnell etwas bewegen. Obs dann auch tatsächlich passiert, wäre wieder eine ganz andere Frage.
 

STARSAILOR001

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Über Satellit bekommt man doch Deutschlandweit eine Unzahl an Radiosendern herein...und dafür muß man nicht mal ein neues Gerät anschaffen !

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Und im Autoradio wäre DAB+ eine Alternative in schlecht versorgten UKW Gebieten, nur dann muß die Abdeckung auch so sein, das man keine Ganzausfälle hat oder wenn der Wagen an der Ampel steht der Sender weg ist, wenn man in Grenzgebieten unterwegs ist. ..
 

Fan Gab Radio

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Über Satellit bekommt man doch Deutschlandweit eine Unzahl an Radiosendern herein...und dafür muß man nicht mal ein neues Gerät anschaffen !

Aber Satellit ist nicht mobil. Das hat man nur zuhause am Fernseher.
Ein Radio was im mobilbetrieb Satellit empfängt wär mal was. GPS geht ja auch mobil. Diese Erfindung würde DAB krass konkurrenz machen
 

Marc!?

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Über Satellit bekommt man doch Deutschlandweit eine Unzahl an Radiosendern herein...und dafür muß man nicht mal ein neues Gerät anschaffen !

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Und im Autoradio wäre DAB+ eine Alternative in schlecht versorgten UKW Gebieten, nur dann muß die Abdeckung auch so sein, das man keine Ganzausfälle hat oder wenn der Wagen an der Ampel steht der Sender weg ist, wenn man in Grenzgebieten unterwegs ist. ..

Bei Digital hast du empfang oder keinen. Blumbern oder klötzchen beim TV gibts nur in einem schmalen Bereich.

DAB befindet sich in BB ja erst am Anfang und kann bei Frequenzknapp natürlich helfen. Gerde in Hügeligen Regionen ist der standard von Vorteil, da ich belibig viele Sender ins SFN integrieren kann.

Die Reichweite und Overspill wird aber ncith mehr an UKW herkommen und wenn wir ehrlich sind, ist das bereits ja auch schon auf UKW bei vielen Frequenzen oberhalb von 100 MhZ der Fall.

DAB hat andere Krankheiten, wie die mittlerweile viel zu knappen Kanäle und Quantinisierung in nur 4 Blöcke pro Kanal, die Urspünglich mal für 6 Programme a 192 kbits in mp2 ausgelegt war.

Das lässt sich nun aber nicht mehr ändern. Mit 6 Blöcken pro VHF-Kanal wäre viel mehr möglich gewesen und es hätte auch eine weitreichender Kette pro Bundesland geben können.

Ich bin wirklich gespannt, wie man verschiedene Probleme lösen möchte. In RLP muss zum Beispiel, fast jeder Standort nach Nordwesten wegen Belgien ausblenden, Weinbiet in der Vorderpfalz, Kettrichhof in Südwestpfalz und Mainz-Kastel im Loch ausgenommen.
 
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