Die BBC legt die Gehaltslisten der Moderatoren offen


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#1
Die BBC hat die Gehälter ihrer Spitzenmoderatoren offengelegt, Topverdiener mit 2,5 Millionen ist der Morgenmoderator Chris Evans, der im TV auch Top Gear moderiert.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/spi...n-fuenf-mal-so-viel-wie-frauen-a-1158764.html

Hier ein Anriss, welche Gehälter Mitarbeiter der ÖR-Sender beziehen (vermutlich geschätzt):

https://www.glassdoor.de/Gehalt/ARD...93_DAO.htm?filter.jobTitleExact=TV-Journalist

oder

http://www.focus.de/kultur/videos/ard-tagesschau-was-die-sprecher-verdienen_id_5689608.html
 
#2
Das ginge in Deutschland natürlich GAR nicht. Hier müssen sich zwar Industriekapitäne ständig von den Medienmenschen wegen ihrer Gehälter anpinkeln lassen und Politiker natürlich auch. Aber Transparenz bei ihren eigenen Einnahmen (und deren Quellen) - das wollen unsere Investigativen ganz sicher nicht.
 
#8
Ich finde Bob Harris ist auch ein spitzen Moderator, aber scheinbar ohne spitzen Gehalt, zumindest wurde er in der Veröffentlichung nicht berücksichtigt.
 
#10
@Heinzgen: Der zweite Satz trieft doch nur von deinem in letzter Zeit leider immer wieder geäußerten Neid gegenüber denjenigen, die "richtige Stellen" bei "richtigen Sendern" ergattern konnten und der wohl der Grund für deine derzeitige Verfassung ist.
Nenn doch bitte mal Beispiele für deine Behauptung. Ich wüsste keins. Es sind lediglich die üblichen Satzbausteine und Unterstellungen von Menschen aus deiner Ecke.
 
#12
Teil 2 der üblichen Taktik (absichtliches Missverstehen und Ablenken)? Es geht natürlich um den wichtigeren Teil deiner Behauptung, nach der sich Journalisten gewehrt haben, dass ihre Bezahlung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk offengelegt wird.
 
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#14
Die bekannten deutschen Moderatoren haben wohl auch Nebeneinkünfte aus Werbung, als Off-oder Synchronsprecher, mit eigener Comedy-Touren (wie bei Zeus und Wirbitzki z.B.) oder auch aus Verkäufen eigener Bücher.
Ich bin schon damit einverstanden, dass beliebte und bekannte Moderatoren entsprechend gut honoriert werden. Der Sender hat ja auch einen Nutzen von deren Bekanntheitsgrad.

Der oben genannte BBC-Moderator dürfte auch einen guten Teil seines Geldes bei Top Gear im TV verdienen.

Wenn ich das in alten Threads richtig gelesen habe, werden die Moderatoren (auch bei Privatsendern) nach moderierten Sendestunden bezahlt. Da kommt ja nicht unbedingt viel bei rum. Immerhin sind viele auch Freiberufler, die sich selbst versichern müssen.
 
#15
Der oben genannte BBC-Moderator dürfte auch einen guten Teil seines Geldes bei Top Gear im TV verdienen.
Nein, das dürfte er nicht. Und diese "Ungenauigkeit" in der gesamten deutschen Berichterstattung des gestrigen Tages ärgert mich zutiefst.

Chris Evans hat nur die erste der neuen Staffeln nach dem Clarkson-Abgang moderiert. Die zweite ohne ihn ist längst gesendet worden.
Nur mehr oder weniger zufällig fällt diese erste Staffel in den Erhebungszeitraum für die nun veröffentlichten Zahlen. Evans hat im vergangenen Jahr relativ wenig sonstiges Fernsehen gemacht, davor war er regelmäßiger auch als einer der Moderatoren der "One Show" zu sehen. Ob die Vergütung für die Tätigkeit als Top Gear-Moderator tatsächlich überhaupt in der Zahl enthalten ist, wurde nicht explizit genannt. "Top Gear" könnte auch in die Kategorie Auftrags- und Koproduktionen fallen, deren Moderatorenvergütungen gar nicht in der Liste berücksichtigt sind. Vergleiche dazu die Zahl für Graham Norton, dessen Vergütung für seine Moderation der freitäglichen Talkshow in den Zahlen nicht berücksichtigt ist, weil sie als reine Auftragsproduktion im Gesamtpreis der Sendung verschwindet.

Diese ganze Liste wirft mehr Fragen auf, als sie tatsächlich beantwortet, weil auch ein paar sehr prominente Namen überhaupt nicht auftauchen. Der Wunsch nach Transparenz ist sehr verständlich, aber das Zusammenstellen der wirklichen Zahlen, ist durch die ganzen Wenns und Abers der heutigen Vertragsverhältnisse fast so schwieriger auseinander zu dröseln wie der Brexit.

Und natürlich haben auch die aufgelisteten Moderatoren noch andere Einkünfte. Sportmoderatorin Claire Balding, die auch auf der Liste steht, ist nach der Übertragung der Olympischen Sommerspiele aus Rio für die BBC gleich dageblieben und hat für Channel 4 die Live-Sendungen von den Paralympics moderiert. Und das ist nur eines der vielen Beispiele.
 
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#16
"Dieser Schätzwert basiert auf 1 Gehaltsangabe(n) für TV-Journalist bei ARD"

:D

"TV-Journalist" oder "Mitarbeiter der ÖR-Sender" ist ja nun im übrigen weit gefasst. Wenn Spitzenverdiener oder Moderatoren gemeint sein sollen, kann man das ruhig auch so sagen. :)

Was Intendanten, Programmbereichsleiter und festangestellte Redakteure verdienen, lässt sich schließlich längst im Internet nachlesen, z.b. hier http://www.ndr.de/der_ndr/daten_und_fakten/Was-verdienen-die-Mitarbeiter-des-NDR-,ndrdaten189.html
 
#17
schön. dass man das im Internet nachlesen kann. Richtig finde ich es trotzdem nicht. Mein Chef sagt immer zum Thema “Gehalt“: “Stillschweigen“. Und das ist auch gut so.
 
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#20
@Heinzgen: Der zweite Satz trieft doch nur von deinem in letzter Zeit leider immer wieder geäußerten Neid gegenüber denjenigen, die "richtige Stellen" bei "richtigen Sendern" ergattern konnten und der wohl der Grund für deine derzeitige Verfassung ist.
Neid? So würde ich das nicht nennen wollen. Interessant ist im Moment nur die Verwendung von "ergattern konnten" in deinem Satz.

Wir schauen einfach mal nach:

https://www.openthesaurus.de/synonyme/ergattern

Das klingt alles nicht gut. Aber genau DAS sagt sehr viel über deine Denkweise und die Zustände (ich hätte neutraler auch: "den Zustand unserer Gesellschaft" verwenden können) in den öffentlich-rechtlichen Anstalten aus.

Wissen muß man eigentlich nicht mehr als ein Normalbürger. Ach was, ein Studium in den Stellenanzeigen dient doch nur zur Abschreckung. Mit Vitamin-B passt das schon - irgendwie kommt man dann schon unter...

Stimmt nicht?

Meine Meinung ist bekannt. Ein altes Posting von 2009...
https://www.radioforen.de/index.php?threads/die-fake-kultur.29355/#post-496908
 
#21
Keine Ahnung, im letzten Satz deines ersten Postings zum Beispiel?
Vielleicht liest Du diesen Satz nochmal. Möglicherweise verstehst Du ihn dann ja sogar.

Falls nicht, könntest Du zumindest ausführen, wo ich, wie von Grasdackel behauptet, davon geschrieben habe, irgendjemand hätte sich gegen irgendetwas gewehrt.
 
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#22
schön. dass man das im Internet nachlesen kann. Richtig finde ich es trotzdem nicht. Mein Chef sagt immer zum Thema “Gehalt“: “Stillschweigen“. Und das ist auch gut so.
Echt? Ich tippe mal, er sagt das "so einfach" zu DIR, weil Du im Sender nur eine kleine "Wetterschnecke" bist und maximal den Mindestlohn bekommst? Wenn überhaupt.

Wie bitte? Wetterschnecke?

Ich weiß, was euch jetzt auf den Lippen liegt. Vergesst es einfach! Nicht mich anpissen!

Zuhören sollt ihr erstmal! Ich rede gerade von:

http://www.radioszene.de/108085/personality-radio-radiostars-lrft17.html

Anhören des Podcasts ist Pflicht und man sollte auch zwischen den Zeilen hören!

Einen kleinen Ausschnitt habe ich trotzdem...

(Der Ausdruck "Wetterschnecke" fällt später im Podcast.)
 

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#23
Echt? Ich tippe mal, er sagt das "so einfach" zu DIR, weil Du im Sender nur eine kleine "Wetterschnecke" bist und maximal den Mindestlohn bekommst? Wenn überhaupt.
nein, eben nicht. Wenn ich mein Gehalt preisgeben würde, dann will der Verkehrsmelder etwas von dem Kuchen haben wollen. Mit einem Mindestlohn könnte ich mir allerdings meine beiden Wohnungen in Augsburg und München gar nicht leisten. Ich bin also zufrieden mit meinem Lohn. Mehr verrate ich aber nicht. :D
 
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#24
In Deutschland ist man durchaus verklemmt, wenn es ums Thema Geld geht. Man spricht einfach nicht darüber. In Skandinavien werden die Löhne der Mitarbeiter in vielen Firmen öffentlich ausgehangen und dort empfindet man das als völlig normal.

Dieses Prinzip ist auch sinnvoll, wenn die Mitarbeiter (in großen Betrieben z.B.) nach Leistung bezahlt werden und so werden andere angespornt, bessere Lohnklassen zu erreichen. In Deutschland herrscht oft der "Nasenfaktor" in Sachen Gehalt und hinzu kommt das typisch deutsche Phänomen: Neid. Immerhin sind die Bezüge der Beamten und im öffentlichen Dienst festgesetzt und öffentlich einsehbar. Was aber hochrangige Beamten noch als Nebeneinkünfte haben, bleibt oft im Dunkeln.

Ich persönlich würde Radiomoderatoren in einen Bereich von 3000 bis 6000€ Brutto monatlich einstufen, als Vollzeitkraft. Immerhin erreichen sie als einzelne Person recht viele Menschen. Höchst unmoralisch sind für mich die Gehälter von Profifußballspielern.
 
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