Erfahrungen mit Beyerdynamic MCE 86 S II?


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#1
Moin,

ich habe mir zunächst zum Testen das Richtmikrofon MCE 86 S II von Beyerdynamic bestellt.

Ich möchte es vor allem bei Reportagen (auch im Außeneinsatz), Interviews und Pressekonferenzen einsetzen.

Hat jemand hier schon Erfahrungen damit und kann es empfehlen bzw. vom Kauf abraten?

Bislang arbeite ich mit einem MD 42 von Sennheiser. Dieses hat leider den Nachteil, dass man Interviews bei lauter Umgebung so gut wie gar nicht mehr versteht.

Gruß in die Runde!
 
#2
AW: Beyerdynamic MCE 86 S II

Hallo,

das Mikrofon ist in Ordnung, man kann es gebrauchen.
Mit dem ME67 kann es allerdings nicht mithalten. Hab mal nen AB Vergleich zwischen ME64/ME67 und dem Beyerdynamic gemacht.
Die Sennheiser Rohre schnitten deutlich besser ab.
Aber wie gesagt, das Beyer ist trotzdem okay - mehr aber auch nicht.

Grüße, Andi
 
#4
AW: Erfahrungen mit Beyerdynamic MCE 86 S II?

Hi!

Das Grundrauschen ist höher, zudem ist der Ausgangspegel geringer.
Die Beiden Sennheiser klingen schon rund und voll. Das Beyerdynamic macht den etwas dünneren Ton. Beide Sennheiser sind für meinen Geschmack präsenter und klingen auch transparenter als das Beyer.
Bedenke aber dass das Beyerdynamic auch nur etwa die Hälfte des 67er kostet, da du beim Sennheiser ja noch den K6 Speiseadapter brauchst. Kostet auch nochmal etwa 300 Öhren.
Wenn du das Beyerdynamic, und das ist für meine Begriffe besonders wichtig, an einen guten Preamp anschließt, bringt es aber brauchbare Ergebnisse für das Geld.

Hat sonst noch wer Erfahrungen gemacht mit dem Mikro?

Grüße, Andi
 
#5
AW: Erfahrungen mit Beyerdynamic MCE 86 S II?

DAs MCE 86II ist schon ein Elektret mit Batteriespeisung, das braucht meines Erachtens keinen Vorverstärker. Aber natürlich klingt es besser am vernünftigen Aufnahmegerät als am Consumer-MD. Die Sennheiser-Dinger mit dem Batteriespeisemodul sind mir alle zu empfindlich für Handgeräusche. Selbst das Nachführen mit einem gehenden Gesprächspartners in ruhiger Umgebung verursachte bei mir störende Handgeräusche. Allerdings kann man da sicher auch Tricks anwenden, um diese zu vermeiden, ein Kollege umwickelte das z.B. (ich glaube nur das Speisemodul) mit einem Griffband, wie sie eigentlich für Tennisschläger gedacht sind. Das Beyer wird in der Regel mit einem Griff mitgeliefert, mit dem vermieden wird, dass die Handfläche direkt auf dem Mikro aufliegt.

Allerdings frage ich mich, warum es ein Richtrohr sein soll. Vielleicht wäre einfach mal eine Niere ausprobieren, von denen Sennheiser und Beyer eine Menge sehr guter anbieten. Da finde ich auch den Klang schöner. Wenn man nicht gerade Ministertöne braucht, wo man im Pulk nicht optimal an den O-Ton-Geber ran kommt, würde ich eine Niere vorziehen.
 
#6
AW: Erfahrungen mit Beyerdynamic MCE 86 S II?

Hallo,

vielen Dank für die Erfahrungsberichte. Ich denke, ich werde das Beyerdynamic einfach mal testen. Bei Thomann habe ich ja 30 Tage Money-Back-Garantie.

Wenn man nicht gerade Ministertöne braucht, wo man im Pulk nicht optimal an den O-Ton-Geber ran kommt, würde ich eine Niere vorziehen.
Ich mache Politikberichterstattung und habe eben ständig diese Situation. Das MD-42 von Sennheiser ist ja wirklich ein tolles Mikrofon, aber in einigen Fällen einfach nicht zu gebrauchen.

Beste Grüße!
 
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