Feiertagsprogramm früher


#1
Hallo in die Runde!

Allein wenn man den Thread "Weihnachts-, Silvester- und Neujahrs-Programm" über die Jahre verfolgt, sieht man es deutlich: Die "besonderen" Sendungen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel werden bei den Radiosendern der Republik von Jahr zu Jahr weniger, immer häufiger wird auch bei den öffentlich-rechtlichen Programmen "business as usual" gesendet oder der Computer übernimmt die Programmgestaltung.

Mich würde deshalb interessieren: Welche Spezial- oder Sondersendungen (die es eben nur an diesen Tagen gab) gab es "früher" - ganz gleich, ob vor fünf oder vor fünfundzwanzig Jahren - an den Weihnachtsfeiertagen und über den Jahreswechsel im Radio zu hören? Woran erinnert ihr euch? Gibt es Sendungen, die für euch "Pflichttermine" waren und die ihr evtl. heute vermisst?

Ich bin gespannt, ob wir hier eine kleine Sammlung zusammenbekommen und freue mich auf Eure Kommentare! :)
 
#2
"Grüße aus dem Heimathafen" bzw. "Gruß an Bord" von den Sendern "Deutsche Welle", hier am besten auf 6075 kHz empfangbar, und die andere Sendung auf der "Hamburg-Welle", was jetzt NDR 90,3 ist. "Jahrendelang" war Herbert Fricke deeer Moderator. Aufgezeichnet wurde die Sendung vor Publikum ungefähr zwei oder drei Wochen vor Weihnachten. Ich meine, daß das in einem Hamburger Hotel war...
Und als Kontrastprogramm zuvor: "Frieda und Anneliese - wir warten auf Weihnachten" am Nachmittag des Heiligabends. In den Rollen wirkten Sabine Bulthaup (nicht Bulthaupt) und Dietmar Wischmeyer. Aber auch die vielen anderen Rollen des legendären "Frühstyxradios" flossen in diese dreistündige Sendung auf radio ffn ein.
 
#3
SWF3 30 years ago...

24.12. + 31.12. 13-18 Wunschkonzert, 18-0 Weihnachtsparty bzw. Silvesterparty
25.+26.12. + 1.1. 9-12 Flohmarkt, 13-18 Wunschkonzert

SDR3 1989 zwischen den Jahren in üblicher Rund-um-die-Uhr-Manier: "Das waren die 80er!" Wer macht jetzt "Das waren die 10er"?
 
Zuletzt bearbeitet:
#6
Sorry, ich muss da was korrigieren:

Die SWF3-Silvesterparty ging damals in den 80s immer bis vier Uhr morgens, meistens mit Elmi oder Norbert Diener, danach kam noch eine Stunde "Musik bis in den frühen Morgen", als SWF3 noch das Nachtprogramm übernommen hat.
 
#8
Bei Radio Bremen war es früher so, dass sowohl auf eins als auch bei vier bis zum frühen Nachmittag das normale Programm lief, dann gab es auf eins meistens eine Sondersendung, ebenso bei vier - da kann ich mich noch an die Anfangsjahre erinnern, da saß der Chef selbst am Micro und machte Dr. Nox schwarze Weihnachten, später gab es dann auch mal zwei Teams u. a. mit Juk, Eric Förster u.a. die dann im Zweischichtbetrieb von Heiligabend bis zum 2 Weihnachtsfeiertag durchmoderierten.
Silvester gabe es schon in den früheren Jahren (kenne ich auch nur aus Erzählungen) die Silvesterparty mit Hans-Günter Österreich, später dann mit Monika Kluth und Karl-Heinz Calenberg, fast so wie heute mit Marcus Rudolph. Standard war immer das Domgeläute um Mitternacht.
 
#9
Bei Radio Bremen war es früher so, dass sowohl auf eins als auch bei vier bis zum frühen Nachmittag das normale Programm lief, dann gab es auf eins meistens eine Sondersendung, ebenso bei vier - da kann ich mich noch an die Anfangsjahre erinnern, da saß der Chef selbst am Micro und machte Dr. Nox schwarze Weihnachten, später gab es dann auch mal zwei Teams u. a. mit Juk, Eric Förster u.a. die dann im Zweischichtbetrieb von Heiligabend bis zum 2 Weihnachtsfeiertag durchmoderierten.
Silvester gabe es schon in den früheren Jahren (kenne ich auch nur aus Erzählungen) die Silvesterparty mit Hans-Günter Österreich, später dann mit Monika Kluth und Karl-Heinz Calenberg, fast so wie heute mit Marcus Rudolph. Standard war immer das Domgeläute um Mitternacht.
In der großen weihnachtlichen Show mit Team Pamela und Team Anderson 1996 liefen ab Heiligabend die 572 meistgespielten Songs aus 10 Jahren Bremen 4:
44 Stunden Marathon

1986 gab's Silvester die Sendung 101 bis Vier mit Hörerbeteilung.
Aufgabe: Wer kann den legendären Bremen 4 Rap fehlerfrei nachsprechen ?
 
#10
Bis in die 1980er Jahre, hatten christliche Feiertage einen ganz anderen Stellenwert als heute. man blieb zu hause und verbrachte die Tage daheim mit der Familie. Meistens wurde an solchen Tagen im Radio das Programmschema vom Sonntag angewandt. Hitparaden und Popmusik gab es an diesen Tagen so gut wie gar nicht, wie das abgebildete Radioprogramm von Ostermontag 1975 zeigt. Am Volkstrauertag und am Totensonntag gab es früher generell keine Hitparaden. Auch bei politischen Ereignissen wie der Biermann-Ausbürgerung und dem Mord am Hans-Martin Schleyer wurden die Charts sofort aus dem Programm gekippt.
Früher wurden die Musiktitel noch in der Programmzeitschrift abgedruckt. Etliche Titel sind auch bei Youtube zu finden (so z.B. der japanische Laternentanz). Durch anklicken dieser Titel, wird das damalige Programm wieder lebendig.
 

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#12
In dem Zusammenhang muß gesagt werden, daß es auch eine "NDR-Junioren-Discothek" am Tag zuvor gab. Der NDR zog mit diesen Live-Veranstaltungen mehrmals im Jahr durch´s Sendegebiet. Moderiert wurde sie von Wof-Dieter Stubel, der auch heute noch Radio macht.
 
#14
Noch bis weit ins neue Jahrtausend hinein gab es (nicht nur) beim hr an hohen Feiertagen eine abweichende Programmstruktur. Zu kirchlichen Festen oder Trauertagen wurde die Musik (U, auch E) angepasst. Ich erinnere mich an grandiose Pop-Programme z.B. von Jörg Eckrich in "Toptime". Dort wurden Titel gespielt, die sonst nie im Programm vorkamen: christliche Popmusik, Gospels und Spirituals, pathetische Balladen ("Sebastian", "Lamp light" usw.) Ein Brauch, der leider in Vergessenheit geraten ist.
Außerdem stand im Büro des Leiters vom Dienst (LvD), dem die Programmablauf-Überwachung oblag, ein Schrank, vollgepackt mit sogenannten Trauer- bzw. "Halbtrauer"-Programmen. Dazu eine Art "Gebrauchsanweisung". Starb ein hochrangiger Würdenträger (Bundespräsident, Papst o.ä.), wurden die Wellen zusammengeschaltet, Pausenzeichen ertönten und ein Sprecher verlas die Nachricht vom Tod - oder auch von einer lokalen oder globalen Katastrophe. Danach kamen die Trauerbänder zum Einsatz.
"Physisch" hatten sie einen schwarzen Rand aus Klebeband und wurden sofort gezückt, nachdem die Meldung auflief. Dann rannte der LvD in die Technik, das laufende Programm wurde gestoppt und nach Verlesen der Nachricht das Trauerband abgefahren.
Hinter den Kulissen wurde zudem der Alarmplan aktiviert, eine Art Schneeballsystem als Informationskette bis hin zum Intendanten.
Am 11. September 2001 trat dieser ganze Mechanismus noch einmal in Kraft. In späteren Jahren entschieden die Wellen dann selbstständig, wie sie bei besonderen Ereignissen verfahren wollten.
 
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