Fliegt der "Radioplayer Deutschland" bald ungedrosselt durch die Mobilfunknetze?


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#51
Danke für den Tip, aber welches mobile Radio vergleichbarer Größe für die Gürteltasche und mit Aufnahmefunktion bietet das tatsächlich: bessere Trennschärfe auf UKW, als das genannte?
(Akzeptiere auch Geräte von der Größe und Handlichkeit eines Sony-Walkmens aus dem letzten Jahrtausend - die wären bei der heutigen Belegung des UKW-Bandes total überfordert wie die meisten heutigen einfachen UKW-Billig-Radios)

Auch für Dich ein Tip bei der Suche nach der richtigen Empfehlung: Längere Teleskopantenne wirkt Wunder - muss für Band II halt etwas länger sein, als für Band III und das ist dann unpraktischer und unhandlicher.
Beim wackeligen Kopfhörerkabel als Antenne schafft auch ein guter DSP keine Wunder bei schwächeren Sendern...
 
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#53
Wenn man schon mehr Geld für ein UKW-Radio ausgibt, dann kann man auch gleich eines mit DAB+ an Bord kaufen. Dann braucht man keine bessere Trennschärfe ;)
Ach @FCS-Fan... Damit wären wir dann wieder bei Beitrag #50, in dem ich bereits die nachweislich (hörbar UND messbar) schlechtere Tonqualität eines DAB+ Empfängers dokumentierte, außerdem den höheren Stromverbrauch.
Um dem entgegenzuwirken sind wir hier gerade am diskutieren welche.. Aber nein, Du in Deinem Lobbyistenwahn würdest das nicht verstehen.
 
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#54
Inselkobi, ich sage es dir nochmal:

Der erhöhte Stromverbrauch macht sich auf der Jahresabrechnung des Stromanbieters wahrscheinlich erst ab der dritten Nachkomma-Stelle bemerkbar. Von daher absolut vernachlässigbar. Statt Batterien tun es auch Akkus, die man über 1000 mal aufladen kann. Kosten bei ALDI gerade mal ein Appel und en Ei mehr als Batterien.

Und was das leidige Thema "Tonqualität" angeht, so bleibe ich dabei: Es ist Geschmackssache. Selbst wenn UKW besser klingt: Was bringen mir die Dummfunker in einer angeblich besseren Tonqualität, wenn ich sie einfach nicht mehr hören will??
 
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#55
Geschmackssache ist es NICHT, wenn
a) Teile der (z.B.) übertragenen Musik einfach fehlen
b) durch Artefakte gestört werden
c) die Klangdynamik durch
1.) den Codec
2.) die Bitrate nicht gegeben sein?

Da bleibt keine andere Chance, als durch extremes Soundprocessing den Klang auf Seiten des Anbieters so dermaßen "aufzublasen", aufdass der Hörer wenigstens den Eindruck bekommt, dass noch es halbwegs brauchbares bei ihm am Ohr ankommt.

Lies Dir mal den Bereich Studio- und Sendertechnik hier im Forum durch! Dort wirst Du jede Menge Themen (auch akustische Beispiele) zu dem von mir hier aufgezählten vorfinden.
Tonqualität ist KEINE Geschmacksfrage, sondern eine WISSENSCHAFT (Mathematik).
 
#56
Lies Dir mal den Bereich Studio- und Sendertechnik hier im Forum durch! Dort wirst Du jede Menge Themen (auch akustische Beispiele) zu dem von mir hier aufgezählten vorfinden.
Tonqualität ist KEINE Geschmacksfrage, sondern eine WISSENSCHAFT (Mathematik).
Moment, ich habe nicht behauptet, dass man das ganze nicht belegen kann. Der letzte Satz glaube ich dir sogar.
Nur stellt sich die Frage, ob die große Masse der Hörer (speziell auf kleinen Lautsprechern) den Unterschied wirklich merkt. Und wenn doch, ob es für ihn/sie ein Grund ist, deshalb DAB+ abzulehnen. Ich bin der Meinung, dass dem nicht so ist. Ich merke es ständig bei den Mitfahrern in meinem Auto wenn diese begeistert fragen, wie man aufgrund der Musikrichtung RadioBOB! empfangen kann. Sie hören also zu, aber selbst wenn die Qualität nicht so toll wäre, ist ihnen das Programm wichtiger.
 
#57
Moment, ich habe nicht behauptet, dass man das ganze nicht belegen kann. Der letzte Satz glaube ich dir sogar.
Oh, nein? - Dann lass uns noch mal eine kurze Rückblende, zwei Beiträge zurück, machen
Inselkobi, ich sage es dir nochmal:
(...)
Und was das leidige Thema "Tonqualität" angeht, so bleibe ich dabei: Es ist Geschmackssache. Selbst wenn UKW besser klingt (...)
Ja, der UKW-Klang IST besser, denn der Klang, der analog übertragen wird, wird schon allein nicht mehrfach hin und her codiert und zweitens zusätzlich komprimiert. Theoretisch bedürfte er, sofern die Tonträger nicht solcher - fast schon - "Überlautheitswahn-Produktion" unterlägen, wesentlich weniger Soundprocessing.
ABER: Jeder will lauter sein als der andere (wie die Webradios auch) und klingt dadurch (zusätzlich bedingt durch die mehrfache Komprimierung, die zu geringe Bitrate und den falsch einegsetzten Codec auf DAB+) reif für die Müllhalde.

Nur stellt sich die Frage, ob die große Masse der Hörer (speziell auf kleinen Lautsprechern) den Unterschied wirklich merkt. Und wenn doch, ob es für ihn/sie ein Grund ist, deshalb DAB+ abzulehnen. Ich bin der Meinung, dass dem nicht so ist. Ich merke es ständig bei den Mitfahrern in meinem Auto wenn diese begeistert fragen, wie man aufgrund der Musikrichtung RadioBOB! empfangen kann. Sie hören also zu, aber selbst wenn die Qualität nicht so toll wäre, ist ihnen das Programm wichtiger.
Nein, sie hören nicht zu. Sie hören, dass sie "etwas" hören, also berieselt werden. Fragst Du sie nicht einmal 10 Minuten später welchen Titel sie als drittletzten gehört haben, können Dir fast 90% der vermeintlichen "Hörer" selbigen nicht mehr nennen. Das bedeutet: Sie hören nicht zu, sondern lassen sich einfach nur bedudeln mit dem Ziel "etwas" im Hintergrund zu haben um "nicht allein" zu sein. WAS da läuft, ist völlig egal. Das fällt nur im ersten Moment auf, sobald aktiv eingegriffen wird.

Und genau aus dem Grund fällt auch der schlechte Klang nicht auf.
Die Fahrzeughersteller wissen genau worauf sie zu achten haben, dass der potenzielle Hörer sich mit dem Klang wohlfühlt:
Satte, volle, kräftige, tiefe Bässe (zwischen 61 und 65 Hz) , relativ wenige, kreischende Mitteltöne und sanft anklingende, aber gut hörbare Hochtöne, weswegen die Hochtöner auch IMMER irgendwo auf Sichthöhe sind.
In dieser Kombination werden die Geräusche der Fahrzeuge nämlich sehr gut überdeckt, weil sehr laut gedreht werden muss dass die Sprache gut verstanden werden kann, sobald die Fahrgeräusche lauter werden - UND - die Artefakte werden, wie das "Kreischgeräusch" durch das Soundprocessing der Anbieter wird abgeschwächt.

Einfach, aber mit großer Wirkung!
 
#58
Die meisten Radios haben heute die gleiche Größe in den gleichen schrottigen Klang wie schon zu Mittelwellenzeiten und laufen zudem leise als Grundgeräuschepegel. Solange das Programm gefällt wird das kaum einen Youtubevideohörer stören. Wer Qualität will, wählt sowieso den Satelliten und die daran angeschlossene heimische Stereoanlage.
Wenn ich jetzt im Auto den Klang von DLF/DLRK-UKW mit dem von DLF/DLRK-DAB (ohne Plus) vergleiche, klingt es via DAB subjektiv auf jeden Fall besser! Ob das objektiv auch so ist, kann mir dann eigentlich egal sein...
Höre ich mir dagegen z.B. Radio Hannovers Grenzwellen per 120 kbps-mp3-Stream an, zuhause, per Anlage - aber auch per kleinem Funklautsprecher, schreien meine Ohren jedesmal nach spätestens 2 Stunden AUA. nicht wegen der gespielten Musik, sondern weil meine Ohren/Gehirm mit der Rekonstruktion nichtübertragener Klänge und dem Geraderücken der ganzen Artefakte ziemlich viel zu tun haben. Das ist echt anstrengend...
Egal ist der Klang also doch nicht so ganz - auch bei schlechten Lautsprechern und geringer Lautstärke können Ohren kotzen bei digitalem Gebreie...
 
#59
So, zu diesem Thema gibt es neues! 150 Sender haben Verträge unterschrieben, der Gesellschaftervertrag mit 15 Sendern wurde Ende August unterzeichnet, auch Radio Hamburg ist dabei. Ende 2014/Anfang 2015 geht's los! Die ARD zögert noch etwas, aber die kriegen wir auch noch rum. Toll war die Einigkeit in der Szene, dass der Radioplayer einer der, wenn nicht sogar der wichtigste Schritt hin zur Digitalisierung des Radios ist. Die Privatradios beweisen, dass sie nun gewillt sind diesen Schritt mitzugehen, unabhängig politischer Zwangsforderungen im Bereich Digitales Radio, vor allem der Festlegung auf einen Standard, der fast von der gesamten Bevölkerung ignoriert oder abgelehnt wird, und nach klarer Analyse im Markt (was will der Nutzer wirklich und wo liegen die besten Vermarktungschancen?).

Auch die mobile Radionutzung über Smartphones wird durch den Radioplayer revolutioniert, denn das Angebot steht allen Nutzern einer Flatrate kostenlos per App zur Verfügung. An jedem Ort von Deutschland, an dem Mobilfunkversorgung gegeben ist, können alle Sender, die in der MA Radio und der MA IP Radio ausgewiesen sind sowie deren Webableger mobil empfangen werden. Mit einem Netzbetreiber ist bereits vereinbart, dass die Angebote auch in einer Interimsphase in HiQ-Qualität zum Hörer gelangen, nachdem das Datenvolumen aufgebraucht ist. Mit den beiden anderen laufen noch Gespräche. Mittelfristig soll die Ausstrahlung per LTE Broadcast erfolgen.

Der Radioplayer verfügt vom Start weg über eine technische Reichweite von über 70 Millionen Einwohnern, die (und das ist das wichtigste auch als Vorlage bei Werbungtreibenden) bereits mindestens ein zum Empfang nötiges Digitalgerät im Haushalt haben.

Der Radioplayer wird unabhängig von Portal und App von allen Sendern einheitlich auf der Website integriert, sprich alle bekommen auch die gleiche Werbung zu sehen und werden an den Werbeeinnahmen beteiligt. Individuelle Werbung wird angestrebt. Als nächsten Schritt sollen Gespräche mit der Geräteindustrie laufen, damit der Radioplayer auch auf klassische Radiogeräte und alle Fahrzeuge ("Connected Car") integriert wird und somit eine Ergänzung zu UKW liefert (SmartRadio).

Viele Sender werden nach dem Start auf dem Radioplayer Aggregatoren wie Tunein oder Radio.de anweisen diese von den Portalen zu entfernen.
 
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#63
@Boombastic: Nur kommerzielle Sender die in der MA Radio oder MA IP Radio gelistet sind, werden am Radioplayer teilhaben. Nichtkommerzielle Sender und Amateur-Internetradios nicht. In gewisser Weise wird somit auch etwas Ordnung in das Wirrwarr aus über 20000 Netzradio-Sendern gebracht.
 
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#65
Wie sieht das ganze eigentlich kartellrechtlich aus? Eine Plattform, auf der sich die marktbeherrschenden Unternehmen zusammentun zu dem Zweck, die Konkurrenz auszuschließen, dürfte doch wohl kaum genehmigungsfähig sein. Absehen davon, dass das Geschäftsmodell eine klare Verletzung der Netzneutralität darstellt, wenn die Streams bestimmter Programme bevorzugt behandelt werden (da sie nicht unter die Drosselung fallen) gegenüber den Streams anderer Programme.
 
#69
Radioplayer auf dem Telefonino habe ich bereits: TuneIn, YourMuze und Co. Einen weiteren brauche ich nicht und werde ich mir auch nicht installieren. Schon gar nicht, wenn er das Angebot auf die europäische Provinz "Deutschland" beschränkt. Aber wenigstens gibt es ja einen, der diese Schnapsidee toll findet ;)
 
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#70
Viele Sender werden nach dem Start auf dem Radioplayer Aggregatoren wie Tunein oder Radio.de anweisen diese von den Portalen zu entfernen.
Nur zu! Dieser "Verlust" lässt sich verschmerzen. :p

In gewisser Weise wird somit auch etwas Ordnung in das Wirrwarr aus über 20000 Netzradio-Sendern gebracht.
In gewisser Weise wird man so genötigt im Internet den selben Schrott zu hören wie auf UKW.
Ganz ehrlich, wenn ich dank Drosselung "meine" Sender nicht hören kann verzichte ich lieber ganz aufs Radio. :rolleyes:
 
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#72
@Boombastic: Nur kommerzielle Sender die in der MA Radio oder MA IP Radio gelistet sind, werden am Radioplayer teilhaben. Nichtkommerzielle Sender und Amateur-Internetradios nicht. In gewisser Weise wird somit auch etwas Ordnung in das Wirrwarr aus über 20000 Netzradio-Sendern gebracht.
Ist das nicht genau das was die Privaten bei DAB+ verurteilen? Wieso sollte ich über die APP hören, bzw. gegebenfalls noch Geld extra bezahlen wenn ich das selbe über UKW höre oder sogar Zuhause umsonst im Web.
Es gebe hier nur zwei Vorteile bei so einem Projekt, "etwas" mehr Auswahl und inklusive Traffic. Gegenüber steht das man seinen Netzbetreiber wechseln und gegeben falls von Prepaid auf Vertrag umsteigen muss, Netz Lücken, enormer Akku verbrauch, im Zug nicht nutzbar.
Die größten Nachteile liegen damit sogar genau in der Zielgruppe des Projektes, das wird genauso ein Reinfall wie die MobileTV Pakete die nur so vor sich hin dümpeln.
 
#73
Es gebe hier nur zwei Vorteile bei so einem Projekt, "etwas" mehr Auswahl und inklusive Traffic. Gegenüber steht das man seinen Netzbetreiber wechseln und gegeben falls von Prepaid auf Vertrag umsteigen muss, Netz Lücken, enormer Akku verbrauch, im Zug nicht nutzbar.
Die größten Nachteile liegen damit sogar genau in der Zielgruppe des Projektes, das wird genauso ein Reinfall wie die MobileTV Pakete die nur so vor sich hin dümpeln.
...waren auch genau die Argumente bevor Spotify & Co. aus dem Boden gestampft wurden. Und? Wo stehen die Projekte jetzt? Einzelne teilweise ebenfalls vor dem Börsengang.
Herzlichen Glückwunsch zur Bankrott-Erklärung...
 
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#74
Ich gebe zu ich habe selbst Spotify und nutze es auch regelmäßig. Glücklicherweise, dank Junge Leute Angebot der Telekom, wird mir auch der Traffic der App erspart wobei das bei meinem Vertrag auch nicht relevant wäre.
Aber was hat Spotify damit genau zu tun, der Großteil wird sich seine Playlisten Offline Speichern wenn er Spotify mobil benutzt, damit wären auch gleich drei Sachen nicht relevant, das Netz, der Traffic und auch der Akku des Smartphones.
Es würde doch die meisten ehr für Spotify Geld ausgegeben als für eine erlesen Auswahl an Deutschen Radio Sendern.
 
#75
Es würde doch die meisten ehr für Spotify Geld ausgegeben als für eine erlesen Auswahl an Deutschen Radio Sendern.
Was gestern beim #SwissRadioDay auch ganz deutlich hervorgehoben wurde. Die deutsche Radioszene hat das natürlich, mal wieder, völlig verpennt.
So wurde eine Befragung durchgeführt und ein Ergebnis daraus war:
Junge Hörerin sagt, sie höre Radio nicht um neue Musik zu entdecken. Dafür gibts Spotify. ---betretene Gesichter im Saal. #SRD14 #radioday
Quelle: Gerry Reinhardt

Also geht es letztlich schon darum Musik zu hören, aber eben nicht "neue Musik" zu entdecken. Hier unterscheidet sich die Radioszene der Schweiz in keinem Stück von der deutschen. Geld wird also nur ausgegeben um "neue Musik" kennenzulernen, nicht um immer und immer wieder mit derselben Leier totgedudelt zu werden.
Wenn also der Player auch nach dem Ende der Traffic-Flat noch weiterhin mit der vollen Bitrate funktioniert, kann dem ansich Hörer nichts besseres passieren.
 
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