Gafron & Dorfmann CDU/CSU vs. Wieprecht & Skuppin SPD/Grüne


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#1
Sollten Medienleute Wahlkampf machen ?

In den USA gute Tradition, bei uns eher neu.

In Berlin haben sich für die Bundestagswahl bei Wahlkampfveranstaltungen u.a. strak gemacht:

Gafron & Dorfmann für CDU/CSU.

Wieprecht & Skuppin für SPD/Grüne.

Ebenfalls (in einer Anzeige für Rot/Grün) der ORB-Hörfunkchefredakteur Singelnstein.

Was haltet Ihr davon ?
 
#2
...und Thommy Wosch meinte letzte Woche in seinem berühmt-berüchtigten Bluemoon auf Fritz:
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial">
Wir sind ja hier beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk zur Überparteilichkeit verpflichtet. das heißt, ihr könnt euch frei entscheiden zwischen SPD und Grünen, so stehts glaube ich im Rundfunkstaatsvertrag, so ähnlich.
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Im Ernst: wieso sollten Medienleute nicht ihre Meinung vertreten dürfen? Solange selbige nicht gekauft ist, und solange nicht mit Halbwahrheiten und Tricks unter der Gürtellinie gearbeitet wird, finde ich das ok. Eine Stimme aus dem Radio, die ihre eigene Meinung bei gegebenem Anlaß vertritt und dies auch als ihre eigene Meinung deklariert, zeigt wenigstens noch menschliche Züge, ist mehr als eine farblose Marionette. Und wählen gehen kann ich ja doch was anderes <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" />
 
#3
Sicher sollte jeder nach aussen seine eigene Meinung vertreten. Aber bitte nicht On Air. Denn diese fällt ja dann meist auf den kompletten Sender zurück. Und der sollte aber nach wie vor neutral und unabhängig nach aussen auftreten. Aber Off Air in einer Zeitungsanzeige oder in einer Diskussion sollte jeder zu seiner politischen Meinung stehen können - da spricht doch nichts dagegen. Moderatoren / Redakteure sind doch auch nur Menschen.

So lange es im legalen bleibt und der Medienmensch nicht gekauft wurde, ist das vollkommen okay.
 

RayShapes

Gesperrter Benutzer
#6
Wieso soll denn niemand on air seine Meinung sagen dürfen?
Das fällt bei solchen auf den kompletten Sender zurück, die sonst auch nur kompletter Einheitsbrei sind und Leute ohne Profil on air haben. Bei anderen wird das dann doch eher mit der Person verbunden, zumal wenn diese die Aussage als Meinung kennzeichnet.
Radio muss ja nicht immer nur unpolitisches bieten. Wenn Hörer z.B. aufgefordert werden, on air ihre Meinung zu sagen, kann doch ein Moderator mit seiner Meinung eine Diskussion in Gang halten etc.

Ich bin dafür KLINIKPACKUNG und RADIOMEDIATOR zu ignorieren.
 
#8
Das wäre doch viel ehrlicher, wenn sich bestimmte Moderatoren/Sendungen offen zu einer Partei bekennen würden. Was wäre verloren? Unabhängigkeit und Neutralität gibt's doch schon heute kaum, sie wird den Hörern/Zuschauern lediglich vorgegaukelt. Um so schwerer ist es doch für den Mediennutzer heute, richtig mit den Medien umzugehen, wenn er nicht weiß, ob ein Sender eher CDU- oder SPD-nah ist.

Ich denke, deswegen sind Hauser und Kienzle so erfolgreich gewesen, weil man bei denen wusste, wer für was steht.
 
#9
Die SPD/Grüne-Veranstaltung mit Wieprecht und Skuppin in Mitte hätte ich gern gesehen. Hatte leider keine Zeit.
Wie war sie denn ?

Die CDU-Veranstaltung vor dem Innenministerium mit Gafron und Dorfmann habe ich gesehen. Gafron war rhetorisch klasse. Er traf das Gehirn bei den Zuhörern.
Dorfmann´s Einwürfe trafen das Herz der Leute.
Er bekam grossen Applaus.
 
#10
Oh jetzt wird es politisch!

Ich finde, daß es keine Schande ist, wenn man als Medienmensch auch eine ausgeprägte politische Haltung hat. Und ich finde, daß der Hörer es verdient zu wissen welche Überzeugungen oder Standpunkte diese Menschen haben.

In Bezug auf das Thema "Dorfmann/CDU" glaube ich eher an einen lukrativen Auftrag für Dorfmann als an Überzeugung; und wenn dies dann Rot/Grün die Wähler zutreiben sollte wäre es doch der ultimative strategische Schachzug, oder?

Persönlich finde ich, daß ich im Falle eines Wahlsieges des Ede Stoiber verstärkt über das Auswandern nachdenken werde.
Wie dieses Land mit den Herren Stiober, Beckstein etc. aussehen wird kann ich mir denken, das muss ich nicht miterleben!

Das ist aber nur meine Meinung.

Grüße,
King
 
#15
Lieber Uwe,

auch als durchaus umsatzorientierter Drecksack, wie ich es bin, kann man ja über gesunden Menschenverstand verfügen.
Das eine schließt das andere nicht aus.

Mich dann gleich als Kader-Sozi hinzustellen ist ein wenig übertrieben.
Ich habe eben so meine Befürchtungen mit Stoiber, Merkel, Merz, Beckstein & Co.

Trotzdem habe ich Dich natürlich weiterhin lieb!

Solidarität!

Genosse King
 
#17
Ach so, wenn die sich hier alle outen, in der Hoffnug, am Montag von Manteltragenden Männern in dunklen Limousinen abgeholt zu werden :

Ich bin der Meinung, Radiomoderatoren sollten im ureigensten Interesse davon absehen, ihre Stimme abzugeben.

Überhaupt sind Wahllokale nur dann aufzusuchen, wenn man sich dort zurückhaltend mit Promille versorgt. Ich warne vor Leuten, die sich gleich 18 Prozent reintun und dann wirres Zeuch absondern müssen.

Doc "Walker" Deason
 
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