Gibt es so was wie den "ARD-Stern" auch beim ORF in Österreich?


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Mähnager

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#1
Ich habe mich auf Wikipedia damit beschäftigt, wie die einzelnen ARD Anstalten in Deutschland miteinander verbunden sind und somit vom "ARD-Stern" erfahren https://de.wikipedia.org/wiki/ARD-Stern . Klingt führ mich sehr interessant und ich würde daher gerne wissen, wie die Standorte des ORF in Österreich miteinander verbunden sind. Ganz besonders interessiert mich das bei den Landesstudios, vor allem deshalb, weil es manchmal vorkommt, dass auf Radio Salzburg bei einem Ausfall Radio Oberösterreich (der Regionalsender für mein Bundesland) läuft.

LG, Mähnager
 
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Mähnager

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#3
@Rafael2603 sei mir nicht böse, aber dass die Antworten auf diesen Thread per PN kommen sollen, ist nicht gedacht und ich habe ehrlich gesagt auch keinen Bock darauf! Also, wenn schon eine Antwort, dann bitte hier im Thread öffentlich!
 
#5
Läufft wahrscheinlich alles über Satellit, ein Hybnet haben die sicher nicht eingerichtet. Einzelne Beiträge kann man ja schon seit geraumer Zeit via Breitband-Intranet versenden.

Früher gab es Richtfunkstrecken, die aber nur noch punktuell eine Rolle spielen dürften.
 
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Mähnager

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#6
Läufft wahrscheinlich alles über Satellit, ein Hybnet haben die sicher nicht eingerichtet.
Bin ich umgekehrter Meinung: An Satellit als Verbindung zwischen den ORF Standorten glaube ich nicht, außer als Notfalllösung

Früher gab es Richtfunkstrecken, die aber nur noch punktuell eine Rolle spielen dürften.
Ja, Richtfunk, das könnte auch noch eher eine Möglichkeit sein. Meiner Meinung nach nicht punktuell, sondern schon recht häufig.
 
#7
In Österreich nehme ich mal folgendes Szenario an: Wenn ein Landessender ausfällt, wird über Lautsprecher/Akustikkoppler/Festnetz das Programm eines anderen Senders übertragen :p
 
#8
Da du geschrieben hast: "würde ich gerne wissen" hätte ich gedacht ich kann es dir direkt per PN schreiben & brauche es nicht öffentlich machen... kann ich aber auch :)

Scheint ja wohl ein ganz großes Geheimnis zu sein... Andererseits aber klein genug, um es Leute im Schnupperpraktikum gewahr werden zu lassen...

Achja, gesagt hat es mir keiner - Wenn man aber im GMS-Studio steht & mit Wolfgang ein bisschen über die Technik quatscht & sich gewisse Dinge etwas genauer ansieht, dann braucht man einfach nur 1 + 1 zusammenrechnen & hat das "große bzw. kleine" Geheimnis gelüftet :D
 
#9
Der ORF hat ein von der Telekom Austria betriebenes Leitungsnetz. Das ist sowohl Glasfaser als auch Richtfunk - letztendlich Sache der Telekom, wenn man die Dienstleistung kauft.
Mein Hinterkopf sagt aber, dass die ORS das selbst machen möchte. Ich weiß aber nicht mehr, wie konkret dieses Vorhaben ist, habe ich nur mal gehört.
Satellit hat damit aber nichts zu tun. Viel zu teuer für eine viel zu geringe Bandbreite, um alle Dienste darüber laufen lassen zu können. Dazu noch teure Technik mit Up- und Downlink und das Delay, das man bei Live-Schalten möglichst gering halten möchte.

Die Notwendigkeit eines Sternpunkts als "zentralen Schaltraum" wird immer geringer. In den ORF-Landesfunkhäusern gibt es keine besetzten Schalträume mehr. Wozu auch? Notwendige Schaltungen, die auch deutlich weniger geworden sein dürften, können zentral von Wien ausgeführt werden.
Auch die Bedeutung des ARD-Sternpunkt sinkt. Nicht als zentrale Schalt- und Leitungsstelle oder weil der Bedarf nach Austauschleitungen nicht mehr vorhanden ist, sondern als klassischer Schaltraum, in dem Leitungen gesteckt werden. Digitale Kreuzschienen werden am Rechner bedient und diese Tätigkeit können auch direkt die Schalträume in den Funkhäusern übernehmen. Notwendig als zentrale Stelle ist der Sternpunkt natürlich trotzdem und es findet dort noch mehr statt als reine Leitungsschaltung (z. B. zentrale Schnittstelle für Audio over IP/Codecs als Ersatz für ISDN).
 
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Mähnager

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#10
Vielen Dank @DigiAndi! Der ORF verwendet also ein Glasfasernetz, was die Telekom betreibt + Richtfunk von der Telekom als Verbindung der einzelnen Standorte. Somit ist meine Frage beantwortet und der Thread kann geschlossen werden.
 
#11
Satellit hat damit aber nichts zu tun. Viel zu teuer für eine viel zu geringe Bandbreite, um alle Dienste darüber laufen lassen zu können.
Schon klar, der Programmaustausch zwischen den Landesstudios und der Zentrale erfolgt über Lichtleiter-Intranet (und Richtfunk). Aber die Speisung der Sendeanlagen, wovon im Eingangsthread ja die Rede war, erfolgt mittels Satellitensignal.
 
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#12
Satellit hat damit aber nichts zu tun. Viel zu teuer für eine viel zu geringe Bandbreite, um alle Dienste darüber laufen lassen zu können. Dazu noch teure Technik mit Up- und Downlink und das Delay, das man bei Live-Schalten möglichst gering halten möchte.
Bei kommerziellen Sat Betreiber ist das nicht so teuer als das es sich ein Staatsender leisten könnte. Die Technik am Boden ist nicht wirklich teuer du brauchst halt ein Modem und die Sat Schüssel zb für das KA Band ist es extrem günstig alles.
Aber die Speisung der Sendeanlagen, wovon im Eingangsthread ja die Rede war, erfolgt mittels Satellitensignal.
Welchen Sat?
 
#13
Aber die Speisung der Sendeanlagen, wovon im Eingangsthread ja die Rede war, erfolgt mittels Satellitensignal.
Bin ich blind oder wo steht da etwas von Sendeanlagen?
Die Grundnetzsender der ORS werden primär über Richtfunk/Leitung versorgt. Satellit (19,2° Ost) ist ausschließlich Backup, ebenso gibt es an manchen Standorten auch noch direkte Verbindungen in das jeweilige Landesstudio. Kleinere Standorte werden per Ballempfang versorgt.
Wenn wir von einem "Ausfall von Radio Salzburg" sprechen müssen wir aber auch erstmal definieren, was für einen Ausfall. Ausfall der Zuführung zum Grundnetzsender? Ausfall des Studios? In beiden Fällen kann es sein, dass ein anderes Programm übernommen wird. Wenn "nur" die Zuführung ausfällt, sollte eigentlich die Havarie greifen - außer, das Landesstudio kann aus irgendeinem Grund gar nichts mehr abgeben.

Bei kommerziellen Sat Betreiber ist das nicht so teuer als das es sich ein Staatsender leisten könnte. Die Technik am Boden ist nicht wirklich teuer du brauchst halt ein Modem und die Sat Schüssel zb für das KA Band ist es extrem günstig alles.
Zwischen "sich etwas leisten können" und "für möglichst wenig Mittel möglichst viel Bandbreite" bekommen, ist aber trotzdem ein Unterschied. ;)
Mal davon abgesehen schließe ich für die Anbindung meiner Landesstudios nicht bei SkyDSL einen Vertrag für 19,90 € im Monat ab. Das läuft ein bisschen anders. Da bist du schnell bei einem mittleren fünfstelligen Betrag alleine für Anschaffung der Technik. Von der jährlichen Miete für 50 Mbit/s auf einem Satelliten gar nicht zu sprechen. Und mit 50 Mbit/s kommst du nicht weit, wenn du ein bisschen Video machen willst... Dazu noch das Delay.
 
#14
Man kann auch Verträge abschließen wo man bei bedarf sachen nutzt. Jössas was sind schon sagenwirmal 5000€ einmalig für ein Sat System im vergleich dazu was die oberen Angestellten für Gehälter beziehen?
 
#16
Na ist doch klar: 5 kEUR für den Aushub der Baugrube und den Beton des Fundamentes für die Sat-Antenne des Uplinks. Den Rest, also den Kleinkram, bekommt man doch dann auch lässig hin...
 
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